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Corona-Krise: Bayern führt Testpflicht an Schulen ein

Der Freistaat Bayern führt unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz eine Testpflicht an Schulen ein. Diese Tests sollen bei einem Inzidenzwert von unter 100 zweimal wöchentlich stattfinden. Getestet werden sollen sowohl die Schüler als auch Lehrkräfte. Dies und weitere Beschlüsse gab am Mittwoch (07. April) im Rahmen einer Pressekonferenz in München der Ministerpräsident Markus Söder bekannt.

Schulen tragen zum Pandemiegeschehen bei

Die Testpflicht an Schulen wurde damit begründet, dass auch diese Bildungseinrichtungen zum Pandemiegeschehen beitragen. Nach Angaben von Söder haben die Schülerinnen und Schüler die Wahl zwischen PCR-Test, Schnell- und Selbsttest. Bei einer Inzidenz die über 100 ist, soll mindestens zweimal die Woche getestet werden.

Geplante Öffnungen bei einer Inzidenz von unter 100 werden verschoben

Die bislang ab dem 12. April geplanten weiteren Öffnungsschritte in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100 in den Bereichen Außengastronomie, Kultur und Sport werden um zwei Wochen bis zum 26. April verschoben.

Öffnungsschritte in Modellregionen verschoben

Die Verschiebung der geplanten Öffnungen gilt auch für die Modellregionen. Bei den Modell-Projekten handelt es sich um Städte mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100, die mit einem konsequenten Testkonzept für untersuchungszwecke schrittweise in Bereichen des öffentlichen Lebens öffnen. Ebenso wird mit den Modell-Projekten in Theater-, Konzert- oder Opernhäusern in Städten oder Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 100 verfahren.

Diese weiteren Beschlüsse sind bekannt gegeben worden

Bereich Einzelhandel ab dem 12. April:

Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen, Baumärkte und Buchhandlungen werden künftig wieder wie sonstige Geschäfte des Einzelhandels behandelt. Sie sind damit nur unter den Bedingungen zulässig, die für den übrigen Einzelhandel gelten. Inzidenzunabhängig dürfen nur die in der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung abschließend aufgezählten Geschäfte öffnen.

Für sonstige Geschäfte im Einzelhandel gilt:

  • Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt unter 50 wird der Einzelhandel wie bisher unter den geltenden Schutz- und Hygienekonzepten geöffnet
  • Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 sind nur Terminshopping-Angebote (Click&Meet) mit einem Kunden pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche zusätzlich zu den geltenden Voraussetzungen zulässig
  • Bei einer Inzidenz zwischen 100 und 200 sind ebenso vorher Termine zu vereinbaren (Click&Meet). Dabei gilt zusätzlich die Vorlage eines aktuellen negativen Tests, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Entweder ein PCR- oder Schnelltest.
  • Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 200 dürfen vorbestellte Waren im Geschäft (Click&Collect) abgeholt werden. Dies ist ohne Test erlaubt.

Haben bald geimpfte Bürger weniger Einschränkungen?

Für Bürgerinnen und Bürger, die die Zweitimpfung erhalten haben, könnten pandemiebedingte Grundrechtseinschränkungen aufgehoben werden. In Betracht kommen dabei, dass bei Einreise die Quarantänepflicht oder die Testpflicht beim Besuch des Einzelhandels entfallen. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (kurz: LGL) wird die Bereiche ausarbeiten, in denen Lockerungen für Geimpfte möglich sind. Zudem wird in den zehn größten, bayerischen Unternehmen ein Modellprojekt mit Betriebsärzten durchgeführt, um den Beschäftigten testweise ein Impfangebot zu ermöglichen. Dies soll noch im April erfolgen. Die Unternehmen werden vom Freistaat noch ausgewählt.

Kontaktverfolgung durch die App "Luca"

Im Rahmen eines Vergabeverfahrens entschied das Bayerische Staatsministerium für Digitales, eine landesweite Lizenz für Luca zu erwerben. Für Nutzer, Gesundheitsämter und teilnehmende Organisatoren sei die App kostenfrei. Sie erleichtere den Gesundheitsämtern die Kontaktnachverfolgung von Corona-Infektionen. Außerdem können Nutzer bei Luca direkt über die App eine digitale Warnung erhalten, wenn sie mit einer bestätigt infizierten Person in Kontakt waren.

Weiterhin die Strategie "Vernunft und Vorsicht"

Der Ministerpräsident Markus Söder setzt weiterhin auf die Strategie "Vernunft und Vorsicht". In Bayern gibt es inzwischen keinen einzigen Landkreis unter einer Inzidenz von 50. Die Zahl der Intensivpatienten steigt. Wir vermeldeten dazu die Zahlen für Hochfranken. Die Mutation ist aggressiver und ansteckender. Vor allem der Krankheitsverlauf bei Jüngeren wird länger, so Söder. Daher erlaube die aktuelle Pandemie-Lage keine Experimente und Öffnungen.

Beitrag aus Oberfranken Aktuell vom 07. April:
Pandemieplan Bayern: Keine Lockerungen, keine Modellregionen und eine Testpflicht an Schulen
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Schlachthof Bamberg GmbH: Mitarbeiter positiv auf Corona getestet

Im Rahmen der kontinuierlich durchgeführten COVID-19-Testungen der Mitarbeiter der Schlachthof Bamberg GmbH, kam es zu zwei positiven Befunden. Alle Kontaktpersonen wurden bereits negativ getestet. Weiterlesen

Corona-Krise in Bayern: „Verzögern wird nicht helfen, Verschleppen verschlimmert“

Am Dienstag (27. Oktober) fand in München eine Sitzung des Bayerischen Kabinetts statt. Das zentrale Thema war die Corona-Pandemie. Im Anschluss gab es eine Pressekonferenz mit Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Kultusminister Michael Piazolo. In dieser wurden die Ergebnisse der Sitzung vorgestellt.

Markus Söder will Trendumkehr

Am morgigen Mittwoch (28. Oktober) beraten sich die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dort wird es um Corona und die möglichen Maßnahmen gehen. Bereits am Tag zuvor fordert Markus Söder ein entschiedenes Vorgehen in der Corona-Krise. Es solle keine Placebo-Maßnahmen geben, die in zwei Wochen bereits überholt sind. Er fordert ein schnelles und strengeres Vorgehen, um die zweite Welle so kurz wie möglich zu halten. "Lieber gleich und richtig als spät und halbherzig," so Söder bei der Pressekonferenz. Konkrete Maßnahmen nennt er nicht. Söder hofft auf eine schnelle Einigung in der morgigen Minister-Konferenz.

Zudem betont Markus Söder: "Wir wollen keinen kompletten zweiten Lockdown wie im Frühjahr."

Coronakrise: Söders Plan vor Treffen mit Kanzlerin

Schulen sollen geöffnet bleiben 

Markus Söder erklärt in der Pressekonferenz, dass die Schulen und Kindertagesstätten so lange wie möglich geöffnet bleiben sollen. Schulen und Kitas werden zuletzt geschlossen und zuerst wieder geöffnet werden, sollten strengere Maßnahmen kommen. Die Bildung der Kinder und Jugendlichen sei sehr wichtig und die Schüler sollen die Pandemie nicht ausbaden müssen. Der Ministerpräsident forderte die Schulen auf, gegenüber den Schülern "größtmögliche Flexibilität" zu zeigen. Des Weiteren werden Schulleiter und einige Lehrer eine Corona-Prämie erhalten. Die Kulturszene soll ebenso finanziell unterstützt werden. 370 Millionen Euro sollen in die Kunst- und Kulturszene fließen. Zudem soll die Wirtschaft weiter unterstützt werden.

Wer wird zuerst geimpft?

Aktuell gibt es zwar noch keinen Impfstoff, jedoch hat das Bayerische Kabinett bereits eine Impfstrategie entwickelt. Risikogruppen sollen zuerst geimpft werden. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betont, dass die Impfung gegen das Coronavirus freiwillig sein wird. Außerdem werden derzeit Antigene-Schnelltests an die bayerischen Landkreise verteilt. 125.000 Schnelltests wurden bereits an 18 Landkreise vergeben.

"Es geht um den Schutz der Menschen"

Mit den steigenden Infektionszahlen gibt es auch wieder mehr Corona-Patienten in den Krankenhäusern, dies bestätigte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml in der Pressekonferenz. Aktuell sind in Bayerns Krankenhäusern 926 infizierte Patienten. Davon befinden sich 114 auf der Intensivstation. Laut der Huml seien noch rund 675 Intensivbetten in Bayern frei.

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Bayern: Corona-Testkapazitäten massiv ausgebaut

Bayern hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Testkapazitäten massiv ausgebaut. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Mittwoch (01. April) hingewiesen. Ziel sei es, möglichst rasch Klarheit bei Verdachtsfällen zu bekommen. Dies sei sehr wichtig, um weitere Infektionen einzudämmen. Deshalb freue sich Huml, dass die bayernweite Testkapazität sogar auf circa 13.000 Tests pro Tag steigen kann, heißt es in einer Pressemitteilung.

Tests vor allem bei Personen aus der Gesundheitsversorgung und Pflege

Rund 11.000 Tests entfallen auf Privatlabore, rund 2.000 auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Voraussetzung ist, dass genügend Probenmaterial zur Verfügung steht. Die Ministerin verwies darauf, dass es in Bayern nach Angaben des LGL bereits mehr als 110.000 Testungen gab. Davon waren rund 8,7 Prozent positiv. Huml erläuterte: "Bayern verfolgt die Strategie, die Laborkapazitäten gezielt zur Testung von begründeten Verdachtsfällen und engen Kontaktpersonen einzusetzen. Bevorzugt getestet werden sollen vor allem Personen aus der Gesundheitsversorgung und der Pflege."

 

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