Tag Archiv: Palliativmedizin

Klinikum Bamberg: Chefarzt für Palliativmedizin freigestellt

Paukenschlag am Klinikum in Bamberg am Dienstag (10. Januar): Mit sofortiger Wirkung ist das bestehende Arbeitsverhältnis mit dem Chefarzt der Klinik für Palliativmedizin einvernehmlich und mit Freistellung zum 31. Januar 2017 beendet worden. Außerdem erhielt der Mediziner ein Hausverbot.

Grund sind arbeitsrechtliche Konsequenzen

Die getroffenen Maßnahmen sind rein arbeitsrechtlicher Natur, so der Text einer Pressemitteilung der Sozialstiftung Bamberg. Genaue Hintergründe zu der Maßnahme und den möglichen Vorkommnissen konnte man am Dienstagnachmittag noch nicht in Erfahrung bringen.

Patienten werden weiterhin bestmöglich versorgt

Die stationären Patienten der Klinik für Palliativmedizin und der ambulanten Palliativ-Versorgung werden laut der Sozialstiftung ohne Einschränkung weiterhin bestmöglich behandelt und betreut.

Geschäftsführung bezieht im TVO-Interview Stellung
Bamberg: Klinikum stellt Chefarzt frei
(Aktuell-Talk vom 11.01.2016)

Sana Klinikum Hof: Palliativstation erhält neue Leitung

 Die Klinik für Palliativmedizin, die im Juli 2011 am Hofer Sana Klinikum eröffnet wurde, erhält eine neue ärztliche Leitung. Frau Dr. Silke Pietsch übernimmt die medizinische Leitung der Klinik für Palliativmedizin sowie die Medikamentöse Tumortherapie im Rahmen der Urologischen Onkologie, nachdem der bisherige  Chefarzt im Einvernehmen gesundheitsbedingt aus dem Krankenhausdienst ausgeschieden war. Palliativmedizin beruht auf einem ganzheitlichen Konzept in der Betreuung von Patienten mit einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung. In den Behandlungsgrundsätzen steht vor allem die kurz- bis mittelfristige Verbesserung des körperlichen und psychischen Zustandes schwer kranker Patienten im Mittelpunkt.

 

 


 

Neues Team verbessert Versorgung Schwerstkranker

Die Bayerische Staatsregierung setzt sich weiter für den Ausbau einer hochwertigen Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden durch Palliativmedizin und Hospizarbeit ein. Dies betonte die Bayerische Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml im Rahmen der Förderbescheidübergabe für den Aufbau eines neuen Teams zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung in der Region Bayerischer Untermain. „Palliativmedizin und palliativmedizinische Versorgung gehören zu den großen Herausforderungen eines modernen und menschlichen Gesundheitswesens. Bayern hat deshalb ein umfassendes Konzept zum Ausbau der erforderlichen Strukturen erarbeitet. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung nimmt dabei einen wichtigen Platz ein“, so Huml. Ziel des seit dem Jahr 2011 vom Bayerischen Gesundheitsministerium und Bayerischen Sozialministerium umgesetzten Konzepts ist eine umfassende und qualitativ hochwertige Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden durch Palliativmedizin und Hospizarbeit. Seit dem 1. Juli 2013 versorgt die Hospiz- und Palliativ-Team Bayerischer Untermain GmbH mit speziell geschultem Personal Patienten in Stadt und Landkreis Aschaffenburg sowie im Landkreis Miltenberg. Huml: „Ziel der Bayerischen Gesundheitspolitik ist eine menschliche Medizin, bei der die Bedürfnisse der Patienten in ihrer jeweiligen Situation im Vordergrund stehen. Durch spezielle Versorgungsangebote wird unheilbar kranken Menschen ein würdiges und schmerzfreies Leben in ihrer vertrauten Umgebung bis zuletzt ermöglicht.“

Der Ausbau der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung in Bayern kommt gut voran. 24 Teams für Erwachsene, davon acht im ländlichen Raum, und vier Teams für Kinder- und Jugendliche sind in ganz Bayern tätig. Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert den Ausbau mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von bis zu 15.000 Euro pro Team. Insgesamt stellt der Freistaat 100.000 Euro jährlich für die Anschubfinanzierung von SAPV-Teams in Bayern bereit.