Tag Archiv: Grünflächen

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Bamberg: Stadt will historische Gärten wiederbeleben

Das Gärtnern in der Stadt und der Eigenanbau von Gemüse erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Immer wieder kommen Personen und Initiativen auf die Stadt zu, um brachgefallene Flächen innerhalb der Gärtnerstadt zu rekultivieren. Um den aktuellen Zustand der innerstädtischen gärtnerischen Anbauflächen zu dokumentieren und potenzielle Flächen für alternative Formen des urbanen Gartenbaus zu identifizieren, bittet das Zentrum Welterbe Bamberg jetzt Besitzer brach liegender Gärtnerflächen in der Oberen und Unteren Gärtnerei um Unterstützung: Wer geeignete Flächen für eine Rekultivierung hat, kann sich unter der Telefonnummer 0951 87-1811 oder per E-Mail an info@welterbe.bamberg.de an das Zentrum Welterbe Bamberg wenden.

 

Bürgerinnen und Bürger wollen mitwirken an einer solidarischen, nachhaltigen und lebenswerten Zukunft. Initiativen wie die Solidarische Landwirtschaft der Transition-Bewegung machen vor, wie wir klimafreundlich und mit Rücksicht auf nachfolgende Generationen leben können.“ (Jonas Glüsenkamp, Bambergs Zweiter Bürgermeister und Umweltreferent)

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Zweite Kampagne des Zentrums Welterbe Bamberg

Bereits 2012 hat das Zentrum Welterbe Bamberg mittels einer Kampagne geeignete Flächen für die Rekultivierung vermittelt. Hintergrund: Innerstädtische Grünflächen leisten einen wichtigen Beitrag, Bamberg nachhaltig, das heißt sozial- und umweltverträglich, zu gestalten. Die für Bamberg typische spätmittelalterliche Struktur des Gartenbaus aus Hofstellen und angrenzenden Anbauflächen ist sehr gut erhalten und als Bestandteil des Stadtdenkmals geschützt. In den letzten Jahrzehnten ist jedoch der Erwerbsgartenbau stark zurückgegangen. Damit sind große Teile der innerstädtischen Freiraumstrukturen brach gefallen.

Urbaner Gartenbau wichtig in Bamberg

Seit mehr als zehn Jahren setzt sich das Zentrum Welterbe Bamberg für den urbanen Gartenbau ein, der Aspekte der Stadtplanung, des Denkmalschutzes, des Tourismus und der Lebensmittelproduktion miteinander verbindet. So wurden neben der Neukonzeptionierung des Gärtner- und Häckermuseums der Rundweg durch die Gärtnerstadt samt Aussichtsplattform angelegt und die Interessengemeinschaft Bamberger Gärtner gegründet, die jährlich den Tag der offenen Gärtnereien durchführt. Die Bamberger Süßholz-Gesellschaft hat den Süßholzanbau, der seit dem Mittelalter in Bamberg gepflegt wurde, wiederaufleben lassen, und der Verein Bamberger Sortengarten – Grünes Erbe Bamberg e.V. engagiert sich inzwischen an mehreren Standorten für die Erhaltung der Vielfalt Bamberger Lokalsorten.

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Größte Städte in Bayern: Der Bevölkerung stehen immer mehr Grünflächen zur Verfügung

Trotz der kälter werdenden Temperaturen und der Corona-Krise zieht es die Menschen weiterhin ins Grüne, unter anderem für einen Spaziergang an der frischen Luft. Hierzu müssen Stadtbewohner nicht zwingend auf das Land fahren. Wie eine statistische Auswertung jetzt ergab, stehen im Durchschnitt jedem Stadtbewohner in den zehn größten Städten Bayerns 20,0 Quadratmeter Grünanlagenfläche zur Verfügung. Hierbei geben Bayreuth und Bamberg im Freistaat sogar den Takt vor.

Fläche im Vergleich zu 1996 fast verdoppelt

Wie eine Auswertung der bayerischen Vermessungsverwaltung jetzt ergab, entfielen fast 20.000 Hektar der Siedlungs- und Verkehrsfläche Bayerns auf die Nutzungsart „Grünanlage“. Dies entspricht 2,3 Prozent der Gesamtfläche. Im Vergleich zum Jahr 1996 erhöhte sich der Wert um rund 90 Prozent. Zu den Grünanlagen gehören unter anderem Parks oder Botanische Gärten, nicht jedoch naturnahe Grünflächen, wie zum Beispiel Flussauen.

622 Hektar Grünfläche in den zehn größten bayerischen Städten

In den zehn bevölkerungsreichsten Städten Bayerns standen den Bewohnern Ende 2019 insgesamt 622 Hektar oder umgerechnet 20,0 Quadratmeter Grünanlagenfläche je Einwohner zur Verfügung. Dies waren rund 6,9 Quadratmeter je Einwohner mehr als noch im Jahr 1996.

Bayreuth und Bamberg führen die Rangliste an

In München hatten die Grünanlagenflächen zum Stichtag 31. Dezember 2019 einen Gesamtanteil von 12,2 Prozent an der gesamten Siedlungs- und Verkehrsfläche. Auf jeden Einwohner entfiel hier eine Grünanlagenfläche von im Durchschnitt 19,1 Quadratmetern. Die Spitzenpositionen liegen allerdings in Oberfranken. Der höchste Wert an Grünanlagenfläche je Einwohner in den zehn größten Städten Bayerns errechnete sich für Bayreuth mit 30,5 Quadratmetern. Auf dem zweiten Platz liegt Bamberg (Bild) mit 29,4 Quadratmetern. Den niedrigsten Wert erreichte Erlangen mit 11,8 Quadratmetern.

Statistische Auswertung für die zehn größten Städte in Bayern