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Landgericht Bamberg: Urteil im Fall Janina rechtskräftig

Das Urteil gegen den 54-jährigen Roland E., der in der Neujahrsnacht 2016 in Unterschleichach (Landkreis Haßberger) die 11-jährige Janina aus Burgebrach (Landkreis Bamberg) durch einen Schuss aus einer Waffe am Hinterkopf traf und tödlich verletzte, ist rechtskräftig. Dies teilte das Landgericht Bamberg am Freitagmittag (30. Dezember) mit.

Urteil fiel am 22. Dezember

Das Gericht sah es nach vier Prozesstagen im Dezember und beinahe 30 Zeugenaussagen als erwiesen an, dass die Schüsse, die Roland E. in der Silvesternacht von 2015 auf 2016 in Unterschleichach abgab, absichtlich erfolgten. Kurz vor Weihnachten, am 22. Dezember, fiel dann das Urteil.

Verurteilung wegen Mordes

Roland E. schoss am 01. Januar 2016 gegen 01.00 Uhr vom Garten seines Anwesens in Unterschleichach mehrfach in Richtung einer Gruppe von zwei Frauen und vier Kindern. Einer der Schüsse aus einem Kleinkaliberrevolver traf die Schülerin am Hinterkopf und verursachte bei dem 11-jährigen Kind tödliche Verletzungen. Dies, so das Gericht, soll der Angeklagte zumindest billigend in Kauf genommen haben. Das Landgericht sprach E. des Mordes schuldig, bejahte die Mordmerkmale der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe und verhängte gegen ihn eine Freiheitsstrafe von 12 Jahren und 6 Monaten.

Keine Revision eingelegt

Von keinem der Beteiligten wurde während der Frist Revision eingelegt. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

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Landgericht Bamberg: Prozess um getötete Janina (†11)

Am 7. Dezember um 9:00 Uhr hat vor dem Landgericht in Bamberg der Prozess im Fall der getöteten Janina aus Burgebrach im Landkreis Bamberg begonnen. Insgesamt sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil könnte noch vor Weihnachten, nämlich am 22. Dezember  fallen.

Wie berichtet ist die 11-Jährige in der letzten Silvesternacht von einem Geschoss am Kopf getroffen worden und starb an den Verletzungen. Die Polizei ermittelte einen 54-jährigen Anwohner aus dem Ort Unterschleichach als mutmaßlichen Täter. Er muss sich nun wegen Mordes vor Gericht verantworten. In den Vernehmungen gab der Mann an, aus Frust und Wut über den Silvesterlärm auf eine Gruppe von Feiernden geschossen zu haben.

Fünfter Verhandlungstag - Das Urteil (22.12.2016)

Am fünften Verhandlungstag neigt sich der Prozess dem Ende zu. Um 13:00 Uhr fällt das Landgericht Bamberg das Urteil im Fall Janina. Und es lautet auf Mord. Für den jetzt verurteilten Mörder der 11-jährigen Janina aus Burgebrach bedeutet das zwölfeinhalb Jahre Haft. Das Gericht sah es nach vier Prozesstagen und beinahe 30 Zeugen als erwiesen an, dass die Schüsse, die der 54-jährige Roland E. in der Silvesternacht von 2015 auf 2016 in Unterschleichach abgab, absichtlich erfolgten.

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Vierter Verhandlungstag - Die Plädoyers (21.12.2016)

Am vierten Prozesstag stehen am Landgericht Bamberg die Plädoyers an. Die Verhandlung beginnt mit einem sehr emotionalen Moment. Die Mutter und der Vater von Janina äußern sich zu ihrer jetzigen Situation. Beide sagen, ihr Leben sei nicht mehr so wie vorher. "Es ist ein täglicher Kampf", so die Mutter. Außerdem äußerte sich die Ermittlungsrichterin. Demnach habe der Angeklagte Wut als Motivation selbst eingebracht. Er habe durch den Schuss die Böllerei stoppen wollen. Er habe aber auch nicht gesagt, dass er einen Menschen töten wollte. Danach wird ein Video von der Vernehmung des Angeklagten bei der Polizei gesichtet.

Die Staatsanwaltschaft bleibt bei Ihrem Vorwurf: Der 54-jährige habe sich des Mordes schuldig gemacht. Der Schuss sei gezielt in die Gruppe erfolgt, er habe mit dem Tod des Mädchens rechnen müssen. So sieht es auch die Nebenklage. Eine Verurteilung wegen Mordes würde eine lebenslange Haftstrafe nach sich ziehen. Anders die Verteidigung. Sie plädiert auf fahrlässige Tötung beziehungsweise auf Totschlag, aber auf keinen Fall auf Mord. Das Strafmaß wäre in diesem Fall auch niedriger. Der tödliche Schuss habe sich quasi verirrt. Eigentlich wollte der Angeklagte nur für Ruhe sorgen.

Mordprozess in Bamberg: Vierter Verhandlungstag im "Fall Janina"
Dritter Verhandlungstag (15.12.2016)

Am dritten Verhandlungstag dreht sich alles um das Umfeld des Angeklagten. Dazu werden am Landgericht Bamberg u.a. Verwandte, Kollegen und die ehemalige Lebensgefährten des 54-Jährigen gehört.

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Zweiter Verhandlungstag (14.12.2016)

Am zweiten Verhandlungstag des Mordprozesses werden etliche Zeugen vernommen. Es sprechen zum Beispiel die Polizisten, die den Angeklagten als erstes damals verhörten. Dazu äußern sich auch der Notarzt und der Notfallassistent, die Janina direkt nach dem Schuss am Kopf versorgten. Außerdem werden noch zwei Sachverständige aus den Bereichen Ballistik und Rechtsmedizin gehört.

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Prozessauftakt (07.12.2016)
Bamberg: Mordprozess im Fall Janina gestartet

Fast genau ein Jahr ist es her: In der Silvesternacht von 2015 auf 2016 kam im unterfränkischen Unterschleichach die 11-jährige Janina aus Burgebrach im Landkreis Bamberg durch eine Kugel, die in ihren Kopf geschossen wurde, ums Leben. Ein tragischer Fall. Das Mädchen hatte einfach nur fröhlich mit Freunden den Jahreswechsel gefeiert. Von einem auf dem anderen Moment wurde der Mutter und dem Vater ihr wohl liebster Mensch entrissen. Den tödlichen Schuss abgegeben hat ein zum Tatzeitpunkt 53-jähriger Mann, der unmittelbar am Tatort wohnte.

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