Tag Archiv: Peggy K.

Fall Peggy – Wiederaufnahme: Interview mit Mutter von Ulvi K.

Elsa Kulac – die Mutter des mutmaßlichen Peggy-Mörders Ulvi – ist erleichtert, dass der Prozess gegen ihren Sohn neu aufgerollt wird. Die Lichtenbergerin befindet sich im Moment in Krankenhaus. Telefonisch teilt sie TV Oberfranken mit, dass sie mit der  Entscheidung des Landgerichtes große Hoffnung für Ihren Sohn und ihre Familie verbindet. Ulvi Kulac wurde vor fast 10 Jahren als Mörder von Peggy Knobloch verurteilt. Das Mädchen verschwand vor 12 ½ Jahren spurlos, bis heute gibt es keine Leiche. Ulvi Kulac selbst ist wegen mehrerer Missbrauchsdelikte im Bezirkskrankenhaus Bayreuth untergebracht, seine lebenslange Haftstrafe wegen des Mordes an Peggy hat er noch nicht angetreten. Wir sprechen mit Elsa Kulac, ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 

Hier unsere Reportage vom Montag (09. Dezember 2013):

 

 

 


 

 

Fall Peggy: Landgericht Bayreuth ordnet Wiederaufnahme des Verfahrens an!

Wiederaufnahme des Verfahrens angeordnet

Das Landgericht Bayreuth hat die Wiederaufnahme des Strafverfahrens im Fall Peggy K. angeordnet. Den Beschluss fasste das Gericht am heutigen Montag (9. Dezember 2013). Damit kommt es gegen den wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilten Ulvi K.  zu einer neuen Hauptverhandlung. Ulvi K. war am 30. April 2004 verurteilt wurden.

Zwei Gründe für Wiederaufnahme

Die Jugendkammer des Gerichts stützt sich bei der Wiederaufnahme auf zwei Gründe. So habe sich ein  –  zwischenzeitlich  verstorbener  –  Zeuge  mit seiner Aussage vor dem Landgericht Hof einer vorsätzlichen falschen uneidlichen Aussage zu Ungunsten des Angeklagten schuldig gemacht. Dieser Zeuge hat seine  Falschaussage im Jahr 2010 vor dem Ermittlungsrichter eingeräumt. Als zweiten Grund führt das Gericht das Vorliegen einer sogenannten Tathergangshypothese vom 30.04.2002 an, welche dem Gericht in Hof nicht bekannt gewesen sei.

Ulvi K. weiterhin in Psychiatrie  untergebracht

Über Einzelheiten zur neuerlichen Hauptverhandlung gegen den Angeklagten Ulvi K. wird das Landgericht Bayreuth zu gegebener Zeit informieren. Aktuell befindet sich Ulvi K. wegen anderer Taten in einem psychiatrischen Krankenhaus in Bayreuth. Diese Unterbringung ist von der aktuellen Entscheidung des Gerichts nicht betroffen. Mehr ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 


 

 

Bayreuth / Lichtenberg: Wiederaufnahmeverfahren im Fall Peggy?

Staatsanwaltschaft Bayreuth gibt Stellungnahme im Fall „Peggy K.“ ab

Wie die Staatsanwaltschaft Bayreuth am Mittwoch (20.11.2013) mitteilt, hat sie dem Landgericht Bayreuth nach eingehender Prüfung ihre Stellungnahme zum Wiederaufnahmeantrag des Verurteilten Ulvi K. im Fall Peggy vorgelegt. Der Wiederaufnahmeantrag von Ulvi K.-Anwalt Michael Euler wurde im April 2013 beim Landgericht eingereicht. (Wir berichteten!).

Landgericht Hof war Zeugin nicht bekannt

Zumindest einer der im Antrag vorgebrachten Punkte könnte nach Ansicht der Staatsanwaltschaft die Wiederaufnahme des Verfahrens rechtfertigen. Hierbei geht es um die Benennung einer Zeugin, die damals dem Landgericht Hof nicht bekannt war. Wann das Landgericht über den Antrag entscheiden wird, ist nicht bekannt.

Ulvi K. in Bayreuther Psychiatrie

Derzeit befindet sich Ulvi K. wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in 11 Fällen in der Bayreuther Psychiatrie. Die vom Landgericht Hof verhängte lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes an Peggy K., die Gegenstand des vorliegenden Wiederaufnahmeantrages ist, ist bislang nicht vollstreckt wurden.

Wir sprechen um 18:00 Uhr in „Oberferanken Aktuell“ mit Gudrun Rödel, Vorsitzende, Unterstützerkreis Ulvi.

 


 

 

Lichtenberg (Lkr. Hof): Kommt die Wende im Fall Peggy?

Es ist wohl einer der bekanntesten und mysteriösesten Kriminalfälle in Deutschland. 2001 verschwindet die damals neun Jahre alte Peggy Knobloch aus Lichtenberg im Landkreis Hof spurlos. Obwohl es keine Leiche gibt, verurteilt das Gericht den geistig behinderten 23 Jahre alte Ulvi Kulac 2004 zu lebenslanger Haft. Er soll der Mörder des Mädchens sein. Hauptgrundlage für die Verurteilung ist Ulvis Geständnis nach 40 Vernehmungen. Das widerruft er aber später, weil es scheinbar unter erheblichem Druck der Ermittler zustande gekommen ist.  Die Haft hat Ulvi bislang nicht antreten müssen. Er ist in der geschlossenen Abteilung der Bezirksklinik Bayreuth untergebracht. Seit Jahren hegen viele erhebliche Zweifel, dass der Gastwirtsohn tatsächlich der Mörder von Peggy ist.

Neue Ermittlungen führen nach Halle / Saale

Nun ist Holger E. aus Halle in Sachsen-Anhalt ins Visier der Ermittler geraten. Der Mann ist mittlerweile 29 Jahre alt und wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vorbestraft. Auch er stand damals schon unter Verdacht. Eine Nachricht, die die Menschen, die Ulvi für unschuldig halten, teils mit Hoffnung aber auch mit gemischten Gefühlen aufgenommen wird. Hendrik Ertel berichtet ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.