Tag Archiv: München

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Bamberg / Würzburg / München: 44 Personen als Täter wegen Kinderpornographie im Darknet ermittelt

Das Bayerische Landeskriminalamt ermittelte gemeinsam mit der Zentralstelle Cybercrime Bamberg 44 Tatverdächtige im In- und Ausland wegen Kinderpornographie im Netzwerk. Im sogenannten Darknet. Nachdem am 21. März 2019 ein Logopäde aus Würzburg wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs festgenommen wurde, erfolgte unmittelbar danach durch das Bayerische Landeskriminalamt und die Zentralstelle Cybercrime Bamberg Folgeermittlungen. Die Ermittler sicherten Datenträger und Kommunikationsspuren des Logopäden und konnten somit weitere Täter identifizieren. Weiterlesen

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Bamberg: Wegen Corona erhalten Sportvereine knapp 700.000 Euro

Der Freistaat Bayern verdoppelt coronabedingt die „Vereinspauschale“. Davon profitiere auch die Region Bamberg. Wie die beiden Landtagsabgeordneten Staatsministerin Melanie Huml und Holger Dremel am Donnerstag (09. Juli) mitteilten, steigt der Förderbetrag für Sport- und Schützenvereine in Stadt und Landkreis Bamberg auf 680.871 Euro. Weiterlesen

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Bayern: Kostenlose Corona-Tests für jedermann!

Bayern bietet in Zukunft der heimischen Bevölkerung die Möglichkeit an, sich auf Corona testen zu lassen. Diese Tests für alle Bürgerinnen und Bürger des Freistaates sind kostenfrei und sollen schnell ausgewertet werden. Die Maßnahme sieht die Staatsregierung als einen vorbeugenden Schritt, die Tests als ein Frühwarnsystem.

Testkapazität wird auf 30.000 pro Tag erhöht

Auf einer am heutigen Dienstagmittag (30. Juni) durchgeführten Pressekonferenz erklärte Ministerpräsident Markus Söder, dass Bayern die Kapazität auf 30.000 Tests pro Tag erhöhen wird. Die Kosten für diese Maßnahme sollen sich in diesem Jahr auf 200 Millionen Euro belaufen. Söder hob die Wichtigkeit der Tests hervor und betonte, dass je mehr gelockert wird, im Gegenzug auch mehr getestet werden muss. Laut seinen Worten gibt es bei den Tests keine Mindestbegrenzung. Das heißt im Umkehrschluss: Jeder könnte sich demzufolge mehrfach testen lassen. Sofern nicht alle Hausärzte Tests anbieten können, plant Gesundheitsministerin Melanie Huml eine Liste mit Ärzten, bei denen man einen Corona-Test durchführen kann. Ehe diese Liste gegebenenfalls in die Tat umgesetzt wird, will man aber erst sehen und abwarten, wie diese Maßnahme anläuft.

Weitere Lockerungen in Bayern

Im Rahmen der heutigen Sitzung des bayerischen Kabinetts wurde zudem eine weitere Corona-Lockerung beschlossen. Demnach müssen ab dem Mittwoch (01. Juli) Besucher von Kulturveranstaltungen auf ihrem Platz - so wie bei Gottesdiensten - keine Schutzmasken mehr tragen. Dies betrifft unter anderem Kinos, Theater und Konzerthäuser.

Studie über Infektionsgeschehen an Kitas und Schulen

Söder kündigte zudem am heutigen Tag eine Studie zum Infektionsgeschehen in Schulen und Kindertagesstätten an. Hierzu sollen die sechs bayerischen Universitätskliniken an circa 50 Standorten im Freistaat diese Analyse durchführen. Weiterhin ist auch eine Antikörper-Studie geplant.

Überbrückungsgeld für Unternehmen

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erklärte auf der Pressekonferenz, dass er damit rechnet, dass das Überbrückungsgeld des Bundes für die heimischen Betriebe im Juli zur Verfügung stehen wird. Diese Finanzspritzen sollen direkt an die Soforthilfen anschließen. Das Geld richtet sich an Firmen, die im April und Mai einen Umsatzeinbruch von mindestens 60 Prozent im Vergleich zum Zeitraum im Jahr 2019 hatten. Nach Antragstellung erhalten die Unternehmen dann für die Monate Juni, Juli und August bis zu 80 Prozent der Fixkosten, weiterhin 10 Prozent der Personalkosten.

Aktuell-Beitrag vom Dienstag (30. Juni 2020)
Corona-Tests: Für alle, schnell und kostenfrei

Corona-Krise: Oktoberfest 2020 abgesagt!

In einer Pressekonferenz am Dienstag (21. April) gab Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gemeinsam mit dem Münchner OB Dieter Reiter bekannt, dass es dieses Jahr keinen Oktoberfest geben wird. Die Einhaltung der Hygienemaßnahmen während des Festes sei zu schwer. Weiterlesen
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„Hawala-Banking“ in Oberfranken: Kripo nimmt zehn Personen wegen illegaler Bankgeschäfte fest

Wie die Polizei heute (06. Februar) mitteilte, nahm die Kriminalpolizei unter Federführung der Staatsanwaltschaft Hof, am Dienstagnachmittag (04. Februar) zehn Personen wegen illegaler Bankgeschäfte vorläufig fest. Bei den Tätern handelt es sich um eriterische Staatsangehörige, die in den vergangenen Monaten mehrere Hunderttausend Euro von Deutschland nach Ostafrika brachten. Aktuell befinden sich drei Männer und eine Frau in Untersuchungshaft. Rund 60.000 Euro stellte die Polizei im Rahmen der Durchsuchungen sicher.

Polizei findet im April 2019 bei einer Verkehrskontrolle mehrere Kuverts mit über 33.000 Euro Bargeld

Mitte April 2019 zog die Polizei im Landkreis Bamberg einen BMW mit dem Kennzeichen aus dem Zulassungsbereich Limburg einer Verkehrskontrolle. Im Auto befanden sich die beiden 25 und 26 Jahre alten Männer aus Eritrea. Im Wagen fand die Polizei in einem Stoffbeutel mehrere Kurverts mit mehr als 33.700 Euro Bargeld. Hauptsächlich in 50 und 100 Euro Scheinen. Auf Nachfrage der Polizei gaben die beiden Männer an, dass es sich hierbei um vermeintliche Spendengelder von Landsleuten handle. Aufgrund mehrere Ungereimheiten stellten die Beamten das Geld sicher.

Polizei leitete ein Verfahren wegen Geldwäsche ein

Die Polize leitete daraufhin ein Verfahren wegen des sogenannten Tatbestandes der gewerbmäßigen Geldwäsche ein. Es bestand der Verdacht, dass die Gelder aus Straftaten stammten und zur Begehung weiterer gesammelt wurden. Mit einem Beschlagnahmebeschluss verhinderte die Staatsanwaltschaft, dass das Geld an die Täter ausgehändigt wurde.

Täter bringen hohen Geldsummen nach Ostafrika

Anfang Juli 2019 übernahm die Kripo mit Zentralaufgaben Oberfranken (kurz: KPI / Z)  und die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen in Hof die weiteren Ermittlungen. Im Laufe der Ermittlungen konnten die Beamten weitere Tatverdächtige feststellen und aufklären, welche Augaben sie in der Hierarchie des illegalen Finanztransaktionssystems in Form des "hawala-Bankings" haben. Schließlich fand die Polizei heraus, dass tagtäglich mehrere Zehntausend Euro untereinander weitergegeben wurde mit dem Ziel, dass Geld insbesondere nach Ostarfrika zu bringen.

Beamte nehmen am Dienstagnachmittag zehn Personen aus München und Umgebung vorläufig fest

Am Dienstagnachmittag (04. Februar) schlugen schließlich zahlreiche Einsatzkräfte der KPI / Z Oberfranken in Kooperation mit Unterstützungskräften des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord, der Polizeipräsidien München und Frankfurt sowie Einsatzkräften aus dem Saarland zu. Sie nahmen insgesamt zehn Personen aus insgesamt zwölf Geschäften und Wohnungen aus München und Umgebung vorläufig fest.

Beamten stellen mehrere Zehntausend Euro, Handys, Datenträger sowie zahlreiche Unterlagen sicher

Das Amtsgericht Hof hatte bereits im Vorfeld vier Haftbefehle für drei Männer und eine Frau im Alter von 22 bis 42 Jahren erlassen. Die Kripo stellte bei dem Einsatz rund 60.000 Euro Bargeld, mehrere Handys, verschiedene Datenträger sowie zahlreiche Unterlagen sicher. Vor der großangelegten Aktion beschlagnahmten die Beamten in verschiedenen Einsätzen insgesamt 280.000 Euro.

Vier Personen in Untersuchungshaft

Am Mittwoch (05. Februar) eröffnete ein Ermittlungsrichter in Hof gegen die Festgenommenen Haftbefehle wegen gewerbsmäßiger Geldwäsche und Verstößen gegen das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz. Anschließend brachten die Beamten die Beschuldigten in verschiedene Justizvollzugsanstalten.

Nach ersten Schätzungen der Kripo dürfte sich die Geldwäsche im Millionenbereich bewegen

Die von den Eritreern insgesamt erworbenen und weitergegebenen Geldbeträge dürften sich nach Einschätzung der Kripo im Millionenbereich bewegen. Die umfassenden, bundeslandübergreifenden Ermittlungen dauern noch länger an.

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Themenseite (Woche 05/20): Das Virus ist da! – Coronavirus-Fälle in Bayern

UPDATE (Dienstag, 04. Februar / 18:00 Uhr):

  1. Zehn infizierten Personen laut Ärzten in einem stabilen Zustand
  2. Staatsministerin Huml für bundeseinheitliche Regelung für Einreisende auf deutschen Flughäfen

UPDATE (Montag, 03. Februar / 21:30 Uhr):

  1. Neunter und zehnter Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt
  2. Neunter Fall: Weiteres Kind des infizierten Mannes aus dem Landkreis Traunstein
  3. Alle drei Familienmitglieder befinden sich derzeit im gesundheitlichen, stabilen Zustand
  4. Zehnter Fall ist ein weiterer Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg

UPDATE (Sonntag, 02. Februar / 12:50 Uhr):

  1. Alle acht Coronavirus-Infizierten sind derzeit im gesundheitlichen, stabilen Zustand
  2. Achter Coronavirus-Fall in Bayern am Samstagabend bestätigt worden
  3. 139 weitere Tests aus dem Bereich der Firma Webasto im Landkreis Starnberg negativ

UPDATE (Samstag, 01. Februar / 19:00 Uhr):

  1. Achter Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt worden
  2. 33-Jähriger aus München und weiterer Mitarbeiter der Firma Webasto ist infiziert
  3. 139 weitere Tests aus dem Bereich der Firma Webasto im Landkreis Starnberg negativ

UPDATE (Samstag, 01. Februar / 12:50 Uhr):

  1. Siebter Coronavirus-Fall in Bayern
  2. Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck befindet sich im stabilen Zustand
  3. 127 weitere Tests aus dem Bereich der Firma Webasto im Landkreis Starnberg negativ
  4. Infizierter Sechsjähriger aus dem Landkreis Traunstein befindet sich mit seinem Vater ebenso im gesundheitlichen, stabilen Zustand

UPDATE (Freitag, 31. Januar / 21:05 Uhr):

  1. Siebter Coronavirus-Fall in Bayern
  2. Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck betroffen
  3. 127 weitere Tests aus dem Bereich der Firma Webasto im Landkreis Starnberg negativ

UPDATE (Freitag, 31. Januar / 14:10 Uhr):

  1. Sechster Coronavirus-Fall in Bayern
  2. Erstmals ein Kind infiziert
  3. Betroffene laut den Ärzten in einem stabilen gesundheitlichen Zustand

UPDATE (Freitag, 31. Januar / 10:30 Uhr):

  1. Uni Bayreuth sagt Dienstreisen von Mitarbeitern nach China ab
  2. Universität rät chinesischen Studenten derzeit von einer Heimreise ab
  3. Interaktive Karte der Johns Hopkins University zeigt die Ausbreitung des Virus

UPDATE (Donnerstag, 30. Januar / 22:45 Uhr):

  1. Fünfter Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt
  2. WHO ruft internationalen Gesundheitsnotstand aus

UPDATE (Donnerstag, 30. Januar / 17:42 Uhr):

  1. Testergebnisse von 17 Mitarbeitern der bislang betroffenen Firma negativ
  2. Die ermittelten Kontaktpersonen sollen sich selbst häuslich isolieren
  3. Weitere Tests von über 100 Personen

HOTLINE-UPDATE:

Für besorgte Bürgerinnen und Bürger wurde vom Bayerischen Gesundheitsministerium eine entsprechende Hotline eingerichtet:

  • Coronavirus-Hotline: 09131 / 68 08 51 01

UPDATE (22.45 Uhr):

Webasto schließt Stammsitz bis Sonntag

Aufgrund der neuen Coronavirus-Fälle von Mitarbeitern hat sich der Automobilzulieferer Webasto am Abend entschlossen, seinen Stammsitz im Gautinger Ortsteil Stockdorf (Landkreis Starnberg) bis zum Sonntag (02. Februar) zu schließen. Weiterhin sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firmenzentrale nicht an nationale und internationale Standorte reisen. Bereits zuvor hatte das Unternehmen aus Oberbayern alle Reisen nach und von China für mindestens die kommenden zwei Wochen abgesagt und den Mitarbeitern am Standort Stockdorf freigestellt, diese Woche im Homeoffice zu arbeiten.

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Die Gesundheit und der Schutz der Mitarbeiter stehen für uns an erster Stelle. ... Wir sind in engem Austausch mit den relevanten Behörden und informieren unsere Mitarbeiter regelmäßig über die nächsten Schritte. Uns ist es wichtig, alle Mitarbeiter transparent und umfassend zu informieren.

(Holger Engelmann, Vorstandsvorsitzender der Webasto Gruppe) via Pressemitteilung


UPDATE (21:35 Uhr):

Drei neue Coronavirus-Fälle in Bayern

Das Bayerische Gesundheitsministerium teilte am Dienstagabend (28. Januar) mit, dass sich in Bayern drei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch diese Patienten sind Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der bereits der erste Betroffene (33 Jahre) beschäftigt ist.

Tests bei weiteren Mitarbeitern

Es wurde von Behördenseite entschieden, dass auch die drei neuen Patienten in der Münchener Klinik Schwabing stationär aufgenommen und dort medizinisch überwacht und isoliert werden. Bei einigen weiteren Kontaktpersonen läuft derzeit ein Test, ob auch hier eine Infizierung mit dem Coronavirus vorliegt. Über Einzelheiten wollen die Behörden am Mittwoch (29. Januar) informieren.

Statement von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml:

Es wurden insgesamt rund 40 Mitarbeiter der Firma ermittelt, die als enge Kontaktpersonen in Frage kommen. Die Betroffenen sollen am Mittwoch vorsichtshalber getestet werden. Außerdem werden sie von der 'Task Force Infektiologie' des LGL eingehend befragt.


UPDATE (19:40 Uhr):

Der erste bestätigte Coronavirus-Fall in Deutschland und Bayern ist ein 33-jähriger Mann aus dem Landkreis Landsberg. Er liegt derzeit isoliert in einem Behandlungszentrum in Schwabing, einem von sieben Spezialzentren bundesweit. Unterdessen wird sein näheres Umfeld sensibilisiert und gesundheitlich beobachtet. Grund zur Panik gäbe es laut den Experten aber nicht. Sofern man nicht in einem direkten Kontakt zu erkrankten Personen steht, sei das Risiko einer Ansteckung eher gering. Dennoch herrscht in der Bevölkerung Unsicherheit in Bezug auf die Situation. Sämtliche Verdachtsfälle müssen auch sofort nach Berlin gemeldet werden. Dafür sind die jeweiligen Gesundheitsämter zuständig. Einen Einblick in die aktuelle Situation hat sich TVO-Reporter Christoph Röder eingeholt. Er hat sich mit Dr. Klaus von Stetten, dem Leiter des Gesundheitsamts in Bayreuth, getroffen.

Coronavirus: "Enger Kontakt muss vorhanden sein, um sich zu infizieren!"

UPDATE (19:15 Uhr):

Der erste Coronavirus-Fall in Bayern sorgt auch für einen höheren Absatz beim Mundschutz. Dies bestätigte der Hofer Apotheker Jörg von Rücker von der gleichnamigen Rücker Apotheke im Gespräch mit TVO am heutigen Dienstag (28. Januar). Immer mehr Kundinnen und Kunden fragen seit dem Bekanntwerden des deutschlandweit ersten Coronavirus-Falles im Landkreis Starnberg in Oberbayern nach einem Mundschutz nach. Während in München der Mundschutz-Bestand schon aufgebraucht ist und Apotheken nicht mehr nachbestellen können, weichen Kunden derzeit auch vermehrt auf das Internet aus. Hier kommen manche Online-Händler mit dem Versenden der Bestellungen kaum mehr nach.

Hysterie oder berechtigte Vorsichtsmaßnahme?: Höhere Nachfrage beim Mundschutz

UPDATE (18:55 Uhr):

Der erste bestätigte Fall des Coronavirus in Bayern sorgt teils für Unruhe in der Bevölkerung. Ärzte sind allerdings eher wenig besorgt. Die Infektion verläuft zumeist weniger gravierend als eine Grippe und ist zudem auch weniger ansteckend. Trotzdem ist man auf Verdachtsfälle oder auch tatsächliche Infektionen gut vorbereitet – die dazu nötigen Maßnahmen unterscheiden sich abgesehen von den Meldepflichten kaum von jenen bei Grippepatienten.

  • Wir haben heute stellvertretend für die Krankenhäuser in Oberfranken im Kulmbacher Klinikum nachgefragt, ob man für einen möglichen Ernstfall vorbereitet und gerüstet wäre...
Coronavirus: Sind die oberfränkischen Kliniken für den Ernstfall gerüstet?

UPDATE (16:18 Uhr):

Erste Zusammenfassung der Ereignislage

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml informierte  heute bei einer Pressekonferenz in München über den ersten Fall einer Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Die Ministerin betonte:

Wir nehmen die Lage sehr ernst. Bayern ist aber gut vorbereitet. So haben wir bereits seit Jahren eine Spezialeinheit für solche Fälle - die 'Task Force Infektiologie' am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Diese Spezialeinheit ist jederzeit einsatzbereit. Zusätzlich haben wir bereits in der vergangenen Woche einen speziellen Arbeitsstab im Ministerium gebildet. Mit dem Robert Koch-Institut und dem Bund sind wir bereits seit längerem intensiv im Austausch.

...

Es gibt auch Alarmpläne, die jetzt angewendet worden sind. Genau geregelt sind zum Beispiel der Ablauf der Meldewege im Krankheitsverdachtsfall und die Ermittlung von Kontaktpersonen. Derzeit läuft die Ermittlung der Kontaktpersonen auf Hochtouren.

(Melanie Huml, Bayerische Gesundheitsministerin)

Huml verwies zudem darauf, dass das LGL eine Telefon-Hotline eingerichtet hat. Unter der Nummer 09131/6808-5101 können Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen.

© Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

LGL-Präsident Dr. Andreas Zapf berichtete bei der Pressekonferenz: "Bei dem Patienten handelt es sich um einen 33-Jährigen, der bei einer Firma im Landkreis Starnberg arbeitet und im Landkreis Landsberg wohnt. Der Mann befindet sich aktuell in einem klinisch guten Zustand. Er wird medizinisch überwacht und ist isoliert in der München Klinik Schwabing."

33-Jähriger hat sich wohl am 21. Januar angesteckt

Der Patient hat sich offensichtlich in Deutschland am 21. Januar während einer Fortbildungsveranstaltung bei einer chinesischen Kollegin angesteckt. Diese Kollegin ist am 23. Januar nach China zurückgeflogen. Am 27. Januar wurde das Gesundheitsamt von der Firma von der Erkrankung der Frau aus China unterrichtet. Nach der Informierung der Mitarbeiter der Firma berichtete der 33-Jährige von Krankheitssymptomen. Ein Test beim Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München ergab am Montagabend, dass der Befund positiv ist. Die 'Task Force Infektiologie' hat sofort nach dem Auftreten des Verdachts alle notwendigen Maßnahmen ergriffen. Aktuell gehört dazu unter anderem die Ermittlung weiterer Kontaktpersonen.

(Dr. Andreas Zapf, Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit)

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Infektionsrisiko nach bisherigem Kenntnisstand gering

Die Experten ergänzten im Rahmen der Pressekonferenz, dass die Ansteckungsgefahr bei einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (nCoV) wissenschaftlich noch nicht konkret erforscht worden. Nach Einschätzung der "Task Force Infektiologie" ist das Infektionsrisiko für die Bevölkerung durch dieses Virus nach derzeitigem Kenntnisstand gering. "Gleichwohl wird zu den üblichen Vorsichtsmaßnahmen geraten - etwa zu einem gründlichen Händewaschen nach einer Fahrt mit dem Bus oder der U-Bahn", so Dr. Martin Koch (Leiter der "Task Force Infektiologie" am LGL).


UPDATE 15:15 Uhr:

DAK-Gesundheit richtet Beratungshotline ein

Nach dem ersten Coronavirus-Fall in Bayern richtet auch die Krankenkasse DAK-Gesundheit ein kostenlose Hotline ein. Zur Aufklärung über mögliche Gefahren wird am kommenden Freitag (31. Januar) eine Beratungshotline geschaltet. Zwischen 8:00 und 20:00 Uhr beantworten Ärzte und Hygienefachleute Fragen zu Risiken und notwendigen Schutzmaßnahmen. Das spezielle Serviceangebot unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 1111 841 können Kunden aller Krankenkassen nutzen.


UPDATE (14:44 Uhr):

Sonderberichterstattung bei TVO

In Bayern gibt es den ersten Fall eines Infizierten mit dem Coronavirus. Wir berichteten bereits kurz nach Mitternacht online darüber. TVO reagiert auf die aktuelle Newslage mit einer Sonderberichterstattung ab 18:00 Uhr in Oberfranken Aktuell. Unter anderem kommt der Leiter des Bayreuther Gesundheitsamtes, Dr. Klaus von Stetten, zu Wort. Weiterhin blicken wir auf die Pressekonferenz des Bayerischen Gesundheitsministeriums vom heutigen Tag.

Zudem gibt es auf unserer Facebookseite eine aktuelle Umfrage zu der Thematik:

TVO NEWS ALARM: Erster Coronavirus-Fall in Bayern!

UPDATE (13:37 Uhr):

Bayerische Rote Kreuz sensibilisiert und ist vorbereitet

Aufgrund der zunehmenden Wahrscheinlichkeit der Ausbreitung des Coronavirus nach Deutschland, stimmte sich das Bayerische Rote Kreuz bereits am Samstag (25. Januar) mit den Beauftragten für das Krisenmanagement, Leitungskräften der Einsatzdienste und Fachberatern das weitere Vorgehen ab. Hierbei, so das BRK in einer Pressemitteilung vom heutigen Dienstag (28. Januar) wurden sogenannte "standardisierte Prozeduren" entwickelt, die seit dem letzten Samstag bayernweit allen Mitarbeiter/-innen aus Ehren- und Hauptamt in den Einsatzdiensten zur Verfügung stehen.

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BRK beobachtet die weitere Situation

Das BRK beobachtet die Situation und steht dabei in engem Austausch mit Ministerien und Robert-Koch-Institut. Im Falle einer rasanten Verbreitung des Virus würden in Bayern zwölf Schnelleinsatzgruppen zur Verfügung stehen. Diese Einheiten sind auf die Behandlung, Betreuung und den fachgerechten Transport von hochinfektiösen Patienten spezialisiert.

UPDATE (13:19 Uhr):

Landratsamt Bamberg sieht keinen Grund zur Panik

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt es keinen Grund zur Panik. Darauf weist der Fachbereich Gesundheitswesen beim Landratsamt Bamberg hin. Die Schutzmaßnahmen sind die gleichen wie bei anderen Viren: Hände waschen, Hände desinfizieren, in die Armbeuge husten. Über den Ärztlichen Kreisverband wurden laut Pressemitteilung die Kliniken und Praxen über das Virus und Handlungsempfehlungen informiert. Aufgrund des Infektionsfalles in Oberbayern will das Gesundheitsamt nun auch aktiv auf Unternehmen zugehen, die im personellen Austausch mit Firmen oder eigenen Standorten in China stehen.


UPDATE (12:55 Uhr):

Bayern will noch am Dienstag eine Hotline schalten, unter der sich Bürgerinnen und Bürger über das Coronavirus informieren können. Dies teilte die Bayerische Gesundscheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Vormittag mit.

Unterdessen haben erste Behörden und Einrichtungen schon selbst Informationen online gestellt oder kostenlose Telefonnummern geschaltet. Bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kann man sich über das neuartige Virus informieren. Hier erhält man Antworten zu den wichtigsten Fragen rund um die Krankheit. Hier geht es zu der Seite!

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Barmer informiert per Hotline:

Die Barmer Krankenkasse hat deutschlandweit eine Hotline eingerichtet, unter der sich alle Bundesbürger kostenlos informieren können. Siehe rechts! „Unsere Experten kennen den aktuellen Stand der medizinischen Forschung und können deshalb helfen, Unsicherheit oder gar Angst zu vermeiden“, erklärt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer.

 

Bundesgesundheitsministerium informiert auf der Homepage:

 

Informationen des Robert-Koch-Institus zum Coronavirus:

 

Informationen des Bayerischen Gesundheitsministeriums:


UPDATE (12:20 Uhr):

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) wird das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, als bisher gering erachtet und dementsprechend die Lage auch weiterhin so eingeschätzt. Dennoch nehmen die Behörden die Situation "sehr ernst". Unterdessen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zum Fall geäußert. Für ihn war zu erwarten, dass das Coronavirus Deutschland erreicht.

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UPDATE (11:50 Uhr):

33-Jähriger mit dem Virus infiziert

Das Bayerische Gesundheitsministerium und das LGL informierten am Dienstagvormittag (28. Januar) über den ersten Coronavirus-Fall in Deutschland und somit gleichzeitig in Bayern. Bei dem Infizierten handelt es sich um einen 33-Jährigen aus dem Landkreis Landsberg. Laut den Behörden geht es dem Mann den Umständen entsprechend gut. Er kam auf eine Isolierstation in einem Klinikum in Schwabing.

Vermutlich bei einer Kollegin angesteckt

Der 33-Jährige steckte sich vermutlich bei einer Kollegin aus Shanghai an. Die Frau leitete eine Schulung bei einer Firma aus dem Landkreis Starnberg, an dieser der Mann teilnahm. Vor ihrer Reise nach Deutschland hatte sie Kontakt zu ihren Eltern, die in der von dem Virus betroffenen chinesischen Region Wuhan wohnen. Laut den durchgeführten Ermittlungen hatte sich die Frau auf ihrem Heimflug "grippig" gefühlt.

Mann war zum Wochenauftakt noch arbeiten

Der 33-Jährige war am gestrigen Montag noch arbeiten. Die Behörden müssen nun rekonstruieren, mit welchen Personen der 33-Jährige in naher Verbindung stand. Enge Kontaktpersonen des Infizierten werden über mögliche Symptome, Hygienemaßnahmen und Übertragungswege informiert und aufgeklärt. Weiterhin suchen die Behörden nach Menschen, die mit der infizierten Chinesin Kontakt hatten. Die Frau war vom 19. bis zum 23. Januar in Deutschland.


EILMELDUNG (00:25 Uhr):

Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Oberbayern hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Dies teilte am späten Montagabend (27. Januar) das Bayerische Gesundheitsministerium in München mit. Der Patient befindet sich nach Angaben der "Task Force Infektiologie" des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) klinisch in einem guten Zustand.

Infizierte wird medizinisch überwacht

Demnach wird der Infizierte medizinisch überwacht und ist isoliert. Enge Kontaktpersonen des Mannes werden derzeit ausführlich über mögliche Symptome, Hygienemaßnahmen und Übertragungswege informiert und aufgeklärt.

RKI: "Risiko für die Bevölkerung derzeit gering"

Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, wird von der "Task Force Infektiologie" des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und vom Robert Koch-Institut (RKI) derzeit als gering erachtet und eingeschätzt.

Ministerium will im Laufe des Tages aufklären

Das Gesundheitsministerium und das LGL wollen am Dienstagvormittag (28. Januar) in München im Rahmen einer Pressekonferenz über den Fall ausführlich informieren.

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München: Jungbauern-Erntekrone kommt dieses Jahr aus Gefrees!

Ein Gastgeschenk mit Tradition: Im Rahmen eines agrarpolitischen Gedenkaustauschs hat die Bayrische Jungbauernschaft der Bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber am Montag (11. November) eine kunstvolle Erntekrone übergeben. Die im Eingang des Ministeriums in München ausgestellte Krone wurde dieses Jahr von der Landjugend Gefrees (Landkreis Bayreuth) in vielen Stunden mühevoller Handarbeit gebunden.

Bei den anschließenden Gesprächen waren sich alle einig

Nach der Übergabe der diesjährigen Erntekrone standen beim anschließenden Gespräch Themen wie das MERCOSUR-Abkommen und das derzeitige Image der Landwirtschaft im Mittelpunkt. Einig war sich die Ministerin mit ihren Gästen, dass das gegenseitige Verständnis von Bevölkerung und Landwirtschaft künftig verstärkt werden muss.

 

Die gesellschaftliche Akzeptanz ist die Grundvoraussetzung für eine
gute Zukunft unserer Landwirtschaft

(Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber)

 

Sie werde auch künftig mit der Jungbauernschaft in engem Kontakt bleiben, so die Ministerin, und stets ein offenes
Ohr für die Belange des Berufsnachwuchses haben.


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CSU-Parteitag in München: Melanie Huml zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt

Beim CSU-Parteitag in München wählten die Delegierten am gestrigen Freitag (18. Oktober) Melanie Huml zur stellvertretenden Parteivorsitzenden. Die 44-jährige Oberfränkin möchte als Ärztin und Mutter von zwei kleinen Söhnen vor allem soziale und landespolitische Themen in den inneren Parteivorstand einbringen. Weiterlesen
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Coburg: Designerin entwirft das schönste Dirndl 2019

Beim bayrischen Abend des Bundesverbandes der Innovationszentren in München wurde der Preis für das schönste Dirndl verliehen. Dieses Jahr ging die Auszeichnung nach Oberfranken. Siegreich war der Entwurf der Coburger Designerin Adelka Niels.

Dirndl überzeugt durch Extravaganz

Die Leiterin der Designwerkstatt Coburg, Katrin Ellmer, trug das preisgekrönte Dirndl des Labels "Designerpunks" von Adelka Niels. 2018 wurde das Coburger Mode-Startup gegründet. In München konnte man bei der Preisverleihung im vollsten Maße überzeugen. Das Kleidungsstück ist nämlich aus Polsterstoffen gefertigt und am Armausschnitt mit Federn bestickt.

Katrin Ellmer erzählt:

Es war sehr angenehm zu tragen und hat spürbar Aufmerksamkeit während des Abends erregt [...] Wir haben eine großartige Kreativwirtschaft vor Ort, die sich auch in München sehen lassen kann.

 

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"Designerpunks" nun deutschlandweit bekannt

Die Designerin Adelke Niels überzeugt immer wieder mit ihren neuen, frischen Ideen. Sie versucht Tradition und das Moderne zu verbinden. Als sie von der Prämierung erfuhr, zeigte sie sich begeistert:

Als ich erfahren habe, dass wir zusammen mit Karin Ellmer tatsächlich den Preis gewonnen haben, konnte ich es zunächst gar nicht glauben.

Somit ist das Konzept des Labels "Designerpunk" eine weitere Erfolgsidee aus Coburg, die jetzt Fans in ganz Deutschland gefunden hat.

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Bamberg / München: Bitcoins im Wert von 180.000 Euro gestohlen

Nach umfangreichen Ermittlungen der Zentralstelle Cybercrime bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg wurde kürzlich ein 30-jähriger Systemadministrator aus München festgenommen. Der Mann soll ein Münchener Unternehmen um Bitcoins im Wert von rund 180.000 Euro gebracht haben.

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Razzia gegen „Blood & Honour Division Deutschland“: Durchsuchung auch im Landkreis Bamberg

Am gestrigen Mittwoch (12. Dezember) wurden in den frühen Morgenstunden bundesweit Durchsuchungsbeschlüsse an insgesamt 15 Objekten gegen Verantwortliche der verbotenen rechtsextremistischen Vereinigung „Blood & Honour Division Deutschland“ vollzogen. Im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen wurden vier Haftbefehle vollstreckt. Auch im Landkreis Bamberg kam es zu Durchsuchungsaktionen. Weiterlesen
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Mordprozess in München: Lebenslänglich für einen 33-Jährigen aus Naila

Lebenslänglich wegen Mordes, so lautet das Urteil im Prozess um einen 33-jährigen Mann aus Naila (Landkreis Hof) am heutigen Montag (03. Dezember) in München. Der Oberfranke musste sich vor dem Landgericht München I dafür verantworten, im Herbst 2017 seine 35 Jahre alte Lebensgefährtin umgebracht und später am Feringasee bei München verbrannt zu haben.

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Bayreuth / München: Dorothea Greiner erhält Bayerischen Verdienstorden

Die Regionalbischöfin im Kirchenkreis Bayreuth, Oberkirchenrätin Dorothea Greiner (59), wurde am Mittwoch (27. Juni) in München von Markus Söder mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

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Bamberg: Chefdirigent Jakub Hrůša verlängert bei den Symhonikern

Der Chefdirigent Jakub Hrůša bleibt für weitere fünf Jahre bei den Bamberger Symphonikern. Das wurde jetzt offiziell veröffentlicht. Seit 2016 ist Hrůša der Nachfolger von Jonathan Nott. Weiterlesen

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