Tag Archiv: Fall Peggy

Fall Peggy: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen die Soko ein

Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat die Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Bayreuth, Ermittler der Soko Peggy und einen Journalisten wegen Geheimnisverrats eingestellt. Angezeigt wurden sie von der Anwältin von Ulvi Kulac, der zunächst wegen Mordes an Peggy Knobloch verurteilt und später in einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen wurde.

Weiterlesen

Fall Peggy: Verdächtiger Manuel S. bleibt weiterhin auf freiem Fuß

Die Entscheidung über die Beschwerde der Bayreuther Staatsanwaltschaft gegen die Freilassung des im Fall Peggy Tatverdächtigen Manuel S. ist vom Amtsgericht Bayreuth an das dortige Landgericht weitergegeben worden. Der in das Visier der Ermittler gerückte Manuel S. aus Marktleuthen (Landkreis Wunsiedel) bleibt damit erstmal weiterhin ein freier Mann.

Weiterlesen

Fall Peggy: Staatsanwaltschaft legt Beschwerde gegen Entlassung von Manuel S. ein

Wie erwartet hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth jetzt eine Beschwerde gegen die Entlassung des im Fall Peggy tatverdächtigen Manuel S. aus Marktleuthen (Landkreis Wunsiedel) aus der Untersuchungshaft eingelegt. S. kam am 24. Dezember 2018 aus der Untersuchungshaft frei. Wir berichteten!

Weiterlesen

Fall Peggy: Verdächtiger Manuel S. aus der Haft entlassen!

Das Amtsgericht Bayreuth hat am heutigen Heiligabend (24. Dezember) im Wege einer sogenannten Abhilfeentscheidung auf die Beschwerde des Beschuldigten hin, den Haftbefehl gegen den 41-jährigen tatverdächtigen Manuel S. aus Marktleuthen (Landkreis Wunsiedel) aufgehoben. Damit wurde der Verdächtige aus der Haft entlassen. Den Haftbefehl gab ein Ermittlungsrichter am 10. Dezember heraus.

Weiterlesen

Fall Peggy: 41-jähriger Mordverdächtiger festgenommen!

UPDATE (12. Dezember / 19:05 Uhr):

Paukenschlag am Dienstag (11. Dezember) in Oberfranken: Manuel S. (41) aus Marktleuthen im Landkreis Wunsiedel ist dringend tatverdächtig, Peggy Knobloch aus Lichtenberg vor nunmehr 17 Jahren umgebracht zu haben. Der 41-Jährige sitzt nunmehr in Untersuchungshaft, bestreitet allerdings die Tat. Dennoch müssen die Ermittler der SOKO Peggy Anhaltspunkte gegen ihn in der Hand haben, um diesen Schritt gehen zu können.

Wir haben uns in Lichtenberg (Landkreis Hof), dem Heimatort des Mädchens, umgehört, wie die Nachricht dort aufgenommen wurde. Mit Rechtsanwalt Jürgen Schmidt sprechen wir im TVO-Studio über das Prozedere sowie die juristischen Schritte und Hintergründe, die in einem solchen Fall eine Rolle spielen.

Lichtenberg / Bayreuth: Reaktionen auf die Festnahme im Fall Peggy
Manuel S. festgenommen: Wie sehen die juristischen Schritte im Fall Peggy aus?

UPDATE (11. Dezember / 16:57 Uhr):

Gegen den 41-jährigen Manuel S. aus Marktleuthen im Landkreis Wunsiedel wurde am Dienstagnachmittag (11. Dezember) von einem Ermittlungsrichter in Bayreuth ein Haftbefehl wegen Mordes an der damals neunjährigen Peggy Knobloch erlassen. S. wurde bereits am gestrigen Montag (10. Dezember) durch Kriminalbeamte festgenommen. Der Tatverdächtige selbst machte keine Angaben. Den Tatvorwurf ließ er durch seinen Verteidiger bestreiten. Der Beschuldigte wurde nach dem Erlass des Haftbefehls in ein Gefängnis eingeliefert.

 

Rechts: Statement von Herbert Potzel (Staatsanwaltschaft Bayreuth) und Jürgen Stadter (Polizeipräsidium Oberfranken).

Mordverdächtiger im Fall Peggy festgenommen: Presse-Statement der Ermittler

41-Jähriger rückt in den Fokus der Ermittlungen

Wie das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth in einer gemeinsamen Pressemeldung am heutigen Nachmittag veröffentlichten, ließen die Ermittlungserkenntnisse aus den Untersuchungen am Fundort der sterblichen Überreste des Mädchens sowie die Neubewertung bestehender Erkenntnisse den 41-Jährigen aus dem Landkreis Wunsiedel wieder in den Fokus der SOKO Peggy rücken.

Vernehmung in Hausdurchsuchung im September

In diesem Zusammenhang erfolgte Mitte September 2018 neben Durchsuchungsmaßnahmen auch eine Vernehmung des Mannes. Wir berichteten! Hierbei sagte Manuel S. aus Marktleuthen aus, am 7. Mai 2001 die offenbar leblose Peggy Knobloch in Lichtenberg von einem Mann übernommen und in einem Wald bei Rodacherbrunn (Saale-Orla-Kreis / Thüringen) abgelegt zu haben. Der 41-Jährige bestritt aber, mit dem vorangegangenen Geschehen etwas zu tun gehabt zu haben.

Angaben des Beschuldigten sind nicht plausibel

Die gewonnenen Erkenntnisse wurden im Nachgang detailliert überprüft und ausgewertet. Im Ergebnis sind laut der Polizei wesentliche Angaben des Beschuldigten nicht in Einklang mit den weiteren Ermittlungsergebnissen zu bringen, wie der behauptete Anlass und der geschilderte Ablauf des Geschehens. Vielmehr, so die Staatsanwaltschaft, ergab sich ein dringender Tatverdacht gegen den 41-Jährigen, wonach der Mann selbst Täter oder Mittäter im Fall der Tötung von Peggy Knobloch war und anschließend den leblosen Körper in dem Waldstück an der Landesgrenze von Bayern und Thüringen ablegte. Es steht zudem im Raum, dass mit der Tötung eine zuvor begangene Straftat verdeckt werden sollte.

ERSTMELDUNG (11. Dezember / 15:05 Uhr):

Paukenschlag im Mordfall Peggy: Wie die Staatsanwaltschaft Bayreuth am Nachmittag (11. Dezember) gegenüber TVO bestätigte, wurde ein Verdächtiger unter Mordverdacht festgenommen. Der Mann wird derzeit dem Haftrichter vorgeführt.

Verschiedene Medien nennen den Namen Manuel S. aus Marktleuthen

Medienberichten zufolge soll es sich dabei um Manuel S. aus Marktleuthen (Landkreis Wunsiedel) handeln. Der 41-Jährige war im Zuge der Ermittlungen um den Tod der kleinen Peggy schon öfter ins Visier der Polizei geraten. Im September 2018 hatte er gestanden, 2001 das damals neunjährige Mädchen im Wald bei Rodacherbrunn (Saale-Orla-Kreis) verscharrt zu haben. Wir berichteten! Die Polizei führte vor rund drei Monaten umfangreiche Hausdurchsuchungen, unter anderem bei S. in Marktleuten durch. S. bestritt damals aber, das Mädchen getötet zu haben. An einer Bushaltestelle in Lichtenberg (Landkreis Hof) hatte er damals die Leiche - so seine eigene Aussage - von seinem Freund Ulvi K. entgegengenommen und in das besagte Waldstück gebracht und vergraben. Wir berichteten!

© News5 / Fricke© News5 / Fricke© News5 / Fricke© News5 / Fricke© News5 / Fricke

Entdeckung der Leiche im Sommer 2016 in Thüringen

Die Leiche des Mädchens wurde dann im Juli 2016 in einem Waldstück im thüringischen Rodacherbrunn gefunden. Ein Pilzsammler entdeckte die Skelettteile. Lange galt in diesem ungeklärten Mordfall Ulvi K. als der Mörder von Peggy. 2004 wurde er zu einer lebenslangen Haft und Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung verurteilt. Zehn Jahre später folgte ein Wiederaufnahme-Verfahren am Landgericht Bayreuth. Ulvi K. wurde hierbei freigesprochen.

Einer der mysteriösesten Kriminalfälle Deutschlands

Der Fall Peggy ist einer der mysteriösesten Mordfälle in Deutschland. Seit dem 7. Mai 2001 beschäftigt das Verschwinden des Mädchens bereits die Nation. Damals kam das neunjährige Kind nicht von der Schule zu Hause in Lichtenberg an. Jahrelang wurde nach ihr gesucht. Ihr Mörder wurde trotz akribischer Arbeit der Ermittler bisher nicht gefunden.

 

  • Polizei und Staatsanwaltschaft wollen sich am Dienstagnachmittag zu den neuen Entwicklungen äußern!

Weiterführende Informationen (September 2018)
Fall Peggy: Pressekonferenz der Ermittler am Freitag (21.09.2018)
(21.09.2018)
Fall Peggy: Manuel S. gesteht das Beseitigen der Leiche
(21.09.2018)
Durchsuchungen in Marktleuthen und Lichtenberg: Wende im Fall Peggy?

Fall Peggy: Mutmaßlicher Mörder nach 17 Jahren überführt?

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth und das Polizeipräsidium Oberfranken teilten am heutigen Freitag (21. September) in einer Pressekonferenz mit, dass der verdächtige Manuel S. gestanden hat, den Leichnam der damals neunjährigen Peggy aus Lichtenberg (Landkreis Hof) in Rodacherbrunn (Thüringen) vergraben zu haben. Er steht zudem unter Mordverdacht. Die Polizei bittet nun um Mithilfe aus der Bevölkerung.

 

Ist Manuel S. Peggys Mörder?

Manuel S. soll nach eigenen Aussagen nicht der Mörder von Peggy sein, sondern das tote Mädchen lediglich von einem Mann entgegen genommen haben. Der andere Mann habe ihn an einer Bushaltestelle in der Poststraße in Lichtenberg angehalten und dort die Leiche gegeben. Manuel S. soll noch versucht haben Peggy zu beatmen. Anschließend hat er sie in eine rote Decke gewickelt, in seinen Kofferraum gelegt und im Wald bei Rodacherbrunn vergraben. Danach habe er Jacke und Schulranzen bei sich zu Hause verbrannt.

Unbekannter soll Manuel S. angehalten haben

Über den Mann, der die Leiche übergeben haben soll, ist bislang nichts bekannt. Jedoch soll Manuel S. den Namen des Unbekannten genannt haben. In der vergangenen Woche durchsuchte die Polizei das Haus von Manuel S. im Landkreis Wunsiedel und vernahmen den Mann anschließend. (Wir berichteten.) Die Polizei bittet um Hinweise zu dem Verdächtigen Manuel S. und vor allem zu seinen goldenen Audi 80. Als Belohnung wurden 30.000 Euro ausgelobt.

© Polizeipräsidium Oberfranken© Polizeipräsidium Oberfranken
© Polizeipräsidium Oberfranken

Verdächtiger auf freiem Fuß

Manuel S. befindet sich aktuell auf freiem Fuß, allerdings lautete der Tatbestand gegen den 41-Jährigen auf Mord. Eine Haft setzt allerdings einen dringenden Tatverdacht voraus und dieser ist laut Polizei aktuell nicht erkennbar. Wie glaubwürdig die Aussage von Manuel S. ist, wollte man bei der Pressekonferenz nicht beantworten. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Ermittlungen dauern an

Der 41 Jahre alte Mann war bereits am Anfang der Ermittlungen im Fall Peggy ins Visier der Beamten geraten. Jedoch hatte der Mann ein Alibi, an welchem 17 Jahre lang niemand gezweifelt hatte. Die SOKO Peggy hat all die Jahre die Ermittlungen akribisch weiter geführt. Vor einigen Tagen führten diese Ermittlungen die Polizei dann auf die Spur von Manuel S. So entdeckte eine forensische Palynologin (Pollenkunde) an den sterblichen Überresten des Mädchens unterschiedliche, mikroskopisch kleine Pollen, die im weiteren Untersuchungsgang als Bestandteile von Torf identifiziert werden konnten. Hier ergab sich ein Bezug zu Pflanzarbeiten des Mannes am Tattag, die den Ermittlern bereits bekannt waren. Am Ablageort gesicherte Mikropartikel stellten sich nach der Begutachtung als Farbreste dar, wie sie in Renovierungsmüll vorkommen. Den Ermittlern war bekannt, dass der jetzt Beschuldigte damals umfangreiche Renovierungsarbeiten ausgeführt hatte.

Goldener Audi ausfindig gemacht

Weiter erzeugte die Sichtung von vorhandenen Videoaufzeichnungen aus der damaligen Sparkassenfiliale erhebliche Zweifel am bislang behaupteten Alibi des Mannes. Er war entgegen seiner bisherigen Angaben am Nachmittag des 7. Mai 2001 mit seinem Fahrzeug in Lichtenberg unterwegs. Die Ermittler konnten den goldfarbenen Audi 80 mittlerweile trotz der langen Zeit ausfindig machen und kriminaltechnisch untersuchen.   

Die Ermittler gehen derzeit von folgenden tatrelevanten Zeitpunkten am 7. Mai 2001 aus:

  • letzte gesicherte Sichtung von Peggy Knobloch um 13:24 Uhr am Henri-Marteau-Platz
  • gesicherter Aufenthalt des Manuel S. in der damaligen Sparkassenfiliale um 15:17 Uhr

In diesem Zusammenhang bitten die Kriminalbeamten erneut um Mithilfe der Bevölkerung und stellen folgende Fragen:

  • Wer hat am Montag, 7. Mai 2001, den goldfarbenen Audi 80 gesehen?
  • Wer hat an oder in dem Fahrzeug Personen wahrgenommen, gegebenenfalls mit Peggy Knobloch?
  • Wer hat Manuel S. zuvor jemals mit Peggy gesehen?
  • Wer kann die hier abgebildeten Farben mit Renovierungsarbeiten in Lichtenberg in Zusammenhang bringen?

Zeugen werden gebeten, sich mit der SOKO Peggy unter der Telefonnummer 0921/506-1414 in Verbindung zu setzen.

© Polizeipräsidium Oberfranken

Pressekonferenz der Ermittler am Freitag (21.09.2018)
Fall Peggy: Pressekonferenz der Ermittler am Freitag (21.09.2018)

© BKA

Fall Peggy: Keine weitere DNA-Spur von Uwe Böhnhardt gefunden

Mitte Oktober 2016 war im Zuge der umfangreichen Ermittlungen nach dem Auffinden der sterblichen Überreste von Peggy Knobloch an einem winzigen Textilteilchen eine DNA-Spur des Uwe Böhnhardt festgestellt worden. Zur Abklärung des überraschenden Fundes wurden die Abläufe der Spurensicherung und der Spurenauswertung von der SOKO Peggy und der Staatsanwaltschaft Bayreuth überprüft. Hierbei ergab sich, dass die DNA-Spur eindeutig einem Kopfhörer des Uwe Böhnhardt zugeordnet werden konnte und bei der Spurensicherung am Fundort übertragen worden sein muss. Wir berichteten ausführlich!

Abschließendes Gutachten ohne neue Erkenntnisse

Der konkrete Übertragungsweg der DNA von Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche des Mädchens in Rodacherbrunn (Thüringen) kann laut den Ermittlern allerdings nicht mehr geklärt werden. Aus dem nun vorliegenden Abschlussgutachten des hierfür beauftragten Instituts geht hervor, dass an den untersuchten Gerätschaften der Tatortgruppe des LKA Thüringen, darunter auch ein Winkelmaßstab, keine DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt oder von Peggy Knobloch festgestellt werden konnten.

Ermittlungen im Fall Peggy dauern weiter an

Die SOKO weißt somit noch einmal darauf hin, dass die DNA-Spur Böhnhardts nicht im Zusammenhang mit dem Tod von Peggy Knobloch steht. Die gutachterlichen Ergebnisse sind mittlerweile an das LKA Thüringen für weitere qualitätssichernde Maßnahmen übergeben worden. Die umfangreichen Ermittlungen der SOKO Peggy und der Staatsanwaltschaft Bayreuth zur Aufklärung des Falles Peggy Knobloch dauern aber weiterhin an.

Weiterführende Informationen
Lichtenberg: Anschuldigungen gegen Peggy-Ermittler
(April 2017)
Fiasko im Fall Peggy: Böhnhardts DNA-Spur war Panne der Ermittler
(März 2017)
Dr. Mark Benecke in Bayreuth: Peggys Mörder wird gefunden!
(November 2016)
Bayreuth / Lichtenberg: Wohl doch keine Verbindung zwischen NSU und Fall Peggy
(Oktober 2016)
© BKA

Fall Peggy: Ermittlungen noch lange nicht abgeschlossen

Die Ermittlungen zu der Frage, ob eine Verbindung zwischen der DNA-Spur von Uwe Böhnhardt und dem Verschwinden von Peggy Knobloch besteht, dauern an. Neben einem beauftragten Untersuchungsinstitut befassen sich auch weitere Gutachter und die Ermittler der Sonderkommission (SOKO) sowie die Staatsanwaltschaft Bayreuth derzeit mit dieser Frage. Erst die Summe aller Untersuchungsergebnisse und Ermittlungen ermöglicht eine verlässliche Bewertung und Einordnung dieser Spur.

Weiterlesen

© BKA

Fall Peggy: Beate Zschäpe will sich schriftlich äußern!

Lichtenberg / München: Beate Zschäpe wird zum Fall Peggy Stellung nehmen
(Aktuell-Talk vom 26.10.16)

Der Fall Peggy beschäftigt die Menschen in Oberfranken und auch bundesweit seit Jahren. 15 Jahre nach Peggys Verschwinden ist noch immer nicht geklärt, wer ihr Mörder war. Nachdem DNA-Spuren von NSU-Terrorist Uwe Böhnhardt am Fundort der Leichenteile von Peggy entdeckt wurden, werden die Fragen nach einem Zusammenhang zwischen dem Tod der Neunjährigen und dem NSU immer lauter. Am Mittwoch (26. Oktober) ging Richter Manfred Götzl im NSU-Prozess dieser Frage nach und wollte von Beate Zschäpe wissen, ob sie Informationen über Peggy Knobloch hat. Ihr Anwalt Hermann Bochert kündigte daraufhin eine schriftliche Stellungnahme seiner Mandantin an.

Möglicher Zusammenhang zwischen der NSU und dem Fall Peggy

DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche von Peggy Knobloch, eine Hütte eines Freundes Böhnhardts nur unmittelbar entfernt von eben jenem Fundort, Kinderschuhe im Wohnwagen des NSU-Trios Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt, Kinderpornographie auf den Computern der mutmaßlichen NSU-Terroristen und eine Mutter die vielleicht ins Visier der NSU geriet, weil sie sich dem Islam zuwandte. All dies lässt Spekulationen aufkommen, ob Uwe Böhnhardt möglicherweise etwas mit dem Tod von Peggy Knobloch zu tun haben könnte. Seine enge Vertraute und einziges noch lebendes Mitglied des NSU-Trios ist Beate Zschäpe. Ihr wird seit Mai 2013 am Oberlandesgericht in München der Prozess in Sachen NSU gemacht. Nun spielt auch der Fall Peggy in dem Prozess eine Rolle.

Fall Peggy: DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche gefunden
(Aktuell-Talk vom 14.10.16)
Gewissheit im Fall Peggy: Sterbliche Überreste stammen von der 9-Jährigen
(Aktuell-Bericht vom 05.07.16)

Untersuchungen am Fundort von Peggys Leiche

Die damals Neunjährige verschwand vor 15 Jahren, im Mai 2001 in Lichtenberg (Landkreis Hof), spurlos. Im Juli 2016 dann der Fund von Peggys Leiche im thüringischen Rodacherbrunn, unweit der Grenze zu Bayern. Der Leichenfund zog weitere Untersuchungen mit sich. Tatsächlich konnte die Spurensicherung DNA-Material sicherstellen und auswerten. Diese wurde jetzt Uwe Böhnhardt zugeordnet. Nun stellt sich die Frage nach dem Zusammenhang zwischen der NSU und dem Fall Peggy.

Fall Peggy wird zum Thema im NSU-Prozess

Der Vorsitzende Richter im Münchener NSU-Prozess Manfred Götzl scheint ein großes Interesse daran zu haben, zu klären, ob der NSU etwas mit dem Tod von Peggy Knobloch zu tun hatte. Auf seine Frage hin, ob Zschäpe Informationen zu Peggy habe, welche sie nicht aus den Medien habe, gab Beate Zschäpe keine Antwort. Allerdings verkündete ihr Verteidiger Bochert, er werde eine schriftliche Stellungnahme von Zschäpe zum Fall Peggy abgeben.

Anwalt der Nebenklage will Einsicht in die Akte Fall Peggy

Auch Mehmet Daimaguler, der Anwalt der Nebenklage, will den laufenden NSU-Prozess nutzen um den Fall Peggy aufzuklären. Deshalb beantragte er eine Einsicht in die Akten zum Fall Peggy. Allerdings ist der Fall Peggy nicht Gegenstand des aktuellen NSU-Prozesses und somit bleibt die Frage, ob es im aktuell geführten Prozess wirklich neue Informationen zum Fall Peggy geben wird.

Fall Peggy: Polizei sucht erneut am Fundort der Leiche bei Rodacherbrunn
(Aktuell-Bericht vom 26.09.16)
Weiterführende Informationen
Der Fall Peggy: Eine Chronologie der Ereignisse
(Aktuell-Bericht vom 04.07.16)
Fall Peggy: Unter der Lupe - Die Arbeit der Rechtsmediziner
(Aktuell-Bericht vom 05.07.16)
Fall Peggy: Pressekonferenz zu DNA-Spuren (Teil 2) Aktuell-Version
(13.10.16)
Fall Peggy: Verbindung mit NSU-Terror für Ramelow kein Zufall
(Aktuell-Bericht vom 19.10.16)
Fall Peggy: Mehr Fragen als Antworten in dieser Causa
(Aktuell-Bericht vom 18.10.16)
Nachgefragt (08.07.2016): Der Fall Peggy

Fall Peggy: Neue Ermittlungsansätze nach Leichenfund

Die bei der Bayreuther Kripo nach dem Fund von Skelettknochen zur SOKO Peggy erweiterte Ermittlungsgruppe und die Staatsanwaltschaft Bayreuth ermitteln weiter auf Hochtouren im Fall Peggy. Die Ermittler erhoffen sich auf Grund der neuen Erkenntnisse in dem Fall der 2001 verschwundenen Peggy Knobloch weitere Hinweise, insbesondere im Zusammenhang mit dem Auffindeort nahe Nordhalben. In diesem Zusammenhang befasst sich am morgigen Mittwoch (13. Juli) auch die Sendung Aktenzeichen XY mit dem Fall.

Fall Peggy: Die heiße Spur fehlt bislang

Seit vor einer guten Woche ein Pilzsammler 15 Kilometer von ihrem Heimatort entfernt Knochenreste von Peggy Knobloch gefunden hat, laufen die Ermittlungen wieder auf Hochtouren und seitdem ist auch die Hoffnung bei den Angehörigen und bei der Polizei wieder groß, dass der mysteriöse Fall nach all der Zeit doch noch vollständig aufgeklärt werden kann. Entsprechend hoch waren die Erwartungen, als die Polizei heute die Presse nach Bayreuth eingeladen hat.

Fund bietet neue Ermittlungsansätze

Die Leiche von Peggy Knobloch wurde in einem Waldgebiet an der Landstraße L1095 zwischen Nordhalben in Oberfranken und Bad Lobenstein in Thüringen, konkret zwischen Nordhalben und Rodacherbrunn, etwa 1,5 Kilometer nach der Landesgrenze auf thüringischem Gebiet, aufgefunden. Die vorgefundene Situation am Fundort, die gesicherten sterblichen Überreste und die dem verschwundenen Mädchen zuzuordnenden Gegenstände, bieten in den bisher von der Staatsanwaltschaft Bayreuth geführten Ermittlungen gegen Unbekannt jetzt trotz der langen Liegezeit neue Ermittlungsansätze, insbesondere die Möglichkeit kriminaltechnischer Untersuchungen. Die Tatsache, daß das aufgefundene Skelett nicht vollständig ist erklären sich die Spezialisten derzeit mit dem Lebensraum und den Gewohnheiten von Waldtieren. Zudem fehlen Teile der Peggy Knobloch zuzuordnenden Kleidungsstücke. Auch fehlt von dem Schulranzen des Mädchens bislang jede Spur.

Ermittlungsgruppe zur SOKO erweitert

Die seit 2012 bei der Kripo Bayreuth bestehende Ermittlungsgruppe Peggy hat das Polizeipräsidium Oberfranken nach dem Fund der sterblichen Überreste zur Sonderkommission Peggy erweitert und den Chef der Kriminalpolizei Bayreuth, Kriminaloberrat Uwe Ebner, mit der Leitung beauftragt. Die Bayreuther Ermittler brachten ihre umfassenden Erkenntnisse in dem Fall noch am Tag des Auffindens in die Untersuchungen der thüringischen Kollegen mit ein. Die mittlerweile 30-köpfige SOKO hat erste Ermittlungshandlungen durchgeführt. Zwischenzeitlich werden die oberfränkischen Ermittler auch durch thüringische und aus weiteren bayerischen Polizeipräsidien stammende Kriminalbeamte unterstützt. Von Seiten der Ermittlungsbehörden werden zudem alle Möglichkeiten im Hinblick auf weiterführende Untersuchungen geprüft.

Aufwendige Ermittlungshandlungen notwendig

Im Zuge der weiteren Ermittlungsschritte befassen sich die SOKO Peggy und die Staatsanwaltschaft Bayreuth mit der Untersuchung und Auswertung der gesicherten Spuren. Hierzu wird man auch weitere Spezialisten und Gutachten beauftragen. Die neuen Ermittlungsergebnisse werden auch mit den bestehenden polizeilichen Erkenntnissen zu dem Fall abzugleichen sein.

 

SOKO bittet um Mithilfe

Der Fund der Leiche von Peggy Knobloch in dem besagten Waldstück ist nun Ausgangspunkt für weitere Ermittlungen. Hierzu bittet die SOKO um Mithilfe der Bevölkerung. Insbesondere erbitten sich die Ermittler Hinweise zu früheren Wahrnehmung im Bereich des Fundortes im Allgemeinen und auch konkret für den 7. Mai 2001. Zeitlicher Bezugspunkt in den Mai 2001 sind die umfangreichen Suchmaßnahmen nach dem verschwundenen Mädchen, die von den Medien öffentlichkeitswirksam begleitet wurden.

  • Wer hat an besagter Örtlichkeit in diesem Zeitraum Personen und / oder Fahrzeuge wahrgenommen?
  • Wem sind Personen bekannt, die Ortsbezüge dorthin haben?
  • Wer hat sich 2001 im bezeichneten Waldgebiet zu sportlichen Aktivitäten, Spaziergängen oder als Pilzesammler aufgehalten?

Auch die Historie des betroffenen Waldgebietes versucht die SOKO jetzt aufzuhellen:

  • Wer kennt die Örtlichkeit und kann Angaben dazu machen?
  • Wer hat zu dieser Zeit dort Waldarbeiten durchgeführt?

Hinweise nimmt die SOKO Peggy unter der Telefonnummer 0921/506-1414 entgegen.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung in Höhe von 30.000 Euro ausgesetzt.

 

Knochen in Thüringen gefunden

Am 2. Juli fand ein Pilzsammler in einem Waldgebiet bei Rodacherbrunn im Landkreis Saale-Orla Knochenteile und verständigte die Polizei. Bald ergaben sich Hinweise darauf, dass es sich hierbei um die sterblichen Überreste der seit 15 Jahren vermissten Peggy aus Lichtenberg handeln könnte. Frühzeitig wurden deshalb Kriminalbeamte der bei der Kripo Bayreuth bestehenden Ermittlungsgruppe Peggy und auch die in diesem Fall ermittlungsführende Staatsanwaltschaft Bayreuth eingebunden. Die Untersuchungen der aufgefundenen Knochen bestätigten nach Auskunft der Rechtsmedizin in Jena zweifelsfrei, dass es sich um das damals 9-jährige Mädchen handelt.

 

1 2