Tag Archiv: Gammelfleisch

© Hauptzollamt Regensburg

A93 / Parkplatz Bärenholz: Zoll zieht 400 Kilo Gammelfleisch aus dem Verkehr

Ganz und gar nicht appetitlich war der Anblick für die Beamten der Selber Grenzpolizei, als sie einen aus Südosteuropa kommenden Kleintransporter auf der Autobahn A93 am Parkplatz Bärenholz im Landkreis Hof kontrollierten. In dem zum Kühltransporter umgebauten Fahrzeug befanden sich, neben verschiedenen Lebensmitteln und anderen Waren, auch zahlreiche Packungen mit angetauten Fleischwaren.

Beamte durchsuchen Transporter

Die Grenzpolizisten verständigten die Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege Selb des Hauptzollamts Regensburg, die den Kleintransporter unter die Lupe nahmen. Bei der genaueren Kontrolle in einer nahegelegen Halle fanden die Beamten in dem Fahrzeug insgesamt 400 kg angetaute, leichtverderbliche Fleischwaren sowie mehrere Kanister mit Dieselkraftstoff. Die Aussage des Fahrers, dass es sich hierbei um Fleisch für eine private Feier handeln würde, konnten die Zöllner sehr schnell widerlegen.

Fleisch war für den Handel bestimmt

Da das Fleisch nachweislich für gewerbliche Zwecke bestimmt war, wurde eine Kontrolleurin der zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörde hinzugezogen, die eine umgehende Vernichtung der Fleischwaren anordnete. Erst vor wenigen Wochen haben Selber Zollbeamte auf der A9 einen ähnlichen Transporter mit 550 kg Gammelfleisch gestoppt.

Gammelfleischskandal: Coburger Schlachthof schließt für zwei Wochen

Der Coburger Schlachthof geht ab Montag (24. Juni) in eine 2-wöchige Zwangspause. Darüber hinaus soll er grundsätzlich geschlossen werden. Die Frage nach dem „Wie“ bleibt aber noch ungeklärt. Damit wird sich die Stadt Coburg jetzt intensiv beschäftigen. Oberbürgermeister Kastner betonte, dass die mögliche Schließung des Schlachthofes schon länger ein Thema sei. Die gegenwärtige Debatte um möglicherweise illegal verwertetes Gammelfleisch am städtischen Schlachthof Coburg sei nicht der ausschlaggebende Punkt. Vielmehr führt er permanent gestiegene Kosten als Grund dafür an. Jetzt wird sich die Stadt vor allem mit den rund 40 Mitarbeitern des Schlachthofes und deren berufliche Perspektiven beschäftigen müssen.

Staatsanwaltschaft: K3-Fleisch ist in den Handel gelangt

Unterdessen meldet die Staatsanwaltschaft Coburg, dass nach ihren bisherigen Ermittlungen tatsächlich verkehrsunfähiges Rindfleisch, sogenanntes K3-Fleisch, bis Februar dieses Jahres vom Coburger Schlachthof aus in den Handel gegeben worden ist. Vornehmlich an kleinere Metzgereien und Gastronomiebetriebe. Mehr ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

Hier unser Bericht vom 11. Juni: