Tag Archiv: Terror

Terrorverdächtiger in Pegnitz festgenommen: Statement des Ersten Bürgermeisters!

Nach dem Bekanntwerden der Festnahme eines terrorverdächtigen Asylbewerbers in Pegnitz (Landkreis Bayreuth) im Juni 2017, äußerte sich der Erste Bürgermeister der Stadt, Uwe Raab (SPD), am gestrigen Donnerstag (30. November) vor dem TVO-Mikrofon. Per Brief gab es am heutigen Freitag nochmals eine Stellungnahme von ihm. Wie berichtet, verhinderte die Polizei im Sommer womöglich einen geplanten Terroranschlag. Ein damals 18-jähriger Syrer, der in Pegnitz (Landkreis Bayreuth) wohnte, hatte sich Baupläne zum Bau einer Bombe besorgt. Zudem stellten die Ermittler ein Bekennervideo bei einer Wohnungsdurchsuchung sicher. Der Syrer sitzt seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft.

 

Der Erste Bürgermeister der Stadt Pegnitz, Uwe Raab (SPD) hat sich am heutigen Freitag (1. Dezember) mit folgendem Brief an die Öffentlichkeit zu Wort gemeldet:

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

entgegen anders lautender Vermutungen weiß ich erst seit Dienstagnachmittag von einem Journalisten der Süddeutschen Zeitung von der Verhaftung eines 18-jährigen Syrers wegen Terrorverdachtes. Offensichtlich kam es bereits im Juni zu dieser Verhaftung. Das Ausmaß der Anklage und der Beweisführung ist mir, außer dem was der Presse zu entnehmen ist, nicht bekannt.

 

Ich war und bin bestürzt über die Pläne des jungen Mannes sowie froh und erleichtert, dass er gefasst wurde, bevor er seine Gedanken in Taten umsetzen konnte. In diesem Zusammenhang danke ich noch mal ausdrücklich für die gute Polizeiarbeit, die hier geleistet wurde.

 

Es ist mir aber insbesondere ein Anliegen, Ihnen noch folgendes dazu mitzuteilen:

 

  1. Ich habe null Toleranz für Kriminalität oder gar Terrorismus. Ich verstehe diesbezügliche Ängste und Sorgen. Wer in Deutschland Straftaten begeht, muss mit der vollen Härte der Justiz und mit weiteren Konsequenzen bezüglich seines künftigen Aufenthaltsortes rechnen. Das sind wir unserer Bevölkerung schuldig, die zu Recht von staatlichen Institutionen Sicherheit und Ordnung einfordert.

 

  1. Ich bitte Sie jedoch, einen kühlen Kopf zu bewahren. Uns allen liegen nicht genügend Informationen vor, um diesen Fall abschließend beurteilen zu können. Begehen wir keine Vorverurteilungen. Das führt uns nicht weiter. Die Rechtsprechung in unserem Land obliegt unabhängigen Richtern, die nur dem Gesetz verpflichtet sind. Wilde Spekulationen, rechtspopulistisches Mobbing und diffamierende Äußerungen in den sozialen Netzwerken helfen niemandem, tragen nicht zur Aufklärung bei und vergiften das Klima unseres gemeinsamen Zusammenlebens.

 

  1. In Pegnitz leben knapp 150 Geflüchtete, die größtenteils vor Krieg und Terrorismus geflohen sind, in der Hoffnung, hier in Frieden leben zu können. Bitte begegnen Sie diesen Menschen nicht mit Vorurteilen und stigmatisieren Sie diese nicht für die Vergehen weniger Einzelner.

 

  1. Der großartige Einsatz der vielen Ehrenamtlichen, der Stadtverwaltung, der Schulen und der Firmen, die sich um die Integration der Geflüchteten bemühen, ist ein wichtiger Baustein für das gute und friedliche Zusammenleben in unserer Stadt. Diese Helfer und Institutionen setzten sich dafür ein, unsere Sprache, Werte und Kultur zu vermitteln und tragen so in hervorragender Weise zur Integration bei. Das Handeln dieser Menschen und Institutionen steht in der unserer christlichen Tradition der Nächstenliebe. Wer dieses großartige Wirken als Terrorhilfe bezeichnet verkennt, dass eine solche Solidarität schon immer für Wohlstand und Frieden in unserem Land gesorgt hat.

 

  1. Die Masse der Geflüchteten selbst ist zutiefst bestürzt über solche Handlungen und schämt sich für solche Vergehen.

 

Ihr Uwe Raab

Reaktionen aus Pegnitz mit einem Statement des Ersten Bürgermeisters, Uwe Raab
Reaktionen aus Pegnitz: Fassungslosigkeit nach Festnahme eines Terrorverdächtigen
(Aktuell-Bericht vom 30.11.17)

Terror-Alarm in Oberfranken: Polizei verhaftet Bombenbauer

Prozess in Bayreuth: Urteil gegen mutmaßlichen Gefährder

UPDATE

Im Prozess gegen den mutmaßlichen Gefährder aus Pegnitz ist nun in Bayreuth ein Urteil gefallen. Dem 19-jährigen Syrer wird vorgeworfen einen Terroranschlag geplant zu haben. Bei dem jungen Mann wurde eine Anleitung zum Bau einer Bombe, ein Bekennerschreiben und eine Anleitung zum beschaffen eines Lkw gefunden. Nun wurde der Asylbewerber nach Jugendstrafrecht zu einem Jahr und sechs Monaten verurteilt.


Mit der Festnahme eines Asylbewerbers in Pegnitz (Landkreis Bayreuth) verhinderte die Polizei womöglich einen Terroranschlag. Wie die "SZ" in ihrer Online-Ausgabe schreibt, hatte sich der damals 18-jährige Syrer wohl schon die Baupläne zum Bau einer Bombe besorgt. Zudem soll er bereits ein Bekennervideo gedreht haben.

Festnahme im Juni 2017

Die Festnahme des Verdächtigen, der im Frühsommer 2015 nach Deutschland kam und hier Asyl beantragte, erfolgte bereits im Juni 2017, wie die Generalstaatsanwaltschaft München jetzt gegenüber der Zeitung bestätigte. Ermittler fanden bei einer Wohnungsdurchsuchung Beweismaterial, welches sich der Asylbewerber beim sogenannten Islamischen Staat (IS) beschafft haben soll. Die Fahnder konnten damals allerdings keine Informationen vorfinden, die ein bestimmtes Anschlagsziel ausmachten.

Pläne zum Bau einer Bombe sowie ein Bekennervideo entdeckt

Der Asylbewerber wurden von den bayerischen Sicherheitsbehörden nicht als Gefährder geführt. Der 18-Jähriger fiel aufgrund einer anderen Straftat auf, die die Oberstaatsanwaltschaft in München allerdings nicht veröffentlichte. Wie Georg Freutsmiedl, Leiter der bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Terrorismus gegenüber TVO bestätigte, wurden bei einer Durchsuchung eines Privathauses, in dem der 18-Jährige in Pegnitz wohnte, unter anderem die Pläne zum Bau einer Bombe und die Anleitung zur Beschaffung eines Lkw entdeckt. Weiterhin wurde ein selbstgedrehtes Bekennervideo sichergestellt. Der 18-Jährige wurde daraufhin sofort festgenommen.

Syrer sitzt in Untersuchungshaft

Auf die Frage, warum die Öffentlichkeit bislang nicht informiert wurde, verwies man von Seiten der Behörden auf laufende Ermittlungen. Auch das Polizeipräsidium Oberfranken bestätigte auf TVO-Anfrage die Festnahme des Syrers. Er sitzt seitdem in U-Haft. Gegen ihn wird Anklage wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erhoben. Wann ein Prozess gegen ihn beginnt, steht noch nicht fest. Bei einer Verurteilung droht dem mittlerweile 19-Jährigen bis zu zehn Jahren Haft.

Reaktionen aus Pegnitz nach Bekanntwerden der Nachricht
Reaktionen aus Pegnitz: Fassungslosigkeit nach Festnahme eines Terrorverdächtigen
(Aktuell-Beitrag vom 30.11.2017)

Terror in Berlin: Reaktion der Kirchen

Nach dem Terror-Anschlag in Berlin mit zwölf Toten sind die Trauer und das Entsetzen in Deutschland groß. Vor allem die Kirchen sind in Gedanken bei den Verstorbenen, ihren Angehörigen und Freunden.

Die Katholische Kirche

Der Erzbischof von Bamberg Ludwig Schick spricht im Interview mit Dirk Feustel über den Anschlag von Berlin, bei welchem ein Lkw ungebremst in einen Weihnachtsmarkt raste und dabei zahlreiche Menschen tötete. Der Geistliche ist betroffen und in Gedanken bei den Verstorbenen und ihren Angehörigen. Jedoch ruft er auch dazu auf nicht den Mut zu verlieren und vor allem in der Weihnachtszeit respektvoll miteinander umzugehen.

Terror in Berlin: Ludwig Schick im Interview mit Dirk Feustel

Die evangelische Kirche

Zahlreiche Menschen wurden bei einem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin verletzt oder sogar getötet. Ein Lkw war ungebremst in eine Menschenmenge gerast. Besonders tragisch, der Anschlag wurde nur wenige Tage vor Heilig Abend, der Geburt Jesu Christi, verübt. Vor diesem Hintergrund spricht Regionalbischöfin Dorothea Greiner über die grausame Tat und ihre Folgen.

Terror in Berlin: Reaktionen der Kirche

Terror in Berlin: Reaktionen oberfränkischer Politiker

Nach dem Terror-Anschlag in Berlin mit zwölf Toten sind die Trauer und das Entsetzen in Deutschland groß. Auch oberfränkische Politiker fühlen mit den Opfern, ihren Familien und Freunden.

Interview mit Hans-Peter Friedrich

Nach dem Terror-Anschlag in Berlin sind das Entsetzen und die Angst in Deutschland groß. Doch was kann unser Staat tun, um solche Schreckenstaten in Zukunft zu verhindern? Sind wir überhaupt noch sicher in Deutschland? Wie wird es in der Flüchtlingspolitik weiter gehen? Über diese und weitere Fragen hat Achim Hager am Nachmittag im TVO-Studio mit dem CSU-Bezirksvorsitzenden Hans-Peter Friedrich gesprochen.

Terror in Berlin: Hans-Peter Friedrich im Studio-Talk mit Achim Hager

Reaktionen aus Forchheim

Am Tag nach dem Anschlag in Berlin stehen auch die Menschen in Oberfranken unter Schock. Doch wie sieht die richtige Reaktion aus? Andreas Heuberger mit Stimmen aus Forchheim.

Terror in Berlin: Reaktionen aus Forchheim

Weitere Politiker aus Oberfranken

Deutschland steht unter Schock. In einer solchen schweren Zeit ist die Politik besonders gefragt. Der Bundestagsabgeordnete der SPD Andreas Schwarz, die Bundestagsabgeordnete der Grünen/Bündnis 90 Elisabeth Scharfenberg, der Oberbürgermeister von Forchheim Uwe Kirschstein und die Bundestagsabgeordnete der CSU Silke Launert haben sich im Interview mit TVO zu der Schreckenstat geäußert.

Terror in Berlin: Politiker aus Oberfranken im Interview
© TVO

Fall Peggy: SOKO und Staatsanwaltschaft personell aufgestockt

Das Polizeipräsidium Oberfranken hat die Sonderkommission Peggy personell aufgestockt. Dies geschah bereits am letzten Freitag (14. Oktober), wie am heutigen Mittwoch (19. Oktober) mitgeteilt wurde. Auch die Staatsanwaltschaft Bayreuth wurde personell verstärkt.

Weitere Ermittler und Spezialisten werden in den kommenden Tagen die SOKO - insbesondere im Zusammenhang mit den neuen Erkenntnissen aus der DNA-Untersuchung - unterstützen. Am Fundort der Leiche wurden bei den Beweissicherungsmaßnahmen seit Juli zahlreiche Spurenträger sichergestellt. In der letzten Woche wurde gab die Staatsanwaltschaft bekannt, dass an einem der sichergestellten Stücke der genetische Fingerabdruck des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt festgestellt wurde. Wir berichteten. Hierdurch wurden jetzt die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der SOKO um eine Vielzahl an Ermittlungshandlungen erweitert.

Fall Peggy: Verbindung mit NSU-Terror laut Bodo Ramelow kein Zufall
(Aktuell-Beitrag vom 19.10.16)

Bodo Ramelow schließt einen Zufall aus

Im TVO-Interview schloss der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow im Zusammenhang mit der Sicherstellung von DNA-Spuren von Böhnhardt am Fundort der sterblichen Überreste von Peggy einen Zufall aus. In naher Umgebung, so Ramelow, besitzt ein Bekannter von Uwe Böhnhardt nämlich eine Wanderhütte.

Hinweise der verschiedenen Behörden sollen gebündelt werden

Konkret will man klären, in welchem Zusammenhang diese DNA-Spur gesetzt wurde, wo sie entstanden ist und ob sie in Verbindung mit dem Tod von dem neunjährigen Mädchen. steht. Zudem sollen alle relevanten Erkenntnisse der beteiligten Behörden, wie der Generalbundesanwaltschaft, des Bundeskriminalamts, des bayerischen Landeskriminalamts und der thüringischen Polizei, gebündelt werden und in die Ermittlungen einfließen.

Bisherige Ermittlungsrichtungen werden weiterverfolgt

Neben den jetzt neuen Ermittlungserkenntnissen wird die mittlerweile rund 40-köpfige SOKO Peggy und die Staatsanwaltschaft Bayreuth auch die bisherigen Spuren, Erkenntnisse und Hinweise intensiv weiterverfolgen.

Fall Peggy: Mehr Fragen als Antworten in dieser Causa
(Aktuell-Beitrag 18.10.16)

SOKO in Thüringen untersucht ungeklärte Kindstötungen

Zudem führt in Thüringen seit dem Montag eine eigens gegründete SOKO Ermittlungen in Fällen von von ungeklärten Kindstötungen in Thüringen seit 1990 durch. Wir berichteten. Parallel wird untersucht, ob es sich bei der gefundenen DNA-Spuren des mutmaßlichen NSU-Terroristen Holger Böhnhardt um eine Verunreinigung oder um ein echtes Beweisstück handelt.

Weiterführende Informationen
Fall Peggy: DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche gefunden
(Aktuell-Bericht vom 14.10.16)
Fall Peggy: Pressekonferenz zu DNA-Spuren (Teil 2) Aktuell-Version
(13.10.2016)
Der Fall Peggy: Eine Chronologie der Ereignisse
(Aktuell-Bericht vom 04.07.16)

Fall Peggy: DNA-Spuren von NSU-Terrorist Uwe Böhnhardt gefunden

UPDATE (Freitag, 18:35 Uhr):

Es war eine überraschende Entwicklung im Fall Peggy. Wie die Staatsanwaltschaft Bayreuth und die oberfränkische Polizei am Donnerstagabend (13. Oktober) mitteilten, wurde eine DNA-Spur des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche von Peggy Knobloch bei Rodacherbrunn (Saale-Orla-Kreis) gefunden. Die Spur wurde auf einem Stück Stoff gefunden, nicht am Skelett des Mädchens. Das wirft für die Ermittler ganz neue Fragen auf. Unterdessen haben die Ermittler in Thüringen eine SOKO gegründet, die Fälle von ungeklärten Kindstötungen in Thüringen seit 1990 neu untersuchen wird. Wir berichteten!

Fall Peggy: DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche gefunden
(Aktuell-Berichterstattung vom 14.10.2016)

UPDATE (23:10 Uhr):

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth gab am späten Donnerstagabend (13. Oktober) eine Pressekonferenz zu den gefundenen DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der sterblichen Überreste des Kindes bei Rodacherbrunn in Thüringen. Hier das Statement der Staatsanwaltschaft. Zudem fasst Frank Ebert die Ereignisse des Tages zusammen...

Fall Peggy: Pressekonferenz zu DNA-Spuren (Teil 1)
(13.10.2016)
Fall Peggy: Pressekonferenz zu DNA-Spuren (Teil 2)
(13.10.2016)

UPDATE (21:17 Uhr):

Vertreter von Polizei und Staatsanwaltschaft sind im Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth derzeit in einer gemeinsamen Lagebesprechung. Mit einer Pressekonferenz vor 21:45 Uhr ist nicht zu rechnen.

UPDATE (20:19 Uhr):

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth soeben mitteilten, wurden am Fundort der Leiche von Peggy Knobloch DNA-Spuren des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt gefunden. Berichten zufolge, wurden die Anhaftungen an einem sehr kleinen Stofffetzen festgestellt. Die sterblichen Überreste entdeckte ein Pilzsammler Anfang Juli in einem Waldstück bei Rodacherbrunn im Saale-Orla-Kreis (Thüringen). Ein Abgleich in der Rechtsmedizin führte nun zu diesem Ergebnis. Unklar ist noch, in welchem genauen Zusammenhang diese DNA-Spur entstanden ist und ob sie in Verbindung mit dem Tod des neunjährigen Mädchens steht. Dies bedarf laut den Behörden weiterer umfassender Ermittlungen in alle Richtungen. Diese stehen derzeit am Anfang und werden intensiv fortgeführt.

Mehrere Behörden in die anstehenden Ermittlungen eingebunden

Neben dem Generalbundesanwalt wurden das Bundeskriminalamt, das bayerische Landeskriminalamt und die thüringische Polizei über die neuen Erkenntnissen unterrichtet und sind in die Ermittlungen eingebunden. Weitere Informationen werden derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht erteilt.

Info: Uwe Böhnhardt

Böhnhardt ist dem sogenannten "Nationalsozialistischen Untergrund (NSU)" zuzuordnen. Der Neonazi bildete laut den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft mit Beate Zschäpe und Uwe Mundlos diese Gruppierung, die zwischen 2000 und 2010 unter anderem für die Ermordung mehrerer Menschen verantwortlich war. Böhnhardt starb in Eisenach (Thüringen). Er wurde mutmaßlich am 4. November 2011 von seinem Komplizen Mundlos erschossen.

ERSTMELDUNG (19:45 Uhr):

Laut mehreren Medienberichten wurden an den sterblichen Überresten der neunjährigen Peggy Knobloch aus Lichtenberg DNA-Spuren des NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt gefunden. Offiziell wollen sich Polizei und Staatsanwaltschaft in Bayreuth gegen 20:00 Uhr der Presse stellen.

Sterbliche Überreste im Juli gefunden

Anfang Juli fand ein Pilzsucher in einem Waldstück bei Rodacherbrunn im Saale-Orla-Kreis (Thüringen) die sterblichen Überreste des Mädchens, welches 2001 aus Lichtenberg (Landkreis Hof) spurlos verschwand. Seit Juli fanden durch die Ermittlungsbehörden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen und deren Auswertung statt. Zuletzt wurde Ende September nochmals das Gelände bei Rodacherbrunn durch die Polizei mit schwerem Gerät untersucht.

Fall Peggy: Eindeutige DNA-Spuren an sterblichen Überresten entdeckt
Frank Ebert berichtet aus Bayreuth
Weiterführende Informationen
Der Fall Peggy: Eine Chronologie der Ereignisse
(Aktuell-Bericht vom 04.07.2016)
Fall Peggy: Unter der Lupe - Die Arbeit der Rechtsmediziner
(Aktuell-Bericht vom 05.07.2016)
Nachgefragt (08.07.2016): Der Fall Peggy
Fall Peggy: Statement der Polizei zu den erneuten Suchmaßnahmen bei Rodacherbrunn
(Aktuell-Bericht 26.09.2016)
Fall Peggy: Wie geht es jetzt weiter?
(Aktuell-Bericht vom 07.07.16)
Lichtenberg/Rodacherbrunn: Wer hat Peggy getötet?
(Aktuell-Bericht vom 08.07.16)
Social Screening zu den aktuellen Ereignissen
© Twitter: @SyriaCivilDef (The White Helmets)

Nach Raubüberfall in Redwitz: Wollten Täter den Terror in Syrien mitfinanzieren?

Die Staatsanwaltschaft Bamberg ermittelt gegen die Tatverdächtigen des Raubüberfalls in Redwitz an der Rodach (Landkreis Lichtenfels) am späten Montagabend (10. Oktober). Die Männer stehen im Verdacht, dass die Beute des Überfalls zur Finanzierung von Kampfhandlungen  gegen die Assad-Truppen in Syrien verwendet werden sollte.

Geschäftsinhaber mit Reizgas überfallen und ausgeraubt

Wie berichtet, wird den 22- und 23-jährigen Asylbewerbern aus Syrien zur Last gelegt, gegen 22:00 Uhr am Montagabend in Redwitz an der Rodach den Inhaber eines Fliesenlegerbetriebs in seiner Wohnung auf dem Firmengelände unter Einsatz von Reizgas überfallen zu haben. Anschließend entwendeten die Täter aus einem Tresor mehrere tausend Euro Bargeld. Die beiden Beschuldigten wurden nach einer Fahndung am Dienstagmorgen (11. Oktober) festgenommen. 

52-jährige Deutsche mit im Fokus der Ermittlungen

Gegen eine 52-jährige Deutsche, die einen der Syrer zum Zeitpunkt der Festnahme in ihrem PKW mitnahm, wird wegen des Verdachts der Beihilfe zum Raub ermittelt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg wurde gegen die beiden Männer am gestrigen Mittwoch (12. Oktober) Haftbefehl erlassen. Sie sitzen derzeit in Untersuchungshaft.

Ermittlungen: Anfangsverdacht der Terrorismusfinanzierung

Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich nun Hinweise, dass der 23-jährige Beschuldigte, ein Mitarbeiter des Fliesenlegerbetriebs, seinen Anteil an der Beute zur Finanzierung von Kampfhandlungen in Syrien einsetzen wollte. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft Bamberg, die für die Verfolgung von Staatsschutzdelikten zuständig ist, am heutigen Donnerstag weitere Ermittlungen aufgenommen. Neben dem Vorwurf des schweren Raubes steht nun auch der Anfangsverdacht der Terrorismusfinanzierung im Raum.

© Polizeipräsidium Oberfranken

Bamberg: Mitglied einer syrisch-islamistischen Vereinigung verhaftet

Die das Polizeipräsidium Oberfranken am Mittwochnachmittag mitteilte, wurde am Dienstag (19. April) ein 24-jähriger Syrer festgenommen. Der Mann steht im Verdacht, Mitglied einer syrisch-islamistischen Vereinigung zu sein. Der Syrer befindet sich seit gestern in Untersuchungshaft.

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© Pixabay /  CC0 Public Domain / Symbolbild

Polizei Oberfranken: Bürgerwehren nicht erwünscht!

Das Thema Sicherheit in Deutschland, eines der höchsten Güter unserer Gesellschaft, wird derzeit kontrovers diskutiert. Die Situation hat sich nach den Terrorattacken und den Vorfällen in der Kölner Silvesternacht verändert. Die Menschen haben Angst. Sie rüsten auf. Auch in Oberfranken! Die Anträge auf einen kleinen Waffenschein haben im Landkreis Hof ein Rekordniveau erreicht. Zudem diskutiert man am Stammtisch, auf der Straße und daheim das Thema „Bürgerwehr“.

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© Polizei

Nach dem Terror von Paris: Wie sicher ist Oberfranken?

Die Terroranschläge in der französischen Hauptstadt Paris am Freitagabend (13. November) mit über 120 Toten haben auch in Oberfranken eine tiefe Bestürzung ausgelöst. In den Reaktionen, die wir am Samstagvormittag einholen konnten, zeigten sich Politiker aller Parteien geschockt über die gestrigen Taten.

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Boston: Oberfränkischer Marathonläufer unverletzt

Die Bombenexplosionen beim Boston-Marathon in den USA schockieren die Welt. Mindestens drei Tote und mehr als 140 Schwerverletzte werden beklagt. Boston befindet sich im Ausnahmezustand. Unter den mehr als 23.000 Läufern befanden sich auch 50 Deutsche. Darunter auch ein Oberfranke – ein Hofer Internist. Nach ersten Informationen sei er deutlich vor den Explosionen ins Ziel gekommen, er ist unverletzt. Über die gegenwärtige Lage in Boston fließen gegenwärtig nur spärlich Informationen. Unter anderem wurde aus Sicherheitsgründen zeitweise das Mobilfunknetz gekappt, um ein mögliches Fernzünden weiterer Sprengsätze zu verhindern.