Tag Archiv: Schließung

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Michelin-Werk in Hallstadt: Unternehmen suchen nach Beschäftigungslösung für Mitarbeiter

Auf Einladung von Bambergs Landrat Johann Kalb suchen die 20 größten Arbeitgeber der Region nach Lösungen für die Beschäftigten des Hallstadter Michelin-Werkes. Kalb appellierte an die Vertreter der Unternehmen, zu prüfen, welche Stellen geschaffen werden können, um möglichst vielen der Beschäftigten neue Arbeitsplätze zu vermitteln. Weiterlesen

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Michelin-Werk in Hallstadt schließt: Über 850 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz!

Wie die Michelin Gruppe am heutigen Mittwochnachmittag (25. September) mitteilte, wird der Standort in Hallstadt im Landkreis Bamberg schrittweise bis Anfang 2021 schließen. Bamberger Landrat Johann Kalb kündigte ein sofortiges Maßnahmepaket und eine Task Force an.

Mitarbeiter und Auszubildende sollen nicht ohne neue Jobs dastehen

Nach der Bekanntgabe von Michelin den Standort in Hallstadt zu schließen, kündigte Landrat Johann Kalb an, dafür zu sorgen, dass jeder Mitarbeiter und Auszubildende einen neuen Arbeitsplatz findet. Noch am heutigen Mittwoch wird er den Betriebsrat, die Geschäftsführung, den Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke, den Hallstadter Bürgermeister Thomas Söder und die Agentur für Arbeit in das Landratsamt Bamberg zum runden Tisch einladen.

„Wir werden um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen. All unsere Bemühungen gelten jetzt den rund 850 Mitarbeitern von Michelin in der Region. Wir werden dafür sorgen, dass jeder Mitarbeiter auch künftig hier Beschäftigung finden wird“,

so der Landrat Johann Kalb. Auf die Schließung des Werks reagierten ebenso die regionalen Landtagsabgeordneten Staatsministerin Melanie Huml und Holger Dremel. Beide nutzen direkt nach der Bekanntgabe der Schließung die Plenarsitzung in München für Gespräche. Auch Bundestagsabgeordneter, Andreas Schwarz, meldet sich zu Wort und ist trotz der aktuellen schwierigen Lage zuversichtlich, dass die Region mit ihrer wirtschaftlichen Lage die Werkschließung auffangen kann.

Landrat Johann Kalb bekommt für das Maßnahmepaket Unterstützung

Oberbürgermeister Andreas Starke wird Johann Kalb bei der Gründung einer Task Force unterstützen. Unter anderem auch Ministerpräsident Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger habe ihre Hilfe für das Maßnahmepaket zugesagt. Nach Einschätzung des Landrates sollen die Chancen gut stehen, dass jeder Mitarbeiter eine neue Beschäftigung findet. Aktuell gäbe es laut Jobcenter rund 3000 offene Stellen im Landkreis und Stadt Bamberg.

Michelin bietet ein umfassendes & personalisiertes Maßnahmepaket für die Mitarbeiter an

Die Michelin Gruppe wird für jeden Mitarbeiter des Standorts ein umfassendes und personalisiertes Maßnahmepaket anbieten. Dazu sollen die Dienste einer Transfergesellschaft gehören, wie rentennahe Berufsausstiegsmöglichkeiten und das Prüfen von internen Beschäftigungsmöglichkeiten.

Asiatische Konkurrenz und rückläufige globale Nachfrage nicht mehr tragbar gewesen

Das 1971 gegründete Michelin Werk in Hallstadt produziert überwiegend Pkw-Reifen der Marke MICHELIN in 16 Zoll. Dieses Marktsegment soll, laut Mitteilung der Michelin Gruppe, sowohl von einer stark rückläufigen globalen Nachfrage, als auch von einem extrem starken Wettbewerb asiatischer Herstellung geprägt gewesen sein. Obwohl die Gruppe seit 2013 60 Millionen Euro investierte, um diesem Marktwandel zu begegnen, reichten die Bemühungen nicht mehr aus.

Weiterführende Informationen zur Werk-Schließung in Hallstadt:
Hallstadt: Michelin Werk muss schließen!
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Kulmbach: Kaufland ab dem 01. September dicht!

Das Kaufland in der Kulmbacher Fritz-Hornschuch-Straße wird am 31. August das letzte Mal öffnen. Für die rund 50 Mitarbeiter wurde bereits ein Sozialplan erarbeitet. Im April 2018 wurde bereits der vorläufige Entschluss gefasst, der jetzt fix wird. Wir berichteten! Weiterlesen
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Hochfranken: VR Bank Fichtelgebirge-Frankenwald schließt Filialen

Die VR Bank Fichtelgebirge-Frankenwald schließt sieben ihrer 20 Filialen. Der Grund dafür ist, dass sich das Kundenverhalten laut dem Finanzinstitut stark verändert hat. Weiterlesen

Insolvenzverfahren von K&L eröffnet: Modehaus schließt seinen Standort in Hof

Nach der planmäßigen Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Modehaus K&L am 01. Januar 2019 wird das Unternehmen im Zuge der Restrukturierung insgesamt 14 Filialen schließen. Betroffen ist davon auch das Haus in Hof. Die weiteren oberfränkischen Standorte Bayreuth und Dörfles-Esbach bleiben unberührt. Weiterlesen

Ebersdorf bei Coburg: Rettung von Ewald Schillig gescheitert!

Die Rettung der Ewald Schillig GmbH & Co. KG aus dem oberfränkischen Ebersdorf bei Coburg ist in letzter Sekunde an einem nicht unterschriebenen Mietvertrag gescheitert. Das Unternehmen mit rund 230 Mitarbeitern ist insolvent. Der Polstermöbelhersteller muss bereits im November schließen.

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Coburg: Brose-Boss Stoschek droht mit Abwanderung!

Diese Nachricht sorgt am Donnerstag (2. August) für ein mächtiges Beben in den Bereichen Wirtschaft und Politik in Oberfranken: Michael Stoschek, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung beim Automobilzulieferer, hat angedroht, den Firmen-Stammsitz in Coburg zu schließen und die Produktion ins Ausland zu verlagern. Grund dafür sollen die überdurchschnittlich hohe Zahl an Krankheitstagen in der Belegschaft sowie die hohen Produktionskosten sein.

Hohe Lohnkosten und hoher Krankheitsstand

So kritisierte Stoschek bei einer Betriebsversammlung im letzten Monat diese zwei Kernpunkte. Stoschek soll mit dem Blick auf die Zahlen gedroht haben, Arbeitsplätze nach Osteuropa zu verlagern, sofern diese Punkte nicht angegangen werden. Jeder Angestellte müsse jetzt dazu beitragen, die Werkschließung noch abzuwenden, hieß es von Brose-Seite. 

Konkurrenz produziert billiger

Das Coburger Werk verzeichnet einen Krankheitsstand von 26 Arbeitstagen. Dieser ist doppelt so hoch wie der bayerische Durchschnitt und der höchste Wert für ein Brose-Werk weltweit. Zudem stoßen dem milliardenschweren Unternehmer die Lohnkosten in Coburg auf. Bei dem Blick auf die Konkurrenz seien diese aus seiner Sicht deutlich zu hoch. So ist der Lohnzettel in Osteuropa nur 25 Prozent so "schwer" wie der in Coburg. Am Standort in der Vestestadt beschäftigt Brose rund 3.300 Mitarbeiter. Rund die Hälfte davon arbeitet in der Produktion.

Kostendruck zwingt zu Maßnahmen

Die Betriebsversammlung am 23. Juli in Coburg stand unter dem Zeichen der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Standorts. Bei der Versammlung schilderten die Geschäftsführer Kurt Sauernheimer, Sandro Scharlibbe und Jan Brauer erstmals in deutlicher Form die Situation im Vergleich zu den Wettbewerbern und anderen Brose-Standorten auf der Welt. Der extreme Kostendruck zwingt die Verantwortlichen laut der eigener Brose-Mitteilung nun zum Handeln. Der Betriebsrat wusste von der angespannten Situation schon länger. Das Gremium will nun um den Erhalt der Coburger Arbeitsplätze kämpfen.

Fertigung in Coburg nicht mehr wettbewerbsfähig

Laut den Geschäftsführern fressen die umgesetzten Lohnsteigerungen von 37 Prozent die Einsparungen bei Verwaltungs- und Projektkosten sowie im Materialeinkauf auf. Damit, so Brose, kann der Coburger Standort Investitionen und Entwicklungsleistungen nicht mehr selbst finanzieren. Demzufolge sei die Fertigung in Coburg nicht mehr wettbewerbsfähig.

Unternehmen sucht Möglichkeiten des Sparens

Die Brose Chefetage sucht nun nach Möglichkeiten des Sparens und setzt hier bei den Mitarbeitern an. So denkt man über die Reduzierung von Urlaubstagen, eine Verlängerung der Arbeitszeit, die Absenkung von Zulagen oder die Umstellung von Akkord- auf Prämienlohn nach. All diese Maßnahmen müssten allerdings erst mit dem Betriebsrat abgestimmt werden.

Brose vergleicht Coburger Standort gegenüber anderen Produktionsstätten

In der Aufstellung vergleicht Brose den Coburger Standort mit anderen Produktionsstätten in Europa und weltweit. Die Lohnkosten liegen in der Vestestadt pro Stunde bei 24,31 Euro. In der Slowakei sind es hingegen nur 6,28 Euro, inklusive der Lohnnebenkosten. Weiterhin gibt es für die Mitarbeiter in Coburg den meisten Urlaub (30 Tage). In den USA sind es hingegen nur 15 Tage. Die Fertigungsmitarbeiter in China arbeiten laut der Brose-Stellungnahme 40 Tage mehr im Jahr als die Coburger Kollegen, in Mexiko sind es sogar 52 Tage mehr.

Auffällig hoher Krankenstand

Werkleiter Jan Brauer nannte zudem ein weiteres Problem, der hohe Krankenstand in der Fertigung des Stammwerkes. Auch in allen anderen Abteilungen in Coburg liegt dieser nach dem Brose-Statement deutlich über dem Vorjahreswert. Brauer appellierte an das Pflichtbewusstsein der Mitarbeiter. So seien die Coburger Fertigungsmitarbeiter im Durchschnitt mehr als einen Monat im Jahr krank und weniger als jeden zweiten Tag des Jahres an ihrem Arbeitsplatz. Auch hier zieht man den Vergleich zu anderen Standorten. Während in Coburg 26 Krankheitstage anfielen, sind es in China im Durchschnitt rund neun Tage, im Werk in Tuscaloosa (USA) sechs Tage und in Querétaro (MEX) ebenfalls nur sechs Tage.

Deadline bis Ende des Jahres

Stoschek forderte die Geschäftsführung und Betriebsrat auf, die Probleme zu besprechen und gemeinsam zu lösen. So sollen verbindliche Vereinbarungen bis Ende des Jahres mit dem Betriebsrat getroffen werden, um Kosten zu senken. "Der Standort Coburg muss zumindest seine Entwicklungskosten und die Investitionen finanzieren können. Wenn dies durch eine Halbierung des Krankenstands und durch andere kostensenkende Maßnahmen erreicht wird, geben wir die notwendigen Investitionen frei. Andernfalls beginnen wir mit der Verlagerung der Coburger Produktion voraussichtlich in unser Werk in Prievidza", so Stoschek.

Aktuell-Bericht vom Donnerstag (02. August 2018)
Coburg: Verlagert Brose sein Werk nach Osteuropa?
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Kulmbach: Kaufland will Filiale im „fritz“ schließen

Die Lebensmittel-Einzelhandelskette Kaufland will seine Filiale im „fritz“-Einkaufzentrum von Kulmbach Ende August 2019 schließen! Der vorläufige Entschluss wurde den rund 50 Mitarbeitern am Montag (16. April) bei einer Betriebsversammlung mitgeteilt. Ein endgültiger Schlussstrich für diesen Standort ist aber noch nicht gezogen.

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Hof: Kaufhof-Filiale soll komplett geschlossen werden

Kaufhof wird sich wohl komplett aus der Saalestadt zurückziehen. Bereits vor einigen Monaten wurde bekannt, dass die Filiale in der Hofer Innenstadt deutlich verkleinert und ein Teil des Gebäudes zu einem Hotel werden soll. (Wir berichteten.) Am heutigen Montag (12. März) sickerten Informationen durch, dass Kaufhof seine Filiale in Hof komplett schließen und die Stadt damit ganz verlassen wird.

Gegenüber TVO gab der Oberbürgermeister Harald Fichtner folgendes Statement zu der möglichen Kaufhof-Schließung ab:

"Wenn sich die Nachricht bestätigt, dann gilt unser Mitgefühl in erster Linie den betroffenen Mitarbeitern des Warenhauses. Wir hoffen, dass für Sie im Rahmen der schwierigen Situation Lösungen gefunden werden und sie bald wieder Beschäftigung finden. Als Stadt haben wir uns hinter den Kulissen immer wieder für den Erhalt der Filiale starkgemacht, wir wissen aber natürlich auch, dass die Unternehmensentscheidung von übergeordneten Markt- und Konzernentwicklungen bestimmt ist, die ganz offensichtlich sind. Die Tatsache, dass ein Teil des Gebäudes zum Hotel umgebaut werden soll und damit das Haus längerfristig zur Baustelle wird, hat nach meiner Auffassung auch eine Rolle bei der Entscheidung gespielt. Klar ist natürlich auch, dass es sich bei den Flächen um 1a-Lagen handelt, die nach dem Umbau sicherlich schnell auch wieder mit hochwertigen Angeboten gefüllt werden. Der Trend geht dazu, derartige Flächen mit mehreren Anbietern auszustatten. Ich gehe davon aus, dass dies auch hier geschehen wird. Trotzdem sehe ich die Entscheidung natürlich mit viel Wehmut. Eine lange Handelstradition geht zu Ende."

Aktuell-Bericht vom Dienstag (13. März 2018)
Hof: Steht der Kaufhof vor dem Aus?
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Nürnberg: Wöhrl schließt insgesamt vier Standorte

Die Rudolf Wöhrl AG schließt vier von insgesamt 34 Filialen. Die Schließung der Filialen mit insgesamt rund 150 Mitarbeitern ist für die kommenden sechs Monate geplant. Die Schließung sei laut Unternehmen unerlässlich, um die Wöhrl-Gruppe als Ganzes zu erhalten und wieder in die Profitabilität zu führen. Neben den Schließungen wird auch eine Mordernisierung angestrebt. Keiner der vier Standorte befindet sich in Oberfranken. Wir berichteten.

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Bayreuth: BAT entlässt 950 Mitarbeiter

Seit Jahren schon kursieren Gerüchte, dass es den Tabakkonzern BAT am Standort Bayreuth nicht mehr lange geben würde. Jetzt werden diese  Gerüchte wahr. Der Tabakkonzern streicht 950 der 1.400 Arbeitsplätze in den nächsten zwei Jahren. Ein echter Kahlschlag in der Wagnerstadt!

14. Juli 2016
Bayreuth: Wirtschaftsministerin Aigner besucht BAT-Konzernspitze

950 der 1.400 BAT-Angestellten verlieren ihren Job. Ein echter Kahlschlag, den die Konzernspitze möglichst sozialverträglich gestalten will. Auch die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Vertretern der Arbeitsagentur sind heute zum Krisentreffen in die Wagnerstadt gekommen. Und auch die Stadt Bayreuth sieht sich vor einem Problem, denn der Wegfall von 950 Arbeitsplätzen bedeutet einen tiefen Einschnitt in die Wirtschaftskraft der Stadt – dem soll aber entgegengewirkt werden.


Strukturprogramm Bayreuth: Oliver Gießübel
Strukturprogramm Bayreuth: Thomas Zimmer
Strukturprogramm Bayreuth: Brigitte Merk-Erbe
Strukturprogramm Bayreuth: Prof. Dr. Stefan Leible

Der Schock bei den Mitarbeitern des Zigarettenherstellers British American Tobacco in Bayreuth sitzt immer noch tief. Gestern haben sie offiziell erfahren, dass 950 von den 1.400 Angestellten des Unternehmens innerhalb der nächsten zwei Jahre ihren Job verlieren werden.

Ilse Aigner bei BAT in Bayreuth

Die Konzernspitze muss den Kahlschlag jetzt möglichst sozialverträglich gestalten und trifft sich deshalb mit der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Vertretern der Arbeitsagentur. Es soll eine Transfergesellschaft gegründet werden. So können sich die dann arbeitslosen Mitarbeiter noch einmal besser qualifizieren.

BAT will sich kümmern

Leif Lümkemann, der Geschäftsführer für den Bereich Personal bei BAT sagt: "Wir werden uns um unsere Mitarbeiter kümmern". Mehr zum Thema ab 18:00 Uhr in "Oberfranken Aktuell".

Bayreuth: BAT will sozialverträglichen Stellenabbau

© TVO / Patrick Rüsing
© TVO / Patrick Rüsing
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14. Juli 2016

Seit Montag haben die Menschen im Bayreuther British-American-Tobacco-Werk gebangt. Jetzt ist es traurige Gewissheit: Fast 1.000 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz, die Stadt Bayreuth verliert einen ihrer größten Gewerbesteuerzahler. "Konsolidierung der Zigarettenherstellung in Europa", nennt das die Unternehmensgruppe - die Entscheidung sei eine "Reaktion auf Überkapazitäten". Die Mitarbeiter und der Betriebsrat sehen das natürlich anders.

Bayreuth: British American Tobacco streicht fast 1000 Arbeitsplätze
Die Belegschaft ist schockiert

BAT baut in Bayreuth zwei Drittel seiner Arbeitsplätze ab. 950 der 1.400 Jobs sollen in den nächsten zwei Jahren gestrichen werden.Die Mitarbeiter sind fassungslos und wütend. Christoph Röder mit einer ersten Einschätzung aus Bayreuth.

Reaktion der Stadt Bayreuth

Als herben Verlust für den Wirtschaftsstandort bezeichnet Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe den von der Londoner Konzernzentrale angekündigten Stellenabbau beim Zigarettenhersteller BAT in Bayreuth. „Unsere Solidarität gehört vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BAT, die wir in der jetzt schwierigen Situation unterstützen werden, wo immer dies für die Stadt möglich ist.“ Darüber hinaus sieht die Oberbürgermeisterin auch den Freistaat Bayern und das Bayerische Wirtschaftsministerium in der Pflicht.

 Einer der größten Arbeitgeber in Bayreuth

Mit rund 1.400 Mitarbeitern gehört BAT zu den größten privaten Arbeitgebern in Bayreuth. Das Unternehmen ist somit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor nicht nur für die Stadt, sondern für ganz Oberfranken. Die Stadt habe in den vergangenen Monaten alles unternommen, um den BAT-Standort zu halten, so Merk-Erbe. Es habe vielfache Interventionen auch mit Blick auf die Überarbeitung der EU-Tabak-Produkt-Richtlinie auf Bundes- und Landesebene gegeben, mit Abgeordneten und Ministerien seien zahlreiche Gespräche geführt worden. Gleiches gelte für Gespräche mit der Werkleitung in Bayreuth sowie der Konzernleitung aus London.

Merk-Erbe hofft auf Staatsregierung

Um den von BAT angekündigten Stellenabbau mittelfristig zu kompensieren, ist die Stadt, so Merk-Erbe weiter, dringend auf die Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung angewiesen. „Von der Sanierung der Stadthalle bis zum Gründerzentrum: Bayreuth hat eine ganze Reihe zukunftsweisender Infrastrukturprojekte vor sich, für die wir die finanzielle Unterstützung des Freistaats brauchen. Ich gehe davon aus, dass Bayreuth diese Unterstützung auch erhält.“ Die Oberbürgermeisterin wird hierüber kurzfristige Gespräche mit Vertretern der Staatsregierung führen.

 

13. Juli 2016
Bayreuth: BAT-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs

Die Gerüchte mehren sich, dass BAT ihr Werk in der Wagnerstadt vollständig oder zumindest größtenteils dicht macht. Die Produktion soll, so hört man, komplett nach Osteuropa verlagert werden. Nach Polen, Rumänien, Ungarn oder Kroatien. Gestern Abend ist die Entscheidung über den Standort Bayreuth im Aufsichtsrat gefallen. Bislang sind dazu allerdings noch keine Einzelheiten nach außen gedrungen. Erst morgen Mittag sollen die Beschäftigten informiert werden. Das heißt noch eine Nacht, vermutlich ohne viel Schlaf, für die Belegschaft. Christoph Röder war heute in Bayreuth und versucht die Stimmung der Menschen einzufangen

12. Juli 2016
Artikel befeuert Spekulationen

Es ist ein Artikel der „Welt“, der die Spekulationen erneut befeuert. Dort heißt es, die British American Tobacco will ihre weltweit größte Produktionsstätte in Bayreuth dicht machen und nach Polen, Rumänien, Ungarn oder Kroatien verlagern.

Betriebsversammlung am Donnerstag

Die Situation scheint ernst. Dafür spricht die angesetzte Sitzung des Aufsichtsrates in Hamburg und die voraussichtlich für Donnerstag anberaumte außerordentliche Betriebsversammlung, wo dann angeblich die Mitarbeiter informiert werden sollen

Bayreuth: Tabakkonzern BAT vor dem Aus?
Statement der Stadt Bayreuth

Der Stadt liegen aktuell keine offiziellen Informationen zur Zukunft des BAT-Standorts vor. Sie weiß jedoch, dass noch in dieser Woche in Hamburg der Aufsichtsrat tagt. Die Stadt will sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu möglichen Abbauplänen äußern oder an Spekulationen beteiligen, wie sie derzeit Gegenstand des Berichts der WELT sind. Sobald in der Konzernzentrale in London eine Entscheidung gefallen ist, wird die Stadt dies kommentieren, heißt es auf Nachfrage von TVO.

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe hat in den vergangenen Monaten gemeinsam mit den Bayreuther Abgeordneten alles unternommen, um die Vorzüge des Standorts Bayreuth der Konzernleitung zu erläutern. Es hat vielfache Interventionen auf Bundes- und Landesebene geben, zahlreiche Gespräche wurden geführt. In die Gespräche ist insbesondere das Bayerische Wirtschaftsministerium eingebunden.

Mit rund 1.400 Mitarbeitern gehört BAT zu den größten privaten Arbeitgebern in Bayreuth. Das Unternehmen ist somit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor nicht nur für die Stadt, sondern für ganz Oberfranken. BAT ist seit 1957 in Bayreuth ansässig und hat seinen Standort im Laufe der Jahre beständig ausgebaut. Ein Stellenabbau, wie er derzeit Gegenstand von Spekulationen in den Medien ist, wäre daher nicht nur für die Stadt, sondern für die ganze Region ein herber Verlust.

Statement der Handwerkskammer

„Natürlich ist auch das Handwerk in Oberfranken davon unmittelbar betroffen. Die Gebäude und Produktionsstätten der BAT werden von Handwerksbetrieben gewartet, gereinigt und beliefert. Und es geht natürlich auch um die Kaufkraft der 1.400 Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen.

Egal, ob Lebensmittelhandwerk, Kfz-Service, Bau-Ausbau, Friseure – wenn die Kaufkraft sinkt, wird auch weniger Geld für Handwerksleistungen ausgegeben. Dies gilt auch für die Stadt Bayreuth. Die BAT gehört zu den größten Gewerbesteuerzahlern der Stadt. Würden diese Steuermittel wegfallen, müsste auch die Stadt Bayreuth den Gürtel erheblich enger schnallen, was sich natürlich auch auf Aufträge an Handwerksbetriebe auswirken könnte", so Thomas Zimmer der Präsident der Handwerkskammer in Oberfranken.

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VR-Bank Hochfranken: Filialschließungen angekündigt

Erst letzte Woche hatte die VR-Bank Hof bekannt gegeben, mehrere kleinere Filialen aufgeben zu wollen. Wir berichteten. Jetzt hat auch die VR-Bank Hochfranken West angekündigt, ihre Geschäftsstellen in Döbra, Döhlau und Schauenstein zum 31. März zu schließen.

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VR Bank Hof: Mehrere Filialschließungen beschlossen

Die VR Bank Hof wird in den nächsten Monaten mehrere Filialen schließen. Wie der Vorstand gegenüber TVO am Donnerstag (4. Februar) bestätigte, betrifft das die Geschäftsstellen in Ahornberg und Weißdorf (Landkreis Hof), die Hofer Stadtteile Neuhof und Krötenbruck und die Filiale in Syrau im sächsischen Vogtlandkreis.

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Bamberg/Bayreuth: Karstadt-Filialen droht die Schließung

Das Ringen um den Erhalt weiterer Karstadt-Filialen geht offenbar in eine neue Runde. Von einer möglichen Schließung könnten auch die Filialen in Bayreuth und Bamberg betroffen sein. Ein Warenhaus-Experte warnt zumindest davor, dass rund ein Drittel der 83 Filialen in Deutschland auf lange Sicht nicht zu halten seien. Weiterlesen
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