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Frankenwald: Hofer Kreistag spricht sich für die Hängebrücken über Lohbachtal & Höllental aus

Im Hofer Kreistag waren am heutigen Montag (03. Juni) die beiden geplanten Hängebrücken über das Lohbachtal und das Höllental im Frankenwald das Thema. Dabei wurden auch die endgültigen Entwürfe der Ingenieure als Visualisierungen präsentiert. Der Kreistag sprach sich mit 35 zu 15 Stimmen für das Projekt Frankenwaldbrücke aus. Der Entwurf ist nun merklich länger und schmaler geworden. Der Eingriff in die Natur und vor allem in die FFH-Gebiete soll möglichst gering gehalten werden. Die geschätzten Baukosten liegen in der Summe bei bis zu 22 Millionen Euro. Spätestens im Frühjahr 2022 soll das Projekt fertig sein.

Aktuell-Bericht vom 04. Juni 2019
Frankenwald: Hofer Kreistag stimmt für den Bau der Hängebrücken

Brücken verlaufen leicht S-förmig

Die Brücken sollen sich durch ihre filigrane Konstruktion mit ebenso filigranen Baumaterialien optimal in die Natur einbetten. Sowohl die Lohbachtal- als auch die Höllentalbrücke sollen dabei leicht S-förmig verlaufen und sich dabei am Verlauf der Selbitz orientieren, die durch das Tal fließt.

Lohbachbrücke mit einer Länge von 387 Metern

Die 387 Meter lange Lohbachtalbrücke wurde mit nur je einem Pylon am Start- und Endpunkt der Brücke geplant. Die Abspannung erfolgt schräg nach hinten an den Außenmauern der Burgruine vorbei. Dadurch bleibt die Sicht auf das Kulturdenkmal Burg Lichtenberg unberührt.

Höllentalbrücke über 1.000 Meter lang

Einmalig wird die Konstruktion der 1.030 Meter langen Höllentalbrücke sein. Sie kommt komplett ohne Unterspannung und damit auch ohne Fundamente für Abspannungen aus. Die Tragseile der Brücke laufen stattdessen oberhalb der Geländer. Damit setzt die Brücke ein optisches Zeichen und wird gleichzeitig der naturschutzfachlichen Prüfung hinsichtlich möglicher Kollisionen von Zugvögeln mit den Tragseilen gerecht.

Aufhängung der Lohbachtalbrücke außerhalb der Lichtenberger Burgruine

Sowohl die Lohbach- als auch die Höllentalbrücke bestehen aus Stahlkonstruktionen, die Geländer aus Edelstahlnetzen. Hinsichtlich der Standortwahl der beiden Brücken hatte es in den letzten Monaten zahlreiche Ortstermine und Varianten-Untersuchungen gegeben. Die Pläne sehen nun eine Aufhängung der Lohbachtalbrücke außerhalb der Burgruine von Lichtenberg vor. Die historischen Mauern der Burg bleiben dadurch vom Bau der Brücke unberührt. Durch die Aufhängung unterhalb der Ruine soll sich die Brücke unauffällig in das Landschaftsbild einbinden.

Masten der Höllentalbrücke liegen außerhalb des FFH-Gebietes

Bei den Planungen der Höllentalbrücke gelang es den Ingenieuren, die Brücke so zu konzipieren, dass die für den Bau nötigen Masten im Mittelteil (Kesselfels) außerhalb des FFH-Gebietes liegen. Dadurch gewinnt die Brücke an Länge und ist nun 1.030 Meter lang.

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Höllentalbrücke (Visualisierung)
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Lohbachtalbrücke (Visualisierung)

Kosten von maximal 22,3 Millionen Euro

Die Kosten für die Brücken belaufen sich nach aktueller Kalkulation auf rund 4,35 Millionen Euro für die Lohbachtalbrücke und rund 9,14 Millionen Euro für die Höllentalbrücke. Hinzu kommen die Kosten für die Verweilplattform „Höllentalterrasse“, das Besucherzentrum, Infrastruktur-, Naturschutz- und Marketingmaßnahmen. Je nach Ausgestaltung des Besucherzentrums wird von Gesamtkosten zwischen rund 21,0 und 22,3 Millionen Euro ausgegangen.

Natur- und artenschutzfachliche Gutachten abgeschlossen

Weiterhin wurde das natur- und artenschutzfachliche Gutachten mit dem Ergebnis abgeschlossen, dass unter Einhaltung vorgeschlagener Maßnahmen, wie etwa die Berücksichtigung von Brutzeiten während der Bauphase, den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes entsprochen werden kann.

Besucherzentrum als Ausgangspunkt

Darüber hinaus fanden intensive Gespräche mit den Gemeinden Lichtenberg und Issigau (Landkreis Hof) statt, im Rahmen derer das Verkehrskonzept besprochen wurde und Maßnahmen erarbeitet wurden. Aktuell laufen vorbereitende Planungen hinsichtlich des Besucherzentrums, das unweit des Freizeitzentrums entstehen soll. Das Besucherzentrum dient als Ausgangspunkt für alle Besucher der Frankenwald-Brücken. Hier sollen Gastronomie, ein Ticketshop, Toiletten, Infobereiche und Gruppenräumlichkeiten untergebracht werden. Hierzu wird vom Fachbereich Hochbau momentan das Bewerbungsverfahren für die Architekten vorbereitet.

Freistaat sichert Förderung von 80 Prozent der Kosten zu

Mit dem Ministerratsbeschluss vom 20.06.2017 hat der Freistaat Bayern dem Projekt Frankenwaldbrücke eine Förderung in Höhe von 80% zugesichert. Entsprechende Anträge dafür werden jetzt gestellt.

Fertigstellung bis Anfang 2022

Die Bauzeit für die Brücken ist mit rund 1,5 Jahren kalkuliert. Unter Berücksichtigung der Sperrzeiten auf Grund von Brutzeiten ist die Fertigstellung und Eröffnung Ende 2021 beziehungsweise Anfang 2022 geplant.

© Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

„Unser Dorf hat Zukunft“: Zwei Mal Silber & zwei Mal Bronze für Oberfranken

237 bayerische Gemeinden traten 2018 zu dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ an, 15 von ihnen erhielten jetzt im Rahmen einer Festveranstaltung in Veitshöchheim (Landkreis Würzburg) die begehrten Medaillen. Darunter waren mit Harsdorf, Oberleiterbach, Heidelheim und Issigau auch vier Dörfer aus Oberfranken. . „Der Einsatz aktiver Dorfgemeinschaften trägt maßgeblich dazu bei, ein lebenswertes Umfeld auf dem Land zu fördern und die soziale und strukturelle Entwicklung in den Dörfern zu schaffen“, so die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. 

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Issigau: Bürgerentscheid über das geplante Hängebrücken-Projekt im Höllental

Die Bürger von Issigau (Landkreis Hof) dürfen in einem Bürgerentscheid über das geplante Hängebrückenprojekt im Höllental abstimmen.  Dies hat der Gemeinderat von Issigau jetzt entschieden.

Ende März hatten die Gegner der Brücken 145 Unterschriften an die Gemeinde übergeben. Ziel war es, einen Bürgerentscheid zu erwirken. Die Genehmigung war nun eine reine Formalie, weil die erforderliche Zahl an Unterschriften ausreichte. Der Termin für den Bürgerentscheid ist der 22. Juli. Der Landkreis Hof plant zwei insgesamt 1.100 Meter lange Fußgänger-Hängebrücken über das Lohbach- und das Höllental. Damit soll der Tourismus in diesem Teil des Frankenwaldes gestärkt werden.     

 

Weiterführende Informationen

Frankenwald: Schlechte Zeiten für Fahrerflüchtige

Der hohen Aufmerksamkeit von Zeugen ist es zu verdanken, dass am Freitag (24. März) im Frankenwald gleich drei Fahrerfluchten sehr schnell aufgeklärt werden konnten.

Nummer 1: Vorfahrt missachtet

Den Anfang machte ein Verkehrsteilnehmer, der einer 25-Jährigen gegen Mittag nahe des Bad Stebener Ortsteils Carlsgrün die Vorfahrt nahm. Die junge Frau musste ausweichen, um einen Unfall zu vermeiden. Dabei landete sie im Straßengraben und beschädigte einen Leitpfosten. Der Verursacher fuhr einfach weiter, allerdings konnten aufmerksame Zeugen sein Kennzeichen notieren, sodass er sehr bald mit unangenehmer Post zu rechnen haben wird.

Nummer 2: Bitte AUF der Straße abbiegen

Nur wenig später, gegen Mittag, wollte eine 69-Jährige an der so genannten „Rittwegskreuzung“ in Naila abbiegen und beschädigte dabei die auf dem Gehweg aufgestellten Fußgängerabsperrungen. Die Frau fuhr anschließend einfach weiter, ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern. Auch in diesem Fall notierten aber aufmerksame Zeugen das Kennzeichen, sodass die Polizei die Dame problemlos ermitteln konnte.

Nummer 3: Augen auf im Rückwärtsgang

Wiederum ohne viel Verzögerung kam es dann am Nachmittag zu einer weiteren versuchten Unfallflucht, diesmal in Issigau. Ein 30 Jahre alter Mann beschädigte beim Rückwärtsfahren mit seinem Kleintransporter einen PKW, der auf einem Grundstück abgestellt war. An dem Auto entstanden dabei etwa 3.000 Euro Schaden, trotzdem fuhr der 30-Jährige einfach weiter. Nach kurzer Fahndung konnte der Mann aber noch in der Nähe von der Polizei gestoppt und eindeutig als Verursacher identifiziert werden – die eindeutigen Spuren an seinem Lieferwagen dürften ihm das Leugnen dabei wohl schwer gemacht haben. Auch in diesem Fall wird nun eine Anzeige wegen Verkehrsunfallflucht folgen.

Polizei sagt Danke

Die Polizeiinspektion Naila bedankt sich in allen drei Fällen explizit bei den entsprechenden Zeugen – ohne deren Aufmerksamkeit wären die Unfallfluchten wohl nur sehr schwer oder sogar gar nicht aufgeklärt worden.

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Naila / Frankenwald: Erneut falsche Polizisten am Telefon

Für viel Aufregung sorgten am Sonntagabend (21. Januar) erneut falsche Polizeibeamte, die per Telefon den Frankenwald unsicher machten. Wie schon zwei Tage zuvor, riefen die Betrüger in den Ortschaften Bad Steben, Bobengrün und Issigau (Landkreis Hof) vorwiegend ältere Einwohner über Festnetz an.

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© TVO / Symbolbild

Vierstelliger Schaden: Reifenstecher ziehen durch den Frankenwald

Am gestrigen Himmelfahrtstag (25. Mai) zogen Reifenstecher durch den Frankenwald. Die Polizei in Naila berichtete am Freitagmittag (26. Mai) von zehn Autobesitzern, deren Pkw-Reifen zerstochen worden.

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Issigau (Lkr. Hof): Opel-Fahrer prallt gegen Baum

Ein 62-Jähriger Autofahrer aus Issigau (Landkreis Hof) verunglückte am Mittwochmittag (8. Mai)  auf seiner Fahrt von Hölle nach Issigau mit seinem Opel Corsa. Nach einer langgestreckten Linkskurve kam er aus Unaufmerksamkeit von der Fahrbahn ab und stieß gegen einen Baum. Der Verunfallte musste zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Sein Pkw erlitt einen Totalschaden in Höhe von rund 3.000 EURO.  


 

Issigau (Lkr. Hof): Schuppen stürzt auf 70-Jährigen!

Ein Arbeitsunfall ereignete sich am Dienstagnachmittag (4. März) am südlichen Ortsrand von Issigau (Landkreis Hof). Ein 70-Jähriger riss mit seinem 63-jährigen Nachbarn einen Schuppen ab als das Dach plötzlich einbrach. Beide arbeiteten zu der Zeit im Inneren des Schuppens. Während der Nachbar noch nach draußen sprang, konnte sich der 70-jährige Rentner nicht mehr in Sicherheit bringen und wurde unter dem einstürzenden Dach verschüttet. Den eintreffenden Polizeibeamten gelang es, ihn unter dem Schutt zu bergen. Helfer vor Ort begannen mit der Reanimation. Mit schwersten Verletzungen wurde der mann ins Klinikum Hochfranken nach Naila, gebracht. Mit Herz-/Kreislaufbeschwerden wurde auch der Nachbar in das Klinikum eingeliefert.

 

 


 

 

Issigau: Crossmaschine gegen Auto – drei Schwerverletzte

Drei Personen sind bei einem Unfall in der Nacht zum Mittwoch in Issigau im Landkreis Hof schwer verletzt worden.

Mitten in stockdunkler Nacht fuhr ein Crossmotorrad ohne Straßenzulassung und ohne Scheinwerfer durch Issigau. Die Straßenbeleuchtungen waren bereits ausgeschaltet. Das Fahrzeug war mit drei Personen besetzt und nur der Fahrer trug einen Crosshelm. Kurz nach 2 Uhr übersah der Fahrer offenbar ein in der Reitzensteiner Straße parkenden Pkw und rammte mit großer Wucht dessen Heck. Der 17jährige Fahrer brach sich das ein Bein. Der direkt hinter ihm sitzende 15jährige Beifahrer erlitt schwere Kopfverletzungen. Der ganz hinten auf dem Sitz mitfahrende 15jährige kam mit Prellungen und Schürfwunden etwas glimpflicher davon. Alle drei stammen aus dem Gemeindebereich Issigau. Sie wurden stationär in verschiedene Kliniken eingeliefert. Die Justiz Hof ordnete beim Fahrer eine Blutentnahme an und ließ das Motorrad sicherstellen.