Tag Archiv: Modellregion

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Corona-Pandemie: Coburg wird vorerst keine Modellregion

Die Stadt Coburg wird vorerst keine Modellregion „Öffnungskonzepte“. Begründet wird die Entscheidung vom bayerischen Gesundheitsminister, Klaus Holetschek, mit dem aktuellen Pandemiegeschehen, so die Vestestadt am Dienstag (27. April). Wegen der Entwicklung der Infektionszahlen seien grundsätzlich Öffnungen nicht zu verantworten. Der Beginn des Modellprojektes wird somit verschoben. Aktuell sei nicht absehbar, wann die Entscheidung über die Auswahl der Kommunen für die Modellprojekte fortgeführt werden kann, heißt es weiter im Schreiben der Stadt. Weiterlesen

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Oberfranken: Welche Stadt wird Modellregion?

Am Mittwoch (07. April) entscheidet der Freistaat Bayern, welche Städte als Modellregionen für Öffnungsperspektiven ausgewählt werden. Vorbild ist in das baden-württembergische Tübingen, wo mit tagesaktuellem Corona-Schnelltest der Besuch von Geschäften, der Gastronomie oder von Kultureinrichtungen möglich ist.

Bamberg, Bayreuth oder Coburg?

Pro Regierungsbezirk wird es nur eine Modellstadt geben. Werden Kriterien wie Grenznähe, Einwohnerzahl oder den Verlauf der Inzidenzwerte berücksichtigt, bleiben in Oberfranken drei ernsthafte Bewerber übrig. Diese sind Bayreuth, Coburg und Bamberg. Morgen Mittag erfolgt die Bekanntgabe, welche Stadt Modellregion wird. Reaktionen auf die Entscheidung sehen Sie dann in Oberfranken Aktuell um 18:00 Uhr.

Bericht vom 26. März 2021:
Modellregionen-Wettstreit in Oberfranken: Wer hat die beste Öffnungsstrategie?
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Shuttle-Modellregion Oberfranken: Testbetrieb hat begonnen

In dem vom Bundesverkehrsministerium geförderten Forschungsprojekt "Shuttle-Modellregion Oberfranken" wurden laut Pressemeldung der Hochschule Hof in den letzten Wochen große Fortschritte erzielt. Im Oktober waren Ingenieure des französischen Shuttle-Herstellers NAVYA in Rehau (Landkreis Hof) und Kronach vor Ort, um die Shuttles für den Betrieb vorzubereiten.

TÜV genehmigt Strecken und Fahrzeuge

Nach diesen Arbeiten war es in beiden Städten zum ersten Mal möglich, die geplanten Routen im automatisierten Modus zu befahren. Sowohl die engen Kopfsteinpflasterstraßen in der oberen Stadt in Kronach als auch die Route in Rehau können demnach vom Shuttle gut befahren werden. Im Anschluss an diese Erkenntnisse wurden sowohl die Fahrzeuge und als auch die Strecken vom TÜV genehmigt und zugelassen.


© Hochschule Hof
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Betriebsvorbereitung steht in Hof an

In der Hofer Innenstadt werden die Ingenieure in den kommeden Tagen vor Ort sein und mit den Testfahrten beginnen. Es wird angestrebt, noch im November alle notwendigen Genehmigungen für den Betrieb zu erhalten. Die umfangreichen Vorarbeiten sind unterdessen größtenteils abgeschlossen. So wurden die geeigneten Lademöglichkeiten für die Fahrzeuge geschaffen und eine sogenannte GNSS-Ortungsantenne installiert. Mit diesem Signal kann die Position der Shuttles zu jeder Zeit exakt bestimmt werden. Zusätzlich scannt das selbstfahrende Fahrzeug mit seinen vielen Sensoren die direkte Umgebung, sodass eine Lokalisierung über zwei Wege permanent sichergestellt ist. Zum Betrieb werden den Fahrzeugen die zu fahrenden Routen inklusive der Verkehrsregeln einprogrammiert. Sie fahren diese dann wie auf einer digitalen Schiene mit einer Geschwindigkeit von bis zu 18 km/h ab. Außerdem können die Shuttles mit einem Teil der Ampelanlagen über ein Funksignal kommunizieren.

Öffentlicher Betrieb erst 2021

Auch wenn die Fahrzeuge bereits auf den Straßen zu sehen sind, ist eine Mitfahrt noch nicht möglich. Der Betrieb mit Fahrgästen soll Anfang 2021 beginnen. In der Zwischenzeit wird weiterhin getestet, um die Leistungsfähigkeit der Shuttle zu überprüfen und optimieren, um einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen.

Streckenführung in Hof
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Streckenführung in Kronach
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Streckenführung in Rehu
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Über das Projekt

Das vom Bundesverkehrsministerium geförderte Projekt verfolgt das Ziel, den Betrieb von insgesamt sechs teilautomatisiert fahrenden Shuttles im öffentlichen Straßenraum zu erproben. Die Fahrzeuge bieten jeweils Platz für maximal zehn Fahrgäste und werden ab dem kommenden Jahr in Kronach, Hof und Rehau mit Fahrgästen unterwegs sein. Die verschiedenen Anwendungsfälle wie touristischer Verkehr (Kronach), Anbindung Bahnhof-Innenstadt (Hof) – beide als Ergänzung zum örtlichen ÖPNV – sowie der Werksverkehr in Rehau sollen dabei helfen, diese Mobilitätsform im Livebetrieb zu erproben und neue Marktmodelle zu entwickeln. Die Shuttles verkehren in Hof und Kronach auf neu geschaffenen Linien und ergänzen somit die bisherigen innerstädtischen ÖPNV-Angebote. In Rehau verkehren die Shuttles zunächst als Werksverkehr für die REHAU AG + Co. Erst zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr 2021 wird der Betrieb öffentlich zugänglich sein. Die Bevölkerung soll bei der Beurteilung und Weiterentwicklung stets intensiv mit einbezogen werden. Hierfür wurde von der Hochschule Coburg bereits eine Haushaltsbefragung über die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger zum Projekt durchgeführt, die derzeit ausgewertet wird. Weitere Befragungen sollen folgen.

Oberfranken: Modellregion für Lichtgestaltung

Beim 10. Dialog „Strukturwandel Oberfranken“ zum Thema „Oberfranken leuchtet“ stellte Staatssekretärin Melanie Huml MdL, Vorsitzende von Oberfranken Offensiv e.V., die Bedeutung Oberfrankens als Modellregion auf dem Gebiet der städtebaulichen Lichtgestaltung dar. Seit 2006 führt die Regionalinitiative Oberfranken Offensiv e.V. in Kooperation der Hochschule Coburg und dem Coburger Designforum Oberfranken in oberfränkischen Gemeinden temporäre Lichtinstallationen durch. Aktuell läuft die 29. Illumination in Eckersdorf.

Aufwertung von Städten und Gemeinden

„Mit dem Projekt „Oberfranken leuchtet“ leisten wir einen Beitrag zur Aufwertung von Städten und Gemeinden. Die Lichtevents in Oberfranken sind in ihrer Qualität und Dichte in Deutschland einzigartig“, so Melanie Huml. Oberfranken habe sich damit zu einer Region mit herausragenden und innovativen Beleuchtungskonzepten entwickelt und könne als Innovations- und Designregion bezeichnet werden.

Anregungen aus Essen

Über die erfolgreichen temporären Lichtinstallationen in Oberfranken sowie ihre Fortführung und Weiterentwicklung diskutierten die Teilnehmer des 10. Dialogs Strukturwandel in Oberfranken. Dabei erhielt man Anregungen aus Essen: der Architekt Peter Brdenk berichtete aus seiner 20 Jahre Erfahrung in Sachen Lichtkunst im öffentlichen Raum.  „Ziel der einwöchigen Licht-Veranstaltungen in den Gemeinden ist es auch, den Kommunen damit einen Vorschlag zu machen, wie eine dauerhafte Lösung aussehen könnte“, führt Melanie Huml aus. Der künstlerische Einsatz von Licht lässt Städte und Gemeinde aus einem anderen Blickwinkel erscheinen und stellt so ein „architektonisches Tagbild“ neben ein Nachtbild.