Tag Archiv: Stechert Arena

Brose Baskets Bamberg: Packendes Spiel gegen PEG Turow

In gut drei Wochen geht sie los – die neue Saison in der Beko-Basketball-Bundesliga. Zur Zeit können sich die Fans zumindest schon mal mit Testspielen einstimmen. Und das, was sie diesmal in der Stechert Arena zu sehen bekamen, war an Spannung kaum zu übertreffen. Die Brose Baskets traten gestern gegen den polnischen Vizemeister PEG Turow Zgorzelec an und lieferten sich ein packendes Spiel auf höchstem Niveau. Am Ende machte ein Punkt den Unterschied!

Den ganzen Spielbericht sehen Sie heute ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“.

 

 


 

 

Entscheidung in Bamberg: Arena bekommt neuen Namen

Die Entscheidung ist gefallen: die Stechert-Arena in Bamberg heißt künftig Brose-Arena. Mit 33:9 Stimmen hat sich der Stadtrat für die Änderung ausgesprochen. Allerdings nicht ohne die zu erwartende Debatte, die sich zweieinhalb Stunden hinzog. Dabei traten vor allem die GRÜNEN/ Alternative Liste als Bedenkenträger auf. Sie sehen in dem Votum nur den Anfang von weiteren Investitionen, die folgen werden. Insgesamt 3,47 Millionen Euro soll der Umbau auf mehrere Jahre gerechnet kosten.

„Sperenzchen“ wie neue Stühle oder einen neuen LED-Würfel – zusammen kosten diese alleine 800 Tausend Euro – solle doch BROSE selbst zahlen, wenn das gewünscht sei. Peter Gack von der GAL meinte, in fünf Jahre könne Brose eine Option auf das Namensrecht ziehen. Er glaube, dass dann bestimmt wieder Forderungen im Raum stehen werden.

Auch aus den Reihen der Freien Wähler gab es Nein-Stimmen. Der Fraktionsvorsitzende Dieter Weinsheimer hätte sich gewünscht, einige anstehende Umbauarbeiten nach hinten zu schieben. „Dann kämen wir mit dem Zuschuß der Oberfrankenstiftung hin.“ Dieser Zuschuß soll 600 Tausend Euro betragen; 400 Tausend Euro schießt die Stadt aus Eigenmitteln zu. Der größte Teil der Gesamtkosten – 2,47 Millionen Euro – wird per Kredit finanziert. Neu war dabei die Nachricht, dass die Sparkasse Bamberg wohl nicht dieses Geld verleihen wird. „Wir schauen uns auf dem freiem Markt um“, war der Wunsch des Finanzreferats, der in der Beschlussvorlage zum Tragen kam.

Die CSU und SPD stimmten geschlossen dafür. „Wer A sagt muss auch B sagen“, meinte CSU-Frakktuionschef Helmut Müller. Er spielte hier auf den Kauf der Halle im Herbst 2010 an. Damals hatten sich Teile der CSU skeptisch gezeigt. „Wenn wir damals den Kauf bewilligen, müssen wir jetzt auch Investitionen zustimmen.“ Immer wieder wurde aus beiden Lagern die Wichtigkeit der Halle unterstrichen, die tatsächlich Bayerns drittgrößte Veranstaltungsarena ist.

Einige Stadträte machten keinen Hehl daraus, bei der Entscheidung Bauchschmerzen zu haben. Neben Gerhard Seitz (CSU) äußerte auch Norbert Tscherner (fraktionslos) seine Zweifel am richtigen Kurs gegenüber dem Vorsitzenden der Brose-Gesellschafterversammlung, Michael Stoschek: „Er fordert und fordert und fordert… mir sind 30, 40 kleine Betriebe lieber als ein großer, von dem man sich abhängig macht.“ Tscherner erinnerte an die Zugeständnisse der Stadt, als es vor einem Jahr um die Ansiedlung von Brose an der Breitenau in Bamberg ging – damals stimmte der Stadtrat einem 11 Millionen Euro schwerem Investitionspaket zu. Tscherner abschließend: „Mir kommt es vor als hieße der heimliche Oberbürgermeister der Stadt Bamberg Michael Stoschek“. Dennoch stimmte auch er am Ende für die Namensänderung.

Tatsächlich steckt die Stadt Bamberg kurzfristig 2,47 Millionen Euro in die Halle. Die Umbauarbeiten umfassen auch die VIP-Lounge, wo z.B. ein Personenaufzug errichtet wird. Viele Arbeiten sollen im Herbst fertig sein – Anfang Oktober beginnt auch die neue Basketballsaison. Zudem soll die Instandhaltung der Halle jährlich mit 200 Tausend Euro zu Buche schlagen. Was auf 5 Jahre gerechnet – so lange geht der Vertrag mit Brose – noch eine weitere Million bedeuten würde.

Brose zahlt 350 Tausend Euro jährlich. Die Umbauarbeiten waren Bedingung für das Namenssponsoring. Oberbürgermeister Andreas Starke machte noch einmal Werbung für die Maßnahmen: „Wir investieren in unser eigenes Eigentum und stellen die Halle zukunftsfähig auf.“ Offen blieb, wann der Name Stechert von der Halle verschwindet und von Brose ersetzt wird. „Das kann schon am 1. August passieren, wenn Stechert mitspielt“, sagte Hallenmanager Horst Feulner, „spätestens aber am 1. Oktober wenn der Vertrag mit Stechert offiziell ausläuft.“

Mehr ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 


 

 

Stechert-Arena: Bamberg verhandelt nur noch mit Brose

Seit Monaten führt die Stadt Bamberg Gespräche mit potentiellen Hauptsponsoren der Stechert Arena. Ab 1. Oktober soll die einen neuen Namen bekommen – um das Recht wurde zuletzt offiziell mit zwei Firmen verhandelt: Dem Baustoffhersteller Franken Maxit und dem Automobilzulieferer Brose. Jetzt bestätigt Oberbürgermeister Andreas Starke, dass aktuell Gespräche nur noch mit der Firma Brose geführt werden.

 


 

 

Bamberg: Stechert beendet Namenspatronat für Bamberger Arena

Die Betreibergesellschaft der Bamberger Stechert Arena muss sich ab September einen neuen Namenssponsor suchen. Wie gestern berichtet wird der Stahlrohrmöbelhersteller sein Engagement in Bamberg nicht weiter verlängern. Laut einer schriftlichen Erklärung fühle sich Firmenchef Franz Stegner von den beiden Vertragspartnern hinters Licht geführt. Zudem sollen die Bamberger Arena Betriebsgesellschaft und die Franken 1st Bamberg Basketballgesellschaft wesentliche Bestandteile des neuen Vertragsangebots an die Öffentlichkeit übermittelt haben. Das weißt die Stadt Bamberg allerdings in einer eigenen Erklärung zurück.

 

Hier der genaue Wortlaut der Geschäftsleitung der Stechert Stahlrohrmöbel GmbH in der eigenen Presseerklärung:

 

1) Zum 30. September 2013 läuft der dreijährige Vertrag zwischen der Stechert GmbH, der BAB Bamberg Arena Betriebsgesellschaft mbH, einem Tochterunternehmen der Stadt Bamberg, und der Sportholding Franken1st Bamberg Basketballgesellschaft mbH über das Namenspatronat der Stechert Arena ab.

2) Stechert wird den bestehenden Vertrag aus gegebenem Anlass nicht verlängern, aber selbstverständlich alle vertraglichen Verpflichtungen loyal erfüllen. Die Geschäftsleitung des Unternehmens betrachtet das Vertrauensverhältnis zur BAB Bamberg Arena Betriebsgesellschaft mbH und Franken1st Bamberg Basketballgesellschaft mbH als nachhaltig gestört. Im Vertrag verpflichteten sich alle Parteien zu gegenseitigem Respekt, Wohlverhalten, Loyalität und Vertraulichkeit. Dagegen wurde massiv verstoßen. Die Stechert Geschäftsleitung fühlt sich von den beiden anderen Vertragsparteien hinters Licht geführt. Außerdem wurden wesentliche Inhalte des neuen Vertragsangebots der Öffentlichkeit übermittelt.

3) Stechert identifiziert sich trotz der bitteren Niederlagenserie noch immer intensiv mit den Brose Baskets. Aus diesem Grund hätte das Unternehmen das erfolgreiche Namenspatronat für die Stechert Arena für drei weitere Jahre gerne fortgesetzt. Dazu hatte die Stechert Geschäftsleitung noch im abgelaufenen Jahr 2012 Vorschläge für eine Verlängerung der Partnerschaft zu verbesserten Konditionen unterbreitet.

4) Bisher hat uns die BAB Bamberg Arena Betriebsgesellschaft mbH immer wieder vertröstet und das Angebot nicht angenommen, obwohl das Tochterunternehmen der Stadt Bamberg bereits vor Weihnachten eine Einigung erzielen wollte. Stechert hat immer den Standpunkt vertreten, dass wir jederzeit akzeptieren, wenn die BAB Bamberg Arena Betriebsgesellschaft mbH einen neuen Partner finden sollte, der mehr bezahlt. Nach unseren Informationen haben aber die BAB Bamberg Arena Betriebsgesellschaft mbH und die Franken1st Bamberg Basketballgesellschaft mbH hinter unserem Rücken das Namenspatronat wie Sauerbier angeboten und mit angeblichen Interessenten verhandelt. Die Stechert Geschäftsleitung lässt sich allerdings nicht hinhalten und an der Nase herumführen.

5) Gerüchte, dass angeblich Hauptsponsor Brose oder ein anderes Unternehmen das Namenspatronat für die Bamberger Arena zukünftig übernehmen will, werden wir nicht kommentieren.

6) Im Herbst 2010 hatte sich Stechert nach reiflicher Überlegung dazu entschieden, das Namenspatronat für die drittgrößte Multifunktionshalle Bayerns zu übernehmen und damit einen Kauf der Arena durch die Stadt Bamberg erst ermöglicht. Dadurch wurde indirekt auch der Bamberger Spitzen-Basketball gerettet und eine bislang einzigartige Erfolgsserie mit drei Double-Triumphen aus Meisterschaft und Pokalsieg realisiert.

7) Stechert unterstützte neben dem Namenspatronat für die Stechert Arena auch die Brose Baskets bei vielen Gelegenheiten ideell und finanziell. Insgesamt zahlte Stechert etwa 30 Prozent mehr als vertraglich vereinbart war. Zahlreiche zugesagten Leistungen wurden gar nicht in Anspruch genommen. Der Abschied fällt Franz Stegner nicht leicht: „Als Trommler bei den Fans durfte ich viel ehrliche Leidenschaft, Herzenswärme und unvergessliche Stunden erleben. Das werde ich sehr vermissen.“ Seine Trommel schenkt Franz Stegner dem Fanclub.

Stechert bedankt sich bei allen Beteiligten für die fantastischen Leistungen in der Vergangenheit und ist stolz darauf, ein Partner dieser Erfolgsgeschichte gewesen zu sein. Für die anstehenden Playoffs drücken wir der Mannschaft und dem Trainerteam selbstverständlich ganz fest die Daumen.

 

Hier die Medieninformation der Brose Baskets / Bamberg Arena Betriebs GmbH: Stellungnahme zum Namenspatronat:

 

Mit großem Erstaunen haben die BAB Bamberg Arena Betriebsgesellschaft mbH und die Franken1st Bamberg Basketballgesellschaft mbH die heutige Pressemitteilung der Firma Stechert Stahlrohrmöbel GmbH zum Thema Namenspatronat der Bamberger Arena zur Kenntnis genommen und möchten darauf folgendes erwidern.

 

Wir waren und sind sehr überrascht, dass wir aus den Medien erfahren mussten, dass Herr Stegner die Verhandlungen um das Namensrecht für gescheitert erklärt hat. Selbstverständlich sind wir ihm und seinem Unternehmen für sein bisheriges Engagement sehr dankbar und wissen um den Beitrag, den die Firma Stechert für das Gelingen des Projektes geleistet hat. Deshalb war es für uns eine Selbstverständlichkeit, als erstes mit der Firma Stechert über die Verlängerung des Namensrechtes zu verhandeln. Aus unserer Sicht waren diese Verhandlungen bei weitem noch nicht abgeschlossen, deshalb möchten wir uns gegen die vorgebrachten Vorwürfe des Vertragsbruchs im Sinne fehlender Loyalität und unserer Verschwiegenheitspflicht verwahren. Auch von einem verbesserten Angebot von Seiten der Firma Stechert kann aus unserer Sicht nicht die Rede sein. Das von Stechert angebotene Gesamtpaket war nicht geeignet den Weiterbetrieb der Arena im Sinne eines verantwortlichen wirtschaftlichen Handelns zu gewährleisten. Aus dieser Verantwortung heraus sahen wir uns gezwungen, auch mit weiteren potentiellen Partnern Verhandlungen zu führen, um das für die Arena beste Ergebnis zu erzielen.

Wir bedauern sehr, dass Herr Stegner und die Firma Stechert die mehrjährige, aus unserer Sicht eigentlich vertrauensvolle und sowohl für die Arena wie auch für den Bamberger Basketball gewinnbringende Zusammenarbeit beenden möchten.

Bamberg: Riesenwirbel um die Stechert Arena

Ärger um die Stechert Arena in Bamberg. Stand aktuell: Der Namensgeber der Mehrzweckarena steigt aus. Franz Stegner, Geschäftsführender Gesellschafter der Stechert Stahlrohrmöbel GmbH, wird das Namenssponsoring für die Bamberger Halle beenden. Der Mäzen ist sauer über das Geschäftsgebaren der derzeitigen Partner, die – so sagt er – hinter seinem Rücken Verhandlungen über das zukünftige Sponsoring der Halle führen. Stegner zu TVO am Dienstagnachmittag: „In diese Halle setze ich nie wieder einen Fuß!“ Neben Franz Stegner ließen wir auch Brose Baskets Manager Wolfgang Heyder und Verantwortliche der Betreibergesellschaft zu Wort kommen. Die Entwicklungen in dieser Causa gibt es ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“.