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Toter Senior in Bayreuth: Plädoyers im Mordprozess

Der Fall des im April 2017 in Bayreuth getöteten Rentners steht kurz vor dem Abschluss. Am Landgericht Bayreuth wurden am heutigen Mittwoch (28. Juli) die Plädoyers gehalten. Die beiden Angeklagten wird schwerer Diebstahl und versuchter Mord bzw Mord vorgeworfen. (Wir berichteten)

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Bluttat in Bayreuth: Mutmaßliche Mörder des 88-Jährigen gefasst

Bereits im April 2017 ereignete sich in Bayreuth eine schreckliche Bluttat. (Wir berichteten.) Ein 88 Jahre alter Mann wurde Opfer eines brutalen Raubmordes. Der Rentner wurde derart schwer verletzt, dass er kurz vor Ostern im Krankenhaus verstarb. Die dreißigköpfige SOKO "Inn" ermittelte monatelang auf Hochtouren nach den mutmaßlichen Tätern. Inzwischen sitzen zwei Männer in Untersuchungshaft.  Den Verdächtigen wird Mord an dem Bayreuther vorgeworfen. Die umfangreichen und akribischen Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth sind nun abgeschlossen. 

 

Aktuell-Bericht vom heutigen Dienstag (06. März): siehe rechts!

Raubmord in Bayreuth: Tatverdächtige gefasst, Anklage erhoben

Senior wird bei Raubmord tödlich verletzt

Nach einem anonymen Anruf am 12. April 2017 aus Crailsheim (Baden-Württemberg) eilte die Polizei zum Anwesen des Seniors in die Innstraße in Bayreuth. Die Beamten fanden den Bewohner blutüberströmt in seinem Haus. Der Senior wurde so schwer verletzt, dass er wenige Tage später im Krankenhaus erlag. Aufgrund des Bildes, welches sich am Tatort bot, gingen die Polizisten schnell von einem Gewaltverbrechen aus. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich heraus, dass mehrere Schmuckstücke aus dem Haus entwendet wurden.

Gewaltverbrechen in Bayreuth: Polizei veröffentlicht Notruf!

Zahlreiche Wohnungsdurchsuchungen im Bundesgebiet

An den umfangreichen Ermittlungen waren nicht nur oberfränkische Kripobeamte beteiligt, sondern auch das Bayerische Landeskriminalamt, das Bundeskriminalamt, die Bayerische Bereitschaftspolizei und zahlreiche Dolmetscher. Eine Vielzahl von Personen wurde genauer unter die Lupe genommen und mehrere Wohnungen, auch außerhalb Bayerns, durchsucht.

Umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit der Beamten

Die Ermittler setzten große Hoffnungen in die Öffentlichkeitsfahndung. Sowohl der abgesetzte Notruf, als auch Bilder der verschwundenen Schmuckstücke wurden veröffentlicht, um Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten. Zudem wurden über sämtliche Medien Zeugenaufrufe gestartet. Die Beamten suchten auch nach Hinweisen zu verdächtigen Männern, falschen Wasserwerkern und Fahrzeugen.

Rund 1.000 Spuren & 680 Vernehmungen

Insbesondere am Tatort sicherten die Experten der Spurensicherung der Kriminalpolizei Bayreuth allein in den ersten Tagen rund 1.000 Spuren. Nicht nur im Haus des Opfers, sondern auch im Umfeld der späteren Tatverdächtigen wurden zahlreiche Gegenstände, insbesondere Kommunikationsmittel für eine Untersuchung sichergestellt. Im Laufe der monatelangen Ermittlungen führten die Beamten der SOKO „Inn“ rund 680 Vernehmungen im ganzen Bundesgebiet durch.

„Aktenzeichen XY“ sollte entscheidende Hinweise bringen

Mitte Mai 2017 wurde der Mordfall in der ZDF-Sendereihe „Aktenzeichen XY ungelöst“ gezeigt. Mitteilungen, die bei der Sonderkommission über das eigens eingerichtete Hinweistelefon eingingen, führten zu weiteren Ermittlungen. Außerdem wurde eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, ausgelobt. Ein entscheidender Hinweis zur Aufklärung des Verbrechens konnte jedoch zunächst nicht erlangt werden.

Gesicherte DNA-Spuren bringen den Durchbruch

Schließlich brachte das Ergebnis der akribisch gesicherten Spuren vom Tatort den Durchbruch. An mehreren Stellen im Wohnhaus wurden DNA-Spuren sowie weitere Hinweise auf die zwei Tatverdächtigen gefunden und beweiskräftig gesichert. Ein 35-Jähriger aus Schwaben wurde Mitte Juni 2017 durch ein Spezialeinsatzkommando festgenommen. Später geriet auch ein Bekannter des Verdächtigen ins Visier der Ermittler. Auch bei dem 34-Jährigen erhärtet sich der Verdacht schnell.

Angeklagt wegen Mordes

Beiden Männer traten bereits vorher wegen schwerer Straftaten in Erscheinung. Die Erkenntnisse der Bayreuther Kripobeamten lieferten zahlreiche Ermittlungsansätze zur Aufklärung weiterer Straftaten, die beiden Männer zur Last gelegt werden. Aufgrund der umfangreichen Ermittlungsergebnisse der SOKO „Inn“ hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth nun Mordanklage gegen beide Beschuldigten erhoben.

Aktuell-Bericht vom September 2017
Raubmord in Bayreuth: Kripo sucht falsche Wasserwerker

Gewaltverbrechen in Bayreuth: Kripo sucht falsche Wasserwerker

Im Zusammenhang mit den umfangreichen Ermittlungen der SOKO „Inn“ anlässlich des schrecklichen Raubmordes an einem Rentner im April 2017 in Bayreuth, suchen die Kripobeamten nach Personen, die Angaben zu Männern machen können, die sich an der Haustür als “Wasserwerker“ ausgegeben und sich dadurch Zutritt zu den Wohnräumen verschafft oder dies versucht haben, aber abgewiesen wurden.

88-Jähriger wird Opfer eines Gewaltverbrechens

Nach einem anonymen Anruf am Abend des 12. April 2017 fanden Polizisten den 88-jährigen Hausbesitzer mit schwersten Verletzungen und nicht mehr ansprechbar in seinem Anwesen in der Innstraße in Bayreuth auf. Am darauffolgenden Freitag starb der Senior infolge seiner schweren Verletzungen in einem Krankenhaus. Aufgrund der Gesamtumstände gingen die Beamten rasch von einem Gewaltverbrechen aus. Wir berichteten.

Tatverdächtiger in Haft

Nach intensiven Ermittlungen der SOKO „Inn“ erfolgte im Juni 2017 die Festnahme eines tatverdächtigen Mannes, gegen den anschließend auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth Haftbefehl wegen Mordes in Verbindung mit schwerem Raub erlassen wurde.

Zeugen & Hinweise gesucht

Für die Beamten der SOKO ist es aufgrund der zwischenzeitlich gewonnenen Erkenntnisse auch von größerem Interesse, gegenüber welchen Personen in Stadt und Landkreis Bayreuth und dem Raum Kulmbach, sowohl in den Monaten März und April, als auch insbesondere am 12. April 2017, angebliche „Wasserwerker“ aufgetreten sind.

Betrugsmasche "Wasserwerker"

Dabei suchen Täter besonders ältere Personen zu Hause auf und geben sich als „Wasserwerker“ aus. Sie behaupten beispielsweise, die Wasseruhr im Keller ablesen oder die Wasserleitung überprüfen zu müssen. Möglicherweise täuschen sie auch vor, dass durch Bauarbeiten in der Nähe Wasserohre beschädigt wurden und die Auswirkungen im Haus kontrolliert werden müssen. Ziel der Täter ist es stets, von den Bewohner eingelassen zu werden und dann durch geschicktes Ablenken Wertgegenstände und Geld zu entwenden. Oftmals tritt der Täter auch alleine dem Bewohner gegenüber und ermöglichte dann seinem Komplizen unbemerkt den Zutritt zu den Wohnräumen.

Möglicherweise verwendeten die „Wasserwerker“ im relevanten Zeitraum einen dunklen Audi A3 mit den Kennzeichen „HH-“.

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Beschreibung der tatverdächtigen Männer:

  • zirka 30 bis 40 Jahre alt
  • 180 Zentimeter bis 185 Zentimeter groß und schlank bis kräftig
  • Alltagskleidung
  • eventuell Basecap auf dem Kopf
  • kein fränkischer Dialekt

Die Kripobeamten bitten um Mithilfe und fragen:

  • Bei wem haben im März oder April 2017 ein Mann oder mehrere Männer geklingelt und sich als „Wasserwerker“ ausgegeben?
  • Wer hat am Tattag des Raubmordes, dem 12. April 2017, Kontakt mit angeblichen „Wasserwerkern“ gehabt?
  • Wem ist in obigen Zeitraum, insbesondere in Bayreuth und Umgebung, ein dunkler Audi A3, mit den Kennzeichen „HH-“ aufgefallen?
  • Wer kann sonst Angaben machen, die im Zusammenhang mit „Wasserwerkern“ oder dem Raubmord an dem Senior stehen könnten?

Zeugen werden gebeten, sich mit der SOKO „Inn“ unter der Telefonnummer 0921/506-2433 in Verbindung zu setzen. 

Raubmord in Bayreuth: Kripo sucht falsche Wasserwerker