Tag Archiv: Lichtenberg

Fall Peggy: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen die Soko ein

Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat die Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Bayreuth, Ermittler der Soko Peggy und einen Journalisten wegen Geheimnisverrats eingestellt. Angezeigt wurden sie von der Anwältin von Ulvi Kulac, der zunächst wegen Mordes an Peggy Knobloch verurteilt und später in einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen wurde.

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Frankenwald: Hofer Kreistag spricht sich für die Hängebrücken über Lohbachtal & Höllental aus

Im Hofer Kreistag waren am heutigen Montag (03. Juni) die beiden geplanten Hängebrücken über das Lohbachtal und das Höllental im Frankenwald das Thema. Dabei wurden auch die endgültigen Entwürfe der Ingenieure als Visualisierungen präsentiert. Der Kreistag sprach sich mit 35 zu 15 Stimmen für das Projekt Frankenwaldbrücke aus. Der Entwurf ist nun merklich länger und schmaler geworden. Der Eingriff in die Natur und vor allem in die FFH-Gebiete soll möglichst gering gehalten werden. Die geschätzten Baukosten liegen in der Summe bei bis zu 22 Millionen Euro. Spätestens im Frühjahr 2022 soll das Projekt fertig sein.

Aktuell-Bericht vom 04. Juni 2019
Frankenwald: Hofer Kreistag stimmt für den Bau der Hängebrücken

Brücken verlaufen leicht S-förmig

Die Brücken sollen sich durch ihre filigrane Konstruktion mit ebenso filigranen Baumaterialien optimal in die Natur einbetten. Sowohl die Lohbachtal- als auch die Höllentalbrücke sollen dabei leicht S-förmig verlaufen und sich dabei am Verlauf der Selbitz orientieren, die durch das Tal fließt.

Lohbachbrücke mit einer Länge von 387 Metern

Die 387 Meter lange Lohbachtalbrücke wurde mit nur je einem Pylon am Start- und Endpunkt der Brücke geplant. Die Abspannung erfolgt schräg nach hinten an den Außenmauern der Burgruine vorbei. Dadurch bleibt die Sicht auf das Kulturdenkmal Burg Lichtenberg unberührt.

Höllentalbrücke über 1.000 Meter lang

Einmalig wird die Konstruktion der 1.030 Meter langen Höllentalbrücke sein. Sie kommt komplett ohne Unterspannung und damit auch ohne Fundamente für Abspannungen aus. Die Tragseile der Brücke laufen stattdessen oberhalb der Geländer. Damit setzt die Brücke ein optisches Zeichen und wird gleichzeitig der naturschutzfachlichen Prüfung hinsichtlich möglicher Kollisionen von Zugvögeln mit den Tragseilen gerecht.

Aufhängung der Lohbachtalbrücke außerhalb der Lichtenberger Burgruine

Sowohl die Lohbach- als auch die Höllentalbrücke bestehen aus Stahlkonstruktionen, die Geländer aus Edelstahlnetzen. Hinsichtlich der Standortwahl der beiden Brücken hatte es in den letzten Monaten zahlreiche Ortstermine und Varianten-Untersuchungen gegeben. Die Pläne sehen nun eine Aufhängung der Lohbachtalbrücke außerhalb der Burgruine von Lichtenberg vor. Die historischen Mauern der Burg bleiben dadurch vom Bau der Brücke unberührt. Durch die Aufhängung unterhalb der Ruine soll sich die Brücke unauffällig in das Landschaftsbild einbinden.

Masten der Höllentalbrücke liegen außerhalb des FFH-Gebietes

Bei den Planungen der Höllentalbrücke gelang es den Ingenieuren, die Brücke so zu konzipieren, dass die für den Bau nötigen Masten im Mittelteil (Kesselfels) außerhalb des FFH-Gebietes liegen. Dadurch gewinnt die Brücke an Länge und ist nun 1.030 Meter lang.

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Höllentalbrücke (Visualisierung)
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Lohbachtalbrücke (Visualisierung)

Kosten von maximal 22,3 Millionen Euro

Die Kosten für die Brücken belaufen sich nach aktueller Kalkulation auf rund 4,35 Millionen Euro für die Lohbachtalbrücke und rund 9,14 Millionen Euro für die Höllentalbrücke. Hinzu kommen die Kosten für die Verweilplattform „Höllentalterrasse“, das Besucherzentrum, Infrastruktur-, Naturschutz- und Marketingmaßnahmen. Je nach Ausgestaltung des Besucherzentrums wird von Gesamtkosten zwischen rund 21,0 und 22,3 Millionen Euro ausgegangen.

Natur- und artenschutzfachliche Gutachten abgeschlossen

Weiterhin wurde das natur- und artenschutzfachliche Gutachten mit dem Ergebnis abgeschlossen, dass unter Einhaltung vorgeschlagener Maßnahmen, wie etwa die Berücksichtigung von Brutzeiten während der Bauphase, den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes entsprochen werden kann.

Besucherzentrum als Ausgangspunkt

Darüber hinaus fanden intensive Gespräche mit den Gemeinden Lichtenberg und Issigau (Landkreis Hof) statt, im Rahmen derer das Verkehrskonzept besprochen wurde und Maßnahmen erarbeitet wurden. Aktuell laufen vorbereitende Planungen hinsichtlich des Besucherzentrums, das unweit des Freizeitzentrums entstehen soll. Das Besucherzentrum dient als Ausgangspunkt für alle Besucher der Frankenwald-Brücken. Hier sollen Gastronomie, ein Ticketshop, Toiletten, Infobereiche und Gruppenräumlichkeiten untergebracht werden. Hierzu wird vom Fachbereich Hochbau momentan das Bewerbungsverfahren für die Architekten vorbereitet.

Freistaat sichert Förderung von 80 Prozent der Kosten zu

Mit dem Ministerratsbeschluss vom 20.06.2017 hat der Freistaat Bayern dem Projekt Frankenwaldbrücke eine Förderung in Höhe von 80% zugesichert. Entsprechende Anträge dafür werden jetzt gestellt.

Fertigstellung bis Anfang 2022

Die Bauzeit für die Brücken ist mit rund 1,5 Jahren kalkuliert. Unter Berücksichtigung der Sperrzeiten auf Grund von Brutzeiten ist die Fertigstellung und Eröffnung Ende 2021 beziehungsweise Anfang 2022 geplant.

Amtsgericht Bayreuth: Anträge des Unterstützerkreises von Ulvi Kulac abgewiesen

Das Amtsgericht Bayreuth hat die Anträge des Unterstützerkreises von Ulvi Kulac bezüglich der Tonaufnahme eines Gesprächs zwischen Ulvi und dessen Vater abgewiesen. Wie berichtet, hatten Ermittler die Aufnahme, die aus der Zeit nach dem Verschwinden von Peggy Knobloch stammte, vor einigen Monaten Zeugen von damals und auch dem Beschuldigten Manuel S. vorgespielt. Auch einigen Medienvertretern wurde das Gespräch zugänglich. Weiterlesen

Fall Peggy: Verdächtiger Manuel S. aus der Haft entlassen!

Das Amtsgericht Bayreuth hat am heutigen Heiligabend (24. Dezember) im Wege einer sogenannten Abhilfeentscheidung auf die Beschwerde des Beschuldigten hin, den Haftbefehl gegen den 41-jährigen tatverdächtigen Manuel S. aus Marktleuthen (Landkreis Wunsiedel) aufgehoben. Damit wurde der Verdächtige aus der Haft entlassen. Den Haftbefehl gab ein Ermittlungsrichter am 10. Dezember heraus.

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Fall Peggy: Ermittler äußern sich zur Vernehmung von Manuel S. im September

Das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth teilten am heutigen Freitag (21. Dezember) ergänzende Sachverhalte zu der Vernehmung des Beschuldigten Manuel S. aus Marktleuthen (Landkreis Wunsiedel) am 12. September mit. Unterdessen legte S. am gestrigen Tag (20. Dezember) eine Haftbeschwerde ein. Dazu wird die Staatsanwaltschaft Bayreuth allerdings erst im nichtöffentlichen Haftprüfungsverfahren Stellung nehmen.

S. kontaktierte laut Polizei keinen Anwalt

S. wurde am 12. September durch Kripobeamte der SOKO Peggy und der Staatsanwaltschaft Bayreuth vernommen. Die Vernehmung fand ohne einen Anwalt statt. Der Beschuldigte wurde nach einer umfassenden Belehrung über seine Rechte und den Umstand, dass hierbei eine Videoaufzeichnung erfolgen würde, vernommen. Dies Vernehmung dauerte, durch längere Pausen unterbrochen, von 8:40 Uhr bis 18:32 Uhr. Dabei wurde dem Beschuldigten - so die Polizei - durchgehend die Möglichkeit eingeräumt, einen Verteidiger zu kontaktieren. Dieses Recht nahm S. nicht wahr.

Mordverdächtiger im Fall Peggy festgenommen: Presse-Statement der Ermittler
Lichtenberg / Bayreuth: Reaktionen auf die Festnahme im Fall Peggy

Damaliges Überwachungsvideo erhält eine neue Bedeutung

Weiterhin äußerten sich die Ermittler zu einem Überwachungsvideo der Sparkassenfiliale in Lichtenberg (Landkreis Hof). Dieses befand sich laut Polizei und Staatsanwaltschaft bereits bei den Altakten. Das Video vermochte im Rahmen der damaligen Ermittlungen allerdings keinen hinreichenden Tatverdacht zu begründen. Im Zusammenhang mit den neueren Indizien kommt der damaligen Aufnahme nach derzeitigem Ermittlungsstand aber eine neue Bedeutung zu.

Haftbefehl am 10. Dezember ausgestellt

Die Ermittlungsbehörden und der Ermittlungsrichter gehen von einem Mord an Peggy Knobloch im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit ihrem Verschwinden am 7. Mai 2001 aus. Der Haftbefehl gegen Manuel S. wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft am 10. Dezember 2018 von einem Ermittlungsrichter beim zuständigen Amtsgericht Bayreuth erlassen, weil sich aufgrund der umfassenden Bewertung der Aussage des Beschuldigten vom 12. September 2018 und der weiteren Ermittlungsergebnisse sowie zum Teil neuen Indizien ein dringender Tatverdacht ergab.

Keine Verfahren gegen andere Beschuldigte

Nach seiner Festnahme und bei der Vorführung beim Ermittlungsrichter machte der Beschuldigte keine Angaben. Verfahren gegen weitere Beschuldigte führt die Staatsanwaltschaft derzeit nicht.

Manuel S. festgenommen: Wie sehen die juristischen Schritte im Fall Peggy aus?
Fall Peggy: Manuel S. zieht sein Teilgeständnis zurück!
© Polizei

Lichtenberg: Landstraße entpuppt sich als Raserstrecke

Als Rennstrecke entpuppte sich am gestrigen Dienstag (13. November) die Landstraße zwischen Lichtenberg und Blechschmidtenhammer (Landkreis Hof) bei einer Geschwindigkeitskontrolle der Hofer Verkehrspolizei. Die Bilanz war ernüchternd.

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Fall Peggy: Mutmaßlicher Mörder nach 17 Jahren überführt?

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth und das Polizeipräsidium Oberfranken teilten am heutigen Freitag (21. September) in einer Pressekonferenz mit, dass der verdächtige Manuel S. gestanden hat, den Leichnam der damals neunjährigen Peggy aus Lichtenberg (Landkreis Hof) in Rodacherbrunn (Thüringen) vergraben zu haben. Er steht zudem unter Mordverdacht. Die Polizei bittet nun um Mithilfe aus der Bevölkerung.

 

Ist Manuel S. Peggys Mörder?

Manuel S. soll nach eigenen Aussagen nicht der Mörder von Peggy sein, sondern das tote Mädchen lediglich von einem Mann entgegen genommen haben. Der andere Mann habe ihn an einer Bushaltestelle in der Poststraße in Lichtenberg angehalten und dort die Leiche gegeben. Manuel S. soll noch versucht haben Peggy zu beatmen. Anschließend hat er sie in eine rote Decke gewickelt, in seinen Kofferraum gelegt und im Wald bei Rodacherbrunn vergraben. Danach habe er Jacke und Schulranzen bei sich zu Hause verbrannt.

Unbekannter soll Manuel S. angehalten haben

Über den Mann, der die Leiche übergeben haben soll, ist bislang nichts bekannt. Jedoch soll Manuel S. den Namen des Unbekannten genannt haben. In der vergangenen Woche durchsuchte die Polizei das Haus von Manuel S. im Landkreis Wunsiedel und vernahmen den Mann anschließend. (Wir berichteten.) Die Polizei bittet um Hinweise zu dem Verdächtigen Manuel S. und vor allem zu seinen goldenen Audi 80. Als Belohnung wurden 30.000 Euro ausgelobt.

© Polizeipräsidium Oberfranken© Polizeipräsidium Oberfranken
© Polizeipräsidium Oberfranken

Verdächtiger auf freiem Fuß

Manuel S. befindet sich aktuell auf freiem Fuß, allerdings lautete der Tatbestand gegen den 41-Jährigen auf Mord. Eine Haft setzt allerdings einen dringenden Tatverdacht voraus und dieser ist laut Polizei aktuell nicht erkennbar. Wie glaubwürdig die Aussage von Manuel S. ist, wollte man bei der Pressekonferenz nicht beantworten. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Ermittlungen dauern an

Der 41 Jahre alte Mann war bereits am Anfang der Ermittlungen im Fall Peggy ins Visier der Beamten geraten. Jedoch hatte der Mann ein Alibi, an welchem 17 Jahre lang niemand gezweifelt hatte. Die SOKO Peggy hat all die Jahre die Ermittlungen akribisch weiter geführt. Vor einigen Tagen führten diese Ermittlungen die Polizei dann auf die Spur von Manuel S. So entdeckte eine forensische Palynologin (Pollenkunde) an den sterblichen Überresten des Mädchens unterschiedliche, mikroskopisch kleine Pollen, die im weiteren Untersuchungsgang als Bestandteile von Torf identifiziert werden konnten. Hier ergab sich ein Bezug zu Pflanzarbeiten des Mannes am Tattag, die den Ermittlern bereits bekannt waren. Am Ablageort gesicherte Mikropartikel stellten sich nach der Begutachtung als Farbreste dar, wie sie in Renovierungsmüll vorkommen. Den Ermittlern war bekannt, dass der jetzt Beschuldigte damals umfangreiche Renovierungsarbeiten ausgeführt hatte.

Goldener Audi ausfindig gemacht

Weiter erzeugte die Sichtung von vorhandenen Videoaufzeichnungen aus der damaligen Sparkassenfiliale erhebliche Zweifel am bislang behaupteten Alibi des Mannes. Er war entgegen seiner bisherigen Angaben am Nachmittag des 7. Mai 2001 mit seinem Fahrzeug in Lichtenberg unterwegs. Die Ermittler konnten den goldfarbenen Audi 80 mittlerweile trotz der langen Zeit ausfindig machen und kriminaltechnisch untersuchen.   

Die Ermittler gehen derzeit von folgenden tatrelevanten Zeitpunkten am 7. Mai 2001 aus:

  • letzte gesicherte Sichtung von Peggy Knobloch um 13:24 Uhr am Henri-Marteau-Platz
  • gesicherter Aufenthalt des Manuel S. in der damaligen Sparkassenfiliale um 15:17 Uhr

In diesem Zusammenhang bitten die Kriminalbeamten erneut um Mithilfe der Bevölkerung und stellen folgende Fragen:

  • Wer hat am Montag, 7. Mai 2001, den goldfarbenen Audi 80 gesehen?
  • Wer hat an oder in dem Fahrzeug Personen wahrgenommen, gegebenenfalls mit Peggy Knobloch?
  • Wer hat Manuel S. zuvor jemals mit Peggy gesehen?
  • Wer kann die hier abgebildeten Farben mit Renovierungsarbeiten in Lichtenberg in Zusammenhang bringen?

Zeugen werden gebeten, sich mit der SOKO Peggy unter der Telefonnummer 0921/506-1414 in Verbindung zu setzen.

© Polizeipräsidium Oberfranken

Pressekonferenz der Ermittler am Freitag (21.09.2018)
Fall Peggy: Pressekonferenz der Ermittler am Freitag (21.09.2018)

Marktleuthen / Lichtenberg: Soko Peggy – Razzia in mehreren Anwesen

UPDATE (11:45 Uhr):

Ermittler der Sonderkommission "Peggy" führten am gestrigen Mittwoch an verschiedenen Örtlichkeiten in Marktleuthen (Landkreis Wunsiedel) und Lichtenberg (Landkreis Hof) Durchsuchungsbeschlüsse gegen einen 41-jährigen Beschuldigten durch. Wie Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Bayreuth am Donnerstagvormittag vermeldeten, zählte der Mann im Zusammenhang mit dem Verschwinden der damals 9-jährigen Peggy K. für die Ermittler zu einem relevanten Personenkreis. Im Rahmen der Neubewertung bereits bestehender polizeilicher Erkenntnisse und jetzt vorliegenden Untersuchungsergebnissen von am Fundort der Leiche sichergestellten Spuren rückte der 41-Jährige wieder in den Fokus.

Spuren vom Fundort der Leiche ausgewertet

Anfang Juli 2016 fand ein Pilzsammler in einem Waldstück bei Rodacherbrunn (Saale-Orla-Kreis), unweit der Grenze zwischen Oberfranken und Thüringen die sterblichen Überreste der im Mai 2001 spurlos verschwundenen Peggy K. Die Folge waren aufwendige Spurensicherungsmaßnahmen am Fundort der Leiche und deren Auswertung. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Untersuchungen wurden in den letzten Monaten bewertet und mit den vorliegenden Fakten aus den Ermittlungsakten abgeglichen.

Verdachtsmomente gegen 41-Jährigen

Hieraus ergaben sich Verdachtsmomente gegen den 41-Jährigen. Diese konnten durch weitere Ermittlungen untermauert werden. Aus diesem Grund kam es jetzt zum Erlass der Durchsuchungsbeschlüsse für mehrere Objekte in Oberfranken. Im Zusammenhang mit den Durchsuchungen wurde der Beschuldigte am gestrigen Mittwoch vernommen. Im Anschluss kam er wieder auf freien Fuß.

Ermittler geben kein weiteres Statement ab

Zum Inhalt der Aussage machten die Ermittler keine Aussagen. Die neu erlangten Erkenntnisse sollen jetzt umfassend ausgewertet werden. Erst wenn neue Ergebnisse vorliegen, wollen sich Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei konkret äußern.

ERSTMELDUNG (09:22 Uhr):

Die Ermittlungen im Fall der 2001 getöteten Peggy K. nahmen am gestrigen Mittwoch (12. September) wieder an Fahrt auf. Die weiterhin ermittelnde Sonderkommission "Soko Peggy" durchsuchte nach Medienangaben am gestrigen Tag mehrere Anwesen in den Landkreisen Wunsiedel und Hof. Die Ermittler waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Vor Ort sperrte die Polizei Straßen und Wege ab. Die Kriminalermittler durchsuchten anschließend mehrere Anwesen. Weiterhin kam es auch zu polizeilichen Vernehmungen. Auf TVO-Nachfrage beim Polizeipräsidium Oberfranken teilte Polizeisprecherin Anne Höfer mit, dass aber "derzeit niemand in Haft sitzt". Weitere Einzelheiten zu er gestrigen Aktion gab die Polizei am Donnerstagmorgen nicht bekannt. Die Ermittler wollen sich aber im Laufe des Tages äußern.

 

Aktuell-Bericht vom Donnerstag (13. September 2018)
Durchsuchungen in Marktleuthen und Lichtenberg: Wende im Fall Peggy?
© Polizei

Lichtenberg: Autofahrer mit 1,8 Promille am Morgen

Wer die ganze Nacht durchtrinkt, kann am Morgen noch lange nicht wieder Autofahren. Immer wieder scheinen einige Verkehrsteilnehmer den Restalkohol in ihrem Blut jedoch zu unterschätzen. Auch am Sonntagmorgen (24. Juni) war ein 25 Jahre alter Autofahrer bei Lichtenberg (Landkreis Hof) noch sichtlich benebelt von der Nacht. Dies entging auch der Polizei Naila nicht.

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Höllental: Alternative für die Riesen-Hängebrücke

Der Bund Naturschutz hat jetzt seine Alternative zu den beiden im Frankenwald geplanten Höllental-Brücken präsentiert: Demnach könne man mit der kleineren Brücke, der 380 Meter langen Lohbachtal-Brücke, durchaus leben. Als Ersatz für die 720 Meter lange Höllental-Brücke schlägt der Bund Naturschutz allerdings einen so genannten „Skywalk“ vor, also eine freischwebende Aussichts-Plattform, möglicherweise sogar mit einem Glasboden.

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Lichtenberg: Polizei sucht rasenden Pkw-Fahrer

Die Nailaer Polizei sucht einen rasenden Autofahrer, der am späten Dienstagabend (12. Dezember) auf der Staatsstraße 2196 zwischen Lichtenberg und der Landesgrenze zu Thüringen einen Golf-Fahrer in den Seitenstreifen gedrängt hat. Um nicht mit dem über der Fahrbahnmitte entgegenkommenden Autofahrer zu kollidieren, wich dieser auf den rechten Seitenstreifen aus, wobei sein Außenspiegel einen Leitpfosten berührte und dadurch demoliert wurde.

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Fall Peggy: Ermittlungen noch lange nicht abgeschlossen

Die Ermittlungen zu der Frage, ob eine Verbindung zwischen der DNA-Spur von Uwe Böhnhardt und dem Verschwinden von Peggy Knobloch besteht, dauern an. Neben einem beauftragten Untersuchungsinstitut befassen sich auch weitere Gutachter und die Ermittler der Sonderkommission (SOKO) sowie die Staatsanwaltschaft Bayreuth derzeit mit dieser Frage. Erst die Summe aller Untersuchungsergebnisse und Ermittlungen ermöglicht eine verlässliche Bewertung und Einordnung dieser Spur.

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Fall Peggy: Beate Zschäpe will sich schriftlich äußern!

Lichtenberg / München: Beate Zschäpe wird zum Fall Peggy Stellung nehmen
(Aktuell-Talk vom 26.10.16)

Der Fall Peggy beschäftigt die Menschen in Oberfranken und auch bundesweit seit Jahren. 15 Jahre nach Peggys Verschwinden ist noch immer nicht geklärt, wer ihr Mörder war. Nachdem DNA-Spuren von NSU-Terrorist Uwe Böhnhardt am Fundort der Leichenteile von Peggy entdeckt wurden, werden die Fragen nach einem Zusammenhang zwischen dem Tod der Neunjährigen und dem NSU immer lauter. Am Mittwoch (26. Oktober) ging Richter Manfred Götzl im NSU-Prozess dieser Frage nach und wollte von Beate Zschäpe wissen, ob sie Informationen über Peggy Knobloch hat. Ihr Anwalt Hermann Bochert kündigte daraufhin eine schriftliche Stellungnahme seiner Mandantin an.

Möglicher Zusammenhang zwischen der NSU und dem Fall Peggy

DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche von Peggy Knobloch, eine Hütte eines Freundes Böhnhardts nur unmittelbar entfernt von eben jenem Fundort, Kinderschuhe im Wohnwagen des NSU-Trios Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt, Kinderpornographie auf den Computern der mutmaßlichen NSU-Terroristen und eine Mutter die vielleicht ins Visier der NSU geriet, weil sie sich dem Islam zuwandte. All dies lässt Spekulationen aufkommen, ob Uwe Böhnhardt möglicherweise etwas mit dem Tod von Peggy Knobloch zu tun haben könnte. Seine enge Vertraute und einziges noch lebendes Mitglied des NSU-Trios ist Beate Zschäpe. Ihr wird seit Mai 2013 am Oberlandesgericht in München der Prozess in Sachen NSU gemacht. Nun spielt auch der Fall Peggy in dem Prozess eine Rolle.

Fall Peggy: DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche gefunden
(Aktuell-Talk vom 14.10.16)
Gewissheit im Fall Peggy: Sterbliche Überreste stammen von der 9-Jährigen
(Aktuell-Bericht vom 05.07.16)

Untersuchungen am Fundort von Peggys Leiche

Die damals Neunjährige verschwand vor 15 Jahren, im Mai 2001 in Lichtenberg (Landkreis Hof), spurlos. Im Juli 2016 dann der Fund von Peggys Leiche im thüringischen Rodacherbrunn, unweit der Grenze zu Bayern. Der Leichenfund zog weitere Untersuchungen mit sich. Tatsächlich konnte die Spurensicherung DNA-Material sicherstellen und auswerten. Diese wurde jetzt Uwe Böhnhardt zugeordnet. Nun stellt sich die Frage nach dem Zusammenhang zwischen der NSU und dem Fall Peggy.

Fall Peggy wird zum Thema im NSU-Prozess

Der Vorsitzende Richter im Münchener NSU-Prozess Manfred Götzl scheint ein großes Interesse daran zu haben, zu klären, ob der NSU etwas mit dem Tod von Peggy Knobloch zu tun hatte. Auf seine Frage hin, ob Zschäpe Informationen zu Peggy habe, welche sie nicht aus den Medien habe, gab Beate Zschäpe keine Antwort. Allerdings verkündete ihr Verteidiger Bochert, er werde eine schriftliche Stellungnahme von Zschäpe zum Fall Peggy abgeben.

Anwalt der Nebenklage will Einsicht in die Akte Fall Peggy

Auch Mehmet Daimaguler, der Anwalt der Nebenklage, will den laufenden NSU-Prozess nutzen um den Fall Peggy aufzuklären. Deshalb beantragte er eine Einsicht in die Akten zum Fall Peggy. Allerdings ist der Fall Peggy nicht Gegenstand des aktuellen NSU-Prozesses und somit bleibt die Frage, ob es im aktuell geführten Prozess wirklich neue Informationen zum Fall Peggy geben wird.

Fall Peggy: Polizei sucht erneut am Fundort der Leiche bei Rodacherbrunn
(Aktuell-Bericht vom 26.09.16)
Weiterführende Informationen
Der Fall Peggy: Eine Chronologie der Ereignisse
(Aktuell-Bericht vom 04.07.16)
Fall Peggy: Unter der Lupe - Die Arbeit der Rechtsmediziner
(Aktuell-Bericht vom 05.07.16)
Fall Peggy: Pressekonferenz zu DNA-Spuren (Teil 2) Aktuell-Version
(13.10.16)
Fall Peggy: Verbindung mit NSU-Terror für Ramelow kein Zufall
(Aktuell-Bericht vom 19.10.16)
Fall Peggy: Mehr Fragen als Antworten in dieser Causa
(Aktuell-Bericht vom 18.10.16)
Nachgefragt (08.07.2016): Der Fall Peggy
© TVO / Symbolbild

Lichtenberg: Einbrecher stehlen Schmuck

Mit Schmuck entkamen am Dienstag (25. Oktober) Diebe nach einem Einbruch in ein Einfamilienhaus in Lichtenberg (Landkreis Hof). Die Unbekannten drangen zwischen 13:50 Uhr und 22:00 Uhr gewaltsam über ein geöffnetes Kellerfenster in das Wohnhaus in der Gartenstraße ein.

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