Tag Archiv: Gericht

Halle (Saale): Hausdurchsuchung im Fall Peggy K. am Mittwoch

Der Fall der seit 2001 verschwundenen Peggy aus Lichtenberg (Landkreis Hof) beschäftigt auch am Donnerstag (21. November) die Schlagzeilen. Nachdem die Staatsanwaltschaft Bayreuth am Mittwoch (20. November) eine Empfehlung abgegeben hat, die es möglich macht, den Fall um den wegen Mordes an Peggy verurteilten Ulvi Kulac erneut aufzurollen, kommt weiter Bewegung in die Sache. Laut Informationen von MDR Info wurde am gestrigen Mittwoch (20. November) ein Haus in Halle/Saale (Sachsen-Anhalt) durchsucht.

Staatsanwaltschaft spricht von „Routinedurchsuchung“

Dabei soll es sich laut Berichten um das Elternhaus eines wegen Kindesmissbrauchs inhaftierten Mannes handeln. Gegen ihn wird bereits seit dem Sommer ermittelt. Er galt als enger Freund der Familie Knobloch. Herbert Potzel, leitender Oberstaatsanwalt in Bayreuth sprach im Interview mit MDR Info von einer „Routinedurchsuchung“. Ob diese Aktion neue Hinweise zu dem Fall geben kann, ist derzeit noch nicht bekannt. Spuren und mögliche Beweise werden erst ausgewertet.

 

Hier unser Bericht vom Mittwoch (20. November):

 

 

 


 

 

Lichtenberg (Lkr. Hof): Kommt die Wende im Fall Peggy?

Es ist wohl einer der bekanntesten und mysteriösesten Kriminalfälle in Deutschland. 2001 verschwindet die damals neun Jahre alte Peggy Knobloch aus Lichtenberg im Landkreis Hof spurlos. Obwohl es keine Leiche gibt, verurteilt das Gericht den geistig behinderten 23 Jahre alte Ulvi Kulac 2004 zu lebenslanger Haft. Er soll der Mörder des Mädchens sein. Hauptgrundlage für die Verurteilung ist Ulvis Geständnis nach 40 Vernehmungen. Das widerruft er aber später, weil es scheinbar unter erheblichem Druck der Ermittler zustande gekommen ist.  Die Haft hat Ulvi bislang nicht antreten müssen. Er ist in der geschlossenen Abteilung der Bezirksklinik Bayreuth untergebracht. Seit Jahren hegen viele erhebliche Zweifel, dass der Gastwirtsohn tatsächlich der Mörder von Peggy ist.

Neue Ermittlungen führen nach Halle / Saale

Nun ist Holger E. aus Halle in Sachsen-Anhalt ins Visier der Ermittler geraten. Der Mann ist mittlerweile 29 Jahre alt und wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vorbestraft. Auch er stand damals schon unter Verdacht. Eine Nachricht, die die Menschen, die Ulvi für unschuldig halten, teils mit Hoffnung aber auch mit gemischten Gefühlen aufgenommen wird. Hendrik Ertel berichtet ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 


 

 

Coburg: Totschlagsprozess geht in die nächste Runde

In Coburg ist heute der Totschlagsprozess um den ehemaligen Gastwirt des Alten Schützenhauses fortgesetzt worden. Erneut sind Zeugen und ein Waffen-Sachverständiger gehört worden. Ziel ist es zu klären, ob es sich tatsächlich um einen Unfall gehandelt haben könnte. Der Angeklagte Ulrich S. hatte angegeben, dass sich von seiner Schrotflinte ein Schuss gelöst habe, der seine Ehefrau tödlich verletzte. Der Prozess wird morgen mit den Plädoyers fortgesetzt. Das Urteil könnte am Donnerstag fallen. Mehr ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 


 

 

Bayreuth: Frei! – Gustl Mollath hat Psychiatrie verlassen

+++ Update, Mittwoch (07.08.13), 23.20 Uhr +++

Es ist der Aufsehen erregendste Fall der bayerischen Justizgeschichte. In den vergangenen Monaten spitzt sich die Diskussion um Gustl Mollath zu. Er wird zum wohl bekanntesten Insasssen des Bezirkskrankenhauses Bayreuth.  Am Dienstag erreicht der Fall seinen vorläufigen Höhepunkt. Völlig überraschend kommt der 56-jährige frei. Nach sieben Jahren in der geschlossenen Psychiatrie. Dort hatte Gustl Mollath gesessen, weil er als allgemeingefährlich galt. Er soll seine Frau misshandelt und Reifen zerstochen haben. Er soll unter Wahnvorstellungen leiden. Seit gut 24 Stunden ist Gustl Mollath frei.

 

 

+++ Update, Mittwoch (07.08.13), 19.00 Uhr +++

Der Fall Gustl Mollath ist in erster Linie ein persönliches Schicksal, aber auch ein politisches Hauen und Stechen. Nach der Entscheidung für die Wiederaufnahme des Verfahrens versucht sich das jede Partei zu eigen zu machen. Politische Reaktionen auf die Entwicklungen rund um Gustl Mollath hat jetzt Ulrike Glaßer-Günther zusammengetragen.

 

 

+++ Update, Mittwoch (07.08.13), 15.00 Uhr +++

Gustl Mollath hat nach seiner gestrigen überraschenden Entlassung aus dem Bezirksklinikum Bayreuth die erste Nacht seit über sieben Jahren in Freiheit verbracht. Jetzt zieht der zum Politikum gewordene Justizfall weitere Kreise. Unter anderem fordert die Kulmbacher SPD-Landtagsabgeordnete Inge Aures von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die Entlassung der Justizministerin Beate Merk (CSU). In „Oberfranken Aktuell“ sprechen wir ab 18.00 Uhr unter anderem mit Inge Aures (MdL, SPD), Peter Meyer (MdL, Freie Wähler), Gudrun Brendel-Fischer (MdL, CSU), Thomas Hacker (MdL, FDP) und Ulrich Gensch (MdL, Bündnis90/Die Grünen).

 

+++ Update, Dienstag (06.08.13), 21.45 Uhr +++

Gustl Mollath hat am Dienstagabend das Bezirkskrankenhaus Bayreuth zu Fuß durch den Haupteingang verlassen und stellte sich anschließend sofort den Fragen der Journalisten!

Sehen Sie hier sein komplettes Statement nach der Freilassung aus der Psychiatrie des Bezirkskrankenhauses Bayreuth!

 

 

+++ Update, Dienstag (06.08.13), 19.40 Uhr +++

Studiotalk mit dem TVO-Reporter vor Ort in Bayreuth, Björn Karnstädt:

 

 

+++ Update, Dienstag (06.08.13), 18.00 Uhr +++

Gustl Mollath hat soeben das Bezirkskrankenhaus Bayreuth zu Fuß durch den Haupteingang verlassen und stellt sich nun den Fragen der Journalisten! Mollath zeigte sich nach seiner Freilassung erleichtert. Er wisse aber noch nicht, wo er die Nacht verbringt und wie es weiter geht – so eine Aussagen an die versammelte Presse. TVO war bei der Freilassung dabei.

 

+++ Update, Dienstag (06.08.13), 12.45 Uhr +++

Gustl Mollath kommt aus der Bayreuther Psychiatrie frei. Die Freilassung soll umgehend erfolgen, entschied das Oberlandesgericht in Nürnberg. Die Entscheidung geht einher mit dem Beschluss des Gerichtes, die Wiederaufnahme des Strafverfahrens gegen ihn einzuleiten. Die Nürnberger Richter korrigierten damit die Entscheidung des Landgerichts Regensburg. Das Nürnberger OLG ordnete nun an, dass das Wiederaufnahmeverfahren an einer anderen Kammer am Landgericht Regensburg stattfinden muss.  Da mit der Wiederaufnahmeanordnung das 2006er Urteil gegen Mollath ungültig ist, entfällt somit die Grundlage für Mollaths Unterbringung in der Psychiatrie.

Im Jahr 2006 wurde Mollath in die Psychiatrie nach Bayreuth eingewiesen. Er soll einerseits seine inzwischen von Ihm geschiedene Frau tätlich angegriffen haben, andererseits wurden ihm vor Gericht verworrene Gedanken zur Last gelegt, da er aussagte, dass seine Frau bei der HypoVereinsbank Millionengelder verschoben habe.  Der 56-jähriger Nürnberger sieht sich seit jeher als Opfer der Justiz.

Mehr ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 

 

(Sliderbild & Headerbild: Nordbayerischer Kurier, Ronald Wittek  / Galeriebilder: TVO)

 


 

 

Schwarzach (Lkr. Kulmbach): Landratsamt verbietet NPD-Kundgebung

Das Landratsamt Kulmbach verbietet der NPD ihre in Schwarzach geplante Veranstaltung am 15. Juni. Eigentlich wollten bis zu 150 Rechtsextreme nächsten Samstag sowohl ihren Bayerntag als auch ein Rockkonzert  in Schwarzach bei Kulmbach feiern. Daraus wird wohl jetzt nichts werden.

 

Über den Protest der Bewohner berichteten wir in dieser Woche:

 

 

 


 

 

Bayreuth: Betrug in Millionenhöhe – Unternehmer muss ins Gefängnis

6 Jahre und 10 Monate muss der 54- jährige Hans Peter C. hinter Gitter. Dieses Urteil ist heute vor dem Landgericht in Bayreuth gefallen. Angeklagt war der  Unternehmer ursprünglich wegen versuchten Mordes und Betrugs in Millionenhöhe. Aufgrund der fehlenden Beweise ist der Vorwurf des versuchten Mordes fallen gelassen worden. Verurteilt wurde er nun wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort, fahrlässiger Körperverletzung in drei Fällen und Betrugs im großen Stil. Mehr ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 


 

 

Coburg: Wende im versuchten Mord – Rentnerin freigelassen

In Coburg hat sich eine überraschende Wende im versuchten Mordfall zugetragen. Die 63-jährige Rentnerin, die ein Kleinkind auf die Straße gestoßen haben soll, wurde aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Staatsanwaltschaft begründete die Maßnahme damit, dass sich der Tatvorwurf gegen die Seniorin nicht erhärtet hat. Wir berichteten über den Vorfall. Eine Zeugin stellte den Sachverhalt nun anders an. Mehr ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“.

Rottenbach (Lkr. CO): NPD verschiebt Bundesparteitag

Der geplante Bundesparteitag der rechtsextremen NPD am Wochenende in Rottenbach im Landkreis Coburg findet nicht statt. Die Partei hat die Veranstaltung verschoben. Seit gestern wird auf der Kreisstraße gebaut. Die ausgehobene Erde wird seitdem auf der einzigen Zufahrtsmöglichkeit zu dem privaten Parkplatz – der als Veranstaltungsort gilt – gelagert.

Am Mittwochabend ist die NPD bereits mit der angestrebten einstweiligen Verfügung gegen das Coburger Landratsamt gescheitert. Ziel der NPD war es, dass Landratsamt Coburg gerichtlich dazu zu zwingen, die Zufahrt zu dem Parkplatz in Rottenbach zu räumen, auf dem am kommenden Wochenende der NPD-Bundesparteitag stattfinden soll.

Weitere Informationen ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“.

Autowelt König: Insolvenzantrag gestellt!

Schock am Donnerstag für rund 600 Mitarbeiter, davon etwa 100 Auszubildende, an elf Standorten der Autowelt König. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Wunsiedel meldet Insolvenz an.

Betriebsversammlung einberufen

Die Mitarbeiter werden im Rahmen einer Betriebsversammlung informiert. Alle Standorte der Autowelt König sind deswegen ab dem Nachmittag geschlossen.  Zum vorläufigen Insolvenzverwalter sind die Rechtsanwälte der Kanzlei Dr. Beck & Partner berufen. Sie arbeiten Hand in Hand mit der bisherigen Unternehmensleitung.

Gefährliche Körperverletzung: Thilo B. muss in Haft

Thilo B. aus Kronach wurde wegen versuchten Totschlags angeklagt, jetzt ist er vom Landgericht Coburg verurteilt worden, und zwar wegen gefährlicher Körperverletzung. Das Urteil lautet 3 Jahre und 9 Monate Haft. Noch ist es nicht rechtskräftig, der Beschuldigte kann binnen einer Woche Revision einlegen.

Thilo B. schlägt im Juli vergangenen Jahres auf einer Feier in der Lichtenfelser Stadthalle einen Mann mit einem Maßkrug nieder, weil dieser seine beiden Handys gestohlen hatte. Als sich das Opfer wieder aufrichtet, tritt Thilo B. ihn mit dem Fuß auf den Brustkorb.

In Untersuchungshaft pierct er außerdem einen Mithäftling ohne dessen Willen und will ihn zum Schweigen bringen. Deshalb wird er nicht nur wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen verurteilt, sondern auch wegen Nötigung.

Fall Peggy: Verfahren vor Wiederaufnahme?

Hat Ulvi K. vor zwölf Jahren die damals neunjährige Peggy Knobloch in Lichtenberg getötet? Nach Meinung des Frankfurter Anwalts Michael Euler hat er das Verbrechen nicht begangen. Euler ist nach über zweijähriger Sichtung der Gerichtsakten überzeugt, dass im Prozess 2004 unter anderem Zeugen nicht gehört worden sind und entlastendes Material nicht berücksichtigt wurde. Euler will seinen mehrere hundert Seiten umfassenden Antrag dem Landgericht Bayreuth zur Genehmigung eines Wiederaufnahmeverfahrens vorlegen. Wie berichtet, hat der Frankfurter Pflichtverteidiger von Ulvi Kulac, schon mehrmals die Beantragung angekündigt. Am 21. März soll es nun endgültig so weit sein. Das will Euler, wie er heute auf Anfrage von TVO telefonisch mitgeteilt hat, zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigen noch dementieren. Er sei erst nächste Woche bereit, Interviews zu geben.

Zum Hintergrund: Vor neun Jahren ist der geistig behinderte Ulvi Kulac aus Lichtenberg im Landkreis Hof wegen Mordes an der Peggy Knobloch zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er soll am 7. Mai, 2001 die damals neun Jahre alte Peggy in Lichtenberg zuerst sexuell missbraucht und drei Tage später aus Angst vor der Entdeckung der Tat erstickt haben. Die Leiche des Mädchens ist jedoch trotz wochenlanger intensiver Suche nie gefunden worden. Das Urteil ist umstritten, die Schuld des heute 35-jährigen Verurteilten wird von vielen Menschen angezweifelt. Schon vor einigen Jahren ist die Bürgerinitiative „Gerechtigkeit für Ulvi K“ ins Leben gerufen, die sich seitdem ein Wiederaufnahmeverfahren für Ulvi K. fordert.

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