Tag Archiv: Impfdosen

© Pixabay / Symbolbild

Coburg verzeichnet deutschlandweit zweithöchsten Inzidenzwert: Hotspot darf impfen

Nachdem in weiten Teilen Oberfrankens am bundesweiten Impfstart (27. Dezember) nicht geimpft werden konnte, da beim Auslesen des mitgeführten Datenloggers in den Kühlboxen Zweifel an der Einhaltung der Kühlkette auftauchten, darf nun am Dienstag (29. Dezember) unter anderem im Hotspot Coburg geimpft werden. Inzwischen gab die oberfränkische Regierung weitere Einzelheiten zur Kühlkette-Panne bekannt.

Coburg erreicht über 535 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (kurz: RKI) verzeichnet die Stadt Coburg am Dienstag (Stand: 0 Uhr) eine 7-Tage-Inzidenz von 535,6. Somit erreicht die Vestestadt deutschlandweit den zweithöchsten Inzidenzwert. Bayernweit liegt sie auf Platz 1. Im Landkreis beträgt die Zahl der Neuinfektionen 294 pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Unter anderem fehlende Vorkühlung sorgt für Abweichung der Temperatur

In einem Schreiben gab die Regierung von Oberfranken nun weitere Details zur Kühlkette-Panne bekannt. Die Impfdosen werden zurückgeholt und gemeinsam mit dem Hersteller der Firma BioNTech nochmals fachlich geprüft und bewertet. Hierbei handelt es sich um rund 1.000 Impfdosen. Die Regierung hatte trotz tauglicher Einstufung von fachlicher Seite der Impfstoffe Restzweifel. Wir berichteten. Die Abweichung bei der Aufzeichnung des Datenloggers ist auf seine fehlende Vorkühlung sowie auf seine Positionierung in der Kühlbox zurückzuführen. Die Kühlboxen wurden von der bayerischen Landesregierung zur Verfügung gestellt.

Weiterführende Informationen:
Corona-Krise: Erste Impfungen für Bewohner des Hospitalstift in Bayreuth
Corona-Krise: Panne beim Impfstart in Oberfranken
© © BioNTech SE 2020, all rights reserved

Nach Kühlkette-Panne in Oberfranken: 1.000 Impfdosen kommen nicht zum Einsatz

Nachdem am Sonntag (27. Dezember) bei der Nachvollziehbarkeit der Kühlkette Zweifel auftauchten und der Impfstart in weiten Teilen Oberfrankens verschoben werden musste, teilte der Bezirksverband Oberfranken am heutigen Montag in einem Schreiben mit, dass die rund 1.000 Impfdosen von der ersten Charge nicht mehr zum Einsatz kommen. Es bestehe Restzweifel, obwohl von fachlicher Seite die Impfstoffe als tauglich eingestuft werden.

Einige Punkte noch klärungsbedürftig

Nach dem Vorliegen der Stellungnahme des Impfstoffproduzenten wären noch einige Punkte klärungsbedürftig, heißt es weiter im Schreiben. Von fachlicher Seite, dem bayerischen Gesundheitsministerium, würde der Impfstoff als tauglich eingestuft werden. Aufgrund bestehender Restzweifel kommen die in den betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städte eingetroffenen Impfdosen doch nicht zum Einsatz.

Wir Landräte und Oberbürgermeister tragen Verantwortung für unsere Bevölkerung, aber auch für die von uns beauftragten Ärzte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Impfzentren. Als bayerische Impfzentren wollen wir in der Bevölkerung kein Vertrauen verspielen

(Christian Meißner, Vorsitzende des Bezirksverbandes Oberfranken des Bayerischen Landkreistages)

Nächste Impfstoff-Lieferung folgt am heutigen Montag

Betroffen von der Auslieferung der ersten Charge sind die Impfzentren Coburg, Lichtenfels, Kronach, Kulmbach, Bayreuth, Hof und Wunsiedel. Wie die bayerische Gesundheitsministerin, Melanie Huml, mitteilte, sollen die betroffenen Landkreise und kreisfreien Städte noch am heutigen Montag eine neue Impfstoff-Lieferung erhalten. „Wir bedanken uns bei unserer Gesundheitsministerin, dass wir heute beliefert werden und damit auch das Impfen beginnen können“, so Meißner.

Weiterführende Informationen zum Impfstart in Oberfranken:
Corona-Krise: Erste Imfpungen für Bewohner des Hospitalstift in Bayreuth
Corona-Krise: Panne beim Impfstart in Oberfranken
© © BioNTech SE 2020, all rights reserved

Impfstart in weiten Teilen Oberfrankens verschoben: Panne in der Kühlkette!

Der Impfstart für die sieben Landkreise Coburg, Lichtenfels, Kronach, Kulmbach, Bayreuth, Hof, Wunsiedel und Forchheim verzögert sich. Grund: Bei der Auslieferung der ersten Charge des Impfstoffes für die Impfzentren sind Probleme bei der Nachvollziehbarkeit der Kühlkette aufgetaucht. Beim Auslesen der Temperaturlogger, die in den zentral beschafften Kühlboxen beigelegt wurden, sind Zweifel an der Einhaltung der Kühlkette für den Impfstoff aufgekommen, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Landräte am Sonntag (27. Dezember). Die Kühlboxen für den Transport wurden durch die bayerische Landesregierung zur Verfügung gestellt.

Nächste Impfstoff-Lieferung wird Montag / Dienstag erwartet

Wie ein Sprecher des Landratsamtes Lichtenfels auf Nachfrage von TVO mitteilte, handelt es sich oberfrankenweit bei der Lieferung um rund 1.000 Impfdosen, die heute zum ursprünglich geplanten Impfstart nicht zum Einsatz kommen konnten. Die nächste Lieferung des Impfstoffes wird am kommenden Dienstag (29. Dezember) erwartet. Bei einer möglichen Lieferung am morgigen Montag, wird der Impfstart vorgezogen.

Sicherheit der Patienten hat oberste Priorität

In einer Telefonkonferenz mit den betroffenen Landräten von Coburg, Lichtenfels, Kronach, Kulmbach, Bayreuth, Hof und Wunsiedel gemeinsam mit der Regierungspräsidentin von Oberfranken, Heidrun Piwernetz, wurde das weitere Vorgehen besprochen und sind der Auffassung, dass die Sicherheit für die Patienten oberste Priorität hat.

„Sollte es nur den geringsten Anhaltspunkt geben, dass der Impfstoff nicht zu 100 % den Qualitätskriterien entsprechen, wird diese Charge auch nicht verimpft. Die Bevölkerung vertraut darauf, dass sie einwandfreien Impfstoff gegen das Corona Virus erhält und deswegen kann es keine andere Lösung geben“

(Christian Meißner, Vorsitzender des Bezirksverbandes Oberfranken des Bayerischen Landkreistages)

Bei der Impfung gehe es nicht um Schnelligkeit

„Wir müssen einen hohen Qualitätsanspruch gerade und insbesondere beim Impfstoff zu 100% erfüllen. Es geht bei der Impfung gegen das Corona-Virus nicht darum, wer am schnellsten, die meisten Impfdosen verimpft. Sicherheit und gewissenhafte Arbeit zum Wohle der Bevölkerung hat hier allerhöchste Priorität!“

(Oliver Bär, Landrat)

Der Aktuell-Beitrag vom 28. Dezember
Corona-Krise: Panne beim Impfstart in Oberfranken