Tag Archiv: Michael Stoschek

© Daniel Löb

Bamberg: Brose Arena heißt auch künftig so

Die Brose Arena in Bamberg ist zum einen eine Multifunktionshalle für Großveranstaltungen und zum anderen der Austragungsort für die Spiele der Basketballer von Brose Bamberg und somit aus dem kulturellen und sportlichen Leben in Bamberg nicht wegzudenken. Seit 2013 trägt die Halle den aktuellen Namen.

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Coburg: Brose-Boss Stoschek droht mit Abwanderung!

Diese Nachricht sorgt am Donnerstag (2. August) für ein mächtiges Beben in den Bereichen Wirtschaft und Politik in Oberfranken: Michael Stoschek, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung beim Automobilzulieferer, hat angedroht, den Firmen-Stammsitz in Coburg zu schließen und die Produktion ins Ausland zu verlagern. Grund dafür sollen die überdurchschnittlich hohe Zahl an Krankheitstagen in der Belegschaft sowie die hohen Produktionskosten sein.

Hohe Lohnkosten und hoher Krankheitsstand

So kritisierte Stoschek bei einer Betriebsversammlung im letzten Monat diese zwei Kernpunkte. Stoschek soll mit dem Blick auf die Zahlen gedroht haben, Arbeitsplätze nach Osteuropa zu verlagern, sofern diese Punkte nicht angegangen werden. Jeder Angestellte müsse jetzt dazu beitragen, die Werkschließung noch abzuwenden, hieß es von Brose-Seite. 

Konkurrenz produziert billiger

Das Coburger Werk verzeichnet einen Krankheitsstand von 26 Arbeitstagen. Dieser ist doppelt so hoch wie der bayerische Durchschnitt und der höchste Wert für ein Brose-Werk weltweit. Zudem stoßen dem milliardenschweren Unternehmer die Lohnkosten in Coburg auf. Bei dem Blick auf die Konkurrenz seien diese aus seiner Sicht deutlich zu hoch. So ist der Lohnzettel in Osteuropa nur 25 Prozent so "schwer" wie der in Coburg. Am Standort in der Vestestadt beschäftigt Brose rund 3.300 Mitarbeiter. Rund die Hälfte davon arbeitet in der Produktion.

Kostendruck zwingt zu Maßnahmen

Die Betriebsversammlung am 23. Juli in Coburg stand unter dem Zeichen der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Standorts. Bei der Versammlung schilderten die Geschäftsführer Kurt Sauernheimer, Sandro Scharlibbe und Jan Brauer erstmals in deutlicher Form die Situation im Vergleich zu den Wettbewerbern und anderen Brose-Standorten auf der Welt. Der extreme Kostendruck zwingt die Verantwortlichen laut der eigener Brose-Mitteilung nun zum Handeln. Der Betriebsrat wusste von der angespannten Situation schon länger. Das Gremium will nun um den Erhalt der Coburger Arbeitsplätze kämpfen.

Fertigung in Coburg nicht mehr wettbewerbsfähig

Laut den Geschäftsführern fressen die umgesetzten Lohnsteigerungen von 37 Prozent die Einsparungen bei Verwaltungs- und Projektkosten sowie im Materialeinkauf auf. Damit, so Brose, kann der Coburger Standort Investitionen und Entwicklungsleistungen nicht mehr selbst finanzieren. Demzufolge sei die Fertigung in Coburg nicht mehr wettbewerbsfähig.

Unternehmen sucht Möglichkeiten des Sparens

Die Brose Chefetage sucht nun nach Möglichkeiten des Sparens und setzt hier bei den Mitarbeitern an. So denkt man über die Reduzierung von Urlaubstagen, eine Verlängerung der Arbeitszeit, die Absenkung von Zulagen oder die Umstellung von Akkord- auf Prämienlohn nach. All diese Maßnahmen müssten allerdings erst mit dem Betriebsrat abgestimmt werden.

Brose vergleicht Coburger Standort gegenüber anderen Produktionsstätten

In der Aufstellung vergleicht Brose den Coburger Standort mit anderen Produktionsstätten in Europa und weltweit. Die Lohnkosten liegen in der Vestestadt pro Stunde bei 24,31 Euro. In der Slowakei sind es hingegen nur 6,28 Euro, inklusive der Lohnnebenkosten. Weiterhin gibt es für die Mitarbeiter in Coburg den meisten Urlaub (30 Tage). In den USA sind es hingegen nur 15 Tage. Die Fertigungsmitarbeiter in China arbeiten laut der Brose-Stellungnahme 40 Tage mehr im Jahr als die Coburger Kollegen, in Mexiko sind es sogar 52 Tage mehr.

Auffällig hoher Krankenstand

Werkleiter Jan Brauer nannte zudem ein weiteres Problem, der hohe Krankenstand in der Fertigung des Stammwerkes. Auch in allen anderen Abteilungen in Coburg liegt dieser nach dem Brose-Statement deutlich über dem Vorjahreswert. Brauer appellierte an das Pflichtbewusstsein der Mitarbeiter. So seien die Coburger Fertigungsmitarbeiter im Durchschnitt mehr als einen Monat im Jahr krank und weniger als jeden zweiten Tag des Jahres an ihrem Arbeitsplatz. Auch hier zieht man den Vergleich zu anderen Standorten. Während in Coburg 26 Krankheitstage anfielen, sind es in China im Durchschnitt rund neun Tage, im Werk in Tuscaloosa (USA) sechs Tage und in Querétaro (MEX) ebenfalls nur sechs Tage.

Deadline bis Ende des Jahres

Stoschek forderte die Geschäftsführung und Betriebsrat auf, die Probleme zu besprechen und gemeinsam zu lösen. So sollen verbindliche Vereinbarungen bis Ende des Jahres mit dem Betriebsrat getroffen werden, um Kosten zu senken. "Der Standort Coburg muss zumindest seine Entwicklungskosten und die Investitionen finanzieren können. Wenn dies durch eine Halbierung des Krankenstands und durch andere kostensenkende Maßnahmen erreicht wird, geben wir die notwendigen Investitionen frei. Andernfalls beginnen wir mit der Verlagerung der Coburger Produktion voraussichtlich in unser Werk in Prievidza", so Stoschek.

Aktuell-Bericht vom Donnerstag (02. August 2018)
Coburg: Verlagert Brose sein Werk nach Osteuropa?

Flugplatz Coburg: Zukunft für die Brandensteinsebene?

Coburg soll auch nach 2019 an den Flugverkehr angeschlossen bleiben. Dieses gemeinsame Ziel haben in einer Pressekonferenz am Montagnachmittag (04. September) Vertreter der Coburger Wirtschaft, der Stadt Coburg und des Freistaats Bayern formuliert. Demnach soll die Brandensteinsebene für den Instrumentenflug ertüchtigt werden. Im Zuge einer Kombilösung sollen die Coburger Unternehmen den Bamberger Flugplatz an der Breitenau nutzen. Auch dieser soll ausgebaut werden.

Wunschstandort Meeder-Neida nicht umsetzbar

Der Chef der bayerischen Staatskanzlei, Marcel Huber, sprach in den Räumen der IHK zu Coburg von einer "vernünftigen" Lösung. Da wegen verschiedener Bedenken (u.a. wegen des Umweltschutzes und der Sicherheit) ein schneller Neubau eines Verkehrslandeplatzes am Wunschstandort Meeder-Neida (Landkreis Coburg) nicht realisiert werden können, sei die Kombilösung das Mittel, um den Flugverkehr in Coburg zu erhalten. Möglich macht dies eine Änderung in den Vorschriften, die laut Huber sei Mai bekannt ist. Das Luftamt Nordbayern habe die Verantwortlichen in Coburg im August informiert.

Instrumentenflug auf Brandensteinsebene bleibt

Beim Pressegespräch im Anschluß an die Versammlung der Gesellschafter für einen neuen Verkehrslandeplatz zeigten sich die Teilnehmer unisono überrascht, dass der Flugverkehr an der Brandensteinsebene weiterhin möglich sei. Schließlich habe zuletzt nur eine Ausnahmegenehmigung für den Instrumentenflug bestanden, die 2019 auslaufen wird. Diese Genehmigung war immer an den Bau eines neuen Verkehrslandeplatzes geknüpft. Tatsächlich soll die Brandensteinsebene "ertüchtigt" werden, den genauen Umfang konnte am Montag noch niemand benennen. Klar ist dagegen, dass der Flugplatz in Bamberg als Ausweichlandebahn dienen wird - die wiederum um 300 Meter erweitert werden soll, Anflugbefeuerung inklusive. Ob man im Bamberger Rathaus von diesen Plänen bereits weiß, war am Montag noch unklar.

Die große Frage: Wer zahlt?

Ebenso unklar ist der finanzielle Aufwand für die Ertüchtigung. Marcel Huber stellte in Aussicht, dass von den 15 Millionen Euro, die der Freistaat für den Verkehrslandeplatz-Neubau zuschießen wollte, ein Teil in die Maßnahmen auf der Brandensteinsebene fließen wird. Strittig wird wohl der Punkt der Kostenerstattung sein. Michael Stoschek, der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung des Automobilzulieferers Brose, machte deutlich, dass man das Geld, das man bisher in die Planung für einen Neubau gesteckt habe, zurückverlangen werde. "Schließlich haben wir ja unter der Vorgabe gehandelt, die Brandensteinsebene sei nicht mehr für unsere Zwecke nutzbar", so Stoschek. Ähnlich sahen dies auch Oberbürgermeister Norbert Tessmer und IHK-Präsdident Friedrich Herdan. Marcel Huber vermied ein klares Statement. Am TVO-Mikro ging er davon aus, dass Kosten, die vor 2014 angefallen sind, nicht erstattet werden können. Die Planungen am Standort Meeder-Neida laufen aber bereits seit etwa 2011. Insgesamt belaufen sie sich laut Willi Kuballa, dem Geschäftsführer der Gesellschaft, auf zwei Millionen Euro. (Anmerkung: In einer nachgereichten Pressemitteilung wurde diese Summe auf drei Millionen Euro korrigiert.)

Langfristiges Ziel: Flugplatzneubau!

Ebenso offen ist, wann die Ertüchtigung der Brandensteinsebene - von den Maßnahmen in Bamberg ganz zu schweigen - beginnen sollen. Norbert Tessmer verwies auf ein nötiges Votum des Stadtrats, Friedrich Herdan will die IHK-Vollversammlung befragen. Zwar begrüßten alle Beteiligte die Lösung sehr, doch die Coburger ließen keinen Zweifel daran: einen modernen Flugplatzneubau wollen sie als lamngfristiges Ziel weiterverfolgen. Deswegen soll das Planfeststellungsverfahren auch nicht geschlossen werden, sondern nur ruhen.

© Gemeinde Ahorn

Ahorn (Lkr. Coburg): Baumpflanzung für und mit Ehrenbürgern

Mit einem Baumtor aus Ahornbäumen an der Ortseinfahrt und einer Alleebepflanzung endeten die Arbeiten zum Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Ahorn nach Wüstenahorn (Landkreis Coburg). Entlang der Straße wurden zwölf Ahornbäume und zwölf Mehlbeeren gepflanzt.

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© Andreas Heuberger / TVO

Kennzeichen-Affäre in Coburg: Michael Stoschek vor Gericht

Am heutigen Mittwoch (25. November) stand Brose-Chef Michael Stoschek in Coburg vor dem Amtsgericht. Dem Unternehmer wurde von der Staatsanwaltschaft Urkundenfälschung und Kennzeichenmissbrauch vorgeworfen. Hierbei ging es um die Klebekennzeichen, die der Milliardär mehrmals an seinem Porsche 911 anbrachte. Wir berichteten.

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Coburg: Stoschek setzt sich in der Kennzeichenaffäre zur Wehr

In der Causa um Urkundenfälschung und Kennzeichenmissbrauch setzt sich der Coburger Unternehmer Michael Stoschek zur Wehr. Wie berichtet, soll Stoschek mehrfach an seinem Porsche ein kopiertes und verkleinertes Kennzeichen aus einer Klebefolie angebracht haben. Dies ist unzulässig. Vom Amtsgericht Coburg gab es jetzt einen Strafbefehl!

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Coburg: Stadtrat und Brose-Chef Stoschek sprechen sich aus

Offen, aufklärend und nachdrücklich – so haben sich Brose-Chef Michael Stoschek und der Vorsitzende des Coburger Stadtrats, Oberbürgermeister Norbert Tessmer jetzt auseinandergesetzt. Hintergrund war ein Treffen, zu Tessmer geladen hatte. Er wollte Stoschek die Möglichkeit geben, die momentane Situation aus seiner Sicht darzustellen. Weiterlesen

Staatsanwaltschaft Coburg: Ermittlungen gegen Brose-Chef Stoschek

Die Staatsanwaltschaft Coburg ermittelt gegen Brose-Chef Michael Stoschek wegen Kennzeichenmissbrauchs. Der Leitende Oberstaatsanwalt Anton Lohneis bestätigte, dass die Untersuchungen bereits seit mehreren Monaten laufen, wollte sich heute zu weiteren Details aber nicht äußern. Weiterlesen

Brose Baskets Bamberg: Verein sucht Gespräch mit den Fans

Es war ein herber Schlag für die Fans. Nach einer eher misslungenen Saison mussten Trainer Chris Fleming und Manager Wolfgang Heyder die Brose Baskets Bamberg verlassen. Das schürte Unmut gegenüber der Vereinsspitze um Michael Stoschek. Er und die Führung des Basketballclubs luden jetzt alle interessierten Fans zu einer Gesprächsrunde ein, um die personellen Schritte zu erläutern. Wir waren dabei und klären Sie auf – ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“.  


 

Brose Bakets: Wogen im Streit vordergründig geglättet

Nach der Debatte zwischen dem Hauptsponsor der Brose Baskets, Michael Stoschek, und den kleineren Sponsoren des Deutschen Meisters sind vordergründig die Wogen geglättet. Michael Stoschek erklärt im TVO-Interview, dass die bemängelte Transparenz jetzt hergestellt sei. Da die sportlichen Ziele der Brose Baskets jetzt allerdings europäische Ausmaße annehmen, ist davon auszugehen, dass auch das Werben im Umfeld des Teams teurer wird. Hier stehen die kleinen Sponsoren vor der Entscheidung, mitzuziehen oder abzuspringen. Mehr ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 



 

 

Brose Baskets Bamberg: Sponsoren-Ärger unterm Freak City-Dach

Offener Brief von Michael Ehlers (Präsident, Brose Baskets Business Club)

Der Bamberger Basketball ist das sportliche Aushängeschild Oberfrankens, jetzt erst legten die Baskets das erfolgreichste Wochenende der Saison hin. Am Freitag gewannen sie in der Euroleague gegen Istanbul und am Sonntag (8. Dezember) im Topspiel gegen Alba Berlin. Das eine Mannschaft in dieser Klasse auf Sponsoren angewiesen ist, ist klar. Mit der Firma Brose haben die Baskets einen finanzkräftigen und professionellen Partner, aber jetzt liegt Ärger in der Luft. In einem offenen Brief dankt der Präsident des Brose Baskets Business Clubs Michael Ehlers dem Brose-Inhaber Michael Stoschek mehrfach und ausgiebig für dessen Engagement, aber er kritisiert auch, nämlich die mangelnde Transparenz und die Alleingänge Stoscheks. Mehr ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

Stellungnahme von Wolfgang Heyder (Geschäftsführer, Bamberger Basketball GmbH)

Von Wolfgang Heyder, Geschäftsführer der Bamberger Basketball GmbH, gibt es am Montagnachmittag (9. Dezember 2013) folgendes Statement zu dem offenen Brief von Michael Ehlers:

„Ich bin erstaunt, dass Herr Ehlers den Weg einer bezahlten Anzeige gewählt hat, um seine Meinung zu verbreiten und mit Herrn Stoschek über das Sponsoring der Brose Baskets zu diskutieren. Ich werde unsere Sponsoren möglichst noch in diesem Jahr zu einem Informationsabend einladen, an dem auch Herr Stoschek als Vertreter unseres Hauptsponsors Brose teilnehmen wird. Im Rahmen dieser internen Veranstaltung werde ich die offensichtlichen Missverständnisse aufklären und danach werden wir die Medien informieren.“