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Babyleichen von Wallenfels: Staatsanwaltschaft Coburg legt Revision ein

Im Fall der acht Babyleichen von Wallenfels wird das Urteil neu verhandelt. Die Staatsanwaltschaft Coburg hatte sich bereits nach der Urteilsverkündung im Juli 2016 vor dem Landgericht Coburg unzufrieden mit dem Strafmaß erklärt. Die Staatsanwaltschaft hat nun Revision eingelegt. Damit wird der Fall vor dem Bundesgerichtshof neu aufgerollt.

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© TVO / Andreas Heuberger

Babyleichen von Wallenfels: Mutter muss 14 Jahre in Haft

Am Landgericht Coburg hat am Dienstagmorgen (12. Juli) ein mit Spannung erwarteter Prozess begonnen. Eine 45-jährige Mutter aus Wallenfels (Lkr. Kronach) muss sich wegen des Todes von vier Säuglingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Mord vor. Am fünften Prozesstag fällt das Urteil. Die Mutter wird zum Totschlag in vier Fällen verurteilt. Sie muss 14 Jahre in Haft. Der Vater wird freigesprochen.

Update (20.07.2016 / 19:30 Uhr): REAKTION AUS WALLENFELS ZUM URTEIL
Urteil im Babyleichen-Prozess am Landgericht: die Richter verurteilen die Mutter zu einer Strafe von 14 Jahren wegen Totschlags in vier Fällen. Der Vater (beide kommen aus Wallenfels im Landkreis Kronach) wird freigesprochen.In Wallenfels wird das Urteil besonders aufmerksam verfolgt. Andreas Heuberger im Interview mit Bürgermeister Jens Korn.Stimmen zum Urteil und mehr Infos zu dem Prozess auf unserer Themenseite
Update (20.07.2016 / 18:12 Uhr): BERICHT & STATEMENTS ZUM URTEIL
14 Jahre wegen Tortschlags in vier Fällen und ein Freispruch. Die Urteile im Fall der Babyleichenfunde von Wallenfels sind gefallen. Und sie sorgen für Gesprächsstoff – weicht der Richterspruch doch deutlich von den Forderungen der Staatsanwaltschaft ab. Und auch von dem, was Teile der Öffentlichkeit vielleicht für „richtig“ erachtet hätten.Denn der Fund im November letzten Jahres hatte für Aufsehen, Entsetzen und Empörung gesorgt. Andreas Heuberger fasst die Reaktionen aus dem Landgericht Coburg zusammen.

Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 1
Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 2
Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 3
Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 4
Update (20.07.2016 / 09:10 Uhr): DAS URTEIL

Am Landgericht Coburg ist das Urteil im Fall des Babyleichen-Prozesses gefallen. Die Mutter wird zum Totschlag in vier Fällen verurteilt. Sie muss 14 Jahre in Haft. Der Vater wird freigesprochen. Das Urteil und die Reaktionen darauf auch aus Wallenfels sind ab 18:00 Uhr unser Thema in "Oberfranken Aktuell".

© TVO / Andreas Heuberger
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Update (20.07.2016 / 08:45 Uhr):

Am Landgericht Coburg steht heute das Urteil im Babyleichen-Prozess an. Geht es nach der Staatsanwaltschaft soll die 45-jährige Angeklagte lebenslänglich wegen Mordes in Haft. Der Vater soll wegen psychischer Beihilfe zu vier Jahren verurteilt werden.

Update (15.07.2016 / 17:29 Uhr):

„Einen solchen Fall hat es in der Justizgeschichte von Coburg noch nicht gegeben.“ Mit diesen Worten beendet Staatsanwalt Martin Dippold sein Plädoyer im so genannten Babyleichen-Prozess am Landgericht Coburg. Es ist eine der wenigen Punkte, in denen die Anklage mit der Verteidigung übereinstimmt. Denn bei der juristischen Einordnung des Falls gehen die Ansichten auseinander.

Zur Erinnerung: Im November letzten Jahres werden in einem Haus in Wallenfels acht Babyleichen gefunden. Dafür müssen sich die Mutter und der Vater verantworten: Wegen Mordes in vier Fällen bzw. wegen Beihilfe zum Mord

Coburg: Plädoyers im Babyleichen-Prozess
Update (15.07.2016 / 15:25 Uhr):
Landgericht Coburg: Andreas Heuberger zu den Plädoyers

Im Fall der Babyleichen von Wallenfels sind heute die Plädoyers am Landgericht in Coburg gehalten worden.Die Staatsanwaltschaft bleibt bei Mord und fordert eine lebenslange Haftstrafe für die Angeklagte. Die Verteidigung plädiert auf Totschlag. TVO-Reporter Andreas Heuberger fasst die Forderungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung zusammen.

Update (15.07.2016 / 09:50 Uhr):
© TVO / Andreas Heuberger
© TVO / Andreas Heuberger
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Staatsanwaltschaft bleibt beim Mordvorwurf

Die Staatsanwaltschaft Coburg plädiert auf vierfachen Mord. Andrea G soll in den Jahren 2003 bis 2013 vier lebensfähige Neugeborene erstickt haben. Auf Mord steht zwingend eine lebenslange Freiheitsstrafe. Staatsanwalt Martin Dippold wirft der Angeklagten planmäßiges Handeln, getrieben von Egoismus vor. Zuletzt hatte ein Sachverständiger zudem die Schuldfähigkeit von Andrea G. „außer Frage“ gestellt. In einer Stellungnahme zu Beginn des Prozesses hatte sie die Kindstötungen gestanden, aber offen gelassen, ob es zwei, drei oder vier Fälle waren.

Verteidigung plädiert auf Totschlag

Verteidiger Till Wagler sieht drei Fälle von Totschlag. Er spricht sich dafür aus, dass das Gericht ein Urteil festlegen soll, dass der Schuld angemessen ist. Schließlich müsse seine Mandantin für immer mit ihrer Schuld leben. Während des Prozesses war die Verteidigung immer bemüht, die Handlungsweise seiner Mandantin mit ihren Lebensumständen zu erklären: Ein Umfeld, in dem Andrea G. keinen emotionalen Halt fand und sich niemanden anvertrauen konnte.

Die Rolle des Vaters

Laut Staatsanwaltschaft soll Johann G. Beihilfe zum Mord geleistet haben. Sie fordert deswegen 4 Jahre Haft. Die Verteidigung des Angeklagten fordert einen Freispruch. Johann G. glaubt ab etwa 2003, dass seine Ehefrau sterilisiert sei. Etwas anderes könne das Gericht nicht beweisen. Der Angeklagte selbst hatte behauptet, ledglich von der ersten der acht eine Rolle spielenden Schwangerschaften im Jahr 2003 erfahren zu haben. Damals wollte er seine Frau in eine Klinik an Erlangen bringen, zu einer Abtreibung inklusive Sterilisation. Allerdings hatte sich Andrea G. laut einer Stellungnahme ihres Verteidigers Till Wagler damals in einer Pension eingemietet und den Eingriff nicht vornehmen lassen. Johann G. holte sie am Tag danach ab. Zu der Zeit danach schwieg er sich aus.

 

Am Landgericht Coburg hat am Morgen der vierte Verhandlungstag im Fall der toten Babys von Wallenfels begonnen. Es stehen die Plädoyers der Staatsanwaltschaft Coburg und der Verteidigung auf dem Plan.

Update (14.07.2016 / 14:22 Uhr):

Am dritten Verhandlungstag im Babyleichenprozess vor dem Landgericht Coburg haben heute drei Sachverständige ausgesagt. Zunächst beschrieb der Erlanger Rechtsmediziner Stephan Seidl den Zustand der acht aufgefundenen Babyleichen - drei Jungen und fünf Mädchen. Vier davon waren sicher lebensfähig.

Elternschaft der Angeklagten bestätigt

Diese wurden durch ein Handtuch erstickt, so der Rechtsmedizner. Er bestätigte auch die Elternschaft der beiden Angeklagten. Die Münchner Diplom-Psychologin Karoline Pöhlmann, die die Angeklagte kurz nach ihrer Verhaftung befragte, zeichnete ein differenziertes, aber psychologisch nicht auffälliges Bild der Angeklagten. Das bestätigte der Münchner Facharzt für Psychologie, Cornelis Stadtland.

Keine psychische Erkrankung

Die Angeklagte weise keine Anzeichen einer körperlichen, neurologischen oder psychischen Erkrankung auf. Auch eine Persönlichkeitsstörung sei nicht diagnostizierbar. Die Angeklagte sei voll schuldfähig, so der Gutachter. Mit dem Ende des heutigen Prozesstages ist die Beweisaufnahme abgeschlossen, morgen folgen vermutlich die Abschlussplädoyers. Das Urteil fällt vermutlich nächste Woche.

© TVO / Dirk Feustel
© TVO / Dirk Feustel
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Update (13.07.2016 / 18:54 Uhr):
Coburg: Zeugen im Babyleichen-Prozess sagen aus
Am zweiten Tag des Babyleichenprozesses am Landgericht Coburg sagten heute neben Vernehmungsbeamten mehrere Zeugen aus dem direkten Umfeld der Angeklagten aus. So zum Beispiel der Bruder und eine ehemalige Partnerin des Angeklagten. TVO fasst den Prozesstag zusammen.
Update (13.07.2016 / 12:45 Uhr):

Am Vormittag des zweiten Prozesstags werden etliche Zeugen gehört.

  • eine frühere Partnerin des angeklagten Vaters, die gleichzeitig die Mutter von zwei seiner Kinder ist
  • der Bruder des Angeklagten
  • die 81-jährige Mutter des Angeklagten, die sich auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht berief
  • zwei frühere bekannte Frauen des Ehepaares aus Wallenfels
  • der Inhaber eines Lokales in Wallenfels, in dem sich das Paar öfter mit Freunden traf
  • der Partner, mit dem die Angeklagte zu dem Zeitpunkt zusammen war, als die Babyleichen gefunden wurden

Bis auf Letzteren kannten alle Zeugen die Angeklagte und den Angeklagten seit vielen Jahren. Alle (bis auf die Mutter, die nicht aussagte) schilderten, dass sie von den Schwangerschaften nichts merkten. Außerdem schilderten sie die beiden als im Prinzip normal, nicht auffällig oder extrem, teils sogar freundlich (sie), zurückhaltend (er), aber eben nicht als jemandwn, der mehrere Säuglinge tötet. Am Nachmittag werden dann Beamte in den Zeugenstand gerufen, die das Paar nach dem Fund der Leichen vernommen haben.

Coburg: Prozess um Babyleichen beginnt
Babyleichen von Wallenfels: Andreas Heuberger über den Prozessauftakt
Babyleichen-Prozess: Statement von Till Wagler (Teil 1)
Babyleichen-Prozess: Statement von Till Wagler (Teil 2)
Babyleichen-Prozess: Statement von Till Wagler (Teil 3)
Update (12.07.2016 / 16:00 Uhr):

Am Landgericht Coburg wird der Fall der Babyleichenfunde von Wallenfels im Landkreis Kronach verhandelt. Die Mutter muss sich in vier der insgesamt acht Fälle wegen Mordes verantworten. Zum Prozessauftakt legt sie ein Geständnis ab und gibt zu mehrere Babys nach der Geburt mit einem Handtuch erstickt zu haben. Ein Zwischenstand von TVO-Reporter Andreas Heuberger.

Update (12.07.2016 / 13:38 Uhr):
Andrea G äußert sich nicht selbst

Die Angeklagte Andrea G wollte zu Beginn der Verhandlung persönlich keine Angaben machen. Sie überließ dies ihren Verteidigern Julia Gremmelmaier und Till Wagler.

Erste Schwangerschaft mit 18 Jahren

Julia Gremmelmaier schilderte den Lebensweg von Andrea G, die in Wallenfels zunächst bei den Großeltern aufwuchs und zu ihren Eltern eher ein kühles Verhältnis hatte. Mit 18 sei sie das erste Mal schwanger gewesen und habe bereits diese Schwangerschaft sehr spät bemerkt. Am Tag, als sie von einem Arzt davon erfuhr, kam es zur Geburt des ersten Kindes.

Schwangerschaften angeblich immer spät bemerkt

Auch die späteren Schwangerschaften – eine mit ihrem ersten Mann, die anderen mit dem Mitangeklagten Johann G – will sie kaum bzw. spät bemerkt haben und keine Erscheinungen wie Heißhunger verspürt haben. Nur bei der Geburt von Zwillingen im Jahr 2001 sei es einmal anders gewesen, wenn auch erst ab dem ca. 5. Monat. Insgesamt hat Andrea G 5 Kinder mit zwei Männern, zwei Töchter mit ihrem Exmann und drei Töchter mit ihrem zweiten Ehemann Johann G, mit dem sie ab 2002 zusammenlebte.

Angeklagte hatte nie Vertrauenspersonen

Zur Sache meinte Verteidiger Till Wagler, seine Mandantin sei mehr nach innen gekehrt und habe Dinge immer mit sich selbst geregelt. Vertrauenspersonen gab es nicht – auch zum Ehemann war das Verhältnis nicht so eng. Zu den Schwangerschaften ab dem Jahr 2003, die zu den im Prozess behandelten Fällen führten, meinte Wagler, sie habe auf die Natur vertraut und sich nicht darum gekümmert.

Alle Geburten wie in Trance hinter sich gebracht

Bei den Geburten zu Hause habe sie wie in Trance funktioniert und erst mit dem Denken angefangen, als die Babyleichen in Plastiktüten verpackt waren. Dieser Vorgang habe sich 7 Mal wiederholt, wobei sich die Hilflosigkeit gesteigert habe. Beachtenswert: durch ihren Anwalt gibt Andrea G zu, die Kinder in einen Handtuch eingewickelt zu haben ihnen damit die Nase zugedrückt zu haben, „wenn es ein Lebenszeichen gab“. Wie oft, das wisse sie nicht mehr, „2x, 3x, vielleicht 4x“.

Angeklagte hofft auf Hilfe

Das Auffinden der Leichen im November 2015 habe sie durch die Medien erfahren. Laut Wagler waren es Schock und Erleichterung zugleich. Jetzt hoffe seine Mandantin auf „fachmännisch Hilfe“, auch bei einem Aufenthalt in einer JVA.

 

Johann G wettert gegen seine Noch-Ehefrau

Johann G wollte sich zur Sache nicht äußern. Bei Fragen zur sexuellen Beziehung der Eheleute und wie viel er von den Schwangerschaften wusste, blockte er auf Anraten seines Verteidigers ab.

Problematische Ehe der beiden

Die Ehe schildert der 56-jährige als problematisch: schon mit der Geburt der Tochter im Jahr 2002 und dem Zusammenziehen habe es Spannungen gegeben. Seien Frau sei eine „notorische Lügnerin“, die Rechnungen versteckt habe und sich zu Kaufräuschen hinreißen ließ. Deswegen habe er heute 12.000 Euro Schulden.

Andrea G wollte sich angeblich sterilisieren lassen

Angaben machte er zu einer Fahrt nach Erlangen vor mehreren Jahren: dort sollte sich Andrea G nicht nur sterilisieren lassen, sondern auch eine Abtreibung vornehmen. Zuvor hatten die Verteidiger der Frau geschildert, Johann G habe seine Frau dort nur abgeliefert – diese sei aber in eine Pension, und nicht in eine Klinik gegangen.

Update (12.07.2016 / 11:15 Uhr):

Die Mutter der toten Säuglinge hat bisher keine Angaben zu der Sache gemacht. Die Verteidigung hat die Taten jedoch zum teil eingeräumt. Der ebenfalls angeklagte Vater schweigt zu den Vorwürfen und macht vor dem Landgericht nur Angaben zu seiner Person.

Prozess mit über 20 Zeugen

Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Die Sitzung leiten wird Richter Christoph Gillot, die Strafkammer besteht weiterhin aus zwei Beisitzern und zwei Schöffen. Die Verteidigung des Ehepaares haben im Fall der Frau Till Wagler aus Kronach und im Fall des Mannes Hilmar Lampert aus Bayreuth übernommen. Über 20 Zeugen sollen gehört werden, außerdem drei Sachverständige, u.a. ein Rechtsmediziner.

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Vorwurf des Mordes in vier Fällen
Auch Ehemann angeklagt
Fund am 12. November 2015

Im Zeitraum von 2003 bis 2013 soll die Frau insgesamt acht Babys zu Hause zur Welt gebracht haben. Mindestens vier hat sie laut den Ermittlern nach der Geburt getötet. Vorrangig, um ein sorgenfreies Leben an der Seite ihres Ehemannes zu führen. Bei den anderen Säuglingen kann die Rechtsmedizin in drei Fällen nicht sicher sagen, ob die Kinder zum Zeitpunkt der Geburt lebensfähig waren. Das im Jahr 2013 geborene Kind war demnach sicher eine Totgeburt. Deswegen die Anklage auf Mord in vier Fällen.

Neben der Frau ist auch ihr 56-jähriger Noch-Ehemann angeklagt. Er soll Beihilfe zum Mord geleistet haben – dadurch, dass er die Hausgeburten akzeptierte und nicht eingriff. Beide erwartet im Falle einer Verurteilung eine empfindliche Strafe. Auf Mord steht ein Urteil zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe, das bedeutet mindestens 15 Jahre Haft. Die Verurteilung der Beihilfe richtet sich nach diesem Strafmaß und kann zwischen drei und 15 Jahren betragen.

Den Stein ins Rollen brachten die Ereignisse vom 12. November 2015. Eine Untermieterin findet im Haus der Familie in Wallenfels eine Babyleiche und verständigt die Polizei. Die Beamten entdecken in der Folge sieben weitere tote Säuglinge, verpackt in Plastiktüten. Kurz darauf wird die Mutter, Andrea G., festgenommen. Sie lebt zu diesem Zeitpunkt von ihrem Mann Johann getrennt.

Entsetzen in Wallenfels
Wallenfels (Lkr. Kronach): Prozess um Babyleichenfunde steht an

In Wallenfels herrscht bis heute Ungläubigkeit vor. Die Eheleute waren gut integriert. Johann G. I ist bis heute nur als „der Hans“ im Ort bekannt. Beide hatten Kinder aus vorigen Beziehungen mit in die Ehe gebracht und zusammen drei weitere Kinder bekommen. Insgesamt bestand die Patchworkfamilie aus neun Personen. Im Sommer letzten Jahres trennte sich das Paar dem Vernehmen nach.

Babyleichen von Wallenfels: Morgen startet der Prozess

Es ist ein Tag, den kein Mensch in Wallenfels im Landkreis Kronach je vergessen wird. Am 13. November platzt die Nachricht herein, dass in einem Wohnhaus mitten im Ort mehrere Babyleichen entdeckt wurden. Acht an der Zahl.

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B173 / Schwarzenbach am Wald: Unfall mit sechs Fahrzeugen und zwei Verletzten

Zwei Verletzte, sechs beschädigte Fahrzeuge, ein Schaden von 60.000 Euro und eine über zweistündige Sperre der Bundesstraße B173 zwischen Schwarzenbach am Wald (Landkreis Hof) und Wallenfels (Landkreis Kronach) waren die Bilanz eines schweren Unfalls am Mittwochnachmittag bei Gottmannsgrün.

 

 

Zwei Kleintransporter prallen ineinander

Ein 21-Jähriger befuhr mit einem Kleintransporter die B173 von Kronach kommend in Richtung Naila. Aus noch nicht genau geklärter Ursache geriet er auf die entgegenkommende Fahrbahnseite. Dort prallte er seitlich mit dem entgegenkommenden Kleintransporter eines 26-Jährigen zusammen.

Transporter stößt frontal in VW

Im Anschluss stieß der 21-Jährige mit einem Transporter, in dem noch drei weiteres Personen saßen, gegen die Schutzplanke. Der Transporter des 26-Jährigen fuhr noch rund 100 Meter weiter, ehe er mit einem entgegenkommenden VW und der Leitplanke kollidierte.

Auffahrunfall mit drei Fahrzeugen

Im weiteren Verlauf kam es noch zu einem Auffahrunfall zwischen drei Fahrzeugen, welche ebenfalls in Richtung Naila unterwegs waren. Während die ersten beiden Fahrzeuge noch rechtzeitig vor der Unfallstelle anhalten konnten, gelang dies der 45-jährigen Fahrerin des dritten Fahrzeuges leider nicht mehr rechtzeitig. Sie fuhr auf das vor ihr fahrende Fahrzeug auf und schob dieses dann auf dessen Vordermann. Dadurch wurden alle drei Fahrzeuge beschädigt.

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Babyleichen von Wallenfels: Prozessauftakt gegen die Mutter am 12. Juli

Im Fall der acht Babybleichen, die in Wallenfels im Landkreis Kronach am 12. November vergangenen Jahres gefunden worden sind, wird am 12. Juli der Prozess gegen die 45 Jahre alte Mutter wegen vierfachen Mordes eröffnet. Geführt wird er vor dem Schwurgericht am Landgericht Coburg.

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Babyleichen von Wallenfels: Anklageerhebung gegen Mutter & Vater

Nach dem Fund von acht Babyleichen Mitte November 2015 in Wallenfels (Landkreis Kronach) hat die Staatsanwaltschaft Coburg gegen die Mutter jetzt Mordanklage erhoben. Auch der Vater muss sich verantworten. Das Landgericht Coburg muss nun über die Zulassung der Anklage der Staatsanwaltschaft zur Hauptverhandlung zu entscheiden.

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Anklage gegen Mutter und Vater
Bilder aus Wallenfels (11/2015)

Vorwurf gegen die Mutter: Mord

Der Mutter wird vorgeworfen, im Zeitraum von 2003 bis 2013 acht gemeinsame Kinder in der ehelichen Wohnung zur Welt gebracht und hiervon vier Kinder vorsätzlich getötet zu haben.

Vorwurf gegen den Vater: Beihilfe zum Mord

Dem Kindesvater wird zur Last gelegt, ihr hierbei Hilfe geleistet zu haben, ohne selbst an den Tathandlungen beteiligt gewesen zu sein. Bei vier der acht Kinder konnte nicht geklärt werden, ob sie tatsächlich gelebt haben und lebensfähig gewesen sind.

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Handeln aus "sonstigen niedrigen Beweggründen"

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass beide Angeschuldigte aus sonstigen niedrigen Beweggründen gehandelt haben, um ihr Leben uneingeschränkt von weiteren Kindern fortführen zu können. Der Tatvorwurf gegen die Mutter lautet auf Mord in vier Fällen. Dem Vater wird Beihilfe zum Mord zur Last gelegt. Die Mutter befindet sich seit ihrer Festnahme im November in Untersuchungshaft. Gegen den Kindesvater besteht kein Haftbefehl.

 

Schock in Wallenfels: Mittlerweile acht tote Babies gefunden
(Bericht vom 13.11.2015)
Wallenfels: Sieben Babyleichen gefunden! - Video aus der Nacht
(13.11.2015)
Acht Babyleichen von Wallenfels: Was treibt Menschen zu solchen Taten?
(Bericht vom 16.11.2015)
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Babyleichen von Wallenfels: Polizei beendet Ermittlungen

Nach dem Fund von acht toten Säuglingen Mitte November 2015 in einem Wohnhaus in Wallenfels (Landkreis Kronach), ist die umfangreiche Arbeit der Ermittlungsgruppe „Schlossberg“ beendet. In den nächsten Wochen wird die Staatsanwaltschaft Coburg die Anklage gegen die Kindesmutter erheben.

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Babyleichen von Wallenfels: Obduktionsergebnisse veröffentlicht

Die Rechtsmedizin in Erlangen hat die Obduktionsergebnisse der acht toten Säuglinge aus Wallenfels (Landkreis Kronach) veröffentlicht. Die Ermittler gaben bereits sechs Tage nach dem Fund erste Ergebnisse ihrer Untersuchungen bekannt. Demnach wären sechs der Kinder lebensfähig gewesen. Es blieb noch die Frage, wer Mutter und Vater der Kinder sind.

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Babyleichen von Wallenfels: Obduktionsergebnisse in der nächsten Woche

Der schreckliche Fund von acht Babyleichen in Wallenfels (Landkreis Kronach) hat vor rund drei Wochen die Schlagzeilen in den nationalen Medien beherrscht. TVO berichtete ausführlich darüber. Nun wollen die Ermittler in der kommenden Woche die Obduktionsergebnisse veröffentlichen.

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UPDATE: Horrorfund in Wallenfels (Lkr. Kronach): 8 Babyleichen entdeckt!

Wie das Polizeipräsidium Oberfranken am Donnerstagabend (12. November) mitteilte, wurden am Nachmittag in einem Wohnanwesen im Zentrum von Wallenfels (Landkreis Kronach) die sterblichen Überreste von mehreren Säuglingen gefunden. Laufende Informationen auf tvo.de!

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Wallenfels (Lkr. Kronach): 20.000 Euro Schaden bei Unfall

Zu einem Unfall mit 20.000 Euro Schaden ist es am Freitag in den frühen Abendstunden im Bereich Schnappenhammer bei Wallenfels im Landkreis Kronach gekommen. Ein 28-jähriger Fahrer will aus Schnappenhammer kommend auf die B173 in Fahrtrichtung Kronach auffahren. Dabei übersieht er allerdings einen 49-jährigen VW-Fahrer, der die Bundesstraße von Hof in Richtung Kronach befährt. Es kommt zum Zusammenstoß. Der VW wird so nach links gedrückt, dass er auf den Pkw eines 54-jährigen geschoben wird, der nach links Richtung Schnappenhammer abbiegen will und auf dem Abbiegestreifen steht. Bei dem Unfall werden der Verursacher und der Fahrer des Pkw VW leicht verletzt.  

 


 

Wallenfels (Lkr. Kronach): Sägewerk-Brand – Kein Hinweis auf Brandstiftung

Eine knappe Woche nach dem Großbrand in einem Sägewerk in Wallenfels im Landkreis Kronach liegen noch keine Erkenntnisse zur konkreten Ursache vor. Die Kripo Coburg hat ihre ersten Ermittlungen abgeschlossen. Demnach ist das Feuer in Holzverarbeitungshalle des Sägewerkes ausgebrochen. Hinweise auf eine vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung gibt es keine.
Die Kripo Coburg erhielt bei den Ermittlungen Unterstützung von einem Spezialisten des Landeskriminalamts und von einem Brandmittelspürhund. Allerdings gestaltete sich die Arbeit vor Ort als schwierig: das Feuer am Morgen des 31. Januar hatte das Sägewerk völlig zerstört und einen Sachschaden von einer Million Euro verursacht. Verletzt wurde niemand.

 



 

 

Steinwiesen/Erlabrück (Lkr. KC): Millionenschaden bei Brand in Sägewerk!

Am frühen Freitagmorgen (31. Januar) entstand bei einem Brand eines Sägewerkes in Steinwiesen ein Sachschaden in Millionenhöhe. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.  Eine Autofahrerin bemerkte gegen 03:30 Uhr ein Feuer auf dem Areal des Sägewerkes im Ortsteil Erlabrück und alarmierte sofort die Feuerwehr. Bereits beim Eintreffen erster Einsatzkräfte stand die mehrstöckige Werkshalle, in welcher Arbeitsgeräte und Maschinen gelagert waren, in Vollbrand.

 

 

Die Flammen schlugen anschließend auch auf das unmittelbar angrenzende Holzlager über. Nach etwa zwei Stunden hatte ein Großaufgebot der Feuerwehr den Brand weitestgehend gelöscht. Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Technischem Hilfswerk an den Brandort geeilt. Die angrenzende Bundesstraße B173 musste für die Löscharbeiten bis 05:30 Uhr komplett gesperrt werden. Nach einer ersten Auskunft des Kriminaldauerdienstes können zur Brandursache derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund eine Million Euro. Die weiteren Ermittlungen übernehmen die Brandfahnder der Coburger Kripo.

(Fotos: Feuerwehr Kronach)

 

 


 

 

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