Tag Archiv: Reiserückkehrer

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Ab Schulbeginn in Bayern: Maskenpflicht in den ersten neun Tagen im Unterricht

Am Montag (31. August) unterrichtete der bayerische Ministerpräsident Markus Söder gemeinsam mit Kultusminister Michael Pizaolo und weiteren Teilnehmern des Schulgipfels über den Corona-Fahrplan in den Schulen Bayerns. Söder traf sich eine Woche vor Schulbeginn (08. September) mit den Vertretern der Lehrerverbände, Direktoren, Schülerinnen, Schülern und Eltern. Diskutiert wurde, wie der reguläre Unterricht in der Corona-Pandemie stattfinden kann. So wurde unter anderem beschlossen, dass in weiterführenden Schulen eine Maskenpflicht für neun Tage ab Schulbeginn gilt.

Mit der Maskenpflicht soll das Infektionsgeschehen durch Reiserückkehrer gedämmt werden

Wie der bayerische Ministerpräsident Söder mitteilte, ist eine Mund-Nasenschutz-Bedeckung derzeit das wirksamste Schutzkonzept und führt im Unterricht zu einer 90 Prozentigen Risikoreduktion. Bisher sei eine Maskenpflicht auf den Schulwegen, im ÖPNV, in den Schulgängen und Toiletten bereits vorhanden. Aufgrund der aktuellen Lage der Reiserückkehrer sind die ersten zwei Wochen sehr entscheidend. Daher wurde beschlossen, dass in den weiterführenden Schulen (ab der fünften Klasse) ab Schulbeginn eine Maskenpflicht für die ersten neun Tage im Unterricht eingeführt wird. Die Maskenpflicht gilt nicht für Grundschulen in Bayern. Ab dem zehnten Tag müssen je nach Infektionsgeschehen individuelle Maßnahmen lokal getroffen werden. Diese greift ab 35 Infektionen pro 100.000 Einwohnern. Die Schulen können auch freiwillig weiterhin eine Maskenpflicht einführen.

Vorantreiben der Digitalisierung und mehr Transportmittel an Schulen 

Wie Söder bekannt gab, soll die Digitalisierung an den Schulen verbessert werden. So werden 120.000 Lehrer und 250.000 Schüler Geräte bekommen, wie etwa Laptops. Außerdem sollen mehr Schulbusse und Transportmittel auf den Weg gebracht werden. Der Freistaat wird alle Mehrkosten durch den ÖPNV übernehmen.

Der Aktuell-Beitrag zur Maskenpflicht im Schulunterricht (31. August 2020):
Schulanfang in Oberfranken: 9 Tage Maskenpflicht
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Reiserückkehrer nach Bayern: Bereits mehr als 6.800 Menschen auf Corona getestet

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml treibt die Umsetzung der Corona-Testoffensive für Reiserückkehrer voran. Huml betonte am heutigen Freitag (31. Juli):

„Am Flughafen München haben sich seit dem vergangenen Wochenende 4.700 Menschen auf eine Corona-Infektion testen lassen (Stand Freitag, 11:30 Uhr). Dabei wurden bislang nur wenige positive Befunde entdeckt. Die Positivrate liegt bei 0,36 Prozent. Am Flughafen Nürnberg haben im selben Zeitraum 424 Menschen das Testangebot genutzt. Das zeigt: Die Testmöglichkeiten werden gut angenommen.“

Am Donnerstag (30. Juli) hatten auch die Teststationen an den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg sowie an drei Autobahnraststätten in Grenznähe die Arbeit aufgenommen. Huml ergänzte:

„Bis Freitagmorgen (Stand 08:00 Uhr) haben sich 1.734 an den Bahnhöfen in München und Nürnberg sowie an den drei Raststätten testen lassen. Ich freue mich, dass damit nun auch Rückkehrer, die mit dem Auto und mit der Bahn reisen, unser freiwilliges Testangebot nutzen können. Das ist ein wichtiger Schritt für den Schutz der Bevölkerung.“

Die Autobahn-Testzentren liegen an den drei Raststätten Hochfelln-Nord (A8), Inntal-Ost (A93) und Donautal-Ost (A3). Die Testzahlen im Detail nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK):

  • Hochfelln-Nord 557
  • Inntal-Ost: 450
  • Donautal-Ost: 680
  • Hauptbahnhof München: 22
  • Hauptbahnhof Nürnberg: 25

Die Tests sollen täglich betrieben werden. An den Hauptbahnhöfen und Flughäfen sind Tests möglich, solange der Reiseverkehr läuft. Auch am Wochenende und an Feiertagen kann man sich als Reiserückkehrer testen lassen. Am Flughafen Memmingen hat ein externer Betreiber am Donnerstag mit den ersten Vorbereitungen für die Teststation begonnen.

Huml ergänzte: „Die Tests sind momentan freiwillig und für alle kostenlos. Dabei spielt keine Rolle, ob sie aus einem Risikogebiet einreisen oder aus einer anderen Region. Die Kosten übernimmt der Freistaat Bayern, soweit sie nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werden.“