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Stadt & Landkreis Hof / Rehau: Jetzt 48 Corona-Infektionen!

UPDATE (26.07.2020 / 17:25 Uhr)

Wie das Landratsamt Hof am Sonntagabend mitteilte, ist die Zahl der festgestellten Corona-Fälle erneut um fünf Personen gestiegen. Damit sind im Landkreis Hof aktuell 47 Personen, in der Stadt Hof eine Person Corona-positiv. Die Zahl der Corona-Fälle insgesamt steigt auf 617.  Vor diesem Hintergrund hat Landrat Dr. Oliver Bär heute im Rahmen einer Pressekonferenz über die aktuelle Situation im Hofer Land informiert.

Verbreitung nur unter bekannten Rehauer Großfamilien

Wir haben in den vergangenen Tagen über 1.000 Tests durchgeführt. Sowohl in verschiedenen Einrichtungen wie Schulklassen und Gemeinschaftsunterkünften, als auch bei Kontaktpersonen von Infizierten. Die Ergebnisse der umfangreichen Tests haben gezeigt, dass sich das Virus ausschließlich im Bereich der Rehauer Großfamilien verbreitet hat", so der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär.

Alle positiv Getesteten in Quarantäne

Alle Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, befinden sich in Quarantäne und werden vom Gesundheitsamt betreut und in den kommenden Tagen weiter getestet. Alleine an dem Testmobil des Landkreises Hof wurden in Rehau von Mittwoch bis Freitag 678 Tests genommen. 652 Test wurden bereits ausgewertet und sind negativ.

Keine weiteren Maßnahmen nötig

Im Hinblick darauf, dass außerhalb der ermittelten Großfamilien und deren Kontaktpersonen keine weiteren Fälle ausfindig gemacht werden konnten, sind zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Maßnahmen notwendig. „Die Maßnahmen, die wir bisher durchgeführt haben, waren richtig und notwendig. Sie sind zum jetzigen Zeitpunkt aber auch hinreichend“, so Bär.

Testkonzept entworfen

Der Landkreis Hof beobachtet das weitere Infektionsgeschehen in der Region aufmerksam, um ggf. schnell und zielgenau - etwa durch den erneuten Einsatz des Testmobils oder eine erneute Öffnung der zentralen Teststelle - zu reagieren. Gemeinsam mit der Ärzteschaft der Region wurde dazu ein Testkonzept entworfen, das in den nächsten Tagen vorgestellt werden soll.


UPDATE (25.07.2020 / 20:50 Uhr)

Wie das Landratsamt Hof am Samstagabend mitteilte, steigt die Zahl der festgestellten Corona-Fälle im Hofer Land leider weiter. Stand heute wurden 43 Personen in Stadt und Landkreis Hof positiv auf das Corona-Virus getestet. Die fünf neuen Fälle konnten im Rahmen der Testung von Kontaktpersonen ermittelt werden. Die Zahl der Corona-Fälle insgesamt im Hofer Land steigt damit auf 612. Die Zahl der Genesenen liegt bei 533, die Zahl der Todesfälle nach wie vor bei 36.


ERSTMELDUNG (24.07.2020 / 17:12 Uhr)

Die Zahl der festgestellten Corona-Fälle im Hofer Land steigt weiter an. Wie Landrat Oliver Bär am Freitagnachmittag (27. Juli) im Rahmen einer Pressekonferenz mitteilte, wurden seit gestern 22 weitere Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Damit gelten aktuell 39 Personen in Stadt und Landkreis Hof als infiziert.

Mehrzahl der Neuinfizierten stammt aus Großfamilien einer Nationalität

Bei 17 der 22 Neuinfizierten handelt es sich laut offiziellem Statement aus dem Landratsamt Hof "um Personen aus Großfamilien einer Nationalität" aus Rehau (HO), die in den vergangenen zwei Tagen vom Gesundheitsamt gezielt kontaktiert und getestet wurden. Die Personen sollen aus Osteuropa stammen. Weitere Ergebnisse dieser Tests stehen derzeit noch aus.

Fünf Neuinfizierte außerhalb von Rehau

Bei den fünf weiteren Neuinfizierten handelt es sich um Fälle, die außerhalb Rehaus auftraten. Diese stehen aber in Zusammenhang mit dem Ausbruch in Rehau beziehungsweise handelt es sich um Einzelfälle von Reiserückkehrern.

 

Wir können jetzt Zusammenhänge erkennen und damit gezielt reagieren, um Infektionsketten zu stoppen. Alle positiv Getesteten wurden unter Quarantäne gestellt. Wir werden nun weitere Testungen und zielgenaue Maßnahmen vornehmen, um die Infektionswege einzudämmen.

(Oliver Bär, Landrat des Landkreises Hof)

 

400 freiwillige Tests in den letzten beiden Tagen

Unterdessen hatten sich in den vergangenen beiden Tagen über 400 Personen im Rahmen der freiwilligen Reihentestungen in Rehau auf Covis-19 hin testen lassen. 205 Fälle wurden bereits ausgewertet und fielen negativ aus.

Aktuell-Bericht vom Freitag (24. Juli 2020)
Stadt & Lkr. Hof: Aktuell 39 Corona-Infizierte

Coburg: Brose-Boss Stoschek droht mit Abwanderung!

Diese Nachricht sorgt am Donnerstag (2. August) für ein mächtiges Beben in den Bereichen Wirtschaft und Politik in Oberfranken: Michael Stoschek, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung beim Automobilzulieferer, hat angedroht, den Firmen-Stammsitz in Coburg zu schließen und die Produktion ins Ausland zu verlagern. Grund dafür sollen die überdurchschnittlich hohe Zahl an Krankheitstagen in der Belegschaft sowie die hohen Produktionskosten sein.

Hohe Lohnkosten und hoher Krankheitsstand

So kritisierte Stoschek bei einer Betriebsversammlung im letzten Monat diese zwei Kernpunkte. Stoschek soll mit dem Blick auf die Zahlen gedroht haben, Arbeitsplätze nach Osteuropa zu verlagern, sofern diese Punkte nicht angegangen werden. Jeder Angestellte müsse jetzt dazu beitragen, die Werkschließung noch abzuwenden, hieß es von Brose-Seite. 

Konkurrenz produziert billiger

Das Coburger Werk verzeichnet einen Krankheitsstand von 26 Arbeitstagen. Dieser ist doppelt so hoch wie der bayerische Durchschnitt und der höchste Wert für ein Brose-Werk weltweit. Zudem stoßen dem milliardenschweren Unternehmer die Lohnkosten in Coburg auf. Bei dem Blick auf die Konkurrenz seien diese aus seiner Sicht deutlich zu hoch. So ist der Lohnzettel in Osteuropa nur 25 Prozent so "schwer" wie der in Coburg. Am Standort in der Vestestadt beschäftigt Brose rund 3.300 Mitarbeiter. Rund die Hälfte davon arbeitet in der Produktion.

Kostendruck zwingt zu Maßnahmen

Die Betriebsversammlung am 23. Juli in Coburg stand unter dem Zeichen der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Standorts. Bei der Versammlung schilderten die Geschäftsführer Kurt Sauernheimer, Sandro Scharlibbe und Jan Brauer erstmals in deutlicher Form die Situation im Vergleich zu den Wettbewerbern und anderen Brose-Standorten auf der Welt. Der extreme Kostendruck zwingt die Verantwortlichen laut der eigener Brose-Mitteilung nun zum Handeln. Der Betriebsrat wusste von der angespannten Situation schon länger. Das Gremium will nun um den Erhalt der Coburger Arbeitsplätze kämpfen.

Fertigung in Coburg nicht mehr wettbewerbsfähig

Laut den Geschäftsführern fressen die umgesetzten Lohnsteigerungen von 37 Prozent die Einsparungen bei Verwaltungs- und Projektkosten sowie im Materialeinkauf auf. Damit, so Brose, kann der Coburger Standort Investitionen und Entwicklungsleistungen nicht mehr selbst finanzieren. Demzufolge sei die Fertigung in Coburg nicht mehr wettbewerbsfähig.

Unternehmen sucht Möglichkeiten des Sparens

Die Brose Chefetage sucht nun nach Möglichkeiten des Sparens und setzt hier bei den Mitarbeitern an. So denkt man über die Reduzierung von Urlaubstagen, eine Verlängerung der Arbeitszeit, die Absenkung von Zulagen oder die Umstellung von Akkord- auf Prämienlohn nach. All diese Maßnahmen müssten allerdings erst mit dem Betriebsrat abgestimmt werden.

Brose vergleicht Coburger Standort gegenüber anderen Produktionsstätten

In der Aufstellung vergleicht Brose den Coburger Standort mit anderen Produktionsstätten in Europa und weltweit. Die Lohnkosten liegen in der Vestestadt pro Stunde bei 24,31 Euro. In der Slowakei sind es hingegen nur 6,28 Euro, inklusive der Lohnnebenkosten. Weiterhin gibt es für die Mitarbeiter in Coburg den meisten Urlaub (30 Tage). In den USA sind es hingegen nur 15 Tage. Die Fertigungsmitarbeiter in China arbeiten laut der Brose-Stellungnahme 40 Tage mehr im Jahr als die Coburger Kollegen, in Mexiko sind es sogar 52 Tage mehr.

Auffällig hoher Krankenstand

Werkleiter Jan Brauer nannte zudem ein weiteres Problem, der hohe Krankenstand in der Fertigung des Stammwerkes. Auch in allen anderen Abteilungen in Coburg liegt dieser nach dem Brose-Statement deutlich über dem Vorjahreswert. Brauer appellierte an das Pflichtbewusstsein der Mitarbeiter. So seien die Coburger Fertigungsmitarbeiter im Durchschnitt mehr als einen Monat im Jahr krank und weniger als jeden zweiten Tag des Jahres an ihrem Arbeitsplatz. Auch hier zieht man den Vergleich zu anderen Standorten. Während in Coburg 26 Krankheitstage anfielen, sind es in China im Durchschnitt rund neun Tage, im Werk in Tuscaloosa (USA) sechs Tage und in Querétaro (MEX) ebenfalls nur sechs Tage.

Deadline bis Ende des Jahres

Stoschek forderte die Geschäftsführung und Betriebsrat auf, die Probleme zu besprechen und gemeinsam zu lösen. So sollen verbindliche Vereinbarungen bis Ende des Jahres mit dem Betriebsrat getroffen werden, um Kosten zu senken. "Der Standort Coburg muss zumindest seine Entwicklungskosten und die Investitionen finanzieren können. Wenn dies durch eine Halbierung des Krankenstands und durch andere kostensenkende Maßnahmen erreicht wird, geben wir die notwendigen Investitionen frei. Andernfalls beginnen wir mit der Verlagerung der Coburger Produktion voraussichtlich in unser Werk in Prievidza", so Stoschek.

Aktuell-Bericht vom Donnerstag (02. August 2018)
Coburg: Verlagert Brose sein Werk nach Osteuropa?
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Schirnding: Junge Männer mit Waffen-Attrappen erwischt

Bei der Kontrolle von drei Männern aus Osteuropa im Einreisezug aus der Tschechischen Republik beschlich den Fahndern aus Selb das Gefühl, dass die jungen Männer nicht unbedingt nur mit guten Absichten in das Bundesgebiet einreisen wollten. Mehrere Verdächtige Gegenstände wurden in dem Gepäck entdeckt.

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