Tag Archiv: Lichtenberg

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Behörden stellen Ermittlungen ein: Fall Peggy wird zum „Cold Case“!

Im Mordfall Peggy hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth jetzt - rund 19 Jahre nach dem damaligen Verschwinden des Mädchens - die Ermittlungen eingestellt. Dies gaben jetzt die Behörden, die sich umfassend mit dem Fall auseinandersetzten, am Donnerstag (22. Oktober) bekannt. Der Fall um das ermordete neunjährige Mädchen aus Lichtenberg (HO) wird damit zu einem sogenannten "Cold Case".

 

  • Mehr dazu am Donnerstagabend ab 18:00 Uhr in Oberfranken Aktuell!

 

Keine hinreichenden Beweise gegen Manuel S.

Laut den ermittelnden Behörden liegen keine hinreichenden Beweise dafür vor, dass Manuel S. allein oder zusammen mit einer anderen Personen Peggy Knobloch sexuell missbraucht und anschließend getötet hat, um die Sexualstraftat zu verdecken. Bestehen bleibt lediglich der dringende Tatverdacht gegen den Beschuldigten hinsichtlich des Verbringens der Leiche. Würde isoliert betrachtet der Tatbestand der Strafvereitelung in Betracht kommen, wäre dieser aber bereits verjährt. Das Verfahren wurde daher mit Verfügung vom 16. Oktober 2020 eingestellt.

Der Ermittlungskomplex „Peggy“ vollständig beendet

Damit endet nach nunmehr über 19 Jahren ein komplexes Ermittlungsverfahren, das überregional hohe Aufmerksamkeit erfuhr und wiederholt im Blick der Öffentlichkeit stand.

450 gefüllte Aktenordner

Die zahlreichen Beamten der Sonderkommissionen und die Staatsanwaltschaften Hof und Bayreuth haben über Jahre unermüdlich alle Möglichkeiten ausgeschöpft, das Verbrechen aufzuklären. Sie arbeiteten an rund 6.400 Ermittlungsspuren, gingen hunderten Hinweisen nach und führten insgesamt zirka 3.600 Vernehmungen durch. Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen wurden zudem etwa 250 Gutachten durch unterschiedlichste Spezialisten erstellt. Letztendlich umfassen die gesamten Ermittlungen rund  450 Aktenordner. Der Ermittlungskomplex „Peggy“ mit allen Verfahren ist nun vollständig beendet - so das Polizeipräsidium Oberfranken am Donnerstag (22. Oktober 2020).

Der Aktuell-Beitrag zum "Fall Peggy" vom 22. Oktober 2020
Bayreuth: Staatsanwaltschaft erklärt "Fall Peggy" für beendet

Gemeinsames Statement von Polizei und Staatsanwaltschaft
Bayreuth: Ermittlungen im Mordfall Peggy offiziell eingestellt

Die Historie zum Fall Peggy

Neunjährige verschwindet im Mai 2001

Am 7. Mai 2001 verschwand die Peggy Knobloch spurlos. Zuletzt wurde das Mädchen am Henri-Marteau-Platz in Lichtenberg von mehreren Zeugen gegen 13:24 Uhr lebend gesehen, von da an verlor sich ihre Spur. Es bestand der Verdacht eines Sexual- und Tötungsdelikts.

Ulvi K. in einem Indizienprozess freigesprochen

Die Ermittlungen führten zunächst zur Beschuldigung des zur Tatzeit 24-jährigen Ulvi K.. Er wurde im April 2004 am Landgericht Hof in einem Indizienprozess wegen Mordes an Peggy Knobloch zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zur Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus verurteilt.

Wiederaufnahme des Verfahrens und Freispruch für K.

Im April 2013 beantragte der Verteidiger von K. die Wiederaufnahme des Verfahrens. Er beschränkte den Antrag auf die Verurteilung wegen des Mordes an Peggy Knobloch. Die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus war allerdings nicht der Gegenstand des Wiederaufnahmeantrags. Im Mai 2014 wurde K. am Landgericht Bayreuth vom Mordvorwurf freigesprochen.

Sterbliche Überreste von Peggy gefunden

Im Sommer 2016 wurden in einem Waldstück in der Nähe von Rodacherbrunn (Thüringen), etwa 16 Kilometer von Lichtenberg entfernt, die sterblichen Überreste des Mädchens gefunden. Der Fund führte zur Wiederaufnahme der Ermittlungen.

Sonderkommission eingerichtet

Der Umfang des Falls erforderte die Einrichtung einer Sonderkommission mit einem außergewöhnlich hohen personellen, materiellen und finanziellen Aufwand. Zudem bezogen die Beamten auch wissenschaftliche Disziplinen ein, die außerhalb üblicher Ermittlungsroutine stehen, wie beispielsweise Gutachten zur Auswertung von Torf-, Pollen- und Farbpartikelspuren.

Manuel S. gerät in den Fokus der Ermittlungen

Die Summe der Erkenntnisse aus den Untersuchungen der am Fundort gesicherten Spuren sowie die Neubewertung bereits bestehender polizeilicher Feststellungen rückten den im Tatzusammenhang bereits früher einmal beschuldigten Manuel S. in den Fokus. Dieser war zur Tatzeit - im Alter von 24 Jahren - in Lichtenberg wohnhaft. Ermittlungen ergaben, dass sich der Beschuldigte im Tatzeitraum ohne ein gesichertes Alibi in Lichtenberg aufhielt und Arbeiten durchführte, die mit den am Leichenablageort gefundenen Spuren in Beziehung standen. Peggy Knobloch befand sich zum Zeitpunkt ihrer letzten Sichtung in unmittelbarer Nähe des Hauses des Beschuldigten.

Geständnis und Widerruf von S.

Im Zusammenhang mit den Ermittlungsmaßnahmen führten die Beamten im September 2018 die Vernehmung von S. durch. Hierbei gab er zu, am Tag des Verschwindens von Peggy mit seinem Pkw in Lichtenberg unterwegs gewesen zu sein, als ihn ein ihm namentlich bekannter Mann angehalten habe. In einem Bushäuschen in der Poststraße, so gab der Beschuldigte an, will er das leblose Mädchen von dem Mann übernommen haben. Er habe noch versucht, es zu beatmen. Weiter gab er an, dass er das Opfer in eine rote Decke gewickelt, in den Kofferraum seines Fahrzeugs gelegt und dann in einem Waldstück in Thüringen - dem späteren Fundort - abgelegt habe. Er ergänzte, dass er wenige Tage später den Schulranzen des Mädchens und deren Jacke bei sich zu Hause verbrannt habe. Er bestritt jedoch, Peggy Knobloch getötet zu haben. Später widerrief er das Geständnis über den Transport der Leiche. Sein Rechtsanwalt erhob zudem schwerwiegende Vorwürfe gegen die Ermittler. Gegen den Beschuldigten erließ das Amtsgericht Bayreuth Mitte Dezember 2018 einen Untersuchungshaftbefehl, den es am 24.12.2018 jedoch wieder aufhob.

Beschluss der 3. Strafkammer am Landgericht Bayreuth

Die 3. Strafkammer des Landgerichts Bayreuth stellte mit Beschluss aus dem Februar 2019, mit dem die Beschwerde der Staatsanwaltschaft Bayreuth gegen die Aufhebung des Haftbefehls verworfen wurde, fest, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen von verbotenen Vernehmungsmethoden oder eines Verwertungsverbotes hinsichtlich der Aussagen des Beschuldigten festzustellen seien. Das Geständnis über den Transport und Ablage von Peggy Knobloch im Wald bei Rodacherbrunn durfte somit verwertet werden. Die Kammer bejahte gleichzeitig den dringenden Tatverdacht, dass Manuel S. zumindest an dem Transport der Leiche von Peggy Knobloch beteiligt gewesen war. Einen dringenden Tatverdacht der Beteiligung an der Tötung von Peggy Knobloch verneinte die Kammer jedoch.

S.  kann Täterschaft oder Beteiligung in dem Fall nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden

Anschließend tätigte die Sonderkommission nochmals intensive Ermittlungen, die Ende 2019 abgeschlossen und der Staatsanwaltschaft zur weiteren Entscheidung vorgelegt wurden. Die abschließende Bewertung durch die Staatsanwaltschaft Bayreuth führte zu dem Ergebnis, dass dem Beschuldigten Manuel S. eine Täterschaft oder Beteiligung an der Herbeiführung des Todes der Peggy Knobloch nicht mit der für eine Anklageerhebung erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden kann. Voraussetzung für die Erhebung der Anklage ist ein hinreichender Tatverdacht, auf dessen Grundlage die Verurteilung des Beschuldigten mit Wahrscheinlichkeit zu erwarten sein muss.

Nur Indizien ermittelt

Es wurden zwar zahlreiche Indizien ermittelt, die auf eine Tatbeteiligung von Manuel S. hindeuten, weder die objektive Spurenlage noch die verwertbaren Angaben des Beschuldigten oder sonstige Beweismittel gestatten allerdings einen hinreichend sicheren Nachweis der Beteiligung an der Tötung von Peggy Knobloch.

Todesursache von Peggy kann nicht mehr ermittelt werden

Aufgrund des Zustandes der sterblichen Überreste des Mädchens nach einer Liegezeit 15 Jahren, in dessen Folge bereits viele Spuren unwiederbringlich verloren gegangen waren, ließ sich die Todesursache nicht mehr feststellen. Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben, konnten nicht ermittelt werden.

Gutachten über Ulvi K.

Allein die Angaben des Beschuldigten Manuel S. und des freigesprochenen Ulvi K. stehen zur Verfügung. Manuel S. bestreitet, Peggy Knobloch getötet zu haben. Ulvi K. gab in seinen zahlreichen Vernehmungen unterschiedlichste Einlassungen und Tatversionen an, die er jeweils dem Verfahrensstand anpasste. Ein bezüglich der Aussagen eingeholtes Gutachten eines Fachpsychologen für Rechtspsychologie zu deren Wahrheitsgehalt kommt zu dem Ergebnis, dass es auszuschließen ist, dass seinen Schilderungen auch nur annähernd eine hinreichende Zuverlässigkeit und Glaubhaftigkeit attestiert werden kann. Dafür wären die Widersprüchlichkeiten in seinen Aussagen und die Fluktuationen seiner Angaben zu hoch.

„Peggy“ wird zu einem Cold Case

Somit liegen keine hinreichenden Beweise gegen Manuel S. oder etwaige Komplizen vor. In Sachen Transport der Leiche ist der Tatbestand der Strafvereitelung bereits verjährt. Das Verfahren wurde daher mit Verfügung vom 16. Oktober 2020 eingestellt.

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Fall Peggy: Kommt es zur Anklage gegen Manuel S.?

In den Mordfall Peggy kommt erneut Bewegung. Wie die Staatsanwaltschaft in Bayreuth auf Anfrage von TVO mitteilte, will die Behörde in den kommenden Wochen bekanntgeben, ob sie gegen zuletzt in den Fokus geratenen Manuel S. aus Marktleuthen (WUN) eine Anklage erheben wird oder nicht.     Peggy 2001 gewaltsam getötet Über 19 Jahre nach dem Verschwinden und dem gewaltsamen Tod der damals Neunjährigen aus Lichtenberg (HO) ist der Täter immer noch nicht gefunden. Der damals verdächtigte und verurteilte Ulvi K. wurde 2014 in einem spektakulären Wiederaufnahmeprozess am Landgericht Bayreuth freigesprochen. Zuvor wurde er im April 2004 wegen Mordes an dem Mädchen zu lebenslanger Haft verurteilt. Sterblichen Überreste 2016 gefunden Rund zwei Jahre nach seinem Freispruch wurden in Thüringen, unweit der Grenze zu Oberfranken, die sterblichen Überreste des Mädchens von einem Pilzsammler gefunden. Bei der Untersuchung des Fundortes und der Überreste erhofften sich die Ermittler neue Details zu dem möglichen Täter. Einen wirklichen Durchbruch in diesem Fall gab es aber auch danach nicht. Manuel S. gerät 2018 in den Fokus der Ermittler Wiederum rund zwei Jahre gab es die nächsten brisanten Bekanntmachungen der Ermittler. 2018 geriet schließlich Manuel S. in den Fokus. S. wurde verhaftet, nachdem die Staatsanwaltschaft Bayreuth ihn unter einen dringenden Tatverdacht als Täter oder Mittäter in dem Fall stellte. TVO berichtete umfassend. Weihnachten 2018 kam die erneute Wende: An Heiligabend wurde S. entlassen. Doch kein dringender Tatverdacht – so die Aussagen der Strafermittlungsbehörden in Bayreuth. Dennoch: Gegen den 43-Jährigen liefen die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft weiter. Bis heute! Kommt es zur Anklage gegen S.? Bleibt derzeit somit die Frage: Kommt es nun zu einer Anklage gegen S. – der derzeit als einziger Verdächtiger im Fall Peggy gilt – oder stellen die Ankläger die Ermittlungen gegen S. ein? Bleibt abzuwarten, wann genau die Staatsanwaltschaft sich jetzt äußern will.
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Haus Marteau / Lichtenberg: Landtagsvizepräsident aus Thüringen zu Besuch

In der Internationalen Musikbegegnungsstätte Haus Marteau in Lichtenberg (HO) schreiten die Arbeiten voran, aber nicht nur das. Während der neue Konzertsaal Gestalt annimmt, wurden am vergangenen Montag (24. August) wieder die ersten Meisterschüler empfangen. Der Lichtenberger Bürgermeister Kristan von Waldenfels und Bezirkstagspräsident Henry Schramm überzeugten sich von dem Fortgang der Arbeiten und begrüßten vor Ort den thüringische Landtagsvizepräsidenten Dirk Bergner, die Pöhler Bürgermeisterin Daniela Hommel-Kreißl und Bezirksrat Thomas Nagel. Weiterlesen
© Bezirk Oberfranken

Weltneuheit in Lichtenberg: Haus Marteau bekommt Granitspitzen

Sie sind eine Weltneuheit in Sachen Optik und Akustik und sollen im neuen Konzertsaal in Haus Marteau in Lichtenberg – der internationalen Musikbegegnungsstätte des Bezirks Oberfranken - für den optimalen Klang sorgen.

Granitspitzen in Lichtenberg angeliefert

Im Moment werden die bis zu 13 Meter langen und vier Meter breiten sogenannten Granitspitzen mit Schwerlasttransportern in Lichtenberg angeliefert.

„Granitspitzen sind auf diese Weise noch nirgendwo zum Einsatz gekommen“ sagt Bezirkstagspräsident Henry Schramm. „Sie fächern den Raum auf und geben ihm etwas Geheimnisvolles“.

Insgesamt werden 32 dieser bis zu sieben Tonnen schweren Granitspitzen an der Decke und an den Wänden des neuen Übungs- und Konzertsaals befestigt. Mit der Fertigstellung des Saals wird im Winter gerechnet.

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Fall Peggy: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen die Soko ein

Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat die Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Bayreuth, Ermittler der Soko Peggy und einen Journalisten wegen Geheimnisverrats eingestellt. Angezeigt wurden sie von der Anwältin von Ulvi Kulac, der zunächst wegen Mordes an Peggy Knobloch verurteilt und später in einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen wurde. Weiterlesen
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Frankenwald: Hofer Kreistag spricht sich für die Hängebrücken über Lohbachtal & Höllental aus

Im Hofer Kreistag waren am heutigen Montag (03. Juni) die beiden geplanten Hängebrücken über das Lohbachtal und das Höllental im Frankenwald das Thema. Dabei wurden auch die endgültigen Entwürfe der Ingenieure als Visualisierungen präsentiert. Der Kreistag sprach sich mit 35 zu 15 Stimmen für das Projekt Frankenwaldbrücke aus. Der Entwurf ist nun merklich länger und schmaler geworden. Der Eingriff in die Natur und vor allem in die FFH-Gebiete soll möglichst gering gehalten werden. Die geschätzten Baukosten liegen in der Summe bei bis zu 22 Millionen Euro. Spätestens im Frühjahr 2022 soll das Projekt fertig sein.

Aktuell-Bericht vom 04. Juni 2019
Frankenwald: Hofer Kreistag stimmt für den Bau der Hängebrücken

Brücken verlaufen leicht S-förmig

Die Brücken sollen sich durch ihre filigrane Konstruktion mit ebenso filigranen Baumaterialien optimal in die Natur einbetten. Sowohl die Lohbachtal- als auch die Höllentalbrücke sollen dabei leicht S-förmig verlaufen und sich dabei am Verlauf der Selbitz orientieren, die durch das Tal fließt.

Lohbachbrücke mit einer Länge von 387 Metern

Die 387 Meter lange Lohbachtalbrücke wurde mit nur je einem Pylon am Start- und Endpunkt der Brücke geplant. Die Abspannung erfolgt schräg nach hinten an den Außenmauern der Burgruine vorbei. Dadurch bleibt die Sicht auf das Kulturdenkmal Burg Lichtenberg unberührt.

Höllentalbrücke über 1.000 Meter lang

Einmalig wird die Konstruktion der 1.030 Meter langen Höllentalbrücke sein. Sie kommt komplett ohne Unterspannung und damit auch ohne Fundamente für Abspannungen aus. Die Tragseile der Brücke laufen stattdessen oberhalb der Geländer. Damit setzt die Brücke ein optisches Zeichen und wird gleichzeitig der naturschutzfachlichen Prüfung hinsichtlich möglicher Kollisionen von Zugvögeln mit den Tragseilen gerecht.

Aufhängung der Lohbachtalbrücke außerhalb der Lichtenberger Burgruine

Sowohl die Lohbach- als auch die Höllentalbrücke bestehen aus Stahlkonstruktionen, die Geländer aus Edelstahlnetzen. Hinsichtlich der Standortwahl der beiden Brücken hatte es in den letzten Monaten zahlreiche Ortstermine und Varianten-Untersuchungen gegeben. Die Pläne sehen nun eine Aufhängung der Lohbachtalbrücke außerhalb der Burgruine von Lichtenberg vor. Die historischen Mauern der Burg bleiben dadurch vom Bau der Brücke unberührt. Durch die Aufhängung unterhalb der Ruine soll sich die Brücke unauffällig in das Landschaftsbild einbinden.

Masten der Höllentalbrücke liegen außerhalb des FFH-Gebietes

Bei den Planungen der Höllentalbrücke gelang es den Ingenieuren, die Brücke so zu konzipieren, dass die für den Bau nötigen Masten im Mittelteil (Kesselfels) außerhalb des FFH-Gebietes liegen. Dadurch gewinnt die Brücke an Länge und ist nun 1.030 Meter lang.

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Höllentalbrücke (Visualisierung)
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Lohbachtalbrücke (Visualisierung)

Kosten von maximal 22,3 Millionen Euro

Die Kosten für die Brücken belaufen sich nach aktueller Kalkulation auf rund 4,35 Millionen Euro für die Lohbachtalbrücke und rund 9,14 Millionen Euro für die Höllentalbrücke. Hinzu kommen die Kosten für die Verweilplattform „Höllentalterrasse“, das Besucherzentrum, Infrastruktur-, Naturschutz- und Marketingmaßnahmen. Je nach Ausgestaltung des Besucherzentrums wird von Gesamtkosten zwischen rund 21,0 und 22,3 Millionen Euro ausgegangen.

Natur- und artenschutzfachliche Gutachten abgeschlossen

Weiterhin wurde das natur- und artenschutzfachliche Gutachten mit dem Ergebnis abgeschlossen, dass unter Einhaltung vorgeschlagener Maßnahmen, wie etwa die Berücksichtigung von Brutzeiten während der Bauphase, den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes entsprochen werden kann.

Besucherzentrum als Ausgangspunkt

Darüber hinaus fanden intensive Gespräche mit den Gemeinden Lichtenberg und Issigau (Landkreis Hof) statt, im Rahmen derer das Verkehrskonzept besprochen wurde und Maßnahmen erarbeitet wurden. Aktuell laufen vorbereitende Planungen hinsichtlich des Besucherzentrums, das unweit des Freizeitzentrums entstehen soll. Das Besucherzentrum dient als Ausgangspunkt für alle Besucher der Frankenwald-Brücken. Hier sollen Gastronomie, ein Ticketshop, Toiletten, Infobereiche und Gruppenräumlichkeiten untergebracht werden. Hierzu wird vom Fachbereich Hochbau momentan das Bewerbungsverfahren für die Architekten vorbereitet.

Freistaat sichert Förderung von 80 Prozent der Kosten zu

Mit dem Ministerratsbeschluss vom 20.06.2017 hat der Freistaat Bayern dem Projekt Frankenwaldbrücke eine Förderung in Höhe von 80% zugesichert. Entsprechende Anträge dafür werden jetzt gestellt.

Fertigstellung bis Anfang 2022

Die Bauzeit für die Brücken ist mit rund 1,5 Jahren kalkuliert. Unter Berücksichtigung der Sperrzeiten auf Grund von Brutzeiten ist die Fertigstellung und Eröffnung Ende 2021 beziehungsweise Anfang 2022 geplant.

Amtsgericht Bayreuth: Anträge des Unterstützerkreises von Ulvi Kulac abgewiesen

Das Amtsgericht Bayreuth hat die Anträge des Unterstützerkreises von Ulvi Kulac bezüglich der Tonaufnahme eines Gesprächs zwischen Ulvi und dessen Vater abgewiesen. Wie berichtet, hatten Ermittler die Aufnahme, die aus der Zeit nach dem Verschwinden von Peggy Knobloch stammte, vor einigen Monaten Zeugen von damals und auch dem Beschuldigten Manuel S. vorgespielt. Auch einigen Medienvertretern wurde das Gespräch zugänglich. Weiterlesen

Fall Peggy: Verdächtiger Manuel S. aus der Haft entlassen!

Das Amtsgericht Bayreuth hat am heutigen Heiligabend (24. Dezember) im Wege einer sogenannten Abhilfeentscheidung auf die Beschwerde des Beschuldigten hin, den Haftbefehl gegen den 41-jährigen tatverdächtigen Manuel S. aus Marktleuthen (Landkreis Wunsiedel) aufgehoben. Damit wurde der Verdächtige aus der Haft entlassen. Den Haftbefehl gab ein Ermittlungsrichter am 10. Dezember heraus.

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Fall Peggy: Ermittler äußern sich zur Vernehmung von Manuel S. im September

Das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth teilten am heutigen Freitag (21. Dezember) ergänzende Sachverhalte zu der Vernehmung des Beschuldigten Manuel S. aus Marktleuthen (Landkreis Wunsiedel) am 12. September mit. Unterdessen legte S. am gestrigen Tag (20. Dezember) eine Haftbeschwerde ein. Dazu wird die Staatsanwaltschaft Bayreuth allerdings erst im nichtöffentlichen Haftprüfungsverfahren Stellung nehmen.

S. kontaktierte laut Polizei keinen Anwalt

S. wurde am 12. September durch Kripobeamte der SOKO Peggy und der Staatsanwaltschaft Bayreuth vernommen. Die Vernehmung fand ohne einen Anwalt statt. Der Beschuldigte wurde nach einer umfassenden Belehrung über seine Rechte und den Umstand, dass hierbei eine Videoaufzeichnung erfolgen würde, vernommen. Dies Vernehmung dauerte, durch längere Pausen unterbrochen, von 8:40 Uhr bis 18:32 Uhr. Dabei wurde dem Beschuldigten - so die Polizei - durchgehend die Möglichkeit eingeräumt, einen Verteidiger zu kontaktieren. Dieses Recht nahm S. nicht wahr.

Mordverdächtiger im Fall Peggy festgenommen: Presse-Statement der Ermittler
Lichtenberg / Bayreuth: Reaktionen auf die Festnahme im Fall Peggy

Damaliges Überwachungsvideo erhält eine neue Bedeutung

Weiterhin äußerten sich die Ermittler zu einem Überwachungsvideo der Sparkassenfiliale in Lichtenberg (Landkreis Hof). Dieses befand sich laut Polizei und Staatsanwaltschaft bereits bei den Altakten. Das Video vermochte im Rahmen der damaligen Ermittlungen allerdings keinen hinreichenden Tatverdacht zu begründen. Im Zusammenhang mit den neueren Indizien kommt der damaligen Aufnahme nach derzeitigem Ermittlungsstand aber eine neue Bedeutung zu.

Haftbefehl am 10. Dezember ausgestellt

Die Ermittlungsbehörden und der Ermittlungsrichter gehen von einem Mord an Peggy Knobloch im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit ihrem Verschwinden am 7. Mai 2001 aus. Der Haftbefehl gegen Manuel S. wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft am 10. Dezember 2018 von einem Ermittlungsrichter beim zuständigen Amtsgericht Bayreuth erlassen, weil sich aufgrund der umfassenden Bewertung der Aussage des Beschuldigten vom 12. September 2018 und der weiteren Ermittlungsergebnisse sowie zum Teil neuen Indizien ein dringender Tatverdacht ergab.

Keine Verfahren gegen andere Beschuldigte

Nach seiner Festnahme und bei der Vorführung beim Ermittlungsrichter machte der Beschuldigte keine Angaben. Verfahren gegen weitere Beschuldigte führt die Staatsanwaltschaft derzeit nicht.

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© Polizei

Lichtenberg: Landstraße entpuppt sich als Raserstrecke

Als Rennstrecke entpuppte sich am gestrigen Dienstag (13. November) die Landstraße zwischen Lichtenberg und Blechschmidtenhammer (Landkreis Hof) bei einer Geschwindigkeitskontrolle der Hofer Verkehrspolizei. Die Bilanz war ernüchternd.

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Fall Peggy: Mutmaßlicher Mörder nach 17 Jahren überführt?

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth und das Polizeipräsidium Oberfranken teilten am heutigen Freitag (21. September) in einer Pressekonferenz mit, dass der verdächtige Manuel S. gestanden hat, den Leichnam der damals neunjährigen Peggy aus Lichtenberg (Landkreis Hof) in Rodacherbrunn (Thüringen) vergraben zu haben. Er steht zudem unter Mordverdacht. Die Polizei bittet nun um Mithilfe aus der Bevölkerung.

 

Ist Manuel S. Peggys Mörder?

Manuel S. soll nach eigenen Aussagen nicht der Mörder von Peggy sein, sondern das tote Mädchen lediglich von einem Mann entgegen genommen haben. Der andere Mann habe ihn an einer Bushaltestelle in der Poststraße in Lichtenberg angehalten und dort die Leiche gegeben. Manuel S. soll noch versucht haben Peggy zu beatmen. Anschließend hat er sie in eine rote Decke gewickelt, in seinen Kofferraum gelegt und im Wald bei Rodacherbrunn vergraben. Danach habe er Jacke und Schulranzen bei sich zu Hause verbrannt.

Unbekannter soll Manuel S. angehalten haben

Über den Mann, der die Leiche übergeben haben soll, ist bislang nichts bekannt. Jedoch soll Manuel S. den Namen des Unbekannten genannt haben. In der vergangenen Woche durchsuchte die Polizei das Haus von Manuel S. im Landkreis Wunsiedel und vernahmen den Mann anschließend. (Wir berichteten.) Die Polizei bittet um Hinweise zu dem Verdächtigen Manuel S. und vor allem zu seinen goldenen Audi 80. Als Belohnung wurden 30.000 Euro ausgelobt.

© Polizeipräsidium Oberfranken© Polizeipräsidium Oberfranken
© Polizeipräsidium Oberfranken

Verdächtiger auf freiem Fuß

Manuel S. befindet sich aktuell auf freiem Fuß, allerdings lautete der Tatbestand gegen den 41-Jährigen auf Mord. Eine Haft setzt allerdings einen dringenden Tatverdacht voraus und dieser ist laut Polizei aktuell nicht erkennbar. Wie glaubwürdig die Aussage von Manuel S. ist, wollte man bei der Pressekonferenz nicht beantworten. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Ermittlungen dauern an

Der 41 Jahre alte Mann war bereits am Anfang der Ermittlungen im Fall Peggy ins Visier der Beamten geraten. Jedoch hatte der Mann ein Alibi, an welchem 17 Jahre lang niemand gezweifelt hatte. Die SOKO Peggy hat all die Jahre die Ermittlungen akribisch weiter geführt. Vor einigen Tagen führten diese Ermittlungen die Polizei dann auf die Spur von Manuel S. So entdeckte eine forensische Palynologin (Pollenkunde) an den sterblichen Überresten des Mädchens unterschiedliche, mikroskopisch kleine Pollen, die im weiteren Untersuchungsgang als Bestandteile von Torf identifiziert werden konnten. Hier ergab sich ein Bezug zu Pflanzarbeiten des Mannes am Tattag, die den Ermittlern bereits bekannt waren. Am Ablageort gesicherte Mikropartikel stellten sich nach der Begutachtung als Farbreste dar, wie sie in Renovierungsmüll vorkommen. Den Ermittlern war bekannt, dass der jetzt Beschuldigte damals umfangreiche Renovierungsarbeiten ausgeführt hatte.

Goldener Audi ausfindig gemacht

Weiter erzeugte die Sichtung von vorhandenen Videoaufzeichnungen aus der damaligen Sparkassenfiliale erhebliche Zweifel am bislang behaupteten Alibi des Mannes. Er war entgegen seiner bisherigen Angaben am Nachmittag des 7. Mai 2001 mit seinem Fahrzeug in Lichtenberg unterwegs. Die Ermittler konnten den goldfarbenen Audi 80 mittlerweile trotz der langen Zeit ausfindig machen und kriminaltechnisch untersuchen.   

Die Ermittler gehen derzeit von folgenden tatrelevanten Zeitpunkten am 7. Mai 2001 aus:

  • letzte gesicherte Sichtung von Peggy Knobloch um 13:24 Uhr am Henri-Marteau-Platz
  • gesicherter Aufenthalt des Manuel S. in der damaligen Sparkassenfiliale um 15:17 Uhr

In diesem Zusammenhang bitten die Kriminalbeamten erneut um Mithilfe der Bevölkerung und stellen folgende Fragen:

  • Wer hat am Montag, 7. Mai 2001, den goldfarbenen Audi 80 gesehen?
  • Wer hat an oder in dem Fahrzeug Personen wahrgenommen, gegebenenfalls mit Peggy Knobloch?
  • Wer hat Manuel S. zuvor jemals mit Peggy gesehen?
  • Wer kann die hier abgebildeten Farben mit Renovierungsarbeiten in Lichtenberg in Zusammenhang bringen?

Zeugen werden gebeten, sich mit der SOKO Peggy unter der Telefonnummer 0921/506-1414 in Verbindung zu setzen.

© Polizeipräsidium Oberfranken

Pressekonferenz der Ermittler am Freitag (21.09.2018)
Fall Peggy: Pressekonferenz der Ermittler am Freitag (21.09.2018)

Marktleuthen / Lichtenberg: Soko Peggy – Razzia in mehreren Anwesen

UPDATE (11:45 Uhr):

Ermittler der Sonderkommission "Peggy" führten am gestrigen Mittwoch an verschiedenen Örtlichkeiten in Marktleuthen (Landkreis Wunsiedel) und Lichtenberg (Landkreis Hof) Durchsuchungsbeschlüsse gegen einen 41-jährigen Beschuldigten durch. Wie Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Bayreuth am Donnerstagvormittag vermeldeten, zählte der Mann im Zusammenhang mit dem Verschwinden der damals 9-jährigen Peggy K. für die Ermittler zu einem relevanten Personenkreis. Im Rahmen der Neubewertung bereits bestehender polizeilicher Erkenntnisse und jetzt vorliegenden Untersuchungsergebnissen von am Fundort der Leiche sichergestellten Spuren rückte der 41-Jährige wieder in den Fokus.

Spuren vom Fundort der Leiche ausgewertet

Anfang Juli 2016 fand ein Pilzsammler in einem Waldstück bei Rodacherbrunn (Saale-Orla-Kreis), unweit der Grenze zwischen Oberfranken und Thüringen die sterblichen Überreste der im Mai 2001 spurlos verschwundenen Peggy K. Die Folge waren aufwendige Spurensicherungsmaßnahmen am Fundort der Leiche und deren Auswertung. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Untersuchungen wurden in den letzten Monaten bewertet und mit den vorliegenden Fakten aus den Ermittlungsakten abgeglichen.

Verdachtsmomente gegen 41-Jährigen

Hieraus ergaben sich Verdachtsmomente gegen den 41-Jährigen. Diese konnten durch weitere Ermittlungen untermauert werden. Aus diesem Grund kam es jetzt zum Erlass der Durchsuchungsbeschlüsse für mehrere Objekte in Oberfranken. Im Zusammenhang mit den Durchsuchungen wurde der Beschuldigte am gestrigen Mittwoch vernommen. Im Anschluss kam er wieder auf freien Fuß.

Ermittler geben kein weiteres Statement ab

Zum Inhalt der Aussage machten die Ermittler keine Aussagen. Die neu erlangten Erkenntnisse sollen jetzt umfassend ausgewertet werden. Erst wenn neue Ergebnisse vorliegen, wollen sich Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei konkret äußern.

ERSTMELDUNG (09:22 Uhr):

Die Ermittlungen im Fall der 2001 getöteten Peggy K. nahmen am gestrigen Mittwoch (12. September) wieder an Fahrt auf. Die weiterhin ermittelnde Sonderkommission "Soko Peggy" durchsuchte nach Medienangaben am gestrigen Tag mehrere Anwesen in den Landkreisen Wunsiedel und Hof. Die Ermittler waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Vor Ort sperrte die Polizei Straßen und Wege ab. Die Kriminalermittler durchsuchten anschließend mehrere Anwesen. Weiterhin kam es auch zu polizeilichen Vernehmungen. Auf TVO-Nachfrage beim Polizeipräsidium Oberfranken teilte Polizeisprecherin Anne Höfer mit, dass aber "derzeit niemand in Haft sitzt". Weitere Einzelheiten zu er gestrigen Aktion gab die Polizei am Donnerstagmorgen nicht bekannt. Die Ermittler wollen sich aber im Laufe des Tages äußern.

 

Aktuell-Bericht vom Donnerstag (13. September 2018)
Durchsuchungen in Marktleuthen und Lichtenberg: Wende im Fall Peggy?
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Lichtenberg: Autofahrer mit 1,8 Promille am Morgen

Wer die ganze Nacht durchtrinkt, kann am Morgen noch lange nicht wieder Autofahren. Immer wieder scheinen einige Verkehrsteilnehmer den Restalkohol in ihrem Blut jedoch zu unterschätzen. Auch am Sonntagmorgen (24. Juni) war ein 25 Jahre alter Autofahrer bei Lichtenberg (Landkreis Hof) noch sichtlich benebelt von der Nacht. Dies entging auch der Polizei Naila nicht.

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