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Landkreis Wunsiedel: Nacktfotos von 14-Jähriger verschickt

Ein 14-jähriger Schüler aus dem Landkreis Wunsiedel hat ohne Erlaubnis Nacktfotos eines gleichaltrigen Mädchens verbreitet. Zuvor hatte er sie gebeten, ihm ein Foto zu schicken, auf dem sie unbekleidet zu sehen ist. Die 14-Jährige schickte das Bild mit der Bedingung, es niemandem zu zeigen. Dennoch sendete er das Foto an mehrere Freunde weiter. Weiterlesen

Coburg: Polizei warnt vor Betrug via Internet & SMS

Dass die Nutzung sozialer Netzwerke und modernen Medien nicht nur positive Seiten hat, sondern auch von Kriminellen genutzt werden kann, zeigen Betrugsfälle, die jetzt vermehrt bei der Polizei angezeigt worden sind. Mit SMS-Abzocken erbeuten unbekannte Täter in den letzten Wochen mehrere hundert Euro. Die oberfränkische Polizei warnt vor weiteren Betrugsversuchen. Seit Anfang April verzeichnet die Kripo Coburg vermehrt Fälle von SMS-Betrügen, die über das soziale Netzwerk Facebook ihren Anfang finden.

 

Illegal in Facebook-Profil gehackt

 

Unter dem Namen eines befreundeten oder verwandten Facebook-Mitglieds kontaktierten die Betrüger über das soziale Netzwerk das Opfer. Zuvor hatten sich die Unbekannten illegal in das Profil des Nutzers, meistens einer türkisch stämmigen Person, „gehackt“ oder eine Kopie davon erstellt. Mit dem fremden Profil schrieben die Kriminellen dann Kontaktpersonen an und baten unter einem Vorwand um deren Handynummer. Die Betrüger wenden sich dann mit der Telefonnmmer an mobile Zahlungsanbieter, wie „Zong“ oder „PayPal“, mit deren Hilfe sie im Internet einkauften.

 

Abrechnung über die Telefonrechnung

 

Auch bei den Betrugsfällen in Coburg gaben die Täter mit den Handynummern der Geschädigten bei einem solchen Serviceanbieter Zahlungen in Auftrag. Der jeweilige Anbieter übermittelte daraufhin per SMS Bestätigungen der Bezahlvorgänge. Diese sollten die Geschädigten über Facebook an ihren vermeintlichen Facebook-Bekannten weiterleiten, was in allen Fällen auch geschah. Erst mit Erhalt der nächsten Telefonrechnung fiel den Betrugsopfern der Schwindel auf. Die Kriminalpolizei Coburg hat in allen Fällen die Ermittlungen aufgenommen. Bei den geschilderten Vorgehen handelt es sich um ein bundesweit auftretendes Phänomen. Weitere Betrugsversuche mit dieser oder einer ähnlichen Masche sind daher nicht ausgeschlossen.

 

Die oberfränkische Polizei warnt vor dieser Art von Betrug und rät deshalb:

 

  • Geben Sie im Internet nicht mehr Daten von sich Preis als zwingend notwendig. Handeln Sie insbesondere restriktiv, wenn es um Adress-, Konto- oder Telefondaten geht!
  • Wählen Sie sichere Passwörter und geben Sie diese niemals an Dritte weiter.
  • Seien Sie sensibel, wenn Sie unbekannte Nachrichten erhalten und reagieren Sie nicht auf die oben beschriebene „Zong“-SMS.
  • Sollten Sie eine solche Kurznachricht erhalten haben, nehmen Sie persönlich mit dem Facebook-Freund Kontakt auf und informieren ihn darüber, dass sein Account vermutlich manipuliert wurde.
  • Wenn Sie selbst Opfer eines solchen Betruges geworden sind, wenden Sie sich umgehend an die Polizei und warnen Sie Ihre Facebook-Freunde vor möglichen SMS.