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Hof: Kokain in der Geldbörse

Eine kleinere Menge Kokain fanden Schleierfahnder der Hofer Verkehrspolizei am Donnerstagnachmittag bei einem jungen Mann aus Sachsen-Anhalt. Sie stellten auch fest, dass er unter Drogeneinfluss seinen Opel geführt hatte. Gegen 16.30 Uhr unterzogen die Schleierfahnder den 27-Jährigen am Parkplatz Lipperts in Fahrtrichtung München einer Kontrolle. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden sie in seiner Geldbörse eine kleinere Menge Kokain. Auch im Fahrzeug wurden weitere Utensilien aufgefunden. Weil der Mann drogentypische Auffälligkeiten zeigte und ein freiwilliger Drogenschnelltest positiv verlief, ordneten die Polizeibeamten eine Blutentnahme im Klinikum an. Anschließend wurde dem jungen Mann die Weiterfahrt untersagt. Ihn erwartet jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und der Fahrt unter Drogeneinfluss.

Fall Peggy: Verfahren vor Wiederaufnahme?

Hat Ulvi K. vor zwölf Jahren die damals neunjährige Peggy Knobloch in Lichtenberg getötet? Nach Meinung des Frankfurter Anwalts Michael Euler hat er das Verbrechen nicht begangen. Euler ist nach über zweijähriger Sichtung der Gerichtsakten überzeugt, dass im Prozess 2004 unter anderem Zeugen nicht gehört worden sind und entlastendes Material nicht berücksichtigt wurde. Euler will seinen mehrere hundert Seiten umfassenden Antrag dem Landgericht Bayreuth zur Genehmigung eines Wiederaufnahmeverfahrens vorlegen. Wie berichtet, hat der Frankfurter Pflichtverteidiger von Ulvi Kulac, schon mehrmals die Beantragung angekündigt. Am 21. März soll es nun endgültig so weit sein. Das will Euler, wie er heute auf Anfrage von TVO telefonisch mitgeteilt hat, zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigen noch dementieren. Er sei erst nächste Woche bereit, Interviews zu geben.

Zum Hintergrund: Vor neun Jahren ist der geistig behinderte Ulvi Kulac aus Lichtenberg im Landkreis Hof wegen Mordes an der Peggy Knobloch zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er soll am 7. Mai, 2001 die damals neun Jahre alte Peggy in Lichtenberg zuerst sexuell missbraucht und drei Tage später aus Angst vor der Entdeckung der Tat erstickt haben. Die Leiche des Mädchens ist jedoch trotz wochenlanger intensiver Suche nie gefunden worden. Das Urteil ist umstritten, die Schuld des heute 35-jährigen Verurteilten wird von vielen Menschen angezweifelt. Schon vor einigen Jahren ist die Bürgerinitiative „Gerechtigkeit für Ulvi K“ ins Leben gerufen, die sich seitdem ein Wiederaufnahmeverfahren für Ulvi K. fordert.

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