Tag Archiv: Schwarzarbeit

Wunsiedel: Ehepaar ergaunert über 21.000 Euro an Sozialleistungen

Besonders kreativ zeigte sich ein Paar aus dem Raum Wunsiedel bei der Ausgestaltung eines Arbeitsverhältnisses innerhalb der Familie. Die beiden prellten die Agentur für Arbeit um über 21.000 Euro.

Betrug läuft über einen Zeitraum von drei Jahren

Die 62-jährige Unternehmerin beschäftigte ihren Mann über drei Jahre lang immer wieder nur für wenige Monate in ihrem Betrieb. Dabei bezog der Mann  während der beschäftigungsfreien Zeit Leistungen der Agentur für Arbeit und das obwohl er weiterhin im Unternehmen seiner Frau tätig war. Die Schwarzarbeit wurde laut der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Regensburg einem „Arbeitszeitkonto“ gutgeschrieben, der entsprechende Lohn während der offiziellen Beschäftigungszeiten ausbezahlt.

Agentur für Arbeit um über 21.000 Euro geprellt

Mit dieser Methode betrog der Mann die zuständige Agentur für Arbeit um über 21.000 Euro. Seine Ehefrau machte sich wegen Beihilfe zum Betrug strafbar. Zudem entrichtete die Geschäftsfrau in mehreren Fällen die Sozialversicherungsbeiträge nicht korrekt. Außerdem unterließ sie es den gesetzlichen Mindestlohn immer fristgerecht zu zahlen.

Konsequenzen für das betrügerische Ehepaar

Die Amtsgerichte Hof und Wunsiedel verurteilten den Mann zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten zur Bewährung. Die Frau zu einer Geldstrafe in Höhe von 900 Euro. Zusätzlich verhängte das Hauptzollamt Regensburg wegen der verspäteten Mindestlohnzahlungen ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. Neben den zu Unrecht bezogenen Leistungen muss das Paar auch für die Verfahrenskosten aufkommen.

Landkreis Hof: Hotelier beschäftigt illegal Flüchtlinge!

Ein Hotelier und Gastronom aus dem Raum Hof wurde jetzt durch das Amtsgericht Hof wegen illegaler Beschäftigung verurteilt. Der jetzt 69-Jährige aus der Balkanregion hatte in seinem Hotel zeitweise zahlreiche Flüchtlinge untergebracht und beschäftigt.

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Landkreis Hof: Bauunternehmerin zahlt ihren Mitarbeitern nicht mal den Mindestlohn!

Nachdem eine Bauunternehmerin aus dem Landkreis Hof ihren Arbeitern nicht einmal den im Baugewerbe vorgeschriebenen Mindestlohn zahlte und dadurch auch viel zu geringe Sozialabgaben weiterleitete, wurde sie jetzt am Amtsgericht Hof für ihr Handeln verurteilt. Der Zoll deckte zuvor diese Missstände auf.

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© Zoll

Alarmierende Zahlen in Oberfranken: Mehr Schwarzarbeit & Lohnprellerei im Baugewerbe

Schwarzarbeit im Fokus: Baufirmen in Oberfranken sollen häufiger Besuch vom Zoll bekommen. Dies fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit Blick auf neue Zahlen des Bundesfinanzministeriums. Danach kontrollierten Beamte im Bereich des zuständigen HauptzollamtsbSchweinfurtbim vergangenen Jahr insgesamt 292 Bauunternehmen – das sind rund acht Prozent weniger als im Vorjahr. Hierbei leiteten die Zöllner 44 Ermittlungsverfahren wegen nicht gezahlter Mindestlöhne ein. Der Schaden wegen hinterzogenen Steuern und Sozialabgaben belief sich auf rund 3.273.000 Euro.

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Schwarzarbeit in Hof: Wirtin zu Freiheitsstrafe verurteilt

Ein Wirtin aus dem Raum Hof wollte Geld einsparen und beschäftigte deshalb ihre Mitarbeiter jahrelang schwarz. Dieses Vergehen ist jedoch aufgeflogen und die Frau wurde nun zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt. Das entschied das Amtsgericht Hof.

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ROUNDUP: Bamberg – Razzia gegen Schwarzarbeit auf Großbaustelle

Update, 01.04.14 / 22:44 Uhr:
Hier unser Bericht vom Dienstag mit den Ergebnissen…

 

 

Update, 01.04.14 / 18:44 Uhr:
Große Aufregung herrschte gestern (31. März) auf dem ehemaligen Schaeffler-Gelände in Bamberg, wo zurzeit eine riesige Wohnanlage entsteht. 80 Zollbeamte, unterstützt von 100 Polizisten, führten dort eine groß angelegte Kontrolle durch. Überprüft wurde unter anderem, ob die Arbeitserlaubnis von ausländischen Bauarbeitern vorlag. Einen konkreten Verdacht gab es nicht. Dennoch wurden die Beamten in Bamberg fündig: Der Zoll überprüfte über 200 Arbeiter. In drei Fällen mußten sich die Arbeitgeber wegen der Vorenthaltung von Sozialversicherungsbeiträgen verantworten. Die entsprechenden Strafverfahren wurden eingeleitet. Eine Baufirma beschäftigte zudem offenbar acht ausländischer Arbeiter ohne die notwendige Genehmigung. Dieses Vorgehen verstößt gegen das Ausländerrecht. Den Arbeitern selbst droht nun ein Bußgeld. Drei Männer aus der Ukraine, die in Bamberg zur Probe gearbeitet hatten, halten sich zudem offenbar aktuell illegal in Deutschland auf. Sie müssen zurück in ihr Heimatland. Die Ermittlungen des Zolls dauern noch an.

 

Update, 31.03.14 / 18:44 Uhr:
Hier unser Bericht vom Tag zu den Ereignissen in Bamberg…

 

 

Erstmeldung, 31.03.14 / 12:04 Uhr:
Großeinsatz am Montagvormittag (31. März) von Zoll und Polizei in Bamberg. Auf der Großbaustelle des früheren Schaeffler-Geländes führte das Hauptzollamt Schweinfurt mit der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt eine Zollkontrolle nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz statt. Hierbei ging es darum, ob vor Ort die maßgeblichen sozialversicherungs-, steuer- und arbeitsrechtlichen Bestimmungen eingehalten wurden. Mehr Infos und Ergebnisse zu der Kontrolle ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“.