Tag Archiv: Oberleiterbach

© Landratsamt Bamberg

Oberleiterbach: Silbermedaille bei bayernweitem Wettbewerb gewonnen

Beim bundesweiten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ erhielt Oberleiterbach (Landkreis Bamberg) die Silbermedaille auf Landesebene. Besonders beeindruckt hatten die Jury die Attraktivität des Dorfs, das Engagement der Bürger und der Zusammenhalt vor Ort.

Oberleiterbach ist Bioenergiedorf

Zum Erfolg beigetragen haben verschiedene Projekte. So ist der Gemeindeteil von Zapfendorf zum Beispiel das erste offiziell anerkannte Bioenergiedorf im Landkreis. Es gibt dort eine Biogas- und Hackschnitzelheizanlage, die genossenschaftlich betrieben wird. Das deckt einen Großteil des Heiz- und Strombedarfs der Haushalte.

Viele weitere Projekte sorgen für Attraktivität

Außerdem haben die Bürger ein Gemeinschaftshaus errichtet, einen weitläufigen Spiel- und Festplatz, ein seit Jahrzehnten vorbildlich durchgrünter Friedhof und die Renaturierung des Leiterbaches durchgeführt. Ein besonderes Merkmal Oberleiterbachs ist die Lage am Jakobsweg, der direkt durch das Dorf führt. Hier hat der Ort Fingerspitzengefühl bewiesen und am unteren Dorfplatz einen Pilgerbrunnen mit Hilfe der Dorferneuerung errichtet.

Schon mehrfach beim Wettbewerb mitgemacht

Das Dorf hat schon öfter an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen. 2016 schaffte es bereits die Goldmedaille auf Kreisebene. 2017 die Goldmedaille auf Bezirksebene und jetzt eben die Silbermedaille auf Bundesebene.

 

© Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

„Unser Dorf hat Zukunft“: Zwei Mal Silber & zwei Mal Bronze für Oberfranken

237 bayerische Gemeinden traten 2018 zu dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ an, 15 von ihnen erhielten jetzt im Rahmen einer Festveranstaltung in Veitshöchheim (Landkreis Würzburg) die begehrten Medaillen. Darunter waren mit Harsdorf, Oberleiterbach, Heidelheim und Issigau auch vier Dörfer aus Oberfranken. . „Der Einsatz aktiver Dorfgemeinschaften trägt maßgeblich dazu bei, ein lebenswertes Umfeld auf dem Land zu fördern und die soziale und strukturelle Entwicklung in den Dörfern zu schaffen“, so die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. 

Weiterlesen

© TVO

Themenseite: Bürgerenergiepreis 2016 in Bayreuth verliehen

Die Bevölkerung für die Energiewende begeistern. Das will der Energiedienstleister Bayernwerk mit dem Bürgerenergiepreis erreichen. Mit 10.000 Euro ist die Auszeichnung insgesamt dotiert. Darüber dürfen sich in diesem Jahr drei Preisträger freuen: Eine Schule aus Bamberg, eine Familie aus dem Landkreis Hof und eine Dorfgemeinschaft aus dem Bamberger Land. Im Landrätesaal der Regierung von Oberfranken in Bayreuth fand am Montagabend (28. November) die offizielle Ehrung statt.

Bayreuth: Bürgerenergiepreis 2016 verliehen
(Aktuell-Bericht vom 29.11.16)
Die Preisträger 2016
Preisträger Bürgerenergiepreis 2016: Energiegenossenschaft Oberleiterbach

Energiegenossenschaft Oberleiterbach e.G.:

Markt Zapfendorf, Landkreis Bamberg
Projekt: „Bioenergiedorf“

Oberleitbach hat 270 Einwohner. Die Idee, eine zentrale Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energiequellen zu realisieren, wurde in Vorbereitung zur Dorferneuerung 2009 geboren. Im Zuge der Dorferneuerung wurde ein Nahwärmenetz verlegt, das im Oktober 2013 in Betrieb ging. Von einer Biogasanlage wird Abwärme entnommen, eine Hackschnitzel-Heizanlage komplettiert das Nahwärmesystem. Durch die Beteiligung zahlreicher Dorfbewohner, die ihre Ideen und Kenntnisse eingebracht haben, ist eine sehr starke Dorfgemeinschaft entstanden, die die Gründung der Energiegenossenschaft möglich gemacht hat.

(Preisgeld: 3.000 Euro)

Herr Andreas Link

Schwarzenbach a. d. Saale, Landkreis Hof
Projekt: „Neubau 2-Familienhaus, Sonnenhaus autark ökologisch“

Andreas Link baut ein nahezu autarkes Sonnenhaus in vollkommen ökologischer Bauweise. Er verwendet nach Möglichkeit regionale Baustoffe. Beim Rohbau wird Holz verwendet und an Wänden und am Dach eine Stopfhanfdämmung eingesetzt. Putz und Mauer sind aus Lehm, der von Sonne und Wind getrocknet wurde. Das eingesetzte Holz stammt aus heimischen Wäldern. Geheizt wird mit Vakuumröhrenkol-lektoren, die mit Wasser statt Glykol betrieben werden. Ein wassergeführter Kaminofen liefert bei Bedarf zusätzliche Wärme. Eine Photovoltaik-Anlage wird den Autarkiegrad erhöhen. Der Einsatz von regionalen Bau- und Dämmstoffen sowie einem sehr niedrigen Verbrauch von Herstellungsenergie lassen eine hervorragende Klimabilanz erwarten.

(Preisgeld: 3.000 Euro)

Preisträger Bürgerenergiepreis 2016: Andreas Link aus Schwarzenbach/ Saale
Preisträger Bürgerenergiepreis 2016: Technikerschule Bamberg

Fachschule für Mechatroniktechnik des Berufsschulzentrums

Bamberg
Projekt: „Smart Home“

Mit dem Projekt soll der Eigenverbrauch einer hauseigenen Photovoltaik-Anlage effektiver genutzt werden. Es werden im Haus vorhandene Speicher, wie zum Beispiel die Gefriertruhe und die intelligente Ansteuerung relevanter Verbraucher, genutzt. Ein Prototyp der automatischen Steuerung wurde gebaut und programmiert. Ziel des Projektes ist es, die lokale Energieerzeugung und Energieverwendung besser aufeinander abzustimmen. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen führt dies auch zu einer Entlastung der Stromnetze, da die Einspeisung des hauseigenen PV-Stroms reduziert werden kann.

(Preisgeld: 4.000 Euro)