Tag Archiv: Natur

Lichtenfels: Preisträger von Umwelt-Förderpreis werden ermittelt

Fünf Gruppen und Einzelpersonen wurden von einer Jury für den diesjährigen Förderpreis des Landkreises Lichtenfels ausgewählt. Hierfür stellt die Sparkasse Coburg-Lichtenfels 2.000 Euro für besondere Verdienste im Natur- und Umweltschutz zu Verfügung. Durch den Förderpreis könne das Jahrzehnte lange Engagement einzelner Bürger  oder Vereine gewürdigt werden. Die Vorstellung der diesjährigen Preisträger und die Preisverleihung finden im Rahmen einer Feierstunde am 22. Mai in der Sparkasse Lichtenfels statt.

 

Jury zum Umwelt-Förderpreis, v.l.n.r.: Michael Stromer (Kreisfachberater), Michael Bienlein (Kreisobmann des Bauernverbandes), Walter Partheymüller (Sparkasse Coburg-Lichtenfels), Anton Reinhardt (Bund Naturschutz), Oliver Kröner (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten), Andrea Musiol (Umweltstation),  Bernd Flieger (Naturschutz am Landratsamt) und Marion Damm (Landesbund für Vogelschutz)


 

Forchheim: Stadt plant einen Waldlehrpfad

Für unser Ökosystem ist der Wald lebensnotwendig, für viele Tierarten ist er Heimat, für Spaziergänger Erholung und für Kinder ist er einfach nur Abenteuer. Damit der Wald für Kids jedoch nicht nur Spielplatz ist, gibt es mittlerweile in einigen Wäldern Lehrpfade. Auch Forchheim plant nun einen solchen Lehrpfad. Auf einer Länge von knapp 2 km wollen Stadt und Volksbank Forchheim Kinder wieder mehr für die Natur begeistern. An Biologieunterricht zum Anfassen sehen Sie ab 18:00 Uhr bei uns in „Oberfranken Aktuell„.

 


 

 

Bund Naturschutz: Organisation zieht Bilanz für 2013

Größte Erfolge waren 2013 die Nachweise der Wildkatze in Wäldern Oberfrankens, erfolgreiche Initiativen für Windkraft nach Plan im Rahmen der Regionalplanung, das praktische Aus für einen umstrittenen Windpark am Steinberg (Lkr. Wunsiedel), die Verhinderung der Trubachtalquerung (Lkr. Forchheim), die Erweiterung eines Steinbruches am Deisenstein (Lkr. Lichtenfels) und die Einstellung der Giftspritzerei gegen den Eichenprozessionsspinner an den Autobahnen bei Forchheim und Bamberg. Mit einem Zuwachs bei den Mitgliedern von 15 % im Jubiläumsjahr geht der BN in Oberfranken gestärkt in die Auseinandersetzungen um die Zukunft.

BN gegen sinnlosen Straßenausbau

„Mit Sorge betrachtet der BN auch die ungebrochene Straßenausbauplanung. „Obwohl die Folgen des Klimawandels immer offensichtlicher und ein Ausbau der Straßen immer unsinniger wird, hält die Staatsregierung an ihrer Betonpolitik fest. Kommunalpolitiker haben hier entscheidende Mitsprachemöglichkeiten, ob Oberfranken weiter zur LKW-Transitregion umgebaut wird. Zur Kommunalwahl appellieren wir deshalb an alle Kandidaten, sich zur Innenentwicklung, zur Wiedernutzung innerörtlicher Baulücken, die stärkere Nutzung wenig genutzter Gewerbeflächen und die Renaissance der Dorfläden zu bekennen“, so BN-Landesbeauftragter Richard Mergner.

Energiewende einer der Schwerpunkte

Ein weiterer Schwerpunkt in Oberfranken war 2013 die Energiewende. „Gerade im windreichen Oberfranken setzen wir uns für eine planvolle Lenkung des Windkraft-Ausbaus und konkrete Energieeinsparung ein“, so Tom Konopka, Regionalreferent für Oberfranken. „2014 wird uns die Verteidigung der guten Regionalplanung intensiv beschäftigen, wenn Ministerpräsident Seehofer die neue Abstandsregelung („10 Horst“) durchsetzen will. Sie würde die von uns abgelehnte neue Gleichstrompassage durch den Regierungsbezirk erst richtig befördern.“

Thema Landwirtschaft

Als Erfolg verbucht der BN 2013 auch das Ringen um eine Agrarwende. „Zahlreiche oberfränkische Kreis- und Ortsgruppen beteiligten sich im Januar 2013 an der Großdemonstration in Berlin unter dem Motto ‚Wir haben es satt‘. Sie waren auch dieses Jahr wieder dabei. Wir wollen gemeinsam erreichen, dass bäuerliche und an die Landschaft angepasste Betriebe noch eine faire Überlebenschance haben.“ Auch die Bündnisse für gentechnikfreie Landwirtschaft waren in Oberfranken wieder sehr aktiv. Der BN wird 2014 in breiten Bündnissen für die dringend nötige Ökologisierung der EU-Agrarpolitik arbeiten, die gerade für die kleinstrukturierte Landwirtschaft der oberfränkischen Mittelgebirgslandschaften eine zentrale Rolle spielt.

Im BN ist jedes Jahr ein Jahr der Biodiversität

2013 wurden wieder hunderte von Biotopen durch die ehrenamtlichen Aktiven für den Erhalt unserer Landschaft und der gefährdeten Arten gepflegt. Allein in der Kreisgruppe Wunsiedel waren dies 50 Flächen und etwa 2.000 Arbeitsstunden, in der Kreisgruppe Hof Einsätze in 39 Biotopen und in Bayreuth 65 Einsätze. Mit dem Projekt „Guter Heinrich“ startete die Kreisgruppe Hof ein neues Projekte zum Schutz einer gefährdeter Pflanzenart, viele andere Projekte laufen weiter, darunter Grünes Band (Co, Kc, Ho, Wun), Flussperlmuschel (Hof), Fledermauserfassung (Forchheim), Erhalt alter Apfelsorten (Coburg, Forchheim, Bayreuth u.a.), Weißstorch (Kulmbach). Alle Kreisgruppen sind im Frühjahr beim Amphibienschutz aktiv und retten jedes Jahr etwa hunderttausend Kröten, Frösche und Molche vor dem Tod durch Überfahren allein im Regierungsbezirk. Ein Großprojekt war 2013 in Oberfranken die Erfassung der Wildkatze, an der sich z.B. die Kreisgruppen Kulmbach, Bamberg, Coburg, Forchheim und Lichtenfels intensiv beteiligten: Mit Baldrian besprühte Lockstöcke wurden dazu in verschiedensten Wäldern ausgebracht und die Haare von Katzen, die sich im Laufe von Wochen daran rieben genetisch analysiert. Und es zeigt sich: Die Wildkatze ist wieder da, sie hat Oberfranken wieder erobern können. Auf der Oberfrankenausstellung in Bayreuth konnte die Wildkatze durch die Kreisgruppe Bayreuth auch ins rechte Licht gesetzt werden. Damit Moore nicht weiter durch Torfabbau zerstört werden, haben BN-Gruppen, allen voran der BN in Bamberg und in Creussen Initiativen für mehr „torffreies Gärtnern“ gestartet. Bayernweit ringt der BN weiter um einen Nationalpark Steigerwald.

Bio, gentechnikfrei und regional – für eine umwelt- und klimafreundliche Landwirtschaft

Erfolgreiche Kooperationen von BN-Gruppen mit Landwirten haben auch 2013 dazu geführt, dass sich die Nachfrage und die Angebote von umwelt- und klimafreundlichen Nahrungsmitteln erweitert haben. Die BN-Kreisgruppen wie Bamberg, Lichtenfels organisierten zahlreiche Vorträge und Exkursionen zum Thema Agrarpolitik, in Hof, Kronach und Kulmbach konnte das Projekt Weidewelt Frankenwald erfolgreich abgeschlossen und ein Einkaufsführer herausgebracht werden.

Bessere Verkehrskonzepte und Flächenschutz

Einer der größten Erfolge war 2013, dass die bereits planfestgestellte und von der Kommunalpolitik seit Jahren gewünschte Umfahrung von Kauerndorf und Untersteinach (B289, Lkr. Kulmbach) nicht gebaut wurde, weil das Geld fehlt. Dem schönen Schorgasttal bleibt eine enorme Verhunzung zunächst erspart. Leider wurde aber soeben mit dem Bau der Ortsumfahrung Melkendorf (Stadt Kulmbach) begonnen, gegen die der BN lange gekämpft hat. Viele Straßenbauplanungen wie die Lerchenhoftrasse (B 303 bei Johannisthal), der vierspurige Ausbau der B 173 bei Küps, Trieb und Hochstadt (Kc, Lif), der vierspurige Ausbau der B 303 über das Fichtelgebirge (Wun, Bt), die Ostumfahrung Forchheims durch das Wiesenttal (B 470), die Kelbachgrundanbindung bei Ebensfeld (Lif) oder die Ortsumfahrungen von Neunkirchen und Dormitz (Fo) haben den BN beschäftigt. Zur Flugplatzplanung in Wiesenfeld bei Coburg konnten im Rahmen des Bündnisses für die Region – gegen den Verkehrslandeplatz wieder etliche Protestaktionen und Initiativen durchgeführt werden. Große Chancen für den Flächen- und Landschaftsschutz tun sich in Bamberg auf, wo mit dem Abzug der US-Amerikaner 2014 155 ha militärisch genutzte Kasernenflächen freiwerden. Hier wird der BN vor allem darauf drängen, dass die Konversion zur Innenentwicklung und nicht zu einem weiteren Gewerbegebiet im Hauptsmoorwald oder zur Zerstörung der Sandflächen am Flugplatz Kramersfeld führt. Bei allen Verkehrsprojekten hat der BN 2013 bessere Alternativen oder einen vollständigen Verzicht vorgeschlagen und wird dies 2014 verstärkt zur Vermeidung finanzieller und ökologischer Desaster und für eine intelligente Mobilität fortsetzen. Der nicht mehr vermittelbare Flächenverbrauch wird angesichts der Abnahme der Bevölkerung in Oberfranken auch 2014 ein Schwerpunkt sein.

Energiewende: Vorrang für Einsparung

Fast alle Kreisgruppen beteiligten sich 2013 an der zentralen Demonstration „Energiewende retten“ in Berlin mit 16.000 TeilnehmerInnen, weitere führten Aktionen zum Atomausstieg am Fukushima-Jahrestag durch. Die oberfränkischen BN-Gruppen haben sich auch intensiv in die Ausgestaltung der Energiewende und die Erarbeitung lokaler Konzepte für eine nachhaltige Energieversorgung eingemischt. Beispielsweise hat der BN Bayreuth mit der Wärmebildkamera die Vorteile der Fassadendämmung aufgezeigt, die Kreisgruppe Hof macht z.B. Energieberatung für finanzschwache Haushalte, fast alle machen regelmäßig Veranstaltungen dazu. Bei der Windkraft wurden vielen Planungen befürwortet, aber es gab es auch Ablehnungen – nicht jeder in die Diskussion gebrachte Standort ist für ein Windrad geeignet. Alle Kreisgruppen beteiligten sich intensiv an der Regionalplanung, um Windkraft nach Plan voranzubringen. Im Raum Coburg organisierten die Aktiven des BN etliche Mahnwachen gegen die geplante 380 KV-Leitung Altenfeld-Redwitz. Der BN gab im Planfeststellungsverfahren eine fundierte Stellungnahme ab und zeigte, dass hier vor allem Braunkohlestrom fließen soll. Damit würde die Energiewende aber konterkariert. Mit guten Beispielen voran geht der BN z.B. beim Projekt Energievision Frankenwald (Ho, Kc, Ku) oder beim Jugendsolartprojekt (Ba).

Umweltbildung: Hohe Nachfrage

Um das Interesse an und das Verständnis für die Natur und natur- und klimaverträgliche Nutzungsformen zu fördern, haben die oberfränkischen Kreisgruppen und die „Ökologische Bildungsstätte Oberfranken in Mitwitz“ 2013 ihre Umweltbildungsprogramme weiter ausgebaut. Ausstellungen wie zum Biber wurden präsentiert (z.B. Fo, Ba, Co, Ku), das Projekt „Fräulein Brehms Tierleben“ begeisterte Schulkinder in Coburg, die Großprojekte EMIL (Ho), Stadtoase (Kc) oder SchlöNZ (Ku) führten ihre bereits bewährte Arbeit fort.

Jubiläumsjahr 2013

Nicht nur das hundertjährige Jubiläum des BN wurde kräftig gefeiert, z.B. bei der zentralen oberfränkischen Veranstaltung am 1. Mai am Waldstein. Fünf der neun Kreisgruppen konnten auch 40 jähriges Gründungsjubiläum feiern (Fo, Ho, Ku, Lif, Wun). Bayreuth beging 25 Jahre Umweltbüro, die BN-Jugendorganisation in Untersiemau besteht bereits seit 20 Jahren, was beim Apfelfest und mit einem ganzjährigen Programm gebührend gefeiert wurde.

Gestärkt ins Jahr 2014

Die Mitgliederzahl des BN ist in Oberfranken im vergangenen Jahr von 14.759 Mitgliedern und Fördereren auf 16.830 Mitglieder (jeweils Dezember) gestiegen, ein hoher Mitgliederzuwachs von 15%. Der oberfränkische BN mit seinen neun Kreisgruppen und 75 Ortsgruppen geht daher gestärkt ins Jahr 2014 und wird weiterhin mit breiten Allianzen und vielfältigen Ideen zum Erhalt der Lebensqualität in Oberbayern beitragen.

 

 


 

 

„Indian Summer“ in Oberfranken: Blick auf Mensch, Tiere & Natur

Die Nächte werden deutlich länger, am Morgen spürt man eine gewisse Kühle und ein Farbenrausch der Natur präsentiert sich dem Betrachter. Der Herbst hat das Zepter übernommen und zeigt sich derzeit von seiner schönen Seite. Eine blauer Himmel mit viel Sonne versüßt die ersten Herbsttage im September. Die Natur stellt sich um, Tiere und Menschen müssen ebenfalls von der Sommer-Tour in den Herbstmodus schalten. Wie dies gelingt und was es zu beachten gilt, erfahren Sie ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 


 

 

Tirschenreuth: Gartenschau 2013 öffnet ihre Pforten

Am heutigen Mittwoch wurde die Gartenschau 2013 in Tirschenreuth offiziell eröffnet. Bis kurz vor der Öffnung der Tore wurde das circa 20 Hektar große Ausstellungsgelände noch mit zahlreichen Sommerblumen verschönert. Bis zum 25. August 2013 können sich die Bürger nun von der Schönheit und Natur in Tirschenreuth überzeugen. Bilder von der Eröffnung gibt es ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“.

 


 

 

Großes Jubiläum: 100 Jahre Bund Naturschutz in Oberfranken

Naturschutzgebiete wie der Waldstein, die Luisenburg oder der Schneeberggipfel im Fichtelgebirge. Die Bekämpfung des so genannten Katzendreckgestanks in Hochfranken. Die Verhinderung eines Atomkraftwerkes in Unterviereth bei Bamberg. Nur einige Projekte, die der Bund Naturschutz maßgeblich mit verwirklicht hat. Seit 100 Jahren ist der Bund Naturschutz „das grüne Gewissen“ der Region. Heute hat der Verein so viele Mitglieder wie noch nie. Bayernweit engagieren sich fast 200.000 Männer, Frauen, Kinder und Jugendliche für den Schutz unserer Umwelt. In Oberfranken sind es gut 15.000 Personen, die dem Bund Naturschutz angehören. Mehr von der Jubiläumsfeier auf den Waldstein im Landkreis Hof, sehen Sie ab 18 Uhr in „Oberfranken Aktuell“.

 


 

 

Liebe in der Arzberger Botanik: Freiluft-Erotiker ersteigern beste Plätze

Liebe unter freiem Himmel – das ist es worauf die Schlottenhofer bei Arzberg aus dem Landkreis Wunsiedel stehen. Roinln nennen sie das Vergnügen im Freien. Und damit sich die Freiluft-Erotiker beim Roinln nicht ins Gehege kommen, haben sie die begehrtesten Plätze im Dorf jetzt einfach versteigert. Wer eine Roinl-Karte hat, kann sein lauschiges Plätzchen ab dem ersten Mai nach belieben belieben. Mehr zum Treiben unterm freien Himmel ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“.