Tag Archiv: Forschung

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Uni Bayreuth errichtet Außenposten in Wunsiedel: Oberfrankenstiftung genehmigt 5 Millionen Euro

Das Zentrum für Energietechnik (ZET) der Universität Bayreuth erhält von der Oberfrankenstiftung fünf Millionen Euro für ein neues Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Das hat der Stiftungsrat in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag beschlossen, so die Stadt Wunsiedel am Mittwoch (02. Dezember). Die Universität Bayreuth wird gemeinam mit der Stadt und der WUN H2 GmbH, an der sowohl ihre Stadtwerke, die SWW Wunsiedel GmbH, als auch die Rießner-Gase GmbH in Lichtenfels und die Siemens AG beteiligt sind, die Speicherung und energetische Nutzung von „grünem“ Wasserstoff weiter vorantreiben und vor Ort erproben.

Vier Doktoranden werden für das Projekt "ZET-Reallabor Energiezukunft Wunsiedel" forschen

Eine Forschergruppe aus vier Doktoranden der Universität Bayreuth wird in den kommenden Jahren vor Ort im Haus der Energiezukunft in Wunsiedel forschen. Im Mittelpunkt des Projekts „ZET-Reallabor Energiezukunft Wunsiedel“ steht das „Power-to-Gas“-Konzept. Durch Sonne und Wind erneuerbar erzeugter Strom, den man nicht sofort benötigt, dient zunächst dazu, Wasser durch Elektrolyse zu spalten. Der so erzeugte „grüne“ Wasserstoff wird gespeichert oder transportiert. Er kann dann bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt und an einem anderen Ort in Industrieanlagen, Fahrzeugen oder auch im Haushalt zu unterschiedlichen Zwecken genutzt werden, ohne dass dabei CO2 freigesetzt wird.

Seit 2002 fördert die Oberfrankenstiftung wissenschaftliche Projekte

Bei der heutigen (02. Dezember) Übergabe des Förderbescheids in der Regierung von Oberfranken würdigte die Vorsitzende des Stiftungsrats der Oberfrankenstiftung, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, das Vorhaben als ein „zukunftsweisendes Leuchtturmprojekt“ und „beispielhaftes Zusammenspiel aus Wirtschaft, kommunaler Hand, Universität und der Oberfrankenstiftung“, so die Universität Bayreuth. Seit 2002 fördert die 1927 gegründete Oberfrankenstiftung wissenschaftliche Projekte in Oberfranken.

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Aus dem Forschungsstandort Wunsiedel soll ein "Energie-Campus" entstehen

„Ich bin überzeugt, dass das Reallabor als Außenposten der Brückenkopf für die weitere Entwicklung Wunsiedels als Universitätsstandort ist.(...) Gemeinsam werden wir uns jetzt weiter dafür einsetzen, dass aus dem künftigen Forschungsstandort Wunsiedel in der Folge ein ‚Energie-Campus‘ entsteht, auf dem auch Studenten ausgebildet werden.“

(Nicolas Lahovnik, Erster Bürgermeister von Wunsiedel)

 

Ich freue mich sehr über die Entwicklung hin zum Energiecampus Wunsiedel. Zum einen ist dies ein weiterer wichtiger Baustein für uns als Wasserstoffregion. Zum anderen stellen wir, gemeinsam mit dem Designstudio der Hochschule Hof in Selb, den Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge als Hochschulstandort stark auf! Ganz nebenbei zeigen wir uns einmal mehr als ‚Freiraum für Macher‘.“

(Peter Berek, Landrat von Wunsiedel)

Der Aktuell-Beitrag zum Grünen Wasserstoff:
Themenwoche Wasserstoff: Was ist eigentlich "Grüner Wasserstoff"?
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Hochschule Hof: Gibt es bald biologisch abbaubare Folien für die Landwirtschaft?

An der Hochschule Hof forscht derzeit das Institut für angewandte Biopolymerforschung (ibp) biologisch abbaubare Folien für die Landwirtschaft zu erzeugen. Der Grund: die Silageballen, die häufig in grünen oder weißen Folien verpackt sind, werden nach der Nutzung entsorgt. Das Recyceln der Folien ist nur mit großem Aufwand möglich. Eine Machbarkeitsstudie der Hochschule Hof soll nun die Grundlage schaffen, um das dauerhaft zu ändern. Weiterlesen
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Hof: Hochschule sagt Marderschäden den Kampf an

Mit einem innovativen Forschungsprojekt hat die Hochschule Hof einem der größten Ärgernisse der deutschen Autofahrer den Kampf angesagt: dem Marderschaden. Am Institut für Angewandte Biopolymerforschung (ibp) der Hochschule Hof unter Leitung von Prof. Dr. Michael Nase werden in Zusammenarbeit mit dem Automobilzulieferer UNIWELL Rohrsysteme GmbH & Co. KG derzeit Werkstoffe erprobt und getestet, die dem Biss des gemeinen Steinmarders weit besser trotzen sollen als derzeit gängige Materialen in handelsüblichen Schläuchen. 

 

Marder verursachen im Jahr rund 60 Millionen Euro Schaden

Marder verursachen nach Angaben der großen deutschen Versicherer jedes Jahr einen Schaden von rund 60 Millionen Euro an Kraftfahrzeugen – alleine in Deutschland. Jedes Jahr werden demnach über 200.000 Fälle bei den Versicherungen gemeldet, die für die entstandenen Marderschäden zahlen. Geht es nach David Krieg aus dem oberfränkischen Naila, der das Projekt federführend bearbeitet, soll sich diese immense Schadensbilanz schon in absehbarer Zeit deutlich reduzieren. Dafür forschen Krieg und sein Mitarbeiter Rafael Erdmann in den Technika und Laboren des Instituts an einer wirklich effektiven Lösung für dieses häufige Problem.

Kostengünstige Lösungen gesucht

Ihr Ansatzpunkt ist dabei das, was so häufig dem Marder zum Opfer fällt: Die Schläuche des Motorinnenraums.

© Hochschule Hof

„Unser Ziel ist es, Schläuche aus einem günstigen Massekunststoff zu entwickeln, welcher einerseits dieselben Eigenschaften wie PVC aufweist und andererseits einen besseren Schutz vor Marderverbiss bietet“.

PVC selbst ist zwar aufgrund seiner thermischen und mechanischen Eigenschaften grundsätzlich sehr gut für die Produktion derartiger Schläuche geeignet, allerdings bildet es beim Recycling aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung Chlorwasserstoff. Andere, ebenso bissfeste Kunststoffe sind derzeit zu teuer für die industrielle Verwendung. Seit Juli 2019 mischen und modifizieren Krieg und sein Team darum nun Massekunststoffe, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten und die im Automobil verbauten Teile deutlich widerstandsfähiger zu machen und parallel dennoch eine kostengünstige Lösung zu erhalten.

Das durchschnittliche Mardergebiss

Beeindruckend ist in jedem Falle, mit welcher Akribie die jungen Forscher gearbeitet haben, um den Erfolg ihrer Kunststoffforschung wissenschaftlich belastbar zu überprüfen. Auf echte Marder konnte man dabei freilich nicht zurückgreifen:

„Zusammen mit dem Biologischen Institut Oldenburg haben wir deshalb das durchschnittliche Gebiss des Steinmarders und dessen Bisskraft ermittelt und uns einen Verbiss-Prüfstand gebaut“, so Krieg schmunzelnd.

Gefräst aus einem knochenähnlichen Material aus der Zahntechnik findet sich das Mardergebiss deshalb nun an einer Aufhängung befestigt und beißt - angesteuert von einem Computer – in die unterschiedlichen Schlauch-Varianten.

Vergrämung durch Bitterstoffe

Freilich ganz allein auf das Material und seine Beschaffenheit will man sich im Kampf gegen den Marderschaden unterdessen nicht verlassen. Zusätzlich zur verbesserten Bisseigenschaft der Schläuche sollen diese zukünftig eine marderabweisen Schicht auf ihrer Oberfläche tragen.

„Durch eine Plasmabehandlung mit aerosolgelösten Bitterstoffen möchten wir zusätzlich einen über Jahre anhaltenden Vergrämungseffekt für den Marder erzeugen“, so David Krieg.

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Bamberg: Birgit Dietz erhält Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Dr. Birgit Dietz ist für ihre Forschung und Arbeit für eine alters- und demenzsensible Architektur und ihr bürgerschaftliches Engagement mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Andreas Starke händigte ihr die Medaille im Rahmen einer Feierstunde im Rokokosaal des Alten Rathauses aus.

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Hallstadt: Neuer Cleantech-Park auf dem Michelin-Gelände

Die Region Bamberg soll zum Innovationsmotor für moderne Technologien werden. Wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) mitteilte, unterstützt die Staatsregierung die Pläne für einen neuen „Cleantech-Industriepark“ auf dem Hallstadter Michelin-Gelände. Weiterlesen
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Jugend forscht 2018: Zwei Landessieger kommen aus Oberfranken

Laura Holecek aus Coburg und das Dreierteam von Simon Niedt de Matos, Philipp Hohner und Ogün Aksoy aus dem Landkreis Bamberg erringen die ersten Plätze beim Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ in München und qualifizieren sich somit für den Bundeswettbewerb.

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© Hochschule Hof

Münchberg: Neubau der Hochschule Hof besiegelt

Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat heute grünes Licht für einen Neubau der Hochschule Hof erteilt. Im rund 20 Kilometer entfernten Münchberg soll künftig ein Technikum mit Schwerpunkt Textiltechnologie und Klimatisierung entstehen. Die Kosten des Projekts werden mit 8 Millionen Euro beziffert.

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Talentschmiede: 13. Regionalwettbewerb „Jugend forscht“

Unter dem Motto „Verwirkliche Deine Idee“ hat der Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“ zum 13. Mal auf Bezirksebene junge Forscher aufgerufen, sich mit naturwissenschaftlichen und technischen Themen und Fragestellungen zu beschäftigen. 275 Kinder und Jugendliche sind dieser Aufforderung gefolgt und haben sich im letzten halben Jahr mit wissenschaftlichen Themen und Fragestellungen beschäftigt, Modelle gebaut und neue Erfindungen entwickelt. So wurde zum Beispiel das „Limit der menschlichen Leistungsfähigkeit beim Sport“ untersucht, eine „Personensicherungsanlage für U-Bahn-Gleisbette in Bahnhöfen“ entwickelt und sich mit der „Existenz von stabilen Planetenbahnen in Paralleluniversen“ beschäftigt.

„Jugend forscht“ als Talentschmiede

Am Vormittag hat im Verwaltungsgebäude der KSB Aktiengegellschaft in Pegnitz eine Pressekonferenz zum 13. Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ stattgefunden. Es wurde über Neuerungen im Wettbewerb, die Teilnehmerzahlen, den aktuellen Wettbewerbsstand sowie ausgewählte Wettbewerbsthemen informiert. Staatsministerin Melanie Huml MdL, Schirmherrin der Veranstaltung und Vorsitzende von Oberfranken Offensiv e.V., zeigte sich begeistert darüber, dass die Teilnehmerzahlen des Wettbewerbs in seinem 13. Jahr stark gestiegen sind. „Jugend forscht“ leiste als Talentschmiede seit vielen Jahren einen herausragenden Beitrag, junge Forscher und Erfinder zu fördern, die über wissenschaftliche Neugier, Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein und Problemlösungskompetenz verfügen. „Gerade diese viel versprechenden jungen Nachwuchskräfte sind es, die Deutschland im 21. Jahrhundert benötigt“, so die Staatsministerin.

 



 

 

Bayreuth: Grundstein für neues Fraunhofer Zentrum gesetzt

In Bayreuth Wolfsbach ist heute der Grundstein für den Neubau des Fraunhofer Zentrums Hochtemperatur-Leichtbau gesetzt worden. Das Zentrum wurde im vergangenen Jahr gegründet. Die Forschungsschwerpunkte liegen auf der Energieeffizienz und dem Hochtemperaturleichtbau. Bis April 2015 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro.

 


 

 

Bamberg: Nationales Bildungspanel jetzt bei Leibnitz-Gemeinschaft

Das in Bamberg ansässige, sogenannte nationale Bildungspanel wird in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen. Die Forschungseinrichtung ist international anerkannt und jetzt auch langfristig finanziell abgesichert. Mit der Aufnahme in die Leibniz-Gesellschaft sei eine jährliche Förderung von 20 Millionen Euro verbunden, so Staatssekretärin Melanie Huml aus Bamberg. Die 200 Wissenschaftler der Einrichtung untersuchen Bildungsprozesse von der frühesten Kindheit bis ins hohe Erwachsenenalter. Es ist Oberfrankens erste außeruniversitäre Forschungseinrichtung.

 



 

 

Bayreuth: Michael Hohl leitet Forschungsstelle an der Universität

Die Forschungsstelle für Familienunternehmen (FoFamU) der Universität Bayreuth hat Dr. Michael Hohl mit Wirkung zum 1. Juli 2013 zum Geschäftsführer bestellt. „Ich freue mich darauf, die Universität Bayreuth auf diese Weise unterstützen zu können“, kommentiert der Jurist Bayreuther Schule die Rückkehr zu seiner Alma Mater. „Die Forschungsstelle bearbeitet aktuelle und sehr wichtige Themen. Familienunternehmen sind gerade für unsere Region prägend und haben global einen großen Anteil an Wertschöpfung und Innovation“, erklärt Dr. Hohl anlässlich seiner Bestellung als Geschäftsführer.

Aufgaben des Geschäftsführers

Zu seinen Aufgaben gehören unter anderen die operative Führung des Teams, die Planung und Organisation von Veranstaltungen, die Vertretung der Forschungsstelle nach außen und die Pflege und der Ausbau der Kontakte der Forschungsstelle. Der Vorstand freut sich auf die Zusammenarbeit mit Dr. Michael Hohl, die erneut unterstreicht, wie eng Wissenschaft und Praxis an der Universität Bayreuth kooperieren.

Die Forschungsstelle für Familien

Die 2011 gegründete Bayreuther Forschungsstelle ist die erste Forschungsstelle für Familienunternehmen an einer öffentlichen Universität in Deutschland. Familienunternehmen spielen eine wichtige Rolle für die deutsche und europäische Wirtschaft. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag bei der Ausbildung von Arbeitskräften sowie bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen. Aufgabe der Forschungsstelle ist es, rechtliche und wirtschaftliche Bedingungen von Familienunternehmen in Deutschland sowie im europäischen und außereuropäischen Ausland wissenschaftlich zu erforschen. Hierbei wirken je sieben rechtswissenschaftliche und wirtschaftswissenschaftliche Lehrstühle zusammen, die über hohen Sachverstand zu den verschiedenen Themen verfügen, die für Familienunternehmen unterschiedlicher Größe relevant sind. Die Forschungsstelle für Familienunternehmen bietet mit über 50 Personen (Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern) einen einzigartigen Kompetenzpool für Familienunternehmen. Zugleich fördert die Forschungsstelle die interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis auf den Gebieten des Unternehmensrechts und der Führung von Familienunternehmen.

 


 

 

Bad Rodach: Medical Park erforscht neue Therapie bei Schlaganfällen

Die Rehaklinik Medical Park Bad Rodach erforscht den Einsatz von Robot-unterstützten Reha-Maßnahmen bei Schlaganfallpatienten. Ziel der klinischen Studie ist herauszufinden, ob die Arm-Hand-Funktion der Patienten besser und schneller wiederhergestellt werden kann, wenn die Robot-Therapie früher und intensiver eingesetzt wird. Anlass für die Forschungsstudie ist der Umstand, dass von den jährlich rund 180.000 Schlaganfallpatienten in Deutschland mehr als 90 Prozent eine Funktionsstörung der Hand erleiden. Nur bei fünf Prozent von ihnen gelingt eine Rückbildung ohne Einschränkungen. Bei jedem vierten bleibt eine hochgradige Behinderung. Bislang erfolgt die Therapie vor allem durch Krankengymnastik. Medical Park Bad Rodach arbeitet bei der Studie zusammen mit der Neurologischen Universitätsklinik Erlangen. „Die enge Kooperation zwischen einer Universitätsklinik und einer Rehabilitationseinrichtung bietet beste Voraussetzungen zur strukturierten Erhebung solider Daten und garantiert die sorgfältige Auswertung und kompetente Interpretation der Ergebnisse“, begründet Professor Dr. Arthur Melms, Ärztlicher Direktor von Medical Park Bad Rodach, die Zusammenarbeit.

 



 

 

Selb: „Haus der kleinen Forscher“ – Kitas setzen sich für Bildung ein

Beim „Haus der kleinen Forscher“ lernen Kinder auf spielerische Art und Weise Phänomene ihrer Alltagswelt kennen und verstehen. Durch das Forschen und Experimentieren und die gemeinsame Entdeckung von Phänomenen wird nicht nur die Neugier geweckt, sondern die Kinder werden zugleich in ihrer Lern-, Sozial- und Sprachkompetenz sowie in feinmotorischen Fähigkeiten gestärkt. Hinter der Aktion steht eine bundesweite Stiftung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird. In Oberfranken sind an rund 200 Kindergärten die kleinen Forscher unterwegs. Die Kitas setzen sich somit für die Bildung der Kinder ein und dies wurde nun von der IHK Oberfranken in Selb gedankt.