Tag Archiv: Gustl Mollath

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Bayreuth / Bayern: Gustl Mollath verlangt Schadensersatz in Millionenhöhe

Für seine unrechtmäßige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus verlangt Gustl Mollath jetzt 1,8 Millionen Euro Schadensersatz vom Freistaat Bayern. Vor dem Münchener Landgericht sagt er am heutigen Mittag (20. März) aus, dass ihn die Zeit in der Psychiatrie noch immer bis in den Schlaf verfolge. Da es mit dem Freistaat Bayern bislang keine Einigung über die Höhe des Schadensersatzes gab, sah er sich laut eigener Aussage nun dazu gezwungen, eine Klage einzureichen.

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Justizopfer in Bayern? : Bayreuth diskutiert über die Fälle Mollath und Kulac

Ein Verbrechen geschieht. Die Polizei ermittelt und nimmt eine Person fest. Doch ist die auch wirklich der Täter? Haben Polizei und Justiz bis zur Verurteilung korrekt und gründlich gearbeitet? Offenbar nicht immer. Denn es gibt auch hier in Oberfranken Fälle, in denen Menschen für etwas verurteilt werden, was sie gar nicht getan haben – behaupten diese zumindest. Bekannteste Beispiele sind Gustl Mollath oder Ulvi Kulac. Um sie und ihr Schicksal ist es jetzt bei einer Diskussionsrunde in Bayreuth gegangen. Ab 18:00 Uhr berichten wir in „Oberfranken Aktuell“ über die Veranstaltung.

 


 

Bayreuth: Frei! – Gustl Mollath hat Psychiatrie verlassen

+++ Update, Mittwoch (07.08.13), 23.20 Uhr +++

Es ist der Aufsehen erregendste Fall der bayerischen Justizgeschichte. In den vergangenen Monaten spitzt sich die Diskussion um Gustl Mollath zu. Er wird zum wohl bekanntesten Insasssen des Bezirkskrankenhauses Bayreuth.  Am Dienstag erreicht der Fall seinen vorläufigen Höhepunkt. Völlig überraschend kommt der 56-jährige frei. Nach sieben Jahren in der geschlossenen Psychiatrie. Dort hatte Gustl Mollath gesessen, weil er als allgemeingefährlich galt. Er soll seine Frau misshandelt und Reifen zerstochen haben. Er soll unter Wahnvorstellungen leiden. Seit gut 24 Stunden ist Gustl Mollath frei.

 

 

+++ Update, Mittwoch (07.08.13), 19.00 Uhr +++

Der Fall Gustl Mollath ist in erster Linie ein persönliches Schicksal, aber auch ein politisches Hauen und Stechen. Nach der Entscheidung für die Wiederaufnahme des Verfahrens versucht sich das jede Partei zu eigen zu machen. Politische Reaktionen auf die Entwicklungen rund um Gustl Mollath hat jetzt Ulrike Glaßer-Günther zusammengetragen.

 

 

+++ Update, Mittwoch (07.08.13), 15.00 Uhr +++

Gustl Mollath hat nach seiner gestrigen überraschenden Entlassung aus dem Bezirksklinikum Bayreuth die erste Nacht seit über sieben Jahren in Freiheit verbracht. Jetzt zieht der zum Politikum gewordene Justizfall weitere Kreise. Unter anderem fordert die Kulmbacher SPD-Landtagsabgeordnete Inge Aures von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die Entlassung der Justizministerin Beate Merk (CSU). In „Oberfranken Aktuell“ sprechen wir ab 18.00 Uhr unter anderem mit Inge Aures (MdL, SPD), Peter Meyer (MdL, Freie Wähler), Gudrun Brendel-Fischer (MdL, CSU), Thomas Hacker (MdL, FDP) und Ulrich Gensch (MdL, Bündnis90/Die Grünen).

 

+++ Update, Dienstag (06.08.13), 21.45 Uhr +++

Gustl Mollath hat am Dienstagabend das Bezirkskrankenhaus Bayreuth zu Fuß durch den Haupteingang verlassen und stellte sich anschließend sofort den Fragen der Journalisten!

Sehen Sie hier sein komplettes Statement nach der Freilassung aus der Psychiatrie des Bezirkskrankenhauses Bayreuth!

 

 

+++ Update, Dienstag (06.08.13), 19.40 Uhr +++

Studiotalk mit dem TVO-Reporter vor Ort in Bayreuth, Björn Karnstädt:

 

 

+++ Update, Dienstag (06.08.13), 18.00 Uhr +++

Gustl Mollath hat soeben das Bezirkskrankenhaus Bayreuth zu Fuß durch den Haupteingang verlassen und stellt sich nun den Fragen der Journalisten! Mollath zeigte sich nach seiner Freilassung erleichtert. Er wisse aber noch nicht, wo er die Nacht verbringt und wie es weiter geht – so eine Aussagen an die versammelte Presse. TVO war bei der Freilassung dabei.

 

+++ Update, Dienstag (06.08.13), 12.45 Uhr +++

Gustl Mollath kommt aus der Bayreuther Psychiatrie frei. Die Freilassung soll umgehend erfolgen, entschied das Oberlandesgericht in Nürnberg. Die Entscheidung geht einher mit dem Beschluss des Gerichtes, die Wiederaufnahme des Strafverfahrens gegen ihn einzuleiten. Die Nürnberger Richter korrigierten damit die Entscheidung des Landgerichts Regensburg. Das Nürnberger OLG ordnete nun an, dass das Wiederaufnahmeverfahren an einer anderen Kammer am Landgericht Regensburg stattfinden muss.  Da mit der Wiederaufnahmeanordnung das 2006er Urteil gegen Mollath ungültig ist, entfällt somit die Grundlage für Mollaths Unterbringung in der Psychiatrie.

Im Jahr 2006 wurde Mollath in die Psychiatrie nach Bayreuth eingewiesen. Er soll einerseits seine inzwischen von Ihm geschiedene Frau tätlich angegriffen haben, andererseits wurden ihm vor Gericht verworrene Gedanken zur Last gelegt, da er aussagte, dass seine Frau bei der HypoVereinsbank Millionengelder verschoben habe.  Der 56-jähriger Nürnberger sieht sich seit jeher als Opfer der Justiz.

Mehr ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 

 

(Sliderbild & Headerbild: Nordbayerischer Kurier, Ronald Wittek  / Galeriebilder: TVO)

 


 

 

Bayreuth: Gustl Mollath erzielt Erfolg bei Beschwerde

Gustl Mollath kann einen Erfolg im Hinblick auf seine Beschwerde gegen die Unterbringung im Bezirkskrankenhaus Bayreuth verbuchen. Das Oberlandesgericht Bamberg hat die Entscheidung des Bayreuther Landgerichts, Mollath müsse in der forensischen Psychiatrie bleiben, zurückgewiesen. Erst nach einer aktuellen externen Untersuchung könne man darüber neu entscheiden. Das letzte externe Gutachten über Gustl Mollath wurde im Februar 2011 erstellt. Das Landgericht Bayreuth ist nun verpflichtet, ein neues in Auftrag zu geben. Daß sich Mollath selbst bislang gegen eine neue Untersuchung weigert, spielt bei der Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg keine Rolle. Gustl Mollath fordert in seiner Beschwerde die „bedingungslose Entlassung“ aus dem BKH in Bayreuth.Das haben die Richter in Bamberg allerdings zurückgewiesen.

 


 

 

Bayreuth: Mahnwache für Gustl Mollath vor Bezirkskrankenhaus

 Knapp 20 Mann stark ist die Truppe, die vor dem Bayreuther Bezirkskrankenhaus für die Freiheit von Gustl Mollath auf die Straße geht. Für sie alle steht fest: Der 56-Jährige ist unschuldig in der Psychiatrie gelandet. Ob Mollath zu Recht oder zu Unrecht im BKH untergebracht ist – das ist Sache von Gutachtern und Politikern. Der vermeintliche Justizskandal jedenfalls sorgt dafür, daß das Bayreuther Krankenhaus immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit und der Medien rückt. Mehr dazu ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.