Tag Archiv: Sexualdelikt

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Behörden stellen Ermittlungen ein: Fall Peggy wird zum „Cold Case“!

Im Mordfall Peggy hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth jetzt - rund 19 Jahre nach dem damaligen Verschwinden des Mädchens - die Ermittlungen eingestellt. Dies gaben jetzt die Behörden, die sich umfassend mit dem Fall auseinandersetzten, am Donnerstag (22. Oktober) bekannt. Der Fall um das ermordete neunjährige Mädchen aus Lichtenberg (HO) wird damit zu einem sogenannten "Cold Case".

 

  • Mehr dazu am Donnerstagabend ab 18:00 Uhr in Oberfranken Aktuell!

 

Keine hinreichenden Beweise gegen Manuel S.

Laut den ermittelnden Behörden liegen keine hinreichenden Beweise dafür vor, dass Manuel S. allein oder zusammen mit einer anderen Personen Peggy Knobloch sexuell missbraucht und anschließend getötet hat, um die Sexualstraftat zu verdecken. Bestehen bleibt lediglich der dringende Tatverdacht gegen den Beschuldigten hinsichtlich des Verbringens der Leiche. Würde isoliert betrachtet der Tatbestand der Strafvereitelung in Betracht kommen, wäre dieser aber bereits verjährt. Das Verfahren wurde daher mit Verfügung vom 16. Oktober 2020 eingestellt.

Der Ermittlungskomplex „Peggy“ vollständig beendet

Damit endet nach nunmehr über 19 Jahren ein komplexes Ermittlungsverfahren, das überregional hohe Aufmerksamkeit erfuhr und wiederholt im Blick der Öffentlichkeit stand.

450 gefüllte Aktenordner

Die zahlreichen Beamten der Sonderkommissionen und die Staatsanwaltschaften Hof und Bayreuth haben über Jahre unermüdlich alle Möglichkeiten ausgeschöpft, das Verbrechen aufzuklären. Sie arbeiteten an rund 6.400 Ermittlungsspuren, gingen hunderten Hinweisen nach und führten insgesamt zirka 3.600 Vernehmungen durch. Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen wurden zudem etwa 250 Gutachten durch unterschiedlichste Spezialisten erstellt. Letztendlich umfassen die gesamten Ermittlungen rund  450 Aktenordner. Der Ermittlungskomplex „Peggy“ mit allen Verfahren ist nun vollständig beendet - so das Polizeipräsidium Oberfranken am Donnerstag (22. Oktober 2020).

Der Aktuell-Beitrag zum "Fall Peggy" vom 22. Oktober 2020
Bayreuth: Staatsanwaltschaft erklärt "Fall Peggy" für beendet

Gemeinsames Statement von Polizei und Staatsanwaltschaft
Bayreuth: Ermittlungen im Mordfall Peggy offiziell eingestellt

Die Historie zum Fall Peggy

Neunjährige verschwindet im Mai 2001

Am 7. Mai 2001 verschwand die Peggy Knobloch spurlos. Zuletzt wurde das Mädchen am Henri-Marteau-Platz in Lichtenberg von mehreren Zeugen gegen 13:24 Uhr lebend gesehen, von da an verlor sich ihre Spur. Es bestand der Verdacht eines Sexual- und Tötungsdelikts.

Ulvi K. in einem Indizienprozess freigesprochen

Die Ermittlungen führten zunächst zur Beschuldigung des zur Tatzeit 24-jährigen Ulvi K.. Er wurde im April 2004 am Landgericht Hof in einem Indizienprozess wegen Mordes an Peggy Knobloch zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zur Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus verurteilt.

Wiederaufnahme des Verfahrens und Freispruch für K.

Im April 2013 beantragte der Verteidiger von K. die Wiederaufnahme des Verfahrens. Er beschränkte den Antrag auf die Verurteilung wegen des Mordes an Peggy Knobloch. Die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus war allerdings nicht der Gegenstand des Wiederaufnahmeantrags. Im Mai 2014 wurde K. am Landgericht Bayreuth vom Mordvorwurf freigesprochen.

Sterbliche Überreste von Peggy gefunden

Im Sommer 2016 wurden in einem Waldstück in der Nähe von Rodacherbrunn (Thüringen), etwa 16 Kilometer von Lichtenberg entfernt, die sterblichen Überreste des Mädchens gefunden. Der Fund führte zur Wiederaufnahme der Ermittlungen.

Sonderkommission eingerichtet

Der Umfang des Falls erforderte die Einrichtung einer Sonderkommission mit einem außergewöhnlich hohen personellen, materiellen und finanziellen Aufwand. Zudem bezogen die Beamten auch wissenschaftliche Disziplinen ein, die außerhalb üblicher Ermittlungsroutine stehen, wie beispielsweise Gutachten zur Auswertung von Torf-, Pollen- und Farbpartikelspuren.

Manuel S. gerät in den Fokus der Ermittlungen

Die Summe der Erkenntnisse aus den Untersuchungen der am Fundort gesicherten Spuren sowie die Neubewertung bereits bestehender polizeilicher Feststellungen rückten den im Tatzusammenhang bereits früher einmal beschuldigten Manuel S. in den Fokus. Dieser war zur Tatzeit - im Alter von 24 Jahren - in Lichtenberg wohnhaft. Ermittlungen ergaben, dass sich der Beschuldigte im Tatzeitraum ohne ein gesichertes Alibi in Lichtenberg aufhielt und Arbeiten durchführte, die mit den am Leichenablageort gefundenen Spuren in Beziehung standen. Peggy Knobloch befand sich zum Zeitpunkt ihrer letzten Sichtung in unmittelbarer Nähe des Hauses des Beschuldigten.

Geständnis und Widerruf von S.

Im Zusammenhang mit den Ermittlungsmaßnahmen führten die Beamten im September 2018 die Vernehmung von S. durch. Hierbei gab er zu, am Tag des Verschwindens von Peggy mit seinem Pkw in Lichtenberg unterwegs gewesen zu sein, als ihn ein ihm namentlich bekannter Mann angehalten habe. In einem Bushäuschen in der Poststraße, so gab der Beschuldigte an, will er das leblose Mädchen von dem Mann übernommen haben. Er habe noch versucht, es zu beatmen. Weiter gab er an, dass er das Opfer in eine rote Decke gewickelt, in den Kofferraum seines Fahrzeugs gelegt und dann in einem Waldstück in Thüringen - dem späteren Fundort - abgelegt habe. Er ergänzte, dass er wenige Tage später den Schulranzen des Mädchens und deren Jacke bei sich zu Hause verbrannt habe. Er bestritt jedoch, Peggy Knobloch getötet zu haben. Später widerrief er das Geständnis über den Transport der Leiche. Sein Rechtsanwalt erhob zudem schwerwiegende Vorwürfe gegen die Ermittler. Gegen den Beschuldigten erließ das Amtsgericht Bayreuth Mitte Dezember 2018 einen Untersuchungshaftbefehl, den es am 24.12.2018 jedoch wieder aufhob.

Beschluss der 3. Strafkammer am Landgericht Bayreuth

Die 3. Strafkammer des Landgerichts Bayreuth stellte mit Beschluss aus dem Februar 2019, mit dem die Beschwerde der Staatsanwaltschaft Bayreuth gegen die Aufhebung des Haftbefehls verworfen wurde, fest, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen von verbotenen Vernehmungsmethoden oder eines Verwertungsverbotes hinsichtlich der Aussagen des Beschuldigten festzustellen seien. Das Geständnis über den Transport und Ablage von Peggy Knobloch im Wald bei Rodacherbrunn durfte somit verwertet werden. Die Kammer bejahte gleichzeitig den dringenden Tatverdacht, dass Manuel S. zumindest an dem Transport der Leiche von Peggy Knobloch beteiligt gewesen war. Einen dringenden Tatverdacht der Beteiligung an der Tötung von Peggy Knobloch verneinte die Kammer jedoch.

S.  kann Täterschaft oder Beteiligung in dem Fall nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden

Anschließend tätigte die Sonderkommission nochmals intensive Ermittlungen, die Ende 2019 abgeschlossen und der Staatsanwaltschaft zur weiteren Entscheidung vorgelegt wurden. Die abschließende Bewertung durch die Staatsanwaltschaft Bayreuth führte zu dem Ergebnis, dass dem Beschuldigten Manuel S. eine Täterschaft oder Beteiligung an der Herbeiführung des Todes der Peggy Knobloch nicht mit der für eine Anklageerhebung erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden kann. Voraussetzung für die Erhebung der Anklage ist ein hinreichender Tatverdacht, auf dessen Grundlage die Verurteilung des Beschuldigten mit Wahrscheinlichkeit zu erwarten sein muss.

Nur Indizien ermittelt

Es wurden zwar zahlreiche Indizien ermittelt, die auf eine Tatbeteiligung von Manuel S. hindeuten, weder die objektive Spurenlage noch die verwertbaren Angaben des Beschuldigten oder sonstige Beweismittel gestatten allerdings einen hinreichend sicheren Nachweis der Beteiligung an der Tötung von Peggy Knobloch.

Todesursache von Peggy kann nicht mehr ermittelt werden

Aufgrund des Zustandes der sterblichen Überreste des Mädchens nach einer Liegezeit 15 Jahren, in dessen Folge bereits viele Spuren unwiederbringlich verloren gegangen waren, ließ sich die Todesursache nicht mehr feststellen. Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben, konnten nicht ermittelt werden.

Gutachten über Ulvi K.

Allein die Angaben des Beschuldigten Manuel S. und des freigesprochenen Ulvi K. stehen zur Verfügung. Manuel S. bestreitet, Peggy Knobloch getötet zu haben. Ulvi K. gab in seinen zahlreichen Vernehmungen unterschiedlichste Einlassungen und Tatversionen an, die er jeweils dem Verfahrensstand anpasste. Ein bezüglich der Aussagen eingeholtes Gutachten eines Fachpsychologen für Rechtspsychologie zu deren Wahrheitsgehalt kommt zu dem Ergebnis, dass es auszuschließen ist, dass seinen Schilderungen auch nur annähernd eine hinreichende Zuverlässigkeit und Glaubhaftigkeit attestiert werden kann. Dafür wären die Widersprüchlichkeiten in seinen Aussagen und die Fluktuationen seiner Angaben zu hoch.

„Peggy“ wird zu einem Cold Case

Somit liegen keine hinreichenden Beweise gegen Manuel S. oder etwaige Komplizen vor. In Sachen Transport der Leiche ist der Tatbestand der Strafvereitelung bereits verjährt. Das Verfahren wurde daher mit Verfügung vom 16. Oktober 2020 eingestellt.

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A9 bei Hof-West: Polizei beschlagnahmt große Menge Rauschgift

Bei einer Polizeikontrolle auf der Autobahn A9 am Donnerstagabend (15. Oktober), unweit der Anschlussstelle Hof-West, stellen Polizisten der Verkehrspolizei Hof eine erhebliche Menge Rauschgift sicher. Der Beifahrer im Auto wurde zudem mit einem Haftbefehl gesucht. Weiterlesen
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Bayreuth: Unbekannter nach Sex-Attacke auf 31-Jährige gesucht!

Nach einem sexuellen Übergriff auf eine 31-jährige Frau durch einen Unbekannten ermittelt jetzt die Kriminalpolizei Bayreuth. Der Vorfall geschah laut Polizeimeldung am Montagmorgen (22. Juni) in der Innenstadt von Bayreuth. Die Beamten suchen Zeugen.

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Sexualdelikt in Bamberg: Mann entblößt sich vor 12-Jährigem

Am Samstagnachmittag (25. Mai) entblößte sich ein Mann vor einem 12-jährigen Jungen in Bamberg. Polizeibeamte konnten noch am gleichen Tag einen tatverdächtigen 35-Jährigen vorläufig festnehmen. Die Kripo Bamberg hat die Ermittlungen übernommen. Weiterlesen
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Nach Kneipenbesuch in Bamberg: Sexueller Übergriff auf 17-Jährige auf offener Straße!

Nach einem Sexualdelikt an einer 17-jährigen Frau ermittelt aktuell die Kriminalpolizei in Bamberg. Der Vorfall geschah in der Nacht zum Sonntag (04. Februar) im Bamberger Sandgebiet. Zur Aufklärung der Tat sucht die Polizei dringend Zeugen der Tat.

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Bamberg: Schuldspruch im Vergewaltigungsprozess – 9 Jahre Haft für Asylbewerber!

Das Landgericht Bamberg verurteilte am Montagnachmittag (13. März) einen 27-jährigen Tunesier zu neun Jahren Gefängnis. Der Angeklagte wurde der Vergewaltigung eines 16-jährigen Mädchens für schuldig befunden. Auch wegen zwei versuchter Vergewaltigungen, unter anderem bei Kersbach (Landkreis Forchheim), stand der Mann vor Gericht!

Versuchte Vergewaltigung in Kersbach bei Forchheim

Der Anklagte saß seit dem letzten Montag (6. März) auf der Anklagebank. Wir berichteten! Dem 27-Jährigen wurde im Prozess vorgeworfen, bei Kersbach (Landkreis Forchheim) versucht zu haben, ein 17-jähriges Mädchen zu vergewaltigen. (Der damalige Bericht dazu!) Am 28. Mai 2016 soll er demnach in der Nähe des dortigen Bahnhofs, direkt an der Kreisstraße FO25, sein 17-jährige Opfer angegriffen und in den Straßengraben gezogen haben. Laut Anklageschrift wurde die junge Frau dort mit dem Rücken auf den Boden gerückt. Der Beschuldigte legte sich dann auf sie und äußerte die Worte "Einmal ficken, einmal ficken". Unter Gewalteinwirkung gelang es ihm, die Jugendliche teilweise zu entkleiden. Die Hilferufe der 17-Jährigen hörte ein Autofahrer (24), der zufällig mit seinem Fahrzeug an dem Tatort vorbei fuhr. Als dieser wendete und sich dem Szenario nähere, fühlte sich der Angreifer ertappt, ließ von der 17-Jährigen ab und flüchtete. Im Rahmen einer eingeleiteten Fahndung konnte der Mann wenig später festgenommen werden.

Weitere Anklagepunkte

Dem Angeklagten wurden neben dem Kersbacher Fall zudem eine Vergewaltigung im schwäbischen Mering im September 2015 sowie eine versuchte Vergewaltigung in mittelfränkischen Schwabach (September 2015) zur Last gelegt. Opfer waren damals ein 16-jähriges Mädchen beziehungsweise eine junge Frau (20).

Angeklagter hatte die Taten gestanden

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte die 16-Jährige am Bahnhof Mering (Landkreis Aichach-Friedberg) im September 2015 vergewaltigt hatte und es bei den anderen beiden Fällen versuchte. Zu Gunsten des Täters wertete das Gericht, dass der 27-Jährige alle drei Vergehen gestanden hatte. Das Urteil von neun Jahren blieb ein Jahr unter der Forderung der Staaatsanwaltschaft! Sollte keine der am Prozess beteiligten Parteien Revision einlegen, ist das Urteil innerhalb einer Woche rechtskräftig.

Aktuell-Bericht zum Urteil vom 14.03.2017
Vergewaltigungsprozess in Bamberg: Neun Jahre Haft für Asylbewerber
Aktuell-Bericht zum Prozessauftakt vom 06.03.2017
Bamberg: 1. Prozesstag - Asylbewerber wegen Vergewaltigung angeklagt
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Bayreuth: 28-jährige Frau sexuell belästigt und gewürgt

Nach einem sexuellen Übergriff auf eine 28-jährige Frau in den Morgenstunden des Faschingsdienstags (28. Februar) im Bussardweg von Bayreuth sucht die Kriminalpolizei Bayreuth dringend Zeugen, die zur Aufklärung der Tat beitragen. In der Zwischenzeit konnte ein Tatverdächtiger (27) fvorläufig festgenommen werden.

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Landgericht Bamberg: Asylbewerber wegen Vergewaltigung vor Gericht

Am Montagvormittag (6. März) begann vor dem Landgericht Bamberg der Prozess gegen einen 1990 geborenen Asylbewerber, angeblich aus Nordafrika. Der Mann soll im Mai 2016 bei Kersbach (Landkreis Forchheim) versucht haben, ein 17-jähriges Mädchen zu vergewaltigen. Wir berichteten! Eine weitere versuchte Vergewaltigung (September 2015 in Schwabach), sowie eine Vergewaltigung in Mering (September 2015) werden ihm ebenfalls zu Last gelegt.

Versuchte Vergewaltigung in Kersbach bei Forchheim

Dem Mann wird zur Last gelegt, am 28. Mai 2016 in der Nähe des Bahnhofes Kersbach, direkt an der Kreisstraße FO25, das 17-jährige Opfer angegriffen und in den Straßengraben gezogen zu haben. Laut Anklageschrift wurde die junge Frau dort mit dem Rücken auf den Boden gerückt. Der Beschuldigte legte sich dann auf sie und äußerte die Worte "Einmal ficken, einmal ficken". Unter Gewalteinwirkung gelang es ihm, die Jugendliche teilweise zu entkleiden. Die Hilferufe der 17-Jährigen hörte ein Autofahrer (24), der zufällig mit seinem Fahrzeug an dem Tatort vorbei fuhr. Als dieser wendete und sich dem Szenario nähere, fühlte sich der Angreifer ertappt, ließ von der 17-Jährigen ab und flüchtete.

Tatverdächtiger nach kurzer Flucht festgenommen

Die Einsatzkräfte der Forchheimer Polizei nahmen den Flüchtigen nach einer eingeleiteten Fahndung in der Nähe des Bahnhofs in Kersbach kurze Zeit später fest. Die 17-Jährige wurde aufgrund der erlittenen Verletzungen in einem Krankenhaus ambulant behandelt.

Weitere Anklagepunkte

Dem Angeklagten werden neben dem Fall von Kersbach zudem eine Vergewaltigung im schwäbischen Mering im September 2015 sowie eine versuchte Vergewaltigung in mittelfränkischen Schwabach (September 2015) zur Last gelegt. Opfer waren damals ein 16-jähriges Mädchen beziehungsweise eine junge Frau (20).

Angeklagter mit mehreren Identitäten unterwegs?

Laut Anklage handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 26-jährigen Syrer. Zum Prozessauftakt machte der Angeklagte aber ganz andere Aussagen. So sei er ein 27-jähriger Landarbeiter aus Tunesien. In Deutschland habe er sich als Syrer ausgegeben, um Asylleistungen zu erschleichen. Auch in Österreich und der Schweiz habe er demnach falsche Identitäten angegeben.

Urteil für Anfang April erwartet

Das Urteil am Landgericht Bamberg wird für den 3. April erwartet. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Asylbewerber bis zu 15 Jahre Haft. Der Prozess findet teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Aktuell-Bericht vom ersten Prozesstag (6. März)
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SEK-Einsatz in Ludwigsstadt: Polizeibeamter festgenommen!

Am gestrigen Donnerstagabend (2. März) kam es zu einem SEK-Einsatz in Ludwigsstadt (Landkreis Kronach). Wie die Staatsanwaltschaft Coburg am Freitagnachmittag (3. März) mitteilte, wurde bei dem Einsatz eine Person vorläufig festgenommen.

Festnahme eines Polizeibeamten

Bei dem Festgenommenen handelt es sich der Auskunft der Staatsanwaltschaft nach um einen Polizeibeamten. Aus diesem Grund ordnete der polizeiliche Einsatzleiter den SEK-Einsatz am gestrigen Abend an. Die vorläufige Festnahme wurde ohne besondere Vorkommnisse durchgeführt. Dem Beschuldigten wird eine Sexualstraftat im privaten Bereich vorgeworfen. Ein dienstlicher Bezug sei nicht gegeben, so die Mitteilung

Haftbefehl erlassen

Der Festgenommene wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg am Freitagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ den beantragten Haftbefehl. Weitere Auskünfte erteilte die Staatsanwaltschaft aufgrund des laufenden Verfahrens derzeit nicht.

Coburg: Frau belästigt – Kripo ermittelt wegen Sexualdelikt

Eine 29-Jährige lernte am frühen Sonntagmorgen in der Ketschengasse von Coburg einen jungen Mann kennen, der sich ihr später gegen ihren Willen körperlich näherte und danach flüchtete. Die Kripo Coburg hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach dem Unbekannten.

Hergang der Tat

Am Brunnen in der Coburger Ketschengasse traf die 29-jährige Coburgerin mit einer Freundin gegen 2.00 Uhr auf den zirka 25-Jährigen, der mit einem weiteren Mann und zwei jungen Frauen aus Richtung Markt kam. Kurz nach 3.00 Uhr suchten die beiden Frauen und der Unbekannte noch ein Lokal in der Ketschengasse auf, um dort Flaschen abzugeben. Anschließend begab sich die 29-Jährige mit ihrem unbekannten Begleiter in ihre Wohnung, wo der Mann später zudringlich wurde und die Frau körperlich anging. Als sie schließlich aus der Wohnung fliehen konnte und bei Nachbarn klingelte, lief der Unbekannte davon. Die Kriminalpolizei Coburg ermittelt wegen eines Sexualdelikts und erbittet Hinweise.

Zum Gesuchten liegt folgende Beschreibung vor:

  • zirka 25 Jahre
  • etwa 170 bis 175 Zentimeter groß
  • schlank
  • schmales Gesicht mit „eckigem“ Kinn
  • dunkle bzw. sonnengebräunte Haut
  • dunkle Augen
  • auffällig weiße Zähne
  • schwarze, seitlich kurz rasierte Haare mit „gegelter Igelfrisur“ am Oberkopf
  • trug zunächst nur schwarze Boxershorts
  • später bekleidet mit schwarzem Tanktop, schwarzer, weite Baggyhose und einem schwarzen, breiten Gürtel mit weißen Streifen

 

Personen, die den Mann kennen und / oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben können, melden sich bitte unter der Tel.-Nr. 09561/6450 bei der Kripo Coburg.