Tag Archiv: Ulrike Scharf

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Vogelgrippe H5N8: Allgemeine Stallpflicht zum Schutz des Geflügels angeordnet

Landwirte in Oberfranken sind seit kurzem besorgt, da die Vogelgrippe-Variante H5N8 in Deutschland wieder nachgewiesen wurde. Erstmals wurde am 7. November über ein Entensterben unklarer Ursache am Bodensee nachgewiesen. Am darauffolgenden Tag erfolgte durch eine Obduktion der Tiere der Nachweis der Vogelgrippe bei verendeten Vögeln am Bodensee und in Schleswig-Holstein. Seit letztem Freitag (18. November) besteht eine Stallpflicht für Geflügel in Bayern, nachdem immer mehr Fälle der Vogelgrippe bekannt wurden. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz ordnete die Maßnahme an.

Stallpflicht gilt für unbestimmte Zeit

Mit dieser Verordnung der Staatsregierung, die auch für Oberfranken bindend ist, soll eine Ausweitung der Vogelgrippe auf das Hausgeflügel verhindert werden. Die Stallpflicht wird von den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden durch eine sogenannte Allgemeinverfügung umgesetzt. Sie gilt zunächst für unbestimmte Zeit.

Scharf: "Entschlossenes Vorgehen gegen ein weiteres Ausbreiten"

Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf teilte in München mit: "Bayern geht entschlossen gegen eine weitere Ausbreitung der Vogelgrippe vor. Im Sinne der Tiergesundheit und der Seuchenbekämpfung ist es jetzt besonders wichtig, eine Ausweitung der Vogelgrippe auf das Hausgeflügel zu verhindern. ... Wir wollen den bestmöglichen Schutz für das Hausgeflügel. Die Stallpflicht wird konsequent umgesetzt. Gleichzeitig setzen wir auf die Vernunft der Geflügelhalter, die ihre Bestände mit dieser Maßnahme bestmöglich schützen können."

Vogelgrippe H5N8: Stallpflicht für Geflügel in Oberfranken
(Aktuell-Bericht vom 21.11.16)

Über 200 Fälle bereits bekannt

Bis zum letzten Freitag wurden deutschlandweit über 200 Fälle von H5N8 bei Wildvögeln nachgewiesen und fünf Ausbrüche beim Hausgeflügel festgestellt. Neun Bundesländer ist aktuell davon betroffen. Hausgeflügel war in Bayern bis zum letzten Freitag nicht betroffen, so das Friedrich-Löffler Institut (FLI) in Greifswald. Auf häufigsten wurde der Erreger bisher in Proben von verendeten Reiherenten, anderen Tauchentenarten, Tauchern, Sägern und einigen Meeresenten nachgewiesen. Zudem wurde die Vogelgrippe-Variante vereinzelt bei toten Möwen und Bussarden dokumentiert. Vermehrt werden jetzt auch bei Wasservögeln, die an Binnengewässern in Deutschland tot aufgefunden werden, der H5N8-Virus nachgewiesen.

Ausbreitung mit "hoher Dynamik"

Das Virus wurde laut dem FLI in acht europäischen Ländern (Ungarn, Polen, Kroatien, Schweiz, Österreich, Deutschland, Dänemark, Niederlande) nachgewiesen. Die Experten sehen anhand der schnellen Verbreitung eine räumliche Ausbreitung der Infektion mit hoher Dynamik. 

Wie gefährlich ist H5N8 für den Menschen?
Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut sind Infektionen des Menschen mit H5N8-Viren bislang nicht bekannt. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass das Virus auch auf den Menschen übertragen werden kann. Das Institut empfiehlt erhöhte Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Geflügel und Wildvögeln. Der Rat gilt vor allem an betroffene Landwirte. Sie sollen unbedingt die Hygiene einhalten.

Empfehlungen des Friedrich-Löffler Institutes

  • Umsetzung strenger Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügel haltenden Betrieben, auch Kleinstbetrieben, einschließlich Schuh- und Kleidungswechsel, Desinfektionsmaßnahmen
  • Risikobasierte Einschränkung der Freilandhaltung (Aufstallung) von Geflügel (mindestens in Regionen mit hoher Wildvogeldichte, hoher Geflügeldichte, in der Nähe von Wildvogelrast- und Wildvogelsammelplätzen oder an bestehenden H5N8 Fundorten)
  • Aufstallung von Zoovögeln soweit möglich, Zugangsbeschränkungen zu Vogelhäusern/Vogelschauen
  • Keine Kontaktmöglichkeit von Geflügel in Freilandhaltungen mit natürlichen Gewässern
  • Meldung verendeter oder kranker Wildvögel an die zuständige Veterinärbehörde
  • Verstärkte Untersuchung von Geflügelhaltungen; bei Hühnervögeln vermehrt klinische Untersuchung, bei Gänsen und Enten PCR-Untersuchungen von kombinierten Rachen- und Kloakenproben gemäß den gesetzlichen Vorschriften
  • Verstärkte Untersuchung insbesondere von verendeten oder am Wasser lebenden Wildvögeln auf aviäre Influenzaviren (passives und aktives Wildvogelmonitoring, letzteres insbesondere über Kotproben aus der Umwelt)
  • Kein Kontakt von Jägern, die mit Federwild in Berührung gekommen sind, zu Geflügel, ggf. Jagdverbot auf Federwild
  • Vermeidung des direkten Kontakts von Personen und Haustieren zu toten oder kranken Wildvögeln
  • Überprüfung der Durchführbarkeit der in den Krisenplänen für den Seuchenfall vorgesehenen Maßnahmen und Aktualisierung der Pläne, soweit erforderlich

Weiterführende Informationen des Friedrich-Löffler-Instituts

Das Friedrich-Loeffler-Institut ist das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Es hat seinen Hauptsitz in Greifswald, genauer gesagt auf der zur Stadt gehörenden Insel Riems. Das Institut wurde nach seinem Gründer Friedrich Loeffler benannt. Das FLI hat eine Broschüre zur Vermeidung der Verbreitung der Geflügelpest und dem Schutz vor dem Virus veröffentlicht. Diese kann auf der Seite des Institutes heruntergeladen werden. HIER DER LINK!

© TVO

Wilderei bei Rehau: Belohnung nach Flussperlmuschel-Diebstahl ausgesetzt

Sie wird bis zu 16 Zentimeter groß, hat eine harte Schale und verbirgt mitunter einen kleinen Schatz im Inneren. Die Rede ist von der Flussperlmuschel. Diese Muschelart ist eine Rarität, da sie in den meisten Gebieten ausgestorben ist. Nicht aber in Oberfranken. Vor allem im Bereich des Dreiländerecks Bayern-Sachsen-Tschechien ist die seltene Tierart, die bis zu 100 Jahre alt werden kann, noch zu finden. Seit Jahrzehnten werden unter anderem von Seiten des Bezirkes Oberfranken erhebliche Anstrengungen zu deren Schutz unternommen.

Umweltministerium setzt 10.000 Euro Belohnung aus

In den letzten Monaten wurden allerdings aus den Bächen bei Rehau (Landkreis Hof) rund 5.500 dieser Muscheln illegal entwendet. Jetzt hat sich das Bayerische Umweltministerium eingeschaltet und setzt eine Belohnung von 10.000 Euro auf Hinweise zu den Tätern aus.

Mehrere Tausend Muscheln illegal entnommen

Anfang September stellte man fest, das Unbekannte aus den Bächen östlich von Rehau (Landkreis Hof) zwischen Juni – August 2016 etwa 1.500 Flussperlmuscheln entnommen hatten. Wir berichteten. Vor wenigen Tagen bemerkten Experten des Wasserwirtschaftsamts Hof, dass aus demselben Gewässer weitere rund 4.000 Muscheln illegal entnommen wurden. Unser Bericht dazu. Die zuständige Polizeistation Rehau ermittelt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hof wegen des Verdachts auf Straftaten nach dem Bundesnaturschutzgesetz und Fischwilderei. Zuletzt gab es eine Spur, da Muschelschalen bei ebay auftauchten. Wir berichteten.

Rehau: 15.000 Euro für Hinweise zum Flussperlmuschel-Diebstahl
(Aktuell-Bericht vom 29.09.16)

Umweltministerium setzt Belohnung aus

Das Bayerische Umweltministerium hat sich in diesen Fall jetzt eingeschaltet und setzt für Hinweise zur Aufklärung der möglichen Umweltstraftaten an der streng geschützten Flussperlmuschel eine Belohnung von 10.000 Euro aus.

Ulrike Scharf: "Wilderei gehört bestraft"

Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betonte dazu am heutigen Donnerstag (29. September) in München: "Flussperlmuscheln sind vom Aussterben bedroht. Wilderei an diesen seltenen und streng geschützten Tieren muss konsequent verfolgt und bestraft werden. Wir dulden kein kriminelles Verhalten in der Natur. Die zuständigen Ermittlungsbehörden sind bereits eingeschaltet. Die Umweltverwaltung unterstützt die Arbeit der Ermittler bestmöglich. Mit der Belohnung soll die Aufklärung der Tat entscheidend voran gebracht werden."

Auch Bund Naturschutz setzt eine Prämie aus

Wie am Donnerstagnachmittag bekannt wurde, setzt auch der Bund Naturschutz eine Prämie aus, um die Täter zu ermitteln. Die Höhe beträgt 5.000 Euro. Insgesamt beträgt die Belohnung auf Hinweise somit 15.000 Euro.

Polizei hofft auf Hinweise

Die Beamten ermitteln und hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung. Die Muscheln sind wohl mit einem größeren Fahrzeug abtransportiert worden. Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, mögen sich bitte an die Polizei in Rehau unter der Nummer 09283 / 860 – 0 wenden.

Weiterführende Informationen
Rehau: Unbekannte stehlen 1.500 Flussperlmuscheln
(Aktuell-Bericht vom 13.09.16)
Rehau: Bezirk setzt Bachforellen bei Furtbächlein aus
(Aktuell-Video aus dem Mai 2016)
© Wasserwirtschaftsamt Kronach

Coburg: Hochwasserschutz an der Lauter nimmt Formen an

Der Hochwasserschutz für die der Stadt Coburg nimmt weiter Formen an. Für den Schutz der Coburger Bürger wurden bis heute mehr als 100 Millionen Euro investiert. Zukünftig wird weiter in Schutzmaßnahmen investiert. Die nächsten Bauabschnitte sind bereits
genehmigt und die Finanzierung ist gesichert.

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© Feuerwehr Kulmbach

Hochwasserschutz Kulmbach: Neugestaltung der Flutmulde

Die Bilder des Hochwassers von 2006 haben viele Kulmbacher noch vor den Augen. Am Vorabend des 28. Mai 2006 begann es massiv im Landkreis Kulmbach zu regnen. Bis zu 80 Liter auf den Quadratmeter fielen in kürzester Zeit. Innerhalb weniger Stunden füllten sich Bäche und Flüsse.

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© Landesgartenschau Bayreuth 2016 GmbH

Deggendorf / Bayreuth: Krönender Abschluss der Landesgartenschau

Mit einem fulminanten Abschlussprogramm hinterließ die diesjährige Landesgartenschau am Sonntag (05. Oktober) in Deggendorf einen besonderen Eindruck. Emotionaler Höhepunkt der Veranstaltung war die Übergabe der Landesgartenschaufahne von Deggendorfs Stadtoberhaupt Dr. Christian Moser an seine Bayreuther Amtskollegin. Weiterlesen

München: Marcel Huber neuer Leiter der Staatskanzlei

BayernsMinisterpräsident Horst Seehofer hat am Mittwochnachmittag (3. September) Staatsminister Marcel Huber die Aufgaben des Leiters der Staatskanzlei und Staatsministers für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben übertragen. Er übernimmt das Amt ab dem 5. September 2014. Weiterlesen