Tag Archiv: Tankbetrug

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Mit Corona-Mundschutz & ohne Kennzeichen: Mann (20) prellt Zeche an Himmelkroner Tankstelle

Am Freitagmittag (27. März) ereignete sich ein kurioser Vorfall auf dem Gelände einer Tankstelle in Himmelkron im Landkreis Kulmbach. Ein 20-Jähriger aus Marktredwitz wollte ohne zu bezahlen flüchten. Sein Gesicht verschleierte er mit einem Mundschutz.

Marktredwitzer behauptet er habe Corona

Um 13:00 Uhr tankte der Golf-Fahrer Superbenzin für 70 Euro. Dem Tankstellenpersonal fiel der Mann auf, weil er einen Mundschutz trug und keine Kennzeichen am Wagen hatte. Als der 20-Jähirge ohne zu bezahlen wegfahren wollte, stellte sich ihm ein Mitarbeiter in den Weg und verhinderte dessen Flucht. Der junge Mann erklärte gegenüber der Polizei, er sei an Corona erkrankt, weshalb er die Maske tragen würde.

20-Jähriger wollte offenbar eher sein Gesicht verschleiern

Im Laufe der ersten Ermittlungen stellte sich aber heraus, dass der Mann die Maske wohl mehr dazu benutzte, um auf der Kameraüberwachung der Tankstelle nicht erkennbar zu sein. Eine weitere Zeugin hatte vor der Tat auf einem Supermarktparkplatz den Mann dabei beobachtet, wie er die Kennzeichen vom Golf abnahm. Gegen den jungen Mann wird nun wegen Tankbetrugs und Kennzeichenmissbrauch ermittelt.

 

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A9 / Berg: Polizei legt Ferrari nach Tankbetrug still

Mit einem teuren Ferrari war am Sonntag (17. Februar) ein 65-Jähriger an der Rastanlage Frankenwald an der Autobahn A9 (Landkreis Hof). Er betankte den Sportwagen und brauste anschließend ohne zu bezahlen davon. Die Polizei stoppte den Zechpreller und stellte fest, dass er noch einiges anderes auf dem Kerbholz hatte.

Betrüger prellt Zeche von 130 Euro

Der Mann aus Baden-Württemberg betankte den Sportwagen mit Münchener Zulassung für knapp 130 Euro. Ohne zu zahlen fuhr er dann in Richtung Süden davon. Der Kassierer der Tankstelle verständigte unverzüglich die Polizei. Mehrere Streifenwagen positionierten sich sogleich entlang der Autobahn und hielten Ausschau nach dem Fahrzeug. Der Wagen konnte schließlich am Parkplatz Sophienberg im Bereich Bayreuth angehalten werden.

Polizei legt Ferrari still

Im Zuge der Kontrolle kam heraus, dass der Ferrari wegen fehlendem Versicherungsschutz im Fahndungssystem ausgeschrieben war. Deswegen entstempelten die Beamten an Ort und Stelle die Kennzeichen. Ein Abschleppdienst wurde für den 250.000 Euro teuren Sportwagen bestellt.

65-Jähriger wird per Haftbefehl gesucht

Außerdem lag gegen die Fahrer ein Haftbefehl vor. Dieser resultierte laut Angaben der Polizei aus einer geringfügigen Ordnungswidrigkeit in Höhe von lediglich zehn Euro, die der 65-Jährige wohl nicht bezahlt hatte. Da er zum Zeitpunkt der Kontrolle über keinerlei Barmittel verfügte, musste der Mann mit zur Polizei.

Zehn Euro bezahlen oder ein Tag in Haft

Da er selbst die zehn Euro nicht aufbringen konnte, hätte der Baden-Württemberger beinahe einen Tag im Gefängnis verbringen müssen. Doch eine Bekannte aus Niedersachsen hatte schließlich Mitleid. Sie bezahlte den ausstehenden Betrag bei der Polizei. Erledigt ist damit aber nur ein Teil der Sache, denn der Ferrari-Fahrer muss sich ja noch wegen dem Tankbetrug und dem Fahren ohne Versicherungsschutz verantworten.

 

Landkreis Kronach: 15 Streifenwagen jagen flüchtiges Trio

Mit der vorläufigen Festnahme von zwei Männern und einer Frau endete am Montagnachmittag eine Verfolgungsfahrt durch den südöstlichen Landkreis Kronach. An der Fahndung waren teilweise bis zu 15 Streifenfahrzeuge eingesetzt. Gegen 15.30 Uhr ging in der Einsatzzentrale Oberfranken die Meldung über einen Tankbetrug in Naila ein. Zwei Personen hätten ihren weinroten Audi A 4 betankt und ließen die Rechung offen. An dem Tatfahrzeug befanden sich keine Kennzeichen. Eine Fahndung im Bereich Naila blieb zunächst ohne Erfolg. Gegen 16 Uhr entdeckte eine Streifenwagenbesatzung der Kronacher Polizei das gesuchte Fahrzeug auf der B 173 im Bereich von Wallenfels. Zwischenzeitlich waren an dem weinroten Fahrzeug Kennzeichen aus dem Zulassungsbereich Bamberg angebracht, die als gestohlen gemeldet sind.

Flüchtige rasen durch Kronach

Im Stadtgebiet Kronach sollte der Audi A 4 dann angehalten werden. Der Fahrzeugführer missachtete aber alle Anhaltzeichen und gab Gas. An der Kreuzung Stöhrstraße/Rodacher Straße überquerte der Flüchtige die Fahrbahn bei Rotlicht, so dass es zu einem Beinahezusammenstoß mit einem hellen Kombi kam. Kurz vor der Stadtgrenze musste der Fahrer eines Klein-Lkw abbremsen und ausweichen um einen Aufprall mit dem Audi zu vermeiden. Mit einer Geschwindigkeit jenseits von 100 km/h setzte der Fahrer seine Flucht in Richtung Friesen und Steinberg fort. Weiter ging die halsbrecherische Fahrt durch Wilhelmsthal bis nach Hesselbach. Dort bog der Flüchtige in Richtung Sportplatz ab und versuchte auf Flur- und Waldwegen seine Verfolger abzuschütteln.

Festnahme im Wald

In einem Waldstück bei Geschwend war der Spuk dann vorbei. Das Fahrzeug hatte sich festgefahren. Dies hielt die Drei aber nicht vor ihrer weiteren Flucht zu Fuß ab. Nach kurzer Zeit gelang es aber den verfolgenden Polizeibeamten das Trio dingfest zu machen und sie festzunehmen. Die ersten Ermittlungen ergaben, dass es sich bei den Flüchtigen um eine 21-jährige Frau, einen 20- und einen 34-jährigen Mann handelt. Die Ermittlungen zu weiteren Hintergründen und den Umständen die möglicherweise zur Flucht führten dauern an.

Die Polizei in Kronach bittet im Zusammenhang mit den Ermittlungen um Hinweise:

– Wem ist der weinrote Audi A 4 mit den Kennzeichen aus dem Zulassungsbereich Bamberg bereits im Vorfeld in verdächtiger Fahrweise oder im Zusammenhang mit Straftaten aufgefallen?

– Die beiden Fahrer (Klein-Lkw und heller Kombi) die einen Zusammenstoß vermeiden konnten, sollen sich bei der Polizei in Kronach melden

– Wer wurde sonst durch die Fahrweise des Audi konkret gefährdet oder möglicherweise geschädigt?

Meldungen nimmt die Polizei in Kronach unter der Tel.-Nr. 09261/503-0 entgegen.