Tag Archiv: Grenzpendler

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Corona-Krise: Kilometerlanger Stau an der tschechischen Grenze in Schirnding

Am Grenzübergang in Schirnding (Landkreis Wunsiedel) bildete sich am Montagmorgen (15. Februar) aufgrund den Berufspendlern kilometerlanger Stau. Der Grund: Seit dem gestrigen Sonntag gelten an der deutsch-tschechischen sowie auch an der deutsch-österreichischen Grenze verschärfte Einreiseregeln nach Deutschland. Die neuen Regelungen betreffen neben dem kommerziellen auch den individuellen Reiseverkehr. An der Grenze gelten nun strikte Beförderungsverbote. Der Bund erklärte die Nachbarländer zum Virusvariantengebiet und führte stationäre Grenzkontrollen wieder ein. Wir berichteten.

 

Wartezeiten mit bis zu drei Stunden an der Grenze

Nach Angaben der Bundespolizei Selb von vor Ort staute sich der Verkehr bis zu vier Kilometer. Wie es weiter heißt, müssen aktuell die Einreisenden, dazu zählen sowohl Lkw-Fahrer als auch Indiviualreisende, mit bis zu drei Stunden Wartezeit rechnen. Zudem wurden am heutigen Montag ein Drittel der Berufspendler an der Grenze zurückgewiesen, so ein Pressesprecher der Bundespolizei Selb. Die Gründe hierfür seien die geltenden Auflagen, die nicht erfüllt werden. Darunter zählen unter anderem Pendler, die nicht in systemrelevanten Berufen arbeiten.

Grenzkontrolle in Schirnding: Ein Drittel der Pendler müssen zurückkehren

Lockerungen für "systemrelevante" Pendler

Bei einer Pressekonferenz am gestrigen Sonntag äußerten sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Landesinnenminister Herrmann über Lockerungen für Pendler. Wir berichteten. Demnach dürfen auch Pendler einreisen, die gebraucht werden, um die Funktionsfähigkeit ihrer Betriebe in systemrelevanten Branchen aufrecht zu erhalten. Eine Auflistung der Berufe, die als systemrelevant definiert sind, GIBT ES HIER! Bis Dienstag (16. Februar) sollen Bayern und Sachsen Betriebe als systemrelevant definieren und individuelle Bescheinigungen ausstellen. Bis dahin müssen Pendler in den kommenden Tagen ihren Arbeitsvertrag dabei haben. Voraussetzung für die Einreise sei dann aber für alle ein maximal 48 Stunden alter negativer Test sowie eine Bescheinigung des Arbeitgebers. Zudem müssten sie sich digital vor der Einreise anmelden.

Bilder von der deutsch-tschechischen Grenze in Schirnding:
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Weiterführende Informationen zur Grenzsituation in Oberfranken:
Grenzkontrollen in Schirnding: Verschärfte Einreiseregeln für Pendler
Tschechien / Oberfranken: Das gilt für systemrelevante Betriebe und Beschäftigte
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Landkreis Wunsiedel / Hof: Neue Allgemeinverfügung für Grenzpendler erlassen

Ab dem morgigen Freitag (12. Februar) gelten für alle Grenzlandkreise entlang der Grenze zur Tschechischen Republik neue Corona-Auflagen. Diese umfasst neue Vorschriften für Betriebe, Grenzgänger- und pendler. Der Grund hierfür sind die Inzidenzen im Landkreis Wunsiedel und Hof, die sich weiterhin auf hohem Niveau bewegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (Stand: 0 Uhr) liegt am Donnerstag die Zahl der Neufinzierten im Landkreis Wunsiedel bei 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 224,3 und erreicht somit bayernweit den zweiten Platz mit der höchsten Inzidenz. Das Hofer Land erreicht am heutigen Donnerstag eine 7-Tage-Inzidenz von 162,4. Nicht nur die hohen Inzidenzwerte in den betroffenen Grenzlandkreisen, sondern auch die in den Nachbarregionen sind Auslöser für das Erlassen einer neuen Allgemeinverfügung. So beträgt unter anderem die heutige Zahl der Neuinfizierten in der Nachbarregion Eger 1.149,14. Erlassen wurde die neue Allgemeinverfügung unter anderem mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

Private Treffen im Landkreis sind für Grenzgänger nicht mehr erlaubt

Grenzgänger, die aus einem Hochinzidenzgebiet (Tschechische Republik) mehrmals die Woche täglich in den oben genannten beiden Landkreisen einpendeln, dürfen sich künftig nur noch auf direktem Weg zwischen dem Grenzübergang und ihrem Betrieb oder ihrer Studien- oder Ausbildungsstätte bewegen. Einzige Ausnahme ist der Weg zu einer der Teststationen. Der Stopp im Supermarkt oder beispielsweise auch private Treffen im Landkreis sind damit ab sofort nicht mehr erlaubt.

Menschen mit Arbeitsplatz im Hochinzidenzgebiet dürfen ihre Wohnungen nur noch aus triftigen Gründen verlassen

Personen, die ihren Wohnsitz im Landkreis Wunsiedel / Hof und ihren Arbeits-, Ausbildungs-, oder Studienplatz in einem Hochinzidenzgebiet haben, sind verpflichtet, sich nach jeder Einreise in den Landkreis auf direktem Weg in ihre Wohnung zu begeben. Diese dürfen sie danach nur noch aus triftigen Gründen (zum Beispiel: Einkauf, Arztbesuch, etc.) verlassen.

Betriebe mit Grenzgänger müssen Schutz- und Hygienekonzept vorlegen

Betriebe, die nicht schon bisher ein Schutz- und Hygienekonzept erstellen mussten (beispielsweise Kliniken oder Pflegeheime), und mehr als fünf Grenzgänger beschäftigen, sind nun verpflichtet, ein solches auszuarbeiten und auf Verlangen den Behörden vorzulegen. Diese gelten nicht nur für Grenzgänger, sondern für alle Arbeitnehmer im Unternehmen. In den Betrieben selbst gelten zudem die Bestimmungen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutz-Verordnung, die unter anderem die Abstände zwischen den Arbeitsplätzen oder auch das Tragen von FFP2-Masken unter bestimmten Voraussetzungen regelt.

Arbeitgeber müssen regelmäßige Testungen der Grenzgänger aufbewahren

Die regelmäßigen Testungen der Grenzgänger sind durch den Arbeitgeber zu kontrollieren und müssen vier Wochen zurück archiviert werden. Im Hofer Land müssen die Testnachweise mindestens 14 Tage aufbewahrt werden. Positive Befunde sind umgehend dem Landratsamt zu melden und die betroffene Person muss sich sofort in Quarantäne begeben. Die Testungen für die Mitarbeiter, die nicht unter Regelungen für Grenzgänger fallen, bleiben freiwillig, sind aber ausdrücklich erwünscht und sollten mindestens einmal pro Woche erfolgen. Besser noch in kürzeren Intervallen, so der Landkreis Wunsiedel.

Die neue Allgemeinverfügung ist im Hofer Land zunächst bis einschließlich zum 7. März und im Landkreis Wunsiedel bis zum 28. Februar gültig.

Landkreis Wunsiedel: Testungen im Grenzgebiet werden ausgeweitet
Wunsiedel im Fichtelgebirge: Testungen im Grenzgebiet werden ausgeweitet
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Hochinzidenzgebiet Tschechien: Verschärfte Corona-Auflagen für Pendler

Der Bund erklärte am Freitag (22. Januar) die Tschechische Republik zum Hochinzidenzgebiet. Hier erfahren Sie mehr. Für Grenzpendler und -gänger bedeutet dies, dass sie ab dem morgigen Montag einen negativen Coronatest vorweisen müssen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Ansturm auf Teststation in Schirnding

Durch die Einstufung des Nachbarlandes zum Hochinzidenzgebiet, müssen Grenzpendler alle zwei Tage einen Coronatest durchführen. Bisher galt die Regelung für einmal pro Woche. So ließen sich am heutigen Sonntag mehr als 1200 Grenzpendler an der Teststation Schirnding im Landkreis Wunsiedel testen, so das zuständige Landratsamt. Für die Vermeidung von Wartezeiten, besteht für Pendler die Möglichkeit, auf der Seite des Landratsamtes Wunsiedel sich vorher für einen Test anzumelden. Dabei dürfen sich Grenzpendler für die Durchführung eines PCR-Tests oder Schnelltest entscheiden. Mehr Informationen dazu erfahren Sie hier. Den Testwilligen werden morgen am Montag, wie schon in den letzten Tagen umfangreiche Mengen an Schnelltests zur Verfügung stehen, um die Wartezeiten so kurz wie möglich zu halten. "Dennoch wird aufgrund des großen Andrangs auch morgen Geduld gefragt sein", so Landrat Peter Berek.

 

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Schirnding: Teststelle für Grenzpendler bleibt

Die Corona-Teststelle für Grenzpendler am Grenzübergang Schirnding (Landkreis Wunsiedel) bleibt weiterhin. Die Koordination der Teststelle, die zuletzt von der Firma 21Dx/Centogene GmbH betrieben wurde, ist von der Regierung von Oberfranken auf den Landkreis Wunsiedel übergegangen und wird somit verstetigt. Dort sind auch künftig täglich circa 1000 Testungen möglich. Weiterlesen