Tag Archiv: Gülle

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Polizeieinsatz um Mitternacht in Marienweiher: Landwirt verteilt Gülle auf seinem Feld

UPDATE (Freitag, 09:20 Uhr):

Auf Nachfrage beim Landratsamt Kulmbach teilte die Pressestelle am Freitagmorgen (12. März) mit, dass bei der Behörde bislang noch keine möglichen Anzeigen der Polizeiinspektion Stadtsteinach gegen den betreffenden Landwirt eingegangen sind. Erst wenn dies geschehen ist, kann das Amt für Öffentliche Sicherheit, Bauwesen, Natur- und Umweltschutz in Kulmbach in beiden Punkten eine Entscheidung treffen. Grundlegend geht es um den Sachverhalt, ob der Landwirt bei einem gefrorenen Boden hätte düngen dürfen. Dies wäre nach der aktuellen Düngeverordnung - bei der Bayern eine Ausnahme macht - dann erlaubt, wenn der Boden tagsüber mindestens bis in eine Tiefe von 20 Zentimetern wieder auftaut. Dies teilte die Polizei gegenüber TVO am Dienstag auch mit. Nachdem in der Causa eine finale Entscheidung getroffen wurde, kann die zuständige Behörde dann nähere Auskünfte geben.


UPDATE (Dienstag, 15:30 Uhr):

Wie die Polizei Stadtsteinach gegenüber TVO am Nachmittag bestätigte, wurden Anzeigen gegen den Landwirt von der Polizei aufgenommen und an das Ordnungsamt beim Landratsamt Kulmbach weitergeleitet. Zum einen geht es um einen möglichen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz. Zum anderen könnte es sich um eine Verfehlung gegen die aktuelle Düngeverordnung handeln. Hierzu ermittelt dann das Ordnungsamt des Landkreises in Zusammenarbeit mit der Außenstelle des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Coburg in Bad Staffelstein (Landkreis Lichtenfels).

Wann besteht ein "berechtigtes Interesse" zu Arbeiten?

Wenn der Landwirt, so die Polizei, ein "berechtigtes Interesse" vorweisen kann, um gegen Mitternacht auf dem Feld arbeiten zu müssen, dann würde eine Anzeige gegen die Ausgangssperre / das Infektionsschutzgesetz wegfallen, somit auch in der Endkonsequenz ein Bußgeld. Ein "berechtigtes Interesse", um genau dieser Arbeit nachzugehen, liegt allerdings nicht vor, wenn der Landwirt Gülle auf einem gefrorenen Boden ausbringt - denn dies ist nämlich nach der aktuellen "Düngeverordnung 2020" nicht mehr erlaubt, so die Ordnungshüter in ihrer Ausksunft. Aufgrund EU-Vorgaben wurde die Auslegung der Düngeverordnung in diesem Punkt im letzten Jahr entscheidend geändert: Danach muss der Boden bei der Düngung frostfrei sein.

Polizei sicherte Spuren

Laut Polizei wurden in der Nacht verwertbare Spuren gesichert, um die Anzeigen an die Ordnungsbehörden mit Beweismitteln zu belegen. Die Polizei bestätigte weiterhin gegenüber TVO, dass es zuletzt im Kulmbacher Oberland Nachtfröste mit Temperaturen im Minusbereich von -5 Grad und darunter gab. Nun müssen die Behörden klären, ob dem 43-jährigen Landwirt in dem Fall der Düngung ein Fehlverhalten nachzuweisen ist. Wenn ja, dann zieht dies in der Folge auch einen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz nach sich.

Die Polizei will nach der Beendigung des Bußgeldverfahrens mitteilen, ob der Bauer zur Rechenschaft gezogen oder der Fall zu den Akten gelegt wurde. Ende offen...


ERSTMELDUNG (Dienstag, 11:30 Uhr):

Beamte der Stadtsteinacher Polizei trauten bei einer Streifenfahrt in der Nacht zum Dienstag (09. März) ihren Augen nicht, als sie gegen Mitternacht landwirtschaftliche Arbeiten auf einem Feld bei Marienweiher (Landkreis Kulmbach) feststellten.

Landwirt unter Zeitdruck

Hier hatte sich ein 43-jähriger Landwirt kurzfristig entschlossen, kurz vor Mitternacht Gülle auf eines seiner Felder aufzubringen. Laut Polizeibericht hatte der Landwirt Zeitdruck, da er den Gülleanhänger nur für ein paar Tage geliehen hatte.

Zwei Anzeigen für den 43-Jährigen

Mit seiner Gülle-Aktion verstieß er nicht nur gegen die aktuell geltende Ausgangssperre. Da das Aufbringen von Gülle auf dem aktuell gefrorenen Boden ebenfalls verboten ist, handelte sich der 43-Jährige zu nachtschlafender Zeit eine zusätzliche Anzeige ein.

Landratsamt entscheidet über Bußgelder

Über den Erlass von Bußgeldern entscheidet jetzt das Landratsamt in Kulmbach, so die Polizei. Die Polizei ließ die Arbeiten einstellen und schickte den Landwirt schließlich nach Hause.

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Beiersdorf bei Coburg: Gülleunfall – Autofahrerin rammt Traktor!

Rund 70.000 Euro Schaden und jede Menge Gülle, die sich in alle Richtungen ergoss, war das Ergebnis eines Überholvorgangs zwischen Beiersdorf und Wiesenfeld im Landkreis Coburg. Am Donnerstag (19. April) kam es durch einen Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Traktor zu dem folgeschweren Unglück.

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© Polizeipräsidium Oberfranken

Bad Rodach: Diebe stehlen Gülletankwagen

Bereits in der letzten Woche wurde im Bad Rodacher Ortsteil Lempertshausen (Landkreis Coburg) ein Gülletankwagen gestohlen. Mittlerweile hat die Kriminalpolizei Coburg die Ermittlungen übernommen. Nach einem Zeugenhinweis erhoffen sich die Ermittler jetzt insbesondere Hinweise zu einem möglichen Tatfahrzeug.

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Straßgiech: Jaucheunfall löst Großeinsatz aus

Das Befüllen eines Güllefasses am Mittwochnachmittag (23. August) ging in Straßgiech im Landkreis Bamberg deutlich schief. Rund 1.000 Liter Jauche flossen statt in das dafür vorgesehene Fass in den naheliegenden Fluss.

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Jauche macht sich selbstständig

Aus noch ungeklärter Ursache lief das Fass über und circa 1.000 Liter der Jauche flossen über das Hofgelände in den angrenzenden Pünzenbach in Straßgeich. Die Feuerwehren Scheßlitz und Straßgiech bauten mehrere Ölsperren auf dem Wasser auf und versuchten dieses mittels fünf Hochleistungspumpen über das Kanalnetz in die nächste Kläranlage umzuleiten.

Gefahr für die Natur

Wie News5 berichtet sei laut Wasserschutzpolizei, die genauso wie das Wasserwirtschaftsamt alarmiert wurde, die Natur auch deshalb mit einem blauen Auge davon gekommen, weil aufgrund von einer Kanalbaustelle aktuell sowieso nur wenig Leben in dem Bach herrscht. Andernfalls wären gravierende Umweltschäden nicht auszuschließen gewesen. Die Behörden haben gegen den Verursacher einer Ermittlungsverfahren eingeleitet.

1.000 Liter Jauche fließen in den Bach (Unkommentiertes Video)
© Pixabay / CC0 Public Domain / TVO / Collage

Pfingsttanz in Großheirath: 18-Jährige fällt in Güllegrube

Der Pfingsttanz in Großheirath (Landkreis Coburg) sorgte am Sonntagabend (4. Juni) für einen nicht ganz alltäglichen Rettungseinsatz. Nachdem eine 18-Jährige in eine Abwassergrube zwischen zwei Toilettenwagen fiel, musste sie von Besuchern der Veranstaltung aus ihrer misslichen Lage gerettet werden. Nun ermittelt die Coburger Polizei.

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© Pixabay / CC0 Public Domain / Symbolbild

„Wenn’s schee macht“: Gülle-Gauner (26) im Frankenwald unterwegs

Wer braucht schon teure Produkte zur Pflege und zur Entspannung aus der Drogerie oder der Apotheke, wenn man sich mit reinen Naturprodukten helfen kann und einen Bauernhof um die Ecke hat. Das dachte sich wohl auch ein 26-Jähriger im Frankenwald, der in der Nacht zum Sonntag (19. Februar) auf einem landwirtschaftlichen Anwesen zwei Eimer mit Gülle stahl, um sich eine spezielle Kur zu gönnen!

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© TVO / Symbolfoto

Ahorn (Lkr. Coburg): Jauchegrube läuft über!

Nase zu und durch: Eine übervolle Jauchegrube verunreinigte am frühen Mittwochmorgen (16. September) die Straße “Bayerischer Berg“ im Ortsteil Wohlbach von Ahorn (Landkreis Coburg). Die Straße wurde dabei auf einer Länge von rund 50 Metern verschmutzt.

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Redwitz (Lkr. Lichtenfels): Leck in Biogasanlage / Großeinsatz nach Gülleunfall

 

 >>> Hier eine Minute Video-Material unkommentiert von dem Vorfall <<< MEHR AB 18:00 UHR IN “OBERFRANKEN AKTUELL“!!!

 

Am späten Mittwochnachmittag (26.03.2014) entstand durch Bauarbeiten ein Leck in einer Biogasanlage in Redwitz an der Rodach (Landkreis Lichtenfels). Rund 3.000 Kubikmeter Gülle sind dadurch aus der Anlage ausgelaufen…

 

>>> Hier eine Minute Video-Material unkommentiert von dem Vorfall <<<

 

Am späten Mittwochnachmittag (26.03.2014) entstand durch Bauarbeiten ein Leck in einer Biogasanlage in Redwitz an der Rodach (Landkreis Lichtenfels). Rund 3.000 Kubikmeter Gülle sind dadurch aus der Anlage ausgelaufen. Die Jauche verteilte sich zu großen Teilen in den Straßengraben entlang der Bundesstraße B173 und auf Wiesen und Feldern in der unmittelbaren Umgebung.

 

 

Die Bundesstraße musste am Abend deswegen gesperrt werden. Etwa 250 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks sowie zahlreiche Bauern aus der Region versuchten ein weiteres Verbreiten der Gülle zu verhindern und pumpten diese aus dem beschädigten Tank in bereitgestellte Behältnisse um. Das Wasserwirtschaftsamt Kronach prüfte mögliche Umweltgefahren und leitete entsprechende Maßnahmen ein.

 

 

Unter anderem machte sich Christian Meißner, Landrat des Landratsamts Lichtenfels, mit den zuständigen Abteilungsleitern vor Ort ein Bild über das Ausmaß den Vorfall. Willi Lankes, der Leiter der Polizeiinspektion Lichtenfels schätzte am Mittwochabend den Schaden auf 250.000 bis 300.000 Euro. Ein genauer Schadensbericht liegt allerdings noch nicht vor. Wir berichten am Donnerstagabend ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“ von dem gestrigen Vorfall sowie von der Pressekonferenz der Behörden, die am Donnerstagmittag abgehalten wird.

 

(Material/Quelle: News 5)