Tag Archiv: Politiker

© Regierungspräsidium Kassel

Tatverdächtiger im Fall Lübcke festgenommen: Woher stammt der Mann?

UPDATE (Dienstag, 11:41 Uhr):

Der Tatverdächtige im Fall Lübcke stammt nicht aus Lichtenfels in Oberfranken. Wie verschiedene Medien melden, gibt es in Lichtenfels eine Person mit gleichem Namen. Diese ist aber 16 Jahre jünger als der Mann, der zuvor in Kassel festgenommen wurde. Außerdem könnte die Person auch aus dem hessischen Lichtenfels stammen. Dieser Ort ist nicht weit von Kassel entfernt. Wie berichtet, wurde der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke in der Nacht auf den 2. Juni erschossen auf der Terrasse seines Wohnhauses aufgefunden. Der Tatverdächtige soll bereits seit den 90er Jahren der Neonazi-Szene angehören und auch schon eine mehrjährige Haftstrafe abgesessen haben. Das genaue Motiv der Tat ist noch unklar. Dennoch gehen die Ermittler der Bundesanwaltschaft von einem rechtsextremen Hintergrund aus.

 

ERSTMELDUNG (Montag, 16:04 Uhr):

In der Nacht zum 02. Juni wurde der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke schwer verletzt auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha (Hessen) gefunden. Er starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Inzwischen wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Der Mann soll aus Lichtenfels stammen, wie Presseberichte am heutigen Montag (17. Juni) übereinstimmend berichteten.

Politiker stirbt an Kopfschuss 

Der verdächtige Mann soll Verbindungen in die rechtsextreme Szene haben. Ob es sich tatsächlich um eine Tat mit politischem Hintergrund handelt, ist aber noch unklar. Der Verdächtige wurde am Samstagmorgen (15. Juni) in Kassel festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Lübcke starb im Alter von 65 Jahren, an den Folgen eines Kopfschusses. Seitdem ermittelt eine 50-köpfige Sonderkommission in dem Fall. Die ermittelnde Bundesanwaltschaft, wollte die Herkunft des Verdächtigen gegenüber TV Oberfranken nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren.

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Diskussion neu entfacht: Bodo Ramelow fordert eine neue deutsche Nationalhymne!

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) plädiert für eine neue deutsche Nationalhymne. Dies sagte der Politiker in einem Interview mit der "Rheinischen Post", welches am heutigen Donnerstag (08. Mai) erschien.

Ramelow: Viele Menschen können sich mit der Hymne nicht identifizieren

Braucht Deutschland eine neue Nationalhymne? Diese Diskussion fachte Ramelow mit seinem aktuellen Zeitungsinterview neu an. "Ich singe die dritte Strophe unserer Nationalhymne mit, aber ich kann das Bild der Naziaufmärsche von 1933 bis 1945 nicht ausblenden", sagte der Linken-Politiker gegenüber der "Rheinischen Post". Ramelow ergänzte, dass sich viele Menschen mit der derzeitigen Hymne nicht identifizieren und somit nicht mitsingen würden, vor allem in Ostdeutschland. Der Ministerpräsident von Thüringen schlägt einen neuen Text vor, "der so eingängig ist, dass sich alle damit identifizieren können".

Dritte Strophe wird gesungen

Die deutsche Nationalhymne besteht aktuell aus der dritten Strophe des "Liedes der Deutschen" von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben und beginnt mit den Worten: „Einigkeit und Recht und Freiheit“. Die Melodie stammt von Joseph Haydn. Die Nationalsozialisten ließen nur die erste Strophe des Liedes singen („Deutschland, Deutschland über alles“) und missbrauchten das Lied damit für ihre Propaganda-Zwecke.

 

Reaktionen aus Oberfranken
© TVO

Bayreuth: Tennet startet neuen Anlauf für Gleichstromtrasse

Tennet startet einen neuen Anlauf in Sachen Gleichstromtrasse. Bis Donnerstag (29. September) will der Netzbetreiber seine neuen Pläne zum Verlauf der Stromautobahn „Südostlink“ von Sachsen-Anhalt nach Landshut und damit höchst wahrscheinlich auch durch Oberfranken vorstellen.

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Kulmbach: Dieter Heckel (CSU) gestorben

Trauer in Kulmbach! Am Freitag (10. Juni) starb der frühere Landtagsabgeordnete Dieter Heckel mit 78 Jahren. Der gebürtige Nördlinger leitete neun Jahre lang den Vorsitz der CSU-Fraktion im Kulmbacher Stadtrat. Von 1984 bis 1987 war er zudem als stellvertretender Landrat tätig.

Von 1986 bis 2003 im Landtag tätig

Zwischen 1986 und 2003 agierte er als Landtagsabgeordneter für die CSU in München. Beruflich praktizierte er von 1963 bis 1990 in Kulmbach als Tierarzt. Dieter Heckel hinterlässt eine Ehefrau, fünf Kinder, zwei Stiefkinder sowie Enkel und Urenkel.

Mit 89 Jahren: Hans-Dietrich Genscher ist gestorben!

Er war einer der bekanntesten und beliebtesten deutschen Politiker: Hans-Dietrich Genscher. Wie kaum ein Zweiter prägte er die deutsch-deutsche Geschichte mit, vor allem in der Wendezeit vor 27 Jahren.

Gestern starb nun der langjährige Bundesaußenminister und Chef der FDP. Genscher erlag am Donnerstag (31. März) im Alter von 89 Jahren einem Herz-Kreislaufversagen. Dies teilte des Büro des FDP-Politikers in Bonn mit.

Genscher, am 21. März 1927 in Halle an der Saale geboren, war von 1974 bis 1992 fast ohne Unterbrechung Außenminister der Bundesrepublik Deutschland sowie Vize-Kanzler. Über elf Jahre (1974-1985) begleitete der Hallenser das Amt des FDP-Bundesvorsitzenden. 1992 wurde Genscher zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt.

  • Mehr ab Abend in einem News-Spezial ab 18:00 Uhr in Oberfranken Aktuell!
Historischer Auftritt in der Prager Botschaft 1989

Historisch bleibt sein Auftritt am 30. September 1989 in der Prager Botschaft. Hier rief er DDR-Flüchtlingen zu, dass sie in die Bundesrepublik ausreisen dürften. Die weltberühmten Worte lauteten: „Liebe Landsleute, wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland möglich geworden ist.“

Reaktionen und Stimmen aus dem Internet zum Tod von Hans-Dietrich Genscher
TVO-Nachgefragt mit Hans-Dietrich Genscher vom 21.11.14 aus Heroldsbach
Reaktionen aus Oberfranken auf den Tod von Hans-Dietrich Genscher

Heroldsbach: TVO im Gespräch mit Hans-Dietrich Genscher

Er war über viele Jahre Bundesaußenminister und hat die deutsche Nachkriegsgeschichte geprägt wie kein Zweiter: Hans-Dietrich Genscher! Der heute 87-Jährige ist einer der Väter der deutschen Wiedervereinigung. Gestern war er zu Gast in Heroldsbach (Landkreis Forchheim). Weiterlesen

Bamberg: Speed-Dating als Wahlkampf-Aktion

Zwei Minuten – so lange hatten Politiker in Bamberg Zeit, um potentielle Wähler von sich zu überzeugen. Beim Wahl-Speeddating sollte Bürgern ein Überblick über die verschiedenen Parteien und Wahlprogramme gegeben werden. Das Interesse daran hielt sich allerdings in Grenzen – gerade einmal sieben Interessierte besuchten die Veranstaltung. Einen ausführlichen Bericht über das Speeddating finden sie ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.