Tag Archiv: sterbliche Überreste

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Fall Peggy: SOKO und Staatsanwaltschaft personell aufgestockt

Das Polizeipräsidium Oberfranken hat die Sonderkommission Peggy personell aufgestockt. Dies geschah bereits am letzten Freitag (14. Oktober), wie am heutigen Mittwoch (19. Oktober) mitgeteilt wurde. Auch die Staatsanwaltschaft Bayreuth wurde personell verstärkt.

Weitere Ermittler und Spezialisten werden in den kommenden Tagen die SOKO - insbesondere im Zusammenhang mit den neuen Erkenntnissen aus der DNA-Untersuchung - unterstützen. Am Fundort der Leiche wurden bei den Beweissicherungsmaßnahmen seit Juli zahlreiche Spurenträger sichergestellt. In der letzten Woche wurde gab die Staatsanwaltschaft bekannt, dass an einem der sichergestellten Stücke der genetische Fingerabdruck des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt festgestellt wurde. Wir berichteten. Hierdurch wurden jetzt die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der SOKO um eine Vielzahl an Ermittlungshandlungen erweitert.

Fall Peggy: Verbindung mit NSU-Terror laut Bodo Ramelow kein Zufall
(Aktuell-Beitrag vom 19.10.16)

Bodo Ramelow schließt einen Zufall aus

Im TVO-Interview schloss der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow im Zusammenhang mit der Sicherstellung von DNA-Spuren von Böhnhardt am Fundort der sterblichen Überreste von Peggy einen Zufall aus. In naher Umgebung, so Ramelow, besitzt ein Bekannter von Uwe Böhnhardt nämlich eine Wanderhütte.

Hinweise der verschiedenen Behörden sollen gebündelt werden

Konkret will man klären, in welchem Zusammenhang diese DNA-Spur gesetzt wurde, wo sie entstanden ist und ob sie in Verbindung mit dem Tod von dem neunjährigen Mädchen. steht. Zudem sollen alle relevanten Erkenntnisse der beteiligten Behörden, wie der Generalbundesanwaltschaft, des Bundeskriminalamts, des bayerischen Landeskriminalamts und der thüringischen Polizei, gebündelt werden und in die Ermittlungen einfließen.

Bisherige Ermittlungsrichtungen werden weiterverfolgt

Neben den jetzt neuen Ermittlungserkenntnissen wird die mittlerweile rund 40-köpfige SOKO Peggy und die Staatsanwaltschaft Bayreuth auch die bisherigen Spuren, Erkenntnisse und Hinweise intensiv weiterverfolgen.

Fall Peggy: Mehr Fragen als Antworten in dieser Causa
(Aktuell-Beitrag 18.10.16)

SOKO in Thüringen untersucht ungeklärte Kindstötungen

Zudem führt in Thüringen seit dem Montag eine eigens gegründete SOKO Ermittlungen in Fällen von von ungeklärten Kindstötungen in Thüringen seit 1990 durch. Wir berichteten. Parallel wird untersucht, ob es sich bei der gefundenen DNA-Spuren des mutmaßlichen NSU-Terroristen Holger Böhnhardt um eine Verunreinigung oder um ein echtes Beweisstück handelt.

Weiterführende Informationen
Fall Peggy: DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche gefunden
(Aktuell-Bericht vom 14.10.16)
Fall Peggy: Pressekonferenz zu DNA-Spuren (Teil 2) Aktuell-Version
(13.10.2016)
Der Fall Peggy: Eine Chronologie der Ereignisse
(Aktuell-Bericht vom 04.07.16)

Fall Peggy: DNA-Spuren von NSU-Terrorist Uwe Böhnhardt gefunden

UPDATE (Freitag, 18:35 Uhr):

Es war eine überraschende Entwicklung im Fall Peggy. Wie die Staatsanwaltschaft Bayreuth und die oberfränkische Polizei am Donnerstagabend (13. Oktober) mitteilten, wurde eine DNA-Spur des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche von Peggy Knobloch bei Rodacherbrunn (Saale-Orla-Kreis) gefunden. Die Spur wurde auf einem Stück Stoff gefunden, nicht am Skelett des Mädchens. Das wirft für die Ermittler ganz neue Fragen auf. Unterdessen haben die Ermittler in Thüringen eine SOKO gegründet, die Fälle von ungeklärten Kindstötungen in Thüringen seit 1990 neu untersuchen wird. Wir berichteten!

Fall Peggy: DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche gefunden
(Aktuell-Berichterstattung vom 14.10.2016)

UPDATE (23:10 Uhr):

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth gab am späten Donnerstagabend (13. Oktober) eine Pressekonferenz zu den gefundenen DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der sterblichen Überreste des Kindes bei Rodacherbrunn in Thüringen. Hier das Statement der Staatsanwaltschaft. Zudem fasst Frank Ebert die Ereignisse des Tages zusammen...

Fall Peggy: Pressekonferenz zu DNA-Spuren (Teil 1)
(13.10.2016)
Fall Peggy: Pressekonferenz zu DNA-Spuren (Teil 2)
(13.10.2016)

UPDATE (21:17 Uhr):

Vertreter von Polizei und Staatsanwaltschaft sind im Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth derzeit in einer gemeinsamen Lagebesprechung. Mit einer Pressekonferenz vor 21:45 Uhr ist nicht zu rechnen.

UPDATE (20:19 Uhr):

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth soeben mitteilten, wurden am Fundort der Leiche von Peggy Knobloch DNA-Spuren des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt gefunden. Berichten zufolge, wurden die Anhaftungen an einem sehr kleinen Stofffetzen festgestellt. Die sterblichen Überreste entdeckte ein Pilzsammler Anfang Juli in einem Waldstück bei Rodacherbrunn im Saale-Orla-Kreis (Thüringen). Ein Abgleich in der Rechtsmedizin führte nun zu diesem Ergebnis. Unklar ist noch, in welchem genauen Zusammenhang diese DNA-Spur entstanden ist und ob sie in Verbindung mit dem Tod des neunjährigen Mädchens steht. Dies bedarf laut den Behörden weiterer umfassender Ermittlungen in alle Richtungen. Diese stehen derzeit am Anfang und werden intensiv fortgeführt.

Mehrere Behörden in die anstehenden Ermittlungen eingebunden

Neben dem Generalbundesanwalt wurden das Bundeskriminalamt, das bayerische Landeskriminalamt und die thüringische Polizei über die neuen Erkenntnissen unterrichtet und sind in die Ermittlungen eingebunden. Weitere Informationen werden derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht erteilt.

Info: Uwe Böhnhardt

Böhnhardt ist dem sogenannten "Nationalsozialistischen Untergrund (NSU)" zuzuordnen. Der Neonazi bildete laut den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft mit Beate Zschäpe und Uwe Mundlos diese Gruppierung, die zwischen 2000 und 2010 unter anderem für die Ermordung mehrerer Menschen verantwortlich war. Böhnhardt starb in Eisenach (Thüringen). Er wurde mutmaßlich am 4. November 2011 von seinem Komplizen Mundlos erschossen.

ERSTMELDUNG (19:45 Uhr):

Laut mehreren Medienberichten wurden an den sterblichen Überresten der neunjährigen Peggy Knobloch aus Lichtenberg DNA-Spuren des NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt gefunden. Offiziell wollen sich Polizei und Staatsanwaltschaft in Bayreuth gegen 20:00 Uhr der Presse stellen.

Sterbliche Überreste im Juli gefunden

Anfang Juli fand ein Pilzsucher in einem Waldstück bei Rodacherbrunn im Saale-Orla-Kreis (Thüringen) die sterblichen Überreste des Mädchens, welches 2001 aus Lichtenberg (Landkreis Hof) spurlos verschwand. Seit Juli fanden durch die Ermittlungsbehörden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen und deren Auswertung statt. Zuletzt wurde Ende September nochmals das Gelände bei Rodacherbrunn durch die Polizei mit schwerem Gerät untersucht.

Fall Peggy: Eindeutige DNA-Spuren an sterblichen Überresten entdeckt
Frank Ebert berichtet aus Bayreuth
Weiterführende Informationen
Der Fall Peggy: Eine Chronologie der Ereignisse
(Aktuell-Bericht vom 04.07.2016)
Fall Peggy: Unter der Lupe - Die Arbeit der Rechtsmediziner
(Aktuell-Bericht vom 05.07.2016)
Nachgefragt (08.07.2016): Der Fall Peggy
Fall Peggy: Statement der Polizei zu den erneuten Suchmaßnahmen bei Rodacherbrunn
(Aktuell-Bericht 26.09.2016)
Fall Peggy: Wie geht es jetzt weiter?
(Aktuell-Bericht vom 07.07.16)
Lichtenberg/Rodacherbrunn: Wer hat Peggy getötet?
(Aktuell-Bericht vom 08.07.16)
Social Screening zu den aktuellen Ereignissen
© TVO vom 26.09.2016

Rodacherbrunn: Polizei sucht am Fundort von Peggy nach weiteren Spuren

Mit einem Großaufgebot sucht die Polizei seit dem Montagvormittag (26. September) erneut am Fundort der sterblichen Überreste von Peggy Knobloch nach weiteren Hinweisen. Wie das Polizeipräsidium Oberfranken TVO mitteilte, sind im Bereich des Waldstückes bei Rodacherbrunn (Saale-Orla-Kreis / Thüringen) 50 Beamte im Einsatz.

Aktuell-Beitrag vom Dienstag (27. September)

Erdarbeiten am Dienstag abgeschlossen

Die Erdarbeiten der Polizei Nahe dem thüringischen Rodacherbrunn sind abgeschlossen. Bis zum Mittag haben Beamte weiter am Fundort der sterblichen Überreste von Peggy Knobloch aus Lichtenberg nach Gegenständen im Boden gesucht. Ob etwas für den Fall Relevantes dabei gewesen ist, wird noch ausgewertet, teilt das Polizeipräsidium Oberfranken auf Nachfrage von TVO mit.

Fall Peggy: Polizei beendet Erdarbeiten am Fundort der Leiche bei Rodacherbrunn
(Aktuell-Bericht vom 27.09.)
Aktuell-Beiträge vom Montag (26. September)
Fall Peggy: Polizei sucht erneut am Fundort der Leiche bei Rodacherbrunn
Fall Peggy: Statement der Polizei zu den erneuten Suchmaßnahmen bei Rodacherbrunn

Aktion läuft seit 9:00 Uhr

Die Polizei ist seit 9:00 Uhr mit schwerem Gerät im Einsatz. Man erhofft sich, durch das Umgraben des Waldbodens in diesem Bereich neue Spuren - gegebenenfalls Kleidungsstücke oder Ähnliches - zu finden, um Hinweise auf den Täter zu erlangen. Die Suche soll den ganzen Tag über andauern und gegebenenfalls auch noch am morgigen Dienstag fortgesetzt werden.

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Fall Peggy: Polizei sucht mit schwerem Gerät nach weiteren Hinweisen bei Rodacherbrunn
(Unkommentiertes Video vom 26.09.16)

Polizei: "Routinemäßige Maßnahmen"

Das Polizeipräsidium Oberfranken spricht von "notwendigen, routinemäßigen Maßnahmen" im erweiterten Umfeld des Auffindeortes der sterblichen Überreste von Peggy Knobloch. Insbesondere interessieren sich die Ermittler der SOKO und der Staatsanwaltschaft Bayreuth für Tierbauten. Die geplanten Suchmaßnahmen werden von den Beamten der SOKO Peggy mit Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei durchgeführt.

  • Weitere Details ab 18:00 Uhr in Oberfranken Aktuell!

 

Bilder vom Montagvormittag aus der Nähe von Rodacherbrunn

*Anklicken für größere Darstellung

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Redwitz an der Rodach: Ermittlungen nach Fund einer Leiche

ERSTMELDUNG (16:30 Uhr):

Wie TVO in Erfahrung bringen konnte, wurde eine Leiche auf dem Gemeindegebiet von Redwitz an der Rodach (Landkreis Lichtenfels) gefunden. Identifiziert sind die sterblichen Überreste bis dato noch nicht. Nach ersten Angaben der Beamten liegt es jedoch nahe, dass es sich bei der Leiche um die vermisste Hannelore M. aus Redwitz handelt. Die 77-jährige demente Rentnerin, wohnhaft am östlichen Ortsrand der Gemeinde, war am 20. Juli 2016 spurlos verschwunden. Wir berichteten. Intensive Suchmaßnahmen, unter anderem mit mehreren Funkstreifen, einem Polizeihubschrauber und Suchhunden, führten damals nicht zum Aufspüren der Seniorin. Von einem Gewaltverbrechen wird nach aktuellem Stand nicht ausgegangen, so das Polizeipräsidium Oberfranken auf Nachfrage.

  • Weitere Informationen folgen!