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Dresden / Burgebrach: Urteile im Fall Anneli gefällt

Im Fall der im vergangenen Jahr entführten und getöteten Anneli aus Sachsen fiel am Montagmittag (5. September) vor dem Landgericht Dresden das Urteil im Prozess wegen erpresserischen Menschenraubes mit Todesfolge. Angeklagt war dabei Markus B. (40) aus Burgebrach (Landkreis Bamberg), der darüber hinaus in Tateinheit mit Mord angeklagt war.

B. wurde zu lebenslanger Haft verurteilt! Erst nach 20 Jahren kann er frühstens einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung stellen. Sein Komplize Norbert K. (62) erhielt eine Haftstrafe von acht Jahren und sechs Monaten.

Die beiden Männer hatten die 17-Jährige entführt und 1,2 Millionen Euro Lösegeld gefordert. Obwohl der Vater zahlen wollte, brachten sie das Mädchen um.

13 Verhandlungstage seit dem 30. Mai 2016

Der Prozess am Landgericht in Dresden begann am 30. Mai diesen Jahres. 13 Verhandlungstage waren für die Fall angesetzt. Die Angeklagten schwiegen während dieser Zeit vor Gericht. Allein der jetzt 62-jährige Norbert K. gab während des Ermittlungsverfahrens zu Protokoll, wonach B. die 17-Jährige erdrosselt haben soll.

Plädoyers der Verteidigung

Der Anwalt von Markus B. plädierte im Vorfeld auf 12 Jahre Haft. Der Rechtsbeistand des 62-Jährigen K. forderte maximal vier Jahre und fünf Monate, da er nur die Beihilfe seines Mandanten sah.

Dresden / Burgebrach: Lebenslange Haft für Markus B. im Mordfall Anneli (17)
(Aktuell-Beitrag vom 05.09.2016)
Dresden: Prozessauftakt im Mordfall Anneli
(Aktuell-Bericht vom 30.05.16)

Plädoyers der Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft ging in ihren Plädoyers bei B. von einem erpresserischen Menschenraub mit Todesfolge in Tateinheit mit Mord zur Verdeckung einer Straftat aus. Aufgrund der Schwere dieser Tat forderte sie eine lebenslange Haft für Markus B. Für Norbert K. plädierte man auf 15 Jahre Haft wegen Mord durch Unterlassen.

Eltern forderten Erklärung der Angeklagten

Die beiden Angeklagten äußerten sich vor dem Landgericht nicht zur Tat. Dies tat aber der Vater der 17-Jährigen. Er forderte Wahrheit und Gerechtigkeit. Vor Gericht rief er die Beschuldigten direkt auf, sich zur Tat zu äußern.

Mutmaßlicher Täter aus Burgebrach
TVO - Aktuell-Beitrag vom 18.08.2015

Bei einem mutmaßlichen Täter handelte sich dabei um den Familienvater Markus B. (40), der erst seit kurzem in Burgebrach (Landkreis Bamberg) lebte. Der gelernte, arbeitslose Koch ist selbst Vater von zwei Kindern.

Der im August 2015 39-Jährige verriet sich durch eindeutige DNA-Spuren, unter anderem am Fahrrad der Toten.

Der Fall Anneli: Ein mutmaßlicher Täter kommt aus Burgebrach (Lkr. Bamberg)
Der Fall Anneli (17)
TVO - Aktuell-Beitrag vom 19.08.2015

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Beschuldigten in den späten Nachmittagsstunden des 13. August 2015 die 17-jährige Anneli R. auf einem Feldweg in der Nähe von Luga (Sachsen) gewaltsam entführt hatten. Anschließend forderten sie von Annelis Vater 1,2 Millionen Euro Lösegeld für deren Freilassung. Am 14. August tötete dann Markus B. aus Burgebrach (Landkreis Bamberg) die 17-Jährige. Die Leiche wurde durch die Polizei am 17. August 2015 gegen 18:00 Uhr aufgefunden. Anneli wurde erstickt, mit Plastiktüte, Kabelbindern und einem Spanngurt.

Der Fall Anneli: Der Tag danach - Burgebrach unter Schock

Fall Anneli: Verdächtiger aus Burgebrach verletzt sich selbst

Der Hauptverdächtige im Fall der ermordeten Anneli aus Sachsen hat sich in der Untersuchungshaft in Leipzig offenbar selbst schwer verletzt. Dies bestätigt die Staatsanwaltschaft Dresden auf Nachfrage von TV Oberfranken am Montag (14. September).

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