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Frankenwald: Schlechte Zeiten für Fahrerflüchtige

Der hohen Aufmerksamkeit von Zeugen ist es zu verdanken, dass am Freitag (24. März) im Frankenwald gleich drei Fahrerfluchten sehr schnell aufgeklärt werden konnten.

Nummer 1: Vorfahrt missachtet

Den Anfang machte ein Verkehrsteilnehmer, der einer 25-Jährigen gegen Mittag nahe des Bad Stebener Ortsteils Carlsgrün die Vorfahrt nahm. Die junge Frau musste ausweichen, um einen Unfall zu vermeiden. Dabei landete sie im Straßengraben und beschädigte einen Leitpfosten. Der Verursacher fuhr einfach weiter, allerdings konnten aufmerksame Zeugen sein Kennzeichen notieren, sodass er sehr bald mit unangenehmer Post zu rechnen haben wird.

Nummer 2: Bitte AUF der Straße abbiegen

Nur wenig später, gegen Mittag, wollte eine 69-Jährige an der so genannten „Rittwegskreuzung“ in Naila abbiegen und beschädigte dabei die auf dem Gehweg aufgestellten Fußgängerabsperrungen. Die Frau fuhr anschließend einfach weiter, ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern. Auch in diesem Fall notierten aber aufmerksame Zeugen das Kennzeichen, sodass die Polizei die Dame problemlos ermitteln konnte.

Nummer 3: Augen auf im Rückwärtsgang

Wiederum ohne viel Verzögerung kam es dann am Nachmittag zu einer weiteren versuchten Unfallflucht, diesmal in Issigau. Ein 30 Jahre alter Mann beschädigte beim Rückwärtsfahren mit seinem Kleintransporter einen PKW, der auf einem Grundstück abgestellt war. An dem Auto entstanden dabei etwa 3.000 Euro Schaden, trotzdem fuhr der 30-Jährige einfach weiter. Nach kurzer Fahndung konnte der Mann aber noch in der Nähe von der Polizei gestoppt und eindeutig als Verursacher identifiziert werden – die eindeutigen Spuren an seinem Lieferwagen dürften ihm das Leugnen dabei wohl schwer gemacht haben. Auch in diesem Fall wird nun eine Anzeige wegen Verkehrsunfallflucht folgen.

Polizei sagt Danke

Die Polizeiinspektion Naila bedankt sich in allen drei Fällen explizit bei den entsprechenden Zeugen – ohne deren Aufmerksamkeit wären die Unfallfluchten wohl nur sehr schwer oder sogar gar nicht aufgeklärt worden.

Retro-Kennzeichen für Oberfranken

Fünf der neun oberfränkischen Landkreise haben sich schon jetzt für die heiß diskutierte Wiedereinführung der alten Kfz-Kennzeichen entschieden.

Die Landkreise Lichtenfels, Kronach, Coburg, Bayreuth und Forchheim werden bis zur Deadline am 30. April bei der Regierung von Oberfranken ihre entsprechenden Anträge einreichen. Die Halter können dann ihre Fahrzeuge auf Wunsch mit den verschiedenen Altkennzeichen ausstatten. Die werden ab Juli wieder auf den Straßen zu sehen sein.

Die Kreise Wunsiedel, Kulmbach und Bamberg beraten am Freitag unabhängig voneinander über diese Thematik in ihrem jeweiligen Kreisausschuss bzw. Kreistag. Dann soll auch in diesen Bezirken eine Entscheidung fallen.

Lediglich Hof hat sich als erster oberfränkischer Landkreis bereits definitiv gegen diese Reform ausgesprochen und verzichtet damit auf die Wiedereinführung der Kennzeichen von 1972.