Tag Archiv: Katastrophe

© News5 / Merzbach

Umweltkatastrophe bei Bad Staffelstein: Westsee ist biologisch tot!

Eine Umweltkatastrophe bei Bad Staffelstein (Landkreis Lichtenfels) sorgte am Dienstagabend (20. September) für einen Großeinsatz der Feuerwehren. Spaziergänger entdeckten am Abend zahlreiche tote Fische im Westsee treiben und verständigten daraufhin den Pächter des Gewässers. Die Anzahl der getöteten Tiere könnte in die Tausende gehen.

Umweltkatastrophe in Bad Staffelstein: Vier Tonnen toter Fisch im Westsee
(Aktuell-Bericht vom 21.09.16)

Kaum Sauerstoff im Wasser vorhanden

Laut News5-Angaben wurden bereits vor Tagen Proben des Gewässers entnommen. Diese zeigten auf, dass der große See komplett umgekippt und dementsprechend die Wasserqualität sehr schlecht ist. Die Proben ergaben demnach einen Sauerstoffgehalt im Wasser von 0,2 Milligramm je Liter. Der Grenzwert, bei dem das Leben für Fische ungeeignet ist, liegt bei 6 Milligramm je Liter.

Zuvor von Frischwasser und Frischluft kaum von Erfolg gekrönt

Der Westsee mit einer Größe von 590 Metern Länge und 780 Metern Breite hat selbst keinen eigenen Frischwasserzufluss. Somit wurde der See durch die Einsatzkräfte am Abend mit frischem Wasser aus dem in der Nähe fließenden Main versorgt. Zusätzlich wurde mit Luftkompressoren Frischluft in den See gepumpt. Damit sollte die Wasserqualität wieder angehoben werden. All diese Maßnahmen führten aber nicht zu dem gewünschten Erfolg. Messungen in der Nacht ergaben lediglich ein Anstieg des Sauerstoffgehaltes auf 0,8 Milligramm je Liter. Die Experten vor Ort erklärten deshalb den Westsee in der Nacht für biologisch tot!

© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach
© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach

Wetter und Algen als Ursache möglich

Ursächlich für diese Umweltkatastrophe im Westsee ist allem Anschein nach das Wetter der vergangenen Wochen. Durch die lange Sonnenperiode faulten die Algen im See und entzogen dem Wasser den Sauerstoff. Das Wasserwirtschaftsamt sowie das Veterinäramt sind jetzt mit dem Fall betraut. Letzteres muss sich um die Entsorgung der verendeten Fische kümmern. Dies Zahl der toten Tiere geht vermutlich in die Tausende.

Bislang keine Erkenntnisse über Auswirkungen auf die beiden Nachbargewässer

Im näheren Umfeld des Westsees liegen zwei weitere Gewässer, der Mittelsee für Wassersportler und der Ostsee, ein Badesee. Derzeit ist noch unklar, ob auch diese von der Umweltkatastrophe betroffen sein könnten. Direkt hinter der Obermain Therme gelegen, gehören die drei Staffelsteiner Seen zum festen Bestandteil der Freizeitangebote in der Region.

(Fotos aus der Nacht: News5)

© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach

Coburg: Erste Erkenntnisse zu Flugzeugabsturz

Im Fall des schrecklichen Flugzeugunglücks am Samstag in Coburg gibt es erste Erkenntnisse. Laut Auskunft der Staatanwaltschaft Coburg auf Anfrage von TV Oberfranken ist jetzt klar, wer das Flugzeug gesteuert hat. Der Pilot war der 58 Jahre alte Mann aus dem Landkreis Fürth. Die Unfallursache ist, wie die Staatsanwaltschaft weiter informiert, nach wie vor unklar. Die Ermittlungen könnten noch Monate dauern. Wie berichtet kamen bei dem Unglück außerdem eine 31-jährige Frau aus dem Landkreis Coburg und ein 46 Jahre alter Mann aus Coburg ums Leben.   

 


 

 

Fluthelfer aus Stadt & Landkreis Bayreuth: Rückkehr aus Hochwassergebiet

Oberfranken ist in Sachen Hochwasser glimpflich davon gekommen. Andere Regionen kämpfen aber nach wie vor gegen die Fluten. In Deggendorf in Niederbayern ist die Lage zum Beispiel immer noch dramatisch. Ganze Stadtteile sind weiter von Isar und Donau überschwemmt. Anwohner und Hilfskräfte kämpfen in Südbayern unermüdlich gegen die Wassermassen. Unterstützung bekommen sie dabei von fast 200 Einsatzkräften aus der Stadt und dem Landkreis Bayreuth. Drei Tage lang sind die freiwilligen Helfer beim Kriseneinsatz in Deggendorf. Jetzt sind die meisten davon wieder zurück nach Oberfranken gekommen. Mehr ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 



 

 

Mahnwache in Bayreuth: Zwei Jahre nach Fukushima

Es ist DIE Katastrophe, die viele Menschen so gefürchtet haben. Vor zwei Jahren stockt der Welt der Atem, als es nach einem Erdbeben zu drei Kernschmelzen im Atomkraftwerk Fukushima kommt. Die Auswirkungen sind verheerend. Mindestens 40 Kilometer im Umkreis von Fukushima sind verstrahlt. Experten gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren 80.000 Menschen in Folge der Atomkatastrophe an Krebs erkranken werden. Zum Jahrestag des größten Atomunglücks seit der Explosion in Tschernobyl gibt es auch Mahnwachen in Oberfranken. Rund 100 kommen allein in Bayreuth zusammen. Die Bilder aus der Wagner-Stadt zeigen wir ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“.