Tag Archiv: Rodacherbrunn

Fall Peggy: Mutmaßlicher Mörder nach 17 Jahren überführt?

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth und das Polizeipräsidium Oberfranken teilten am heutigen Freitag (21. September) in einer Pressekonferenz mit, dass der verdächtige Manuel S. gestanden hat, den Leichnam der damals neunjährigen Peggy aus Lichtenberg (Landkreis Hof) in Rodacherbrunn (Thüringen) vergraben zu haben. Er steht zudem unter Mordverdacht. Die Polizei bittet nun um Mithilfe aus der Bevölkerung.

 

Ist Manuel S. Peggys Mörder?

Manuel S. soll nach eigenen Aussagen nicht der Mörder von Peggy sein, sondern das tote Mädchen lediglich von einem Mann entgegen genommen haben. Der andere Mann habe ihn an einer Bushaltestelle in der Poststraße in Lichtenberg angehalten und dort die Leiche gegeben. Manuel S. soll noch versucht haben Peggy zu beatmen. Anschließend hat er sie in eine rote Decke gewickelt, in seinen Kofferraum gelegt und im Wald bei Rodacherbrunn vergraben. Danach habe er Jacke und Schulranzen bei sich zu Hause verbrannt.

Unbekannter soll Manuel S. angehalten haben

Über den Mann, der die Leiche übergeben haben soll, ist bislang nichts bekannt. Jedoch soll Manuel S. den Namen des Unbekannten genannt haben. In der vergangenen Woche durchsuchte die Polizei das Haus von Manuel S. im Landkreis Wunsiedel und vernahmen den Mann anschließend. (Wir berichteten.) Die Polizei bittet um Hinweise zu dem Verdächtigen Manuel S. und vor allem zu seinen goldenen Audi 80. Als Belohnung wurden 30.000 Euro ausgelobt.

© Polizeipräsidium Oberfranken© Polizeipräsidium Oberfranken
© Polizeipräsidium Oberfranken

Verdächtiger auf freiem Fuß

Manuel S. befindet sich aktuell auf freiem Fuß, allerdings lautete der Tatbestand gegen den 41-Jährigen auf Mord. Eine Haft setzt allerdings einen dringenden Tatverdacht voraus und dieser ist laut Polizei aktuell nicht erkennbar. Wie glaubwürdig die Aussage von Manuel S. ist, wollte man bei der Pressekonferenz nicht beantworten. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Ermittlungen dauern an

Der 41 Jahre alte Mann war bereits am Anfang der Ermittlungen im Fall Peggy ins Visier der Beamten geraten. Jedoch hatte der Mann ein Alibi, an welchem 17 Jahre lang niemand gezweifelt hatte. Die SOKO Peggy hat all die Jahre die Ermittlungen akribisch weiter geführt. Vor einigen Tagen führten diese Ermittlungen die Polizei dann auf die Spur von Manuel S. So entdeckte eine forensische Palynologin (Pollenkunde) an den sterblichen Überresten des Mädchens unterschiedliche, mikroskopisch kleine Pollen, die im weiteren Untersuchungsgang als Bestandteile von Torf identifiziert werden konnten. Hier ergab sich ein Bezug zu Pflanzarbeiten des Mannes am Tattag, die den Ermittlern bereits bekannt waren. Am Ablageort gesicherte Mikropartikel stellten sich nach der Begutachtung als Farbreste dar, wie sie in Renovierungsmüll vorkommen. Den Ermittlern war bekannt, dass der jetzt Beschuldigte damals umfangreiche Renovierungsarbeiten ausgeführt hatte.

Goldener Audi ausfindig gemacht

Weiter erzeugte die Sichtung von vorhandenen Videoaufzeichnungen aus der damaligen Sparkassenfiliale erhebliche Zweifel am bislang behaupteten Alibi des Mannes. Er war entgegen seiner bisherigen Angaben am Nachmittag des 7. Mai 2001 mit seinem Fahrzeug in Lichtenberg unterwegs. Die Ermittler konnten den goldfarbenen Audi 80 mittlerweile trotz der langen Zeit ausfindig machen und kriminaltechnisch untersuchen.   

Die Ermittler gehen derzeit von folgenden tatrelevanten Zeitpunkten am 7. Mai 2001 aus:

  • letzte gesicherte Sichtung von Peggy Knobloch um 13:24 Uhr am Henri-Marteau-Platz
  • gesicherter Aufenthalt des Manuel S. in der damaligen Sparkassenfiliale um 15:17 Uhr

In diesem Zusammenhang bitten die Kriminalbeamten erneut um Mithilfe der Bevölkerung und stellen folgende Fragen:

  • Wer hat am Montag, 7. Mai 2001, den goldfarbenen Audi 80 gesehen?
  • Wer hat an oder in dem Fahrzeug Personen wahrgenommen, gegebenenfalls mit Peggy Knobloch?
  • Wer hat Manuel S. zuvor jemals mit Peggy gesehen?
  • Wer kann die hier abgebildeten Farben mit Renovierungsarbeiten in Lichtenberg in Zusammenhang bringen?

Zeugen werden gebeten, sich mit der SOKO Peggy unter der Telefonnummer 0921/506-1414 in Verbindung zu setzen.

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Pressekonferenz der Ermittler am Freitag (21.09.2018)
Fall Peggy: Pressekonferenz der Ermittler am Freitag (21.09.2018)

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Fall Peggy: Ermittlungen noch lange nicht abgeschlossen

Die Ermittlungen zu der Frage, ob eine Verbindung zwischen der DNA-Spur von Uwe Böhnhardt und dem Verschwinden von Peggy Knobloch besteht, dauern an. Neben einem beauftragten Untersuchungsinstitut befassen sich auch weitere Gutachter und die Ermittler der Sonderkommission (SOKO) sowie die Staatsanwaltschaft Bayreuth derzeit mit dieser Frage. Erst die Summe aller Untersuchungsergebnisse und Ermittlungen ermöglicht eine verlässliche Bewertung und Einordnung dieser Spur.

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© BKA

Fall Peggy: Beate Zschäpe will sich schriftlich äußern!

Lichtenberg / München: Beate Zschäpe wird zum Fall Peggy Stellung nehmen
(Aktuell-Talk vom 26.10.16)

Der Fall Peggy beschäftigt die Menschen in Oberfranken und auch bundesweit seit Jahren. 15 Jahre nach Peggys Verschwinden ist noch immer nicht geklärt, wer ihr Mörder war. Nachdem DNA-Spuren von NSU-Terrorist Uwe Böhnhardt am Fundort der Leichenteile von Peggy entdeckt wurden, werden die Fragen nach einem Zusammenhang zwischen dem Tod der Neunjährigen und dem NSU immer lauter. Am Mittwoch (26. Oktober) ging Richter Manfred Götzl im NSU-Prozess dieser Frage nach und wollte von Beate Zschäpe wissen, ob sie Informationen über Peggy Knobloch hat. Ihr Anwalt Hermann Bochert kündigte daraufhin eine schriftliche Stellungnahme seiner Mandantin an.

Möglicher Zusammenhang zwischen der NSU und dem Fall Peggy

DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche von Peggy Knobloch, eine Hütte eines Freundes Böhnhardts nur unmittelbar entfernt von eben jenem Fundort, Kinderschuhe im Wohnwagen des NSU-Trios Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt, Kinderpornographie auf den Computern der mutmaßlichen NSU-Terroristen und eine Mutter die vielleicht ins Visier der NSU geriet, weil sie sich dem Islam zuwandte. All dies lässt Spekulationen aufkommen, ob Uwe Böhnhardt möglicherweise etwas mit dem Tod von Peggy Knobloch zu tun haben könnte. Seine enge Vertraute und einziges noch lebendes Mitglied des NSU-Trios ist Beate Zschäpe. Ihr wird seit Mai 2013 am Oberlandesgericht in München der Prozess in Sachen NSU gemacht. Nun spielt auch der Fall Peggy in dem Prozess eine Rolle.

Fall Peggy: DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche gefunden
(Aktuell-Talk vom 14.10.16)
Gewissheit im Fall Peggy: Sterbliche Überreste stammen von der 9-Jährigen
(Aktuell-Bericht vom 05.07.16)

Untersuchungen am Fundort von Peggys Leiche

Die damals Neunjährige verschwand vor 15 Jahren, im Mai 2001 in Lichtenberg (Landkreis Hof), spurlos. Im Juli 2016 dann der Fund von Peggys Leiche im thüringischen Rodacherbrunn, unweit der Grenze zu Bayern. Der Leichenfund zog weitere Untersuchungen mit sich. Tatsächlich konnte die Spurensicherung DNA-Material sicherstellen und auswerten. Diese wurde jetzt Uwe Böhnhardt zugeordnet. Nun stellt sich die Frage nach dem Zusammenhang zwischen der NSU und dem Fall Peggy.

Fall Peggy wird zum Thema im NSU-Prozess

Der Vorsitzende Richter im Münchener NSU-Prozess Manfred Götzl scheint ein großes Interesse daran zu haben, zu klären, ob der NSU etwas mit dem Tod von Peggy Knobloch zu tun hatte. Auf seine Frage hin, ob Zschäpe Informationen zu Peggy habe, welche sie nicht aus den Medien habe, gab Beate Zschäpe keine Antwort. Allerdings verkündete ihr Verteidiger Bochert, er werde eine schriftliche Stellungnahme von Zschäpe zum Fall Peggy abgeben.

Anwalt der Nebenklage will Einsicht in die Akte Fall Peggy

Auch Mehmet Daimaguler, der Anwalt der Nebenklage, will den laufenden NSU-Prozess nutzen um den Fall Peggy aufzuklären. Deshalb beantragte er eine Einsicht in die Akten zum Fall Peggy. Allerdings ist der Fall Peggy nicht Gegenstand des aktuellen NSU-Prozesses und somit bleibt die Frage, ob es im aktuell geführten Prozess wirklich neue Informationen zum Fall Peggy geben wird.

Fall Peggy: Polizei sucht erneut am Fundort der Leiche bei Rodacherbrunn
(Aktuell-Bericht vom 26.09.16)
Weiterführende Informationen
Der Fall Peggy: Eine Chronologie der Ereignisse
(Aktuell-Bericht vom 04.07.16)
Fall Peggy: Unter der Lupe - Die Arbeit der Rechtsmediziner
(Aktuell-Bericht vom 05.07.16)
Fall Peggy: Pressekonferenz zu DNA-Spuren (Teil 2) Aktuell-Version
(13.10.16)
Fall Peggy: Verbindung mit NSU-Terror für Ramelow kein Zufall
(Aktuell-Bericht vom 19.10.16)
Fall Peggy: Mehr Fragen als Antworten in dieser Causa
(Aktuell-Bericht vom 18.10.16)
Nachgefragt (08.07.2016): Der Fall Peggy
© TVO vom 26.09.2016

Rodacherbrunn: Polizei sucht am Fundort von Peggy nach weiteren Spuren

Mit einem Großaufgebot sucht die Polizei seit dem Montagvormittag (26. September) erneut am Fundort der sterblichen Überreste von Peggy Knobloch nach weiteren Hinweisen. Wie das Polizeipräsidium Oberfranken TVO mitteilte, sind im Bereich des Waldstückes bei Rodacherbrunn (Saale-Orla-Kreis / Thüringen) 50 Beamte im Einsatz.

Aktuell-Beitrag vom Dienstag (27. September)

Erdarbeiten am Dienstag abgeschlossen

Die Erdarbeiten der Polizei Nahe dem thüringischen Rodacherbrunn sind abgeschlossen. Bis zum Mittag haben Beamte weiter am Fundort der sterblichen Überreste von Peggy Knobloch aus Lichtenberg nach Gegenständen im Boden gesucht. Ob etwas für den Fall Relevantes dabei gewesen ist, wird noch ausgewertet, teilt das Polizeipräsidium Oberfranken auf Nachfrage von TVO mit.

Fall Peggy: Polizei beendet Erdarbeiten am Fundort der Leiche bei Rodacherbrunn
(Aktuell-Bericht vom 27.09.)
Aktuell-Beiträge vom Montag (26. September)
Fall Peggy: Polizei sucht erneut am Fundort der Leiche bei Rodacherbrunn
Fall Peggy: Statement der Polizei zu den erneuten Suchmaßnahmen bei Rodacherbrunn

Aktion läuft seit 9:00 Uhr

Die Polizei ist seit 9:00 Uhr mit schwerem Gerät im Einsatz. Man erhofft sich, durch das Umgraben des Waldbodens in diesem Bereich neue Spuren - gegebenenfalls Kleidungsstücke oder Ähnliches - zu finden, um Hinweise auf den Täter zu erlangen. Die Suche soll den ganzen Tag über andauern und gegebenenfalls auch noch am morgigen Dienstag fortgesetzt werden.

© TVO© TVO
Fall Peggy: Polizei sucht mit schwerem Gerät nach weiteren Hinweisen bei Rodacherbrunn
(Unkommentiertes Video vom 26.09.16)

Polizei: "Routinemäßige Maßnahmen"

Das Polizeipräsidium Oberfranken spricht von "notwendigen, routinemäßigen Maßnahmen" im erweiterten Umfeld des Auffindeortes der sterblichen Überreste von Peggy Knobloch. Insbesondere interessieren sich die Ermittler der SOKO und der Staatsanwaltschaft Bayreuth für Tierbauten. Die geplanten Suchmaßnahmen werden von den Beamten der SOKO Peggy mit Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei durchgeführt.

  • Weitere Details ab 18:00 Uhr in Oberfranken Aktuell!

 

Bilder vom Montagvormittag aus der Nähe von Rodacherbrunn

*Anklicken für größere Darstellung

Fall Peggy: Neue Ermittlungsansätze nach Leichenfund

Die bei der Bayreuther Kripo nach dem Fund von Skelettknochen zur SOKO Peggy erweiterte Ermittlungsgruppe und die Staatsanwaltschaft Bayreuth ermitteln weiter auf Hochtouren im Fall Peggy. Die Ermittler erhoffen sich auf Grund der neuen Erkenntnisse in dem Fall der 2001 verschwundenen Peggy Knobloch weitere Hinweise, insbesondere im Zusammenhang mit dem Auffindeort nahe Nordhalben. In diesem Zusammenhang befasst sich am morgigen Mittwoch (13. Juli) auch die Sendung Aktenzeichen XY mit dem Fall.

Fall Peggy: Die heiße Spur fehlt bislang

Seit vor einer guten Woche ein Pilzsammler 15 Kilometer von ihrem Heimatort entfernt Knochenreste von Peggy Knobloch gefunden hat, laufen die Ermittlungen wieder auf Hochtouren und seitdem ist auch die Hoffnung bei den Angehörigen und bei der Polizei wieder groß, dass der mysteriöse Fall nach all der Zeit doch noch vollständig aufgeklärt werden kann. Entsprechend hoch waren die Erwartungen, als die Polizei heute die Presse nach Bayreuth eingeladen hat.

Fund bietet neue Ermittlungsansätze

Die Leiche von Peggy Knobloch wurde in einem Waldgebiet an der Landstraße L1095 zwischen Nordhalben in Oberfranken und Bad Lobenstein in Thüringen, konkret zwischen Nordhalben und Rodacherbrunn, etwa 1,5 Kilometer nach der Landesgrenze auf thüringischem Gebiet, aufgefunden. Die vorgefundene Situation am Fundort, die gesicherten sterblichen Überreste und die dem verschwundenen Mädchen zuzuordnenden Gegenstände, bieten in den bisher von der Staatsanwaltschaft Bayreuth geführten Ermittlungen gegen Unbekannt jetzt trotz der langen Liegezeit neue Ermittlungsansätze, insbesondere die Möglichkeit kriminaltechnischer Untersuchungen. Die Tatsache, daß das aufgefundene Skelett nicht vollständig ist erklären sich die Spezialisten derzeit mit dem Lebensraum und den Gewohnheiten von Waldtieren. Zudem fehlen Teile der Peggy Knobloch zuzuordnenden Kleidungsstücke. Auch fehlt von dem Schulranzen des Mädchens bislang jede Spur.

Ermittlungsgruppe zur SOKO erweitert

Die seit 2012 bei der Kripo Bayreuth bestehende Ermittlungsgruppe Peggy hat das Polizeipräsidium Oberfranken nach dem Fund der sterblichen Überreste zur Sonderkommission Peggy erweitert und den Chef der Kriminalpolizei Bayreuth, Kriminaloberrat Uwe Ebner, mit der Leitung beauftragt. Die Bayreuther Ermittler brachten ihre umfassenden Erkenntnisse in dem Fall noch am Tag des Auffindens in die Untersuchungen der thüringischen Kollegen mit ein. Die mittlerweile 30-köpfige SOKO hat erste Ermittlungshandlungen durchgeführt. Zwischenzeitlich werden die oberfränkischen Ermittler auch durch thüringische und aus weiteren bayerischen Polizeipräsidien stammende Kriminalbeamte unterstützt. Von Seiten der Ermittlungsbehörden werden zudem alle Möglichkeiten im Hinblick auf weiterführende Untersuchungen geprüft.

Aufwendige Ermittlungshandlungen notwendig

Im Zuge der weiteren Ermittlungsschritte befassen sich die SOKO Peggy und die Staatsanwaltschaft Bayreuth mit der Untersuchung und Auswertung der gesicherten Spuren. Hierzu wird man auch weitere Spezialisten und Gutachten beauftragen. Die neuen Ermittlungsergebnisse werden auch mit den bestehenden polizeilichen Erkenntnissen zu dem Fall abzugleichen sein.

 

SOKO bittet um Mithilfe

Der Fund der Leiche von Peggy Knobloch in dem besagten Waldstück ist nun Ausgangspunkt für weitere Ermittlungen. Hierzu bittet die SOKO um Mithilfe der Bevölkerung. Insbesondere erbitten sich die Ermittler Hinweise zu früheren Wahrnehmung im Bereich des Fundortes im Allgemeinen und auch konkret für den 7. Mai 2001. Zeitlicher Bezugspunkt in den Mai 2001 sind die umfangreichen Suchmaßnahmen nach dem verschwundenen Mädchen, die von den Medien öffentlichkeitswirksam begleitet wurden.

  • Wer hat an besagter Örtlichkeit in diesem Zeitraum Personen und / oder Fahrzeuge wahrgenommen?
  • Wem sind Personen bekannt, die Ortsbezüge dorthin haben?
  • Wer hat sich 2001 im bezeichneten Waldgebiet zu sportlichen Aktivitäten, Spaziergängen oder als Pilzesammler aufgehalten?

Auch die Historie des betroffenen Waldgebietes versucht die SOKO jetzt aufzuhellen:

  • Wer kennt die Örtlichkeit und kann Angaben dazu machen?
  • Wer hat zu dieser Zeit dort Waldarbeiten durchgeführt?

Hinweise nimmt die SOKO Peggy unter der Telefonnummer 0921/506-1414 entgegen.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung in Höhe von 30.000 Euro ausgesetzt.

 

Knochen in Thüringen gefunden

Am 2. Juli fand ein Pilzsammler in einem Waldgebiet bei Rodacherbrunn im Landkreis Saale-Orla Knochenteile und verständigte die Polizei. Bald ergaben sich Hinweise darauf, dass es sich hierbei um die sterblichen Überreste der seit 15 Jahren vermissten Peggy aus Lichtenberg handeln könnte. Frühzeitig wurden deshalb Kriminalbeamte der bei der Kripo Bayreuth bestehenden Ermittlungsgruppe Peggy und auch die in diesem Fall ermittlungsführende Staatsanwaltschaft Bayreuth eingebunden. Die Untersuchungen der aufgefundenen Knochen bestätigten nach Auskunft der Rechtsmedizin in Jena zweifelsfrei, dass es sich um das damals 9-jährige Mädchen handelt.

 

Fall Peggy: Sterbliche Überreste in Thüringen entdeckt

Update (Freitag, 8. Juli / 18:50 Uhr):

Die Suchmaßnahmen auf den möglichen Zufahrtsstraßen von Lichtenberg zum Fundort der sterblichen Überreste von Peggy sind jetzt abgeschlossen. Das teilt das Polizeipräsidium Oberfranken mit. Für das Verfahren relevante Gegenstände wurden nicht aufgefunden.

Seit Mittwoch suchen Einsatzkräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei und oberfränkischer Einsatzeinheiten Straßengräben, Seitenstreifen, Stichstraßen und weitere sich ergebende relevante Bereiche nach möglichen Spuren und Gegenständen ab. Am Rande der Fahrbahn zwischen Nordhalben und Rodacherbrunn entdeckten die Suchmannschaften auch zwei kleinere mit Wasser gefüllte Karstlöcher.

Diese sind am Freitagnachmittag durch das Technische Hilfswerk abgepumpt worden. Im Zuge dieser Suchmaßnahmen haben sich keine neuen Erkenntnisse und Hinweise ergeben. Die Ermittlungen der SOKO Peggy und der Staatsanwaltschaft Bayreuth dauern an.

Update (Freitag, 8. Juli / 11:40 Uhr):

Auch am heutigen Freitag suchen Beamte erneut die Zufahrtsstraßen von Lichtenberg (Landkreis Hof) bis hin zum Fundort, dem Waldstück bei Rodacherbrunn im Saale-Orla-Kreis ab. Die Maßnahmen könnten möglicherweise zu einem Abschluss kommen. Es stellt sich weiter die Frage, wer die 9-Jährige Peggy getötet hat. Ulrike Glaser-Günther fasst den aktuellen Stand zusammen.

 

Update (Donnerstag, 7. Juli / 18:02 Uhr):
Auch am heutigen Donnerstag hat die Polizei wieder mit Hundertschaften Zufahrtsstraßen von Lichtenberg (Landkreis Hof) bis hin zum Fundort, dem Waldstück bei Rodacherbrunn im Saale-Orla-Kreis durchsucht. Die Maßnahmen könnten am Freitag ebenfalls fortgesetzt werden. Was sich die Polizei von der erweiterten Suche erhofft und wie es danach weitergeht, darüber haben wir mit Polizeisprecher Jürgen Stadter (Polizeipräsidium Oberfranken) am Donnerstagnachmittag gesprochen.

Update (Donnerstag, 7. Juli / 10:57 Uhr):
Die oberfränkische Polizei teilte am Donnerstagvormittag mit, dass die am gestrigen Mittwoch begonnenen, erweiterten Suchmaßnahmen der Zufahrtswege von Lichtenberg zum Fundort der Knochen bei Rodacherbrunn heute fortgeführt werden.

Christoph Röder geht der Frage nach, was genau man überhaupt sucht!

Update (Mittwoch, 6. Juli / 19:10 Uhr):
Seit Dienstag (05. Juli) ist es eine Tatsache: Peggy Knobloch aus Lichtenberg, die 2001 von der Schule nicht mehr nach Hause gekommen war, ist tot. Damals hatte sich nach dem Verschwinden der 9-Jährigen dann Ermittlungspanne an Ermittlungspanne gereiht – entsprechend gründlich scheint die Polizei jetzt nach dem Fund ihrer Überreste vorzugehen.

Seit Samstag ist das Areal rund um den Fundort nahe Rodacherbrunn in Thüringen akribisch durchsucht worden. Heute sind die Suchmaßnahmen dort abgeschlossen worden – die Spurensuche an sich ist aber sogar nochmal ausgeweitet worden. Wir waren erneut vor Ort unterwegs.

Zudem bemühte sich TVO-Reporterin Ulrike Glaßer-Günther am heutigen Tag um Stimmen von Peggys Mutter und ihrem Vater...

Fall Peggy: Fundort zugänglich / Suche ausgeweitet
Fall Peggy: Reaktionen von Mutter & Vater des Mädchens

Update (Mittwoch, 6. Juli / 17:30 Uhr):
Die neuerlichen, umfangreichen Suchmaßnahmender Polizei richten sich aktuell auf die Zufahrtsstraßen von Lichtenberg im Landkreis Hof zu Fundort in Thüringen bei Rodacherbrunn. Auf den 15 Kilometer - Abschnitt will die Polizei die Bereiche an den Straßen absuchen, um gegebenenfalls weitere Spuren, Hinweise oder Gegenstände zu finden. TVO-Reporter Christoph Röder war mit vor Ort.

Fall Peggy: Christoph Röder im Waldstück bei Rodacherbrunn
Fall Peggy: Suchmaßnahmen am Mittwoch ausgeweitet

Update (Mittwoch, 6. Juli / 14:40 Uhr):
Wie das Polizeipräsidium Oberfranken soeben mitteilte, wurden am Mittag die Suchmaßnahmen auf die möglichen Zufahrtsstraßen von Lichtenberg zum Fundort der sterblichen Überreste von Peggy erweitert. Zahlreiche Einsatzkräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei suchen insbesondere die Straßengräben und Seitenstreifen nach möglichen Spuren und Gegenständen ab. Die Maßnahmen sollen laut Polizei voraussichtlich bis in die Abendstunden andauern.

Update (Mittwoch, 6. Juli / 13:07 Uhr):
Nachdem über die letzten vier Tage Hundertschaften an Polizeikräften aus Thüringen und Bayern das Waldstück in der Nähe von Rodacherbrunn (Saale Orla Kreis) durchsucht haben, wurden am Mittwoch die Grabungen vor Ort eingestellt. Der Bereich, nur rund 15 Kilometer von Lichtenberg (Landkreis Hof) entfernt, bleibt aber für die Öffentlichkeit abgesperrt. Die Polizei hält vor Ort Wache.

Unterdessen laufen die Ermittlungen der 30 Mann umfassenden SOKO auf Hochtouren. Nachdem bereits gestern öffentlich wurde, dass es sich bei den Knochen um die sterblichen Überreste handelt, ist die Todesursache aber weiterhin unklar.

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Angaben dazu machten die Behörden auch am Mittwoch nicht. Keinen Kommentar gab es auch zu den Gegenständen, die man ebenso in dem Waldgebiet fand. Die Ermittlungen der Rechtsmedizin in Jena dauern an.

Unsere Reporter sind heute in Lichtenberg und Nordhalben unterwegs. In Lichtenberg wohnte die damals Neunjährige bis zu ihrem Verschwinden am 7. Mai 2001. Auf dem Friedhof der Kirchengemeinde Heinersberg-Nordhalben befindet sich zudem ein leeres Grab mit einem Gedenkstein. Diesen ließ Peggys Mutter, Susanne Knobloch, bereits vor Jahren aufstellen.  „Wer nicht an Engel glaubt, der ist dir nie begegnet" und „Peggy Knobloch * 6.4.1992 † 7.5.2001“ ist auf dem Grabstein zu lesen. Die Mutter ließ es damals nach dem Rat eines Psychologen einrichten. Das Grab wurde für 20 Jahre gepachtet.

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Gewissheit im Fall Peggy: Sterbliche Überreste stammen von der 9-Jährigen

Update (Dienstag, 5. Juli / 18:16 Uhr):
Die 2001 verschwundene neunjährige Peggy Knobloch aus Lichtenberg (Landkreis Hof) ist tot. Das steht jetzt fest! Traurige Gewissheit auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber auch neue Hoffnung. Hoffnung darauf, dass endlich der Mörder des jungen Mädchens gefunden wird – nach 15 Jahren voller Wirren, Ermittlungspannen und einem vermeintlichen Täter, der später wieder freigesprochen wird. Diesmal will man es offenbar besser machen, zumindest scheint am Fundort bei Rodacherbrunn in Thüringen mit Hochdruck gearbeitet zu werden. Wir waren dort heute nochmal vor Ort.

Fall Peggy: Unter der Lupe - Die Arbeit der Rechtsmediziner

Update (Dienstag, 5. Juli / 17:31 Uhr):
Was am Montag noch nicht zu 100 Prozent sicher war, steht seit Dienstagnachmittag (5. Juli) definitiv fest. Bei den gefundenen Knochen handelt es sich um die seit 2001 verschwundene Peggy Knobloch. Das Ergebnis lieferte ein DNA-Vergleich in der Rechtsmedizin in Jena.

Wie arbeiten Rechtsmediziner und was kann man aus Knochen für Ergebnisse ziehen, die seit 15 Jahren vergraben waren? TVO-Reporter Björn Karnstädt ist dieser Frage nachgegangen. Er unterhielt sich mit Professor Gerhard Seitz, Pathologe aus Bamberg.

Update (Dienstag, 5. Juli / 15:52 Uhr):
Wie die Staatsanwaltschaft in Gera soeben mitteilte, stammen die am Samstag gefundenen Knochen zweifelsfrei von der seit 2001 verschwundenen Peggy Knobloch aus Lichtenberg! Das ergab eine DNA-Analyse der Leichtenteile in der Rechtsmedizin in Jena. Ein Teilprofil konnte nun doch schneller erstellt werden, welches zur Identifizierung der sterblichen Überreste führte.

Weitere Ergebnisse liegen bislang nicht vor. Die Untersuchungen dauern an!

  • Mehr ab 18:00 Uhr in Oberfranken Aktuell!

Update (Dienstag, 5. Juli / 15:52 Uhr):
Dann also doch schon heute! Wie die Staatsanwaltschaft in Gera soeben mitteilte, stammen die am Samstag gefundenen Knochen in einem Waldstück bei Rodacherbrunn von der seit 2001 verschwundenen Peggy Knobloch aus Lichtenberg! Das ergab eine DNA-Analyse der Leichtenteile in der Rechtsmedizin in Jena.

  • Gleich mehr dazu!
Fall Peggy: Christoph Röder berichtet aus Rodacherbrunn

Update (Dienstag, 5. Juli / 14:10 Uhr):
Wie das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth soeben mitteilten, dauern die rechtsmedizinischen Untersuchungen der aufgefundenen Skelettknochen an. Die gefundenen und im Beisein einer Rechtsmedizinerin gesicherten Knochen werden seit dem Wochenende untersucht. Allerdings nimmt die Identifizierung wegen der langen Liegephase noch einige Zeit in Anspruch. Ein Ergebnis ist für den heutigen Dienstag nicht mehr zu erwarten.

Update (Dienstag, 5. Juli / 12:50 Uhr):
Nach dem Fund der Knochen am Samstagnachmittag wollen am heutigen Dienstag die Ermittler der Rechtsmedizin aus Jena, der Staatsanwaltschaft aus Gera sowie die Bayreuther Polizei die forensischen Ergebnisse der untersuchten Skelettteile veröffentlichten. Bereits gestern wurde bereits verkündet, dass es sich bei den Knochen "höchstwahrscheinlich" um die sterblichen Überreste der im Jahr 2001 verschwundenen Peggy Knobloch aus Lichtenberg handelt. Unterdessen wurden heute die Suchmaßnahmen in dem Waldstück bei Rodacherbrunn fortgesetzt.

Erneut waren zahlreiche Beamte aus Thüringen und Bayern im Einsatz. Das Gebiet um die Fundstelle wird noch einmal intensiv durchforstet, um gegebenenfalls noch Hinweise oder Gegenstände zu finden. TVO-Reporter Christoph Röder ist erneut vor Ort und berichtet über die Maßnahmen.

Update (Montag, 4. Juli / 19:38 Uhr):
Die Schlagzeilen haben sich an diesem Montag (4. Juli) überschlagen. In einem der spektakulärsten Kriminalfälle ganz Deutschlands herrscht nun Klarheit. Peggy Knobloch ist tot. TVO-Reporter Christoph Röder war den ganzen Tag über in der Nähe von Rodacherbrunn (Landkreis Saale-Orla), dem Fundort der Knochen und in Lichtenberg (Landkreis Hof), dem Heimatort der damals Neunjährigen unterwegs. Er berichtet um Aktuell-Talk über den heutigen Tag und den spektakulären Fund.

Update (Montag, 4. Juli / 15:50 Uhr / 18:50 Uhr):
Die Ermittlungsbehörden hielten am Montagnachmittag in Bayreuth eine Pressekonferenz ab. Auf dieser wurde berichtet, dass die gefundenen Skelettreste "höchstwahrscheinlich" von der seit 2001 vermissten Peggy stammen. Laut Polizei lagen einige Skelettteile am Fundort auf dem Waldboden, andere Knochen waren im Boden vergraben. Sie wurden durch die Spurensicherung freigelegt. Zudem wurden "Gegenstände" im unmittelbaren Umfeld entdeckt, die auf die Neunjährige hinweisen. Zudem wird durch Experten jetzt untersucht, ob der Fundort auch gleichzeitig der Tatort ist.

Update (Montag, 4. Juli / 13:42 Uhr):
Das Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth sowie die Staatsanwaltschaft Bayreuth haben soeben eine Pressemitteilung zu dem Fall herausgegeben.

Darin heißt es: "Die am Samstagnachmittag in einem Waldgebiet im thüringischen Landkreis Saale-Orla aufgefundenen Skelettknochen stammen höchstwahrscheinlich von der 2001 verschwundenen neunjährigen Peggy Knobloch. Dies ergaben die ersten rechtsmedizinischen Untersuchungen und Erkenntnisse am Fundort. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth und die Kriminalpolizei Bayreuth mit einer Sonderkommission (SOKO) führen die Ermittlungen im Fall des verschwundenen Kindes fort."

Der Fall Peggy: Eine Chronologie der Ereignisse

Polizei in Saalfeld übernahm die ersten Ermittlungen am Fundort am Wochenende

Die Polizei in Bayreuth bestätigte zudem die ersten Meldungen, dass ein Pilzsammler am Samstag in einem Waldstück zwischen Nordhalben (Landkreis Kronach) und Rodacherbrunn (Landkreis Saale-Orla) Skelettteile fand und daraufhin die Polizei alarmierte. Bei einer ersten Sichtung der Beamten bestätigte sich der Verdacht, dass es sich um menschliche Knochen handelt. Die Kriminalpolizei Saalfeld sperrte daraufhin den Fundort ab. Am Sonntag begannen Einsatzkräfte der thüringischen Bereitschaftspolizei mit der Absuche des Areals. Die Suchmaßnahmen und damit im Zusammenhang stehende kriminalpolizeiliche Maßnahmen mit zahlreichen Einsatzkräften dauern an.

Oberfränkische Behörden eingebunden

Auf Grund der Nähe zu Lichtenberg (15 Kilometer) informierte man die Beamte der bestehenden Ermittlungsgruppe Peggy und die Staatsanwaltschaft Bayreuth. Oberfränkische Kriminalbeamte sind seit Samstag in die Ermittlungen mit eingebunden und auch am Fundort eingesetzt.

Rechtsmedizin Jena untersucht Knochen

Die Knochenreste werden derzeit im Institut für Rechtsmedizin in Jena auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Gera untersucht. Nach den bisherigen Erkenntnissen stammen die sterblichen Überreste höchstwahrscheinlich von der am 7. Mai 2001 verschwundenen Peggy Knobloch. Im Bereich des Fundorts sichergestellte Gegenstände deuten ebenfalls auf das Mädchen hin. Daraufhin intensivierten die Staatsanwaltschaft Bayreuth und die Kriminalpolizei Bayreuth wieder ihre Ermittlungen, die seit geraumer Zeit noch gegen Unbekannt geführt werden. Belastbare Hinweise zur Todesursache liegen den Ermittlungsbehörden allerdings noch nicht vor. Die entsprechenden Untersuchungen dauern noch an.

Ermittlungsgruppe wird zur Sonderkommission

Die seit 2012 agierende Ermittlungsgruppe bei der Kripo Bayreuth wurde am Montag (4. Juli) personell und organisatorisch zur SOKO Peggy erweitert. Sie steht damit unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Bayreuth. SOKO und Staatsanwaltschaft kümmern sich jetzt um die Auswertung der zahlreichen Spuren, sich daraus ergebende Vernehmungen sowie weitere kriminalpolizeiliche Maßnahmen.

 

Update (Montag, 4. Juli / 13:35 Uhr):
Das Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth will noch am heutigen Montag eine Pressemitteilung zu dem derzeitigen Einsatz in Rodacherbrunn veröffentlichen. Aktuell tauschen die Behörden in Thüringen und Bayern Informationen aus. Unterdessen sind zahlreiche Polizeikräfte, auch aus Oberfranken, in dem Waldgebiet im Einsatz.

Weitere Informationen von TVO-Reporter Christoph Röder, der direkt im Einsatzgebiet unterwegs ist.

Update (Montag, 4. Juli / 13:02 Uhr):
Dutzende Einsatzkräfte der Polizei sind am Vormittag und am Mittag in dem Waldgebiet bei Rodacherbrunn im südlichen Thüringen angekommen. Die Beamten durchforsten aktuell großräumig den Bereich um die Fundstelle auf der Suche nach weiteren Gegenständen oder Skelettteilen.

Update (Montag, 4. Juli / 12:15 Uhr):
Die Obduktion und die umfangreiche Auswertung der gefunden Knochen dauert länger als zuerst erwartet. Fundierte Ergebnis sollen der Rechtsmedizin in Jena nun am Dienstag (5. Juli) vorliegen. Erst wenn die Behörden detaillierte Angaben zu den gefundenen Knochen machen kann, will sich die Staatsanwaltschaft in Gera äußern.

Unterdessen finden im Waldstück bei Rodacherbrunn seit den Morgenstunden weitere Suchmaßnahmen der Polizei statt. TVO-Reporter Christoph Röder ist vor Ort und wird berichten.

Update (Montag, 4. Juli / 11:05 Uhr):
Die gefundenen Knochen werden in der Rechtsmedizin in Thüringen untersucht. Bereits am Montagnachmittag sollen erste Ergebnisse vorliegen. Die Staatsanwaltschaft in Gera will dann weitere Informationen veröffentlichen.

Erstmeldung (Montag, 4. Juli / 8:16 Uhr):
Es könnte eines der letzten Kapitel im Fall der 2001 verschwundenen Peggy Knobloch aus Lichtenberg (Landkreis Hof) sein. Am Wochenende fand ein Pilzsammler in einem Waldstück bei Rodacherbrunn (Stadt Wurzbach / Saale Orla Kreis) in Thüringen Knochen. Hierbei könnte es sich um die sterblichen Überreste des neunjährigen Mädchens handeln.

Hier entnehmen Sie die TVO-Berichterstattung zum Fall Peggy seit Beginn 2013

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Fundort nur 15 Kilometer von Lichtenberg entfernt

Der Ort an dem der Mann die Knochen fand, liegt nur Luftlinie 15 Kilometer von Lichtenberg entfernt, dem Ort, an dem Peggy Knobloch vor 15 Jahren spurlos verschwand. Laut dem Bayerischen Rundfunk informierte die Polizei in Thüringen umgehend die Behörden in Oberfranken. Diese halten sich aktuell aber mit Stellungnahmen zurück. Die Knochen werden jetzt erst einmal in der Rechtsmedizin untersucht.

Weitere Untersuchungen an der Fundstelle

Am Montag (4. Juli) soll die Fundstelle in Grenznähe zu Oberfranken weiter von den Ermittlern untersucht werden.

Peggy seit Mai 2001 verschwunden

Peggy Knobloch verschwand am 7. Mai 2001 in Lichtenberg spurlos. Umfangreiche Suchmaßnahmen, direkt nach ihrem Verschwinden, blieben damals ohne Erfolg. Im Mai 2014 wurde Ulvi Kulac am Landgericht Bayreuth des Mordes an Peggy in einem Winderaufnahmeverfahren freigesprochen. Zuvor wurde er am 30. April 2004 wegen Mordes an dem Mädchen zu lebenslanger Haft verurteilt. Im April 2013 reichte Kulac-Anwalt Michael Euler einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens ein. Am 9. Dezember 2013 ordnete das Landgericht in Bayreuth die Wiederaufnahme des Verfahrens an. Im April 2014 startete dann das Verfahren. Eine Leiche wurde über die Jahre hinweg nie gefunden. Dies könnte sich jetzt geändert haben.