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Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst: Zahlreiche Warnstreiks am Mittwoch in Oberfranken

Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern dehnt die Gewerkschaft ver.di ihre Warnstreiks im Tarifpoker im Öffentlichen Dienst aus. Betroffen sind am morgigen Mittwoch (11. April) auch zahlreiche Städte in Oberfranken. Ver.di ruft in der Auseinandersetzung in Bayreuth, Kulmbach, Marktredwitz, Arzberg, Wunsiedel, Bischofsgrün, Pegnitz und Pottenstein zu ganztägigen Warnstreiks auf.

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© Pixabay / CC0 Public Domain / Symbolbild

Das sollten Sie wissen: Diese Änderungen stehen 2017 an!

Wir haben für Sie die relevante Änderungen, die ab dem Jahreswechsel in Kraft treten, hier zusammengefasst. Die einen Veränderungen werden Ihr Leben ein wenig erleichtern, die anderen wohl eher Ihr Konto belasten...

Zusätzlicher Feiertag:
Anlässlich des Reformationsjubiläums ist der 31. Oktober 2017 bundesweit ein einmaliger, arbeitsfreier Feiertag. An diesem Tag jährt sich die Veröffentlichung von Martin Luthers Thesen zum 500. Mal. Über das Jahr hinweg finden hierzu auch in Oberfranken zahlreiche Veranstaltungen statt.

Kindergeld:
Im Jahr 2017 wird das Kindergeld um zwei Euro pro Kind erhöht. Beim ersten und zweiten Kind wird der Betrag dementsprechend von 190 Euro auf 192 Euro angehoben.

Kinderfreibetrag:
Der Kinderfreibetrag von insgesamt 7248 Euro wird im ersten Schritt um 108 Euro erhöht. Für Eltern bleibt dieser Betrag pro Kind und Jahr ihres Einkommens steuerfrei.

Grundfreibetrag:
Der Grundfreibetrag steigt für Ledige von 8.652 auf 8.822 Euro. Für Verheiratete - bei gemeinsamer Veranlagung zur Einkommensteuer - wird der Beitrag von 17.304 Euro auf 17.644 Euro angehoben.

Gesetzlicher Mindestlohn:
Der Gesetzliche Mindestlohn wird von 8,50 Euro auf 8,84 Euro pro Stunde ansteigen. Dies macht bei einem Vollzeitjob rund 55 Euro mehr im Monat aus.

Hartz- IV-Regelsatz:
Der Regelsatz für alleinstehende Hartz-IV-Empfänger wird 2017 von 404 auf 409 Euro erhöht. Paare erhalten acht Euro mehr im Monat. 25- Jährige, die noch im Haushalt der Eltern wohnen, erhalten drei Euro mehr. Um die Grundsicherung für Kinder zwischen sechs und 13 zu gewährleisten, erhöht sich diese um 21 Euro auf 291 Euro.

Einkommensgrenzen:
Die Einkommensgrenzen sollen für alle Steuersätze angehoben werden. Sie sollen somit der kalten Progression entgegensteuern. Hiermit soll verhindert werden, dass die Reallöhne zu stark sinken und sich der Arbeitnehmer nach der Lohnerhöhung weniger leisten kann als zuvor.

EEG-Umlage:
Verbraucher müssen künftig für die Förderung von Strom aus Windkraft und Sonne tiefer in die Taschen greifen. Die sogenannte Ökostrom-Umlage wird von 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde erhöht und über die Stromrechnung bezahlt.

Lebensversicherung:
Neukunden der klassischen Lebensversicherung müssen sich auf einen weiteren Rückgang einstellen, da der Garantiezins für Lebens- und Rentenversicherungen der neu abgeschlossenen Verträge von 1,25 Prozent auf 0,9 Prozent absinkt. Für bereits abgeschlossene Verträge bleibt alles bei den vereinbarten und garantierten Leistungen.

Pflegereform:
Ab Januar 2017 kommt es aufgrund der Pflegereform zu weiteren Veränderungen. Künftig soll es statt drei Pflegestufen fünf Pflegegrade geben, in welchen die Betroffenen durch diverse Kriterien nach ihrer Selbstständigkeit eingeordnet werden.

Auch interessant:
Für das immer beliebter werdende Fotobuch fällt ab dem 01. Januar 2017 ein Umsatzsteuersatz von 19 Prozent an. Bisher betrug dieser nur sieben Prozent. Somit wird das Produkt für den Verbraucher teurer.

Weiterführende Informationen
TVO-Rechtstipp: 2017 bringt für Unternehmer folgenreiche Änderung
Der Jahreswechsel bringt Veränderungen mit sich, zum Beispiel in rechtlicher und steuerlicher Sicht. Eine dieser Änderungen beschäftigt uns im TVO-Rechtstipp: Für Unternehmer kann es ab 1. Januar 2017 teuer werden, wenn nicht mit einer regelkonformen Kasse gearbeitet wird. Hier gibt es nämlich verschärfte Richtlinien von der Finanzverwaltung. Wer davon betroffen ist und was zu tun ist: Wir helfen…

Statistik: Löhne & Gehälter steigen im Freistaat an

Nach Berechnungen des Bayerischen Landesamtes für Statistik verdienten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Bayern im zweiten Quartal 2015 monatlich im Durchschnitt 3.758 Euro. Dies waren 2,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal des Jahres 2014 lag der Wert bei 3.672 Euro.

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© ver.di

ver.di – Warnstreik in Oberfranken: Kundgebung in Trockau

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft in Bayern die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zu befristeten Arbeitsniederlegungen am kommenden Freitag (13. März) auf. Aufgerufen zu den Arbeitsniederlegungen sind Beschäftigte aus Verwaltungen, Gerichten, Hochschulen, Studentenwerken, Autobahn- und Straßenmeistereien, Flussmeisterstellen, Wasserwirtschaftsämter, Bauämtern, Theatern und Klinika. Weiterlesen

Streik im bayerischen Einzel- und Großhandel: Auch Oberfranken betroffen

Die Warnstreik- und Streikaktionen im bayerischen Handel setzen sich auch heute, in der vierten Aktionswoche, unvermindert fort.  Aktionsschwerpunkt sind die Beschäftigten aus dem Textilhandel in München, Augsburg und Rosenheim. Streikschwerpunkt bleibt auch diese Woche die Zentralläger von Edeka in Mittel- und Oberfranken, unter anderem in Marktredwitz.

6,5 Prozent mehr Lohn gefordert

Die Gewerkschaft hat stellt unter anderem die Forderung auf Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6,5 Prozent, mindestens jedoch um 140 Euro im Monat. Der Tarifvertrag soll für einen Zeitraum von 12 Monaten gelten. In der ersten Tarifverhandlung am 7. Mai lehnten die bayerischen Arbeitgebervertreter ein Angebot ab.

 


 

 

Loewe: Restrukturierung beschlossen – 180 Jobs fallen weg!

Die Loewe AG hat heute erste umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen. So fallen zum 01. April 2014 180 Stellen weg, allein 130 Jobs sind in der Produktion betroffen. Das börsennotierte Unternehmen gründet eine Transfergesellschaft, um den Personalabbau sozialverträglich zu gestalten.  Mit Finanzierungspartnern wurde zudem vereinbart, die Kreditlinien bis zum 31. März 2014 zu verlängern. Ein aufgelegter Sanierungstarifvertrag gilt sogar bis Ende 2014. Dieser besagt, dass unter anderem eine Reduzierung des Monatsgehaltes um bis zu 10 Prozent festgelegt ist. Die Aktie der Loewe AG reagierte bis zum frühen Nachmittag mit einem Kursplus von rund 2,5 Prozent. Wir berichten ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“ darüber.

Warnstreiks bei Coca-Cola: Arbeitsniederlegung auch in Hof

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat Mitarbeiter bei Coca Cola aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Bereits gestern wurde in sechs bayerischen Standorten des Getränkeherstellers gestreikt, heute sind weitere sieben Standorte, darunter 50 Mitarbeiter in Hof, an den Streiks beteiligt.

Die Tarifverhandlungen gehen am 07. und 08. März bereits in die siebte Runde. Bis zu diesem Datum sind bundesweit alle 60 Produktions- und Vertriebsstandorte zu einer zweiten Streikwelle aufgefordert. Die NGG verlangt  6 % mehr Entgelt für 2013. Das Entgegenkommen der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG (CCE AG) beschränkt sich auf Lohnerhöhungen von 2,5 % dieses und 2,0 % im nächsten Jahr. Weitere Punkte der Verhandlungen sind die Beschäftigungssicherung und neue Arbeitszeitregelungen.

„Sollten auch die nächsten Verhandlungen am 07./08. März keinen Abschluss bringen, wird die NGG den Druck auf den Arbeitgeber nochmals deutlich erhöhen und Coca-Cola muss mit der Einleitung der Urabstimmung und unbefristeten Streiks rechnen – dann geht nichts mehr“, so Hans Hartl, Landesbezirksvorsitzender der NGG in Bayern.

Polizei: Gewerkschaft kündigt Streiks an

Offenbar werden auch die oberfränkischen Polizeibeamten für Warnstreiks ihre Arbeit niederlegen. Es gibt bei der Polizei immer noch genügend tariflich Beschäftigte, die im Gegensatz zu den Beamten streiken dürfen. Wann diese für mehr Lohn auf die Straße gehen werden ist allerdings noch nicht klar. Erst am Dienstag hatten Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes – wie zum Beispiel die Autobahnmeisterei und die Universität in Bayreuth die Streikschilder in die Hand genommen – ver.di fordert unter anderem 6,5 Prozent mehr Lohn. Noch liegt seitens der Arbeitgeber kein konkretes Angebot vor – allerdings bezeichnen sie die Forderungen der Gewerkschaft  als überzogen.

Mehr Lohn gefordert: ver.di-Warnstreik in Bayreuth

Die Gewerkschaft ver.di startete am Dienstag (19.02.13) mit ihren Warnstreiks im öffentlichen Dienst. ver.di fordert ein Einkommensplus von 6,5 Prozent für die Angestellten. Zentren der Warnstreiks waren Bayreuth und Augsburg. In der Wagnerstadt traten die Mitarbeiter der Straßenmeistereien, der Gärten-, Schlösser- und Seenverwaltung und der Verwaltung der Universität in den Ausstand. Norbert Flach, stv. Landesbezirksleiter von ver.di Bayern, zum Ausstand: „Die Warnstreiks sind Resultat der massiven Verärgerung über die Verweigerungshaltung der öffentlichen Arbeitgeber der Länder, die in der zweiten Verhandlungsrunde erneut kein Angebot vorgelegt haben“. Mehr zu den Warnstreiks in „Oberfranken Aktuell“ ab 18.00 Uhr.