Tag Archiv: Wallenfels

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Wallenfels: Zahlreiche Lkw-Räder gestohlen

Unbekannte stahlen in der Nacht zum Freitag (14. Juni) zahlreiche Lastwagenräder. Die Täter drangen in Firmengelände in Wallenfels (Landkreis Kronach) ein und montierten bei den dort abgestellten Lkw die Räder ab. Die Kripo Coburg ermittelt in diesem Fall und bittet um Zeugenhinweise.

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Wallenfels: Brand in einem Sägewerk verursacht sechsstelligen Schaden

UPDATE (08:40 Uhr):

Ein Feuer in einem Sägewerk in Wallenfels (Landkreis Kronach) sorgte in der Nacht zum Samstag für den Einsatz zahlreicher Feuerwehr- und Rettungskräfte. Personen wurden nicht verletzt. Nach ersten Schätzungen der Polizei beläuft sich der Sachschaden auf über 200.000 Euro.

Brand im Bereich einer Heizungsanlage ausgebrochen

Kurz nach 23.00 Uhr bemerkte am späten Freitagabend eine Nachbarin Flammen aus einer Halle des Sägewerkes. Feuerwehren aus Wallenfels und den benachbarten Ortschaften bekämpften den Brand in der Folge erfolgreich.

Halle wird stark in Mitleidenschaft gezogen

Trotzdem wurde die Halle stark beschädigt. Das Feuer dürfte nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei Coburg im Bereich einer Heizungsanlage ausgebrochen sein. Die dortige Hackschnitzel-Heizung versorgt auch umliegende Gebäude mit Wärme.

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Mehr als 100 Einsatzkräfte vor Ort

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Ein technischer Defekt wird nicht ausgeschlossen. Der Einsatz der rund 100 Feuerwehrkräfte dauerte bis in die Morgenstunden. Das technische Hilfswerk, die Wasserwacht sowie ein Rettungsdient mit Notarzt waren ebenfalls eingesetzt.

EILMELDUNG (23:31 Uhr):

Wie die Polizei soeben mitteilte, brennt derzeit in Wallenfels (Landkreis Kronach) ein Sägewerk. Die Feuerwehr sowie weitere Rettungskräfte sind am späten Freitagabend (1. Februar) vor Ort in der Schützenstraße im Einsatz. Derzeit laufen die Löscharbeiten. Über verletzte Personen oder die Ursache des Feuers liegen derzeit keine Informationen vor.

Statement der Feuerwehr zum Einsatz in der Nacht
Brand in einem Sägewerk in Wallenfels: Wetterbedingungen erschweren den Löscheinsatz!
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Polizei sieht doppelt: Alkohol-Fahrer in Wallenfels zwei Mal aus dem Verkehr gezogen

Die Kronacher Polizei kontrollierte binnen 24 Stunden einen Autofahrer im Bereich von Wallenfels (Landkreis Kronach) doppelt. Bei jeder dieser Kontrollen stand der Fahrer deutlich unter dem Einfluss von Alkohol. Dies hat jetzt doppelte Konsequenzen.

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Mega-Hitze in Wallenfels: Floßfahrt erneut abgesagt

Schon zum vierten Mal muss die Stadt Wallenfels ihre Floßfahrt absagen. Grund ist die anhaltende Trockenheit und der damit verbundene niedrige Wasserstand der Wilden Rodach. Mit der Absage des vierten Floßtermins stellt die Saison 2018 damit den Negativrekord aus dem Jahr 2015 ein, als ebenfalls vier Floßfahrten auf der Wilden Rodach abgesagt werden mussten.

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Wallenfels: Motorradfahrer donnert mit über 200 km/h über die B173

Am Sonntagnachmittag (05. August) führte die Verkehrspolizei Coburg auf der Bundesstraße B173 bei Wallenfels (Landkreis Kronach) eine Überwachung der Geschwindigkeit durch. Hierbei tappte ein Biker mit seinem PS-starken Motorrad aus dem Landkreis Hof gleich doppelt in die Falle.

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Wallenfels: Mutmaßliche Drogendealer festgenommen

Im größeren Stil schmuggelten zwei Männer im Alter von 31 und 21 Jahren die Droge Crystal aus Tschechien nach Oberfranken ein. Rauschgiftfahnder der Kriminalpolizei Coburg und des Bayerischen Landeskriminalamtes nahmen das Duo vorläufig fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg befinden sie sich seit Donnerstag (19. Juli) vorheriger Woche in Untersuchungshaft. Am heutigen Freitag (27. Juli) wurde ein möglicher Abnehmer festgenommen.

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Hoher Schaden in Wallenfels: Drei Einbrüche in einer Nacht

Bei drei Einbrüchen in der Nacht zum Freitag (16. März) erbeuteten Täter in Wallenfels (Landkreis Kronach) Bargeld, Werkzeuge und einen weißen Firmentransporter der Marke Iveco mit den Kennzeichen KC-DH 814. Die Kripo Coburg ermittelt und sucht Zeugenhinweise.

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Presseck: Verkehrsunfall auf schneeglatter Straße

Leichte Verletzungen erlitt am frühen Montagmorgen (12. Februar) ein 37-jähriger Kurierfahrer auf der Kreisstraße zwischen Wallenfels (Landkreis Kronach) und Presseck (Landkreis Kulmbach). Bei schneebedeckter Fahrbahn kam der Fahrer mit seinem Kleintransporter von der Fahrbahn ab. Am Fahrzeug und an einem Brückengeländer entstanden ein hoher Sachschäden.

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Partnerschule Verbraucherbildung: Elf Schulen aus Oberfranken ausgezeichnet

  • Nützen teure Sportgetränke?
  • Funktioniert die Welt auch ohne Geld?
  • Ist Bio wirklich besser?
  • Wie lässt sich Müll vermeiden?
  • Wie vernetzt ist unsere Welt?

6.500 Schülerinnen und Schüler nahmen im Freistaat an dem Wettbewerb teil

Diese und weitere Fragen stellten sich 6.500 Schüler und Schülerinnen aus 85 Schulen im Freistaat im Schuljahr 2016/2017 bei der zweiten Auflage des Programms „Partnerschule Verbraucherbildung Bayern“ des VerbraucherService Bayern. Das Programm hatte zum Ziel, Verbraucherthemen nachhaltig und vielschichtig im Schulleben zu verankern. Zudem wurden die Lehrstätten unterstützt, die Verbraucherbildung im Schulalltag in einem besonderem Maß zu integrieren.

64 Schulen in Bayern ausgezeichnet

Eine Jury wählte die besten Beiträgen aus. Somit konnten sich nun 64 Schulen aus Bayern über eine Auszeichnung freuen. Zudem firmieren sie für ein Jahr als „Partnerschule Verbraucherbildung Bayern“. Zehn Schulen bekamen für ihre herausragenden Beiträge ein zusätzliches Preisgeld in Höhe von jeweils 300 Euro. Sieben Schulen erhielten aufgrund der umfangreichen Umsetzung ihrer Themen die Sonderauszeichnung „Partnerschule plus“.

Ausgezeichnete Schulen aus Oberfranken:

  • Grund- und Mittelschule Altenburgblick Stegaurach
  • Maria-Ward-Gymnasium Bamberg
  • Jacob-Ellrod-Realschule Evangelische Ganztagsschule Gefrees
  • Melchior-Franck-Grundschule Coburg
  • Grundschule Naila
  • Grundschule Rodachtal in Marktrodach
  • Grundschule Stockheim
  • Grundschule Wallenfels
  • Lucas-Cranach-Grundschule Kronach
  • Grundschule Kulmbach-Burghaig
  • Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz

Babyleichen von Wallenfels: Urteil ist rechtskräftig

Die Staatsanwaltschaft Coburg teilte am Freitag (17. März) mit, dass das Urteil im Fall der Babyleichen von Wallenfels (Landkreis Kronach) nun rechtskräftig ist. Im November 2015 wurden in einem Wohnhaus acht Babyleichen entdeckt. Die Mutter der Säuglinge wurde wegen Totschlags verurteilt. Wir berichteten.

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Erlabrück: Unfall mit mehren Fahrzeugen auf der B173

2. Update (18:37 Uhr):

Bei dem Unfall auf der Bundesstraße B173 wurde am Montagvormittag (20. Februar) eine Person schwer verletzt. Es entstand zudem ein hoher Sachschaden. Ein Pkw-Fahrer (69) wollte mit seinem Mercedes von Steinwiesen kommend, von der Staatsstraße 2207, nach links in die B173 einbiegen. Hierbei beachtete er aber nicht die Vorfahrt.

Unfall im Kreuzungsbereich

Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß mit einem VW-Kleintransporter, welcher auf der B173 in Richtung Kronach unterwegs war. Durch die Wucht des Aufpralls wurde am Transporter eine Achse herausgerissen, weshalb er unkontrolliert auf die Gegenfahrbahn schlingerte und dort einen entgegenkommenden Opel-Kleintransporter seitlich touchierte.

Schaden von rund 60.000 Euro

Alle drei beteiligten Fahrzeuge blieben stark beschädigt und nicht mehr fahrbereit im Bankett stehen und wurden abgeschleppt. Der Mercedes-Fahrer kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden in Höhe von 60.000 Euro.

1. Update (12:09 Uhr):

Wie die Polizei auf TVO-Nachfrage mitteilte, wurde bei dem Unfall eine Person verletzt. Zur Unfallursache und zum Gesamtschaden des Vorfalls gibt es noch keine endgültigen Erkenntnisse. Die halbseitige Sperre der B173 im Bereich von Erlabrück soll in Kürze wieder aufgehoben werden.

ERSTMELDUNG (11:30 Uhr):

Wie das Polizeipräsidium Bayreuth soeben mitteilte, kam es am Montagvormittag (20. Februar) zu einem schweren Unfall auf der Bundesstraße B173 auf Höhe Erlabrück (Landkreis Kronach). Beteiligt an dem Unfall waren mehrere Fahrzeuge. Die genaue Anzahl konnte noch nicht abschließend mitgeteilt werden, auch nicht ob es verletzte Personen gab. Aktuell kommt es zu Verkehrsbehinderungen auf der B173 zwischen Erlabrück und Wallenfels-Nord. Die Straße ist halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird derzeit an der Unfallstelle vorbeigeführt.

Babyleichen von Wallenfels: Staatsanwaltschaft Coburg legt Revision ein

Im Fall der acht Babyleichen von Wallenfels wird das Urteil neu verhandelt. Die Staatsanwaltschaft Coburg hatte sich bereits nach der Urteilsverkündung im Juli 2016 vor dem Landgericht Coburg unzufrieden mit dem Strafmaß erklärt. Die Staatsanwaltschaft hat nun Revision eingelegt. Damit wird der Fall vor dem Bundesgerichtshof neu aufgerollt.

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Babyleichen von Wallenfels: Mutter muss 14 Jahre in Haft

Am Landgericht Coburg hat am Dienstagmorgen (12. Juli) ein mit Spannung erwarteter Prozess begonnen. Eine 45-jährige Mutter aus Wallenfels (Lkr. Kronach) muss sich wegen des Todes von vier Säuglingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Mord vor. Am fünften Prozesstag fällt das Urteil. Die Mutter wird zum Totschlag in vier Fällen verurteilt. Sie muss 14 Jahre in Haft. Der Vater wird freigesprochen.

Update (20.07.2016 / 19:30 Uhr): REAKTION AUS WALLENFELS ZUM URTEIL
Urteil im Babyleichen-Prozess am Landgericht: die Richter verurteilen die Mutter zu einer Strafe von 14 Jahren wegen Totschlags in vier Fällen. Der Vater (beide kommen aus Wallenfels im Landkreis Kronach) wird freigesprochen.In Wallenfels wird das Urteil besonders aufmerksam verfolgt. Andreas Heuberger im Interview mit Bürgermeister Jens Korn.Stimmen zum Urteil und mehr Infos zu dem Prozess auf unserer Themenseite
Update (20.07.2016 / 18:12 Uhr): BERICHT & STATEMENTS ZUM URTEIL
14 Jahre wegen Tortschlags in vier Fällen und ein Freispruch. Die Urteile im Fall der Babyleichenfunde von Wallenfels sind gefallen. Und sie sorgen für Gesprächsstoff – weicht der Richterspruch doch deutlich von den Forderungen der Staatsanwaltschaft ab. Und auch von dem, was Teile der Öffentlichkeit vielleicht für „richtig“ erachtet hätten.Denn der Fund im November letzten Jahres hatte für Aufsehen, Entsetzen und Empörung gesorgt. Andreas Heuberger fasst die Reaktionen aus dem Landgericht Coburg zusammen.

Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 1
Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 2
Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 3
Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 4
Update (20.07.2016 / 09:10 Uhr): DAS URTEIL

Am Landgericht Coburg ist das Urteil im Fall des Babyleichen-Prozesses gefallen. Die Mutter wird zum Totschlag in vier Fällen verurteilt. Sie muss 14 Jahre in Haft. Der Vater wird freigesprochen. Das Urteil und die Reaktionen darauf auch aus Wallenfels sind ab 18:00 Uhr unser Thema in "Oberfranken Aktuell".

© TVO / Andreas Heuberger
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Update (20.07.2016 / 08:45 Uhr):

Am Landgericht Coburg steht heute das Urteil im Babyleichen-Prozess an. Geht es nach der Staatsanwaltschaft soll die 45-jährige Angeklagte lebenslänglich wegen Mordes in Haft. Der Vater soll wegen psychischer Beihilfe zu vier Jahren verurteilt werden.

Update (15.07.2016 / 17:29 Uhr):

„Einen solchen Fall hat es in der Justizgeschichte von Coburg noch nicht gegeben.“ Mit diesen Worten beendet Staatsanwalt Martin Dippold sein Plädoyer im so genannten Babyleichen-Prozess am Landgericht Coburg. Es ist eine der wenigen Punkte, in denen die Anklage mit der Verteidigung übereinstimmt. Denn bei der juristischen Einordnung des Falls gehen die Ansichten auseinander.

Zur Erinnerung: Im November letzten Jahres werden in einem Haus in Wallenfels acht Babyleichen gefunden. Dafür müssen sich die Mutter und der Vater verantworten: Wegen Mordes in vier Fällen bzw. wegen Beihilfe zum Mord

Coburg: Plädoyers im Babyleichen-Prozess
Update (15.07.2016 / 15:25 Uhr):
Landgericht Coburg: Andreas Heuberger zu den Plädoyers

Im Fall der Babyleichen von Wallenfels sind heute die Plädoyers am Landgericht in Coburg gehalten worden.Die Staatsanwaltschaft bleibt bei Mord und fordert eine lebenslange Haftstrafe für die Angeklagte. Die Verteidigung plädiert auf Totschlag. TVO-Reporter Andreas Heuberger fasst die Forderungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung zusammen.

Update (15.07.2016 / 09:50 Uhr):
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Staatsanwaltschaft bleibt beim Mordvorwurf

Die Staatsanwaltschaft Coburg plädiert auf vierfachen Mord. Andrea G soll in den Jahren 2003 bis 2013 vier lebensfähige Neugeborene erstickt haben. Auf Mord steht zwingend eine lebenslange Freiheitsstrafe. Staatsanwalt Martin Dippold wirft der Angeklagten planmäßiges Handeln, getrieben von Egoismus vor. Zuletzt hatte ein Sachverständiger zudem die Schuldfähigkeit von Andrea G. „außer Frage“ gestellt. In einer Stellungnahme zu Beginn des Prozesses hatte sie die Kindstötungen gestanden, aber offen gelassen, ob es zwei, drei oder vier Fälle waren.

Verteidigung plädiert auf Totschlag

Verteidiger Till Wagler sieht drei Fälle von Totschlag. Er spricht sich dafür aus, dass das Gericht ein Urteil festlegen soll, dass der Schuld angemessen ist. Schließlich müsse seine Mandantin für immer mit ihrer Schuld leben. Während des Prozesses war die Verteidigung immer bemüht, die Handlungsweise seiner Mandantin mit ihren Lebensumständen zu erklären: Ein Umfeld, in dem Andrea G. keinen emotionalen Halt fand und sich niemanden anvertrauen konnte.

Die Rolle des Vaters

Laut Staatsanwaltschaft soll Johann G. Beihilfe zum Mord geleistet haben. Sie fordert deswegen 4 Jahre Haft. Die Verteidigung des Angeklagten fordert einen Freispruch. Johann G. glaubt ab etwa 2003, dass seine Ehefrau sterilisiert sei. Etwas anderes könne das Gericht nicht beweisen. Der Angeklagte selbst hatte behauptet, ledglich von der ersten der acht eine Rolle spielenden Schwangerschaften im Jahr 2003 erfahren zu haben. Damals wollte er seine Frau in eine Klinik an Erlangen bringen, zu einer Abtreibung inklusive Sterilisation. Allerdings hatte sich Andrea G. laut einer Stellungnahme ihres Verteidigers Till Wagler damals in einer Pension eingemietet und den Eingriff nicht vornehmen lassen. Johann G. holte sie am Tag danach ab. Zu der Zeit danach schwieg er sich aus.

 

Am Landgericht Coburg hat am Morgen der vierte Verhandlungstag im Fall der toten Babys von Wallenfels begonnen. Es stehen die Plädoyers der Staatsanwaltschaft Coburg und der Verteidigung auf dem Plan.

Update (14.07.2016 / 14:22 Uhr):

Am dritten Verhandlungstag im Babyleichenprozess vor dem Landgericht Coburg haben heute drei Sachverständige ausgesagt. Zunächst beschrieb der Erlanger Rechtsmediziner Stephan Seidl den Zustand der acht aufgefundenen Babyleichen - drei Jungen und fünf Mädchen. Vier davon waren sicher lebensfähig.

Elternschaft der Angeklagten bestätigt

Diese wurden durch ein Handtuch erstickt, so der Rechtsmedizner. Er bestätigte auch die Elternschaft der beiden Angeklagten. Die Münchner Diplom-Psychologin Karoline Pöhlmann, die die Angeklagte kurz nach ihrer Verhaftung befragte, zeichnete ein differenziertes, aber psychologisch nicht auffälliges Bild der Angeklagten. Das bestätigte der Münchner Facharzt für Psychologie, Cornelis Stadtland.

Keine psychische Erkrankung

Die Angeklagte weise keine Anzeichen einer körperlichen, neurologischen oder psychischen Erkrankung auf. Auch eine Persönlichkeitsstörung sei nicht diagnostizierbar. Die Angeklagte sei voll schuldfähig, so der Gutachter. Mit dem Ende des heutigen Prozesstages ist die Beweisaufnahme abgeschlossen, morgen folgen vermutlich die Abschlussplädoyers. Das Urteil fällt vermutlich nächste Woche.

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Update (13.07.2016 / 18:54 Uhr):
Coburg: Zeugen im Babyleichen-Prozess sagen aus
Am zweiten Tag des Babyleichenprozesses am Landgericht Coburg sagten heute neben Vernehmungsbeamten mehrere Zeugen aus dem direkten Umfeld der Angeklagten aus. So zum Beispiel der Bruder und eine ehemalige Partnerin des Angeklagten. TVO fasst den Prozesstag zusammen.
Update (13.07.2016 / 12:45 Uhr):

Am Vormittag des zweiten Prozesstags werden etliche Zeugen gehört.

  • eine frühere Partnerin des angeklagten Vaters, die gleichzeitig die Mutter von zwei seiner Kinder ist
  • der Bruder des Angeklagten
  • die 81-jährige Mutter des Angeklagten, die sich auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht berief
  • zwei frühere bekannte Frauen des Ehepaares aus Wallenfels
  • der Inhaber eines Lokales in Wallenfels, in dem sich das Paar öfter mit Freunden traf
  • der Partner, mit dem die Angeklagte zu dem Zeitpunkt zusammen war, als die Babyleichen gefunden wurden

Bis auf Letzteren kannten alle Zeugen die Angeklagte und den Angeklagten seit vielen Jahren. Alle (bis auf die Mutter, die nicht aussagte) schilderten, dass sie von den Schwangerschaften nichts merkten. Außerdem schilderten sie die beiden als im Prinzip normal, nicht auffällig oder extrem, teils sogar freundlich (sie), zurückhaltend (er), aber eben nicht als jemandwn, der mehrere Säuglinge tötet. Am Nachmittag werden dann Beamte in den Zeugenstand gerufen, die das Paar nach dem Fund der Leichen vernommen haben.

Coburg: Prozess um Babyleichen beginnt
Babyleichen von Wallenfels: Andreas Heuberger über den Prozessauftakt
Babyleichen-Prozess: Statement von Till Wagler (Teil 1)
Babyleichen-Prozess: Statement von Till Wagler (Teil 2)
Babyleichen-Prozess: Statement von Till Wagler (Teil 3)
Update (12.07.2016 / 16:00 Uhr):

Am Landgericht Coburg wird der Fall der Babyleichenfunde von Wallenfels im Landkreis Kronach verhandelt. Die Mutter muss sich in vier der insgesamt acht Fälle wegen Mordes verantworten. Zum Prozessauftakt legt sie ein Geständnis ab und gibt zu mehrere Babys nach der Geburt mit einem Handtuch erstickt zu haben. Ein Zwischenstand von TVO-Reporter Andreas Heuberger.

Update (12.07.2016 / 13:38 Uhr):
Andrea G äußert sich nicht selbst

Die Angeklagte Andrea G wollte zu Beginn der Verhandlung persönlich keine Angaben machen. Sie überließ dies ihren Verteidigern Julia Gremmelmaier und Till Wagler.

Erste Schwangerschaft mit 18 Jahren

Julia Gremmelmaier schilderte den Lebensweg von Andrea G, die in Wallenfels zunächst bei den Großeltern aufwuchs und zu ihren Eltern eher ein kühles Verhältnis hatte. Mit 18 sei sie das erste Mal schwanger gewesen und habe bereits diese Schwangerschaft sehr spät bemerkt. Am Tag, als sie von einem Arzt davon erfuhr, kam es zur Geburt des ersten Kindes.

Schwangerschaften angeblich immer spät bemerkt

Auch die späteren Schwangerschaften – eine mit ihrem ersten Mann, die anderen mit dem Mitangeklagten Johann G – will sie kaum bzw. spät bemerkt haben und keine Erscheinungen wie Heißhunger verspürt haben. Nur bei der Geburt von Zwillingen im Jahr 2001 sei es einmal anders gewesen, wenn auch erst ab dem ca. 5. Monat. Insgesamt hat Andrea G 5 Kinder mit zwei Männern, zwei Töchter mit ihrem Exmann und drei Töchter mit ihrem zweiten Ehemann Johann G, mit dem sie ab 2002 zusammenlebte.

Angeklagte hatte nie Vertrauenspersonen

Zur Sache meinte Verteidiger Till Wagler, seine Mandantin sei mehr nach innen gekehrt und habe Dinge immer mit sich selbst geregelt. Vertrauenspersonen gab es nicht – auch zum Ehemann war das Verhältnis nicht so eng. Zu den Schwangerschaften ab dem Jahr 2003, die zu den im Prozess behandelten Fällen führten, meinte Wagler, sie habe auf die Natur vertraut und sich nicht darum gekümmert.

Alle Geburten wie in Trance hinter sich gebracht

Bei den Geburten zu Hause habe sie wie in Trance funktioniert und erst mit dem Denken angefangen, als die Babyleichen in Plastiktüten verpackt waren. Dieser Vorgang habe sich 7 Mal wiederholt, wobei sich die Hilflosigkeit gesteigert habe. Beachtenswert: durch ihren Anwalt gibt Andrea G zu, die Kinder in einen Handtuch eingewickelt zu haben ihnen damit die Nase zugedrückt zu haben, „wenn es ein Lebenszeichen gab“. Wie oft, das wisse sie nicht mehr, „2x, 3x, vielleicht 4x“.

Angeklagte hofft auf Hilfe

Das Auffinden der Leichen im November 2015 habe sie durch die Medien erfahren. Laut Wagler waren es Schock und Erleichterung zugleich. Jetzt hoffe seine Mandantin auf „fachmännisch Hilfe“, auch bei einem Aufenthalt in einer JVA.

 

Johann G wettert gegen seine Noch-Ehefrau

Johann G wollte sich zur Sache nicht äußern. Bei Fragen zur sexuellen Beziehung der Eheleute und wie viel er von den Schwangerschaften wusste, blockte er auf Anraten seines Verteidigers ab.

Problematische Ehe der beiden

Die Ehe schildert der 56-jährige als problematisch: schon mit der Geburt der Tochter im Jahr 2002 und dem Zusammenziehen habe es Spannungen gegeben. Seien Frau sei eine „notorische Lügnerin“, die Rechnungen versteckt habe und sich zu Kaufräuschen hinreißen ließ. Deswegen habe er heute 12.000 Euro Schulden.

Andrea G wollte sich angeblich sterilisieren lassen

Angaben machte er zu einer Fahrt nach Erlangen vor mehreren Jahren: dort sollte sich Andrea G nicht nur sterilisieren lassen, sondern auch eine Abtreibung vornehmen. Zuvor hatten die Verteidiger der Frau geschildert, Johann G habe seine Frau dort nur abgeliefert – diese sei aber in eine Pension, und nicht in eine Klinik gegangen.

Update (12.07.2016 / 11:15 Uhr):

Die Mutter der toten Säuglinge hat bisher keine Angaben zu der Sache gemacht. Die Verteidigung hat die Taten jedoch zum teil eingeräumt. Der ebenfalls angeklagte Vater schweigt zu den Vorwürfen und macht vor dem Landgericht nur Angaben zu seiner Person.

Prozess mit über 20 Zeugen

Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Die Sitzung leiten wird Richter Christoph Gillot, die Strafkammer besteht weiterhin aus zwei Beisitzern und zwei Schöffen. Die Verteidigung des Ehepaares haben im Fall der Frau Till Wagler aus Kronach und im Fall des Mannes Hilmar Lampert aus Bayreuth übernommen. Über 20 Zeugen sollen gehört werden, außerdem drei Sachverständige, u.a. ein Rechtsmediziner.

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Vorwurf des Mordes in vier Fällen
Auch Ehemann angeklagt
Fund am 12. November 2015

Im Zeitraum von 2003 bis 2013 soll die Frau insgesamt acht Babys zu Hause zur Welt gebracht haben. Mindestens vier hat sie laut den Ermittlern nach der Geburt getötet. Vorrangig, um ein sorgenfreies Leben an der Seite ihres Ehemannes zu führen. Bei den anderen Säuglingen kann die Rechtsmedizin in drei Fällen nicht sicher sagen, ob die Kinder zum Zeitpunkt der Geburt lebensfähig waren. Das im Jahr 2013 geborene Kind war demnach sicher eine Totgeburt. Deswegen die Anklage auf Mord in vier Fällen.

Neben der Frau ist auch ihr 56-jähriger Noch-Ehemann angeklagt. Er soll Beihilfe zum Mord geleistet haben – dadurch, dass er die Hausgeburten akzeptierte und nicht eingriff. Beide erwartet im Falle einer Verurteilung eine empfindliche Strafe. Auf Mord steht ein Urteil zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe, das bedeutet mindestens 15 Jahre Haft. Die Verurteilung der Beihilfe richtet sich nach diesem Strafmaß und kann zwischen drei und 15 Jahren betragen.

Den Stein ins Rollen brachten die Ereignisse vom 12. November 2015. Eine Untermieterin findet im Haus der Familie in Wallenfels eine Babyleiche und verständigt die Polizei. Die Beamten entdecken in der Folge sieben weitere tote Säuglinge, verpackt in Plastiktüten. Kurz darauf wird die Mutter, Andrea G., festgenommen. Sie lebt zu diesem Zeitpunkt von ihrem Mann Johann getrennt.

Entsetzen in Wallenfels
Wallenfels (Lkr. Kronach): Prozess um Babyleichenfunde steht an

In Wallenfels herrscht bis heute Ungläubigkeit vor. Die Eheleute waren gut integriert. Johann G. I ist bis heute nur als „der Hans“ im Ort bekannt. Beide hatten Kinder aus vorigen Beziehungen mit in die Ehe gebracht und zusammen drei weitere Kinder bekommen. Insgesamt bestand die Patchworkfamilie aus neun Personen. Im Sommer letzten Jahres trennte sich das Paar dem Vernehmen nach.

Babyleichen von Wallenfels: Morgen startet der Prozess

Es ist ein Tag, den kein Mensch in Wallenfels im Landkreis Kronach je vergessen wird. Am 13. November platzt die Nachricht herein, dass in einem Wohnhaus mitten im Ort mehrere Babyleichen entdeckt wurden. Acht an der Zahl.

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