Tag Archiv: Erzbischof

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Bamberg: Osterpredigt 2018 von Erzbischof Ludwig Schick

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick ruft die Christen auf, an jedem Sonntag Ostern zu feiern. Der Sonntag sei das „wöchentliche Osterfest“, sagte Schick in seiner Osterpredigt im Bamberger Dom und wandte sich gegen Forderungen aus Politik und Wirtschaft, die grundgesetzlich garantierte Sonntagsruhe abzuschaffen und die Ladenöffnungszeiten völlig freizugeben.

„Der Sonntag muss Sonntag bleiben.“

„Das sind auch Angriffe auf Ostern und alle Feiertage! So wird das Leben der Familie und der Vereine sowie der Kirchen zunichte gemacht“, betonte der Erzbischof und appellierte: „Der Sonntag muss Sonntag bleiben. Eine Gesellschaft, die human bleiben will, in der die Nächstenliebe geübt werden und die Hoffnung auf Zukunft lebendig bleiben, in der man versöhnt leben und Barmherzigkeit üben soll, braucht Ostern, die Feier- und die Sonntage für alle.“

„Wenn wir die Feiertage und Sonntage zweckentfremden, verdienen wir sie nicht mehr.“

Eine humane Gesellschaft lebe nicht allein vom Shopping, vom Handel und von der Wirtschaft, fuhr Schick fort. Die Sonn- und Feiertage müssten für die „seelische Erhebung und die Arbeitsruhe“ bleiben, wie es auch in der Bayerischen Verfassung heißt. Der Sonntag sei für die Gläubigen Tag des Gottesdienstes und für alle Bürgerinnen und Bürger Tag der Familie, der Begegnung, der Erholung sowie des kulturellen Lebens und Engagements. Er unterstrich: „Wenn wir die Feiertage und Sonntage zweckentfremden, verdienen wir sie nicht mehr.“

Wenn Ostern nicht gefeiert wird, gerät es in Vergessenheit

Ostern sei das höchste Fest der Christenheit. „Wenn es nicht gefeiert wird, gerät es in Vergessenheit. Wenn es nicht seinem Sinn entsprechend begangen wird, verdunstet sein Gehalt.“ Ostern feiere den auferstanden Jesus Christus und damit den Sieg der Liebe und des Lebens über Hass und Tod. „Ostern feiert, dass es Hoffnung gibt für jeden und überall, weil das Leben Gottes stärker ist als jeder Tod, als der reale, den Kriege und Katastrophen verursachen, und als der soziale, den Feindschaften, Mobbing und Ausgrenzung bringen.“ Die Botschaft des Osterfestes bestehe darin, dass Jesus Christus und die Verheißungen seines Evangeliums durch nichts totzukriegen seien. „Daraus wird dann das, was wir uns an Ostern wünschen: Friede und Freude.“

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Bamberg: Freispruch im Prozess um Hass-Kommentar gegen Erzbischof Schick

Am Amtsgericht Bamberg wurde am heutigen Dienstag (23. Januar) die Frage behandelt, was eine Beleidigung im Internet ist und was nicht. Opfer der mutmaßlichen Beleidigung ist der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick. Doch der Verfasser wurde nun freigesprochen.

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Bamberg: Erzbischof Schick ruft in Silvesterpredigt zur Erneuerung & Neuausrichtung auf

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat dazu aufgerufen, 2017 zu einem Jahr der Reformen in Kirche und Gesellschaft zu machen. „Wir brauchen Erneuerung, wir brauchen Neuausrichtung – für unser religiöses und auch für unser soziales und gesellschaftliches Leben“, sagte der Erzbischof in seiner Predigt zum Jahresabschluss an Silvester im Bamberger Dom. „Wir brauchen Reformen in Deutschland, in Europa und weltweit, das spüren wir überall.“

„Reformen in 2017 sind wichtig“

Vor 500 Jahren habe es sowohl die protestantischen Reformer, an ihrer Spitze Martin Luther, gegeben, die neue Konfessionen gründeten, aber auch die katholischen Reformer wie Ignatius von Loyola, Teresa von Avila und Franz von Sales, die die katholische Kirche von innen spirituell und sozial erneuerten. Beide Reformbewegungen hätten sich auf Jesus Christus bezogen. Für die wichtigen Reformen im Jahr 2017 sei es gut und wichtig, das Reformationsgedenkjahr als „ökumenisches Christusfest“ zu feiern, sagte Erzbischof Schick.

„Kirche ist für die Menschen da“

Reform im kirchlichen Leben müsse immer deutlich machen: „Kirche ist für die Menschen da.“ Geistliches Leben sei für das soziale und mitmenschliche Leben da, Moral und Werte für Politik und Gesellschaft. „Wenn wir das voneinander trennen, verraten wir den Auftrag Jesu“, mahnte Schick und betonte: „Bei jeder Reform ist der erste Schritt, an die Möglichkeit der Erneuerung zu glauben.“ Zugleich warnte er aber auch vor Traditionsvergessenheit und Neuerungssucht sowie Unentschlossenheit und Beliebigkeit.

Die Heilige Messe und die Bedeutung der Sakramente sollen neu entdeckt werden

Eine echte Erneuerung der Kirche werde nicht ohne Erneuerung des sakramentalen Lebens geschehen, sagte Schick und rief dazu auf, die heilige Messe und die Bedeutung der Sakramente neu zu entdecken. „In ihnen will uns Jesus Christus mitten in unserem Leben begegnen.“ Auch das Lesen der Heiligen Schrift sei nötig, um Christus wieder neu kennenzulernen und ihm zu folgen. Am Ende des Jahres 2016 hätten sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche eine revidierte Fassung der Heiligen Schrift herausgegeben. „Das wäre sinnlos, wenn sie nun nicht verstärkt gelesen würde“, sagte Schick. Zudem sollte das Leben nach den Zehn Geboten wieder selbstverständlich werden.

Zuversicht auf 2017

Rückblickend auf das zu Ende gehende Jahr, rief der Erzbischof dazu auf, nicht nur auf die schrecklichen Ereignisse wie Terroranschläge, Kriege und Krisen zu schauen, sondern auch auf das Gute, Schöne und Erfolgreiche: Das könnten glückliche Erlebnisse in der Familie ebenso sein wie der seit 70 Jahren andauernde Friede in Europa, das Klimaschutzabkommen von Paris oder die große Hilfsbereitschaft von Menschen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge, Alte, Kranke und Behinderte bei uns einsetzen. „Wir dürfen und müssen beides sehen, dann bekommt das vergangene Jahr mehr Gleichgewicht in unserer Sicht, woraus sowohl Zuversicht als auch Auftrag für das neue Jahr 2017 werden.“

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Bamberg: Katholiken begehen morgen das Fronleichnam

Die oberfränkischen Katholiken begehen am morgigen Donnerstag (26. Mai)  das Fronleichnamsfest. In Bamberg werden bei einem Pontifikalamt auf dem Domplatz und einer anschließenden großen Prozession durch die Altstadt mehrere Tausend Gläubiger erwartet.

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Bamberg: Erzbischof Schick ruft zum Dialog mit Islam und Islamkritikern auf

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat vor dem  Landeskomitee der Katholiken in Bayern dazu aufgerufen, dass Christen sich mehr in der Politik engagieren, um den Geist des Evangeliums in der Gesellschaft lebendig zu halten. „So können Parolen der Fremdenfeindlichkeit Einhalt geboten werden, denn das christliche Menschenbild lässt keinen Rassenhass und keine Menschenverachtung zu“, sagte Schick am Samstag vor den katholischen Laienvertretern, die zu ihrer zweitägigen Frühjahrsvollversammlung nach Bamberg gekommen sind.

Die christliche Nächstenliebe erlaube auch kein Angstmachen und keine Bedrohung von Mitmenschen, schon gar nicht von schutzbedürftigen Flüchtlingen.  „Der Geist des Evangeliums ist ein Geist des Dialogs, der in Wahrheit und Liebe geführt werden soll“, sagte Schick. Der Dialog sei gleichermaßen mit dem Islam wie mit den Islamkritikern bestimmter Parteien und Bewegungen nötig. Dialogverweigerung sei mit der christlich abendländischen Kultur nicht vereinbar. Der Geist des Evangeliums rufe dazu auf, Fremdes und Anderes zu prüfen und zu integrieren, ohne das eigene Bewährte und Gute in Frage zu stellen oder gar aufzugeben

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Bamberg: 20. Goldene Sportabzeichen für Erzbischof Schick

Zum 20. Mal wurde in Bamberg von Erzbischof Ludwig Schick das Goldene Sportabzeichen des Deutschen Olympischen Sportbundes abgelegt.  Anlässlich der derzeitigen Korruptions-Vorwürfe bei der FIFA sprach sich Schick für Fairness und Ehrlichkeit im Sport aus.

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Professor Feulner aus Kronach erhält päpstlichen Gregoriusorden

Der aus dem Erzbistum Bamberg stammende Theologe Professor Hans-Jürgen Feulner ist mit dem Päpstlichen Gregoriusorden ausgezeichnet worden. Erzbischof Ludwig Schick gratulierte dem an der Universität Wien lehrenden Liturgiewissenschaftler und wünschte ihm auch künftig Gesundheit und Schaffenskraft.

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Bamberg: Erzbischof Schick legt erneut das Goldene Sportabzeichen ab

Erzbischof Ludwig Schick hat bereits zum 19 . Mal das Goldene Sportabzeichen abgelegt. Der 65-jährige Erzbischof wurde wie in den Vorjahren in den Disziplinen 3.000-Meterlauf, Standweitsprung und 50-Meter-Sprint geprüft. Die Disziplin Seilspringen kam dieses Jahr neu hinzu.

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Bamberg: Dieter Georg Jung ist neuer Domvikar

Am heutigen Dienstag wurde Dieter Georg Jung in sein neues Amt als Domvikar am Bamberger Dom eingeführt. Der 37-jährige Ebensfelder machte in Lichtenfels sein Abitur, studierte dann an der FH Coburg Bauingenieurwesen und arbeitete drei Jahre als Brückenbauingenieur für eine Firma in Kronach.

Im Jahr 2003 dann entschloss sich Jung zu einem Studium der Theologie an der Universität Bamberg, 2006 trat er zudem in das Bamberger Priesterseminar ein und wurde letztendlich 2011 zum Priester geweiht.

Neben seiner Tätigkeit als Domvikar unterstützt Dieter Georg Jung den Erzbischof als persönlicher Referent und wird gottesdienstlich im Seelsorgebereich mitarbeiten – weiterhin möchte er promovieren.

 


 

 

Bamberg sagt „Servus Benedikt“: Größter Gottesdienst in Oberfranken

Es ist vorbei. Benedikt XVI ist seit dem Donnerstag nicht mehr das Oberhaupt von den weltweit 1,2 Milliarden Katholiken. Viele Oberfranken haben einen ganz besonderen Bezug zum bayerischen Papst – ihn sogar in den 2872 Tagen seiner Amtszeit persönlich treffen können. In Bamberg fand am Donnerstagabend dazu der größte Gottesdienst in Oberfranken statt. Wir waren mit vor Ort und sammelten Stimmen ein, die es ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“ gibt.