Tag Archiv: Wiederaufnahme

Lichtenberg: Reaktionen auf den Freispruch von Ulvi Kulac

Um kurz nach 10:00 Uhr ist es amtlich. Das Landgericht Bayreuth verkündet einen Freispruch für Ulvi Kulac. Der Richter ist davon überzeugt, dass der geistig Behinderte die kleine Peggy Knobloch nicht umgebracht hat. Und das zehn Jahre nach der ersten Verurteilung in Hof. Ein großes Ereignis. Was sagen die Menschen in Lichtenberg im Landkreis Hof dazu? Dem Ort aus dem die damals neunjährige Peggy verschwunden ist. Das sehen Sie ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.



 

Fall Peggy – Wiederaufnahme: Interview mit Mutter von Ulvi K.

Elsa Kulac – die Mutter des mutmaßlichen Peggy-Mörders Ulvi – ist erleichtert, dass der Prozess gegen ihren Sohn neu aufgerollt wird. Die Lichtenbergerin befindet sich im Moment in Krankenhaus. Telefonisch teilt sie TV Oberfranken mit, dass sie mit der  Entscheidung des Landgerichtes große Hoffnung für Ihren Sohn und ihre Familie verbindet. Ulvi Kulac wurde vor fast 10 Jahren als Mörder von Peggy Knobloch verurteilt. Das Mädchen verschwand vor 12 ½ Jahren spurlos, bis heute gibt es keine Leiche. Ulvi Kulac selbst ist wegen mehrerer Missbrauchsdelikte im Bezirkskrankenhaus Bayreuth untergebracht, seine lebenslange Haftstrafe wegen des Mordes an Peggy hat er noch nicht angetreten. Wir sprechen mit Elsa Kulac, ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 

Hier unsere Reportage vom Montag (09. Dezember 2013):

 

 

 


 

 

Fall Peggy: Anwalt von Ulvi K. reicht Wiederaufnahmeantrag ein

In den Fall der verschwundenen Peggy Knobloch aus Lichtenberg hat heute um 13 Uhr der Frankfurter Rechtsanwalt Michael Euler den Wiederaufnahmeantrag am Landgericht Bayreuth abgegeben. Wie Euler heute Nachmittag bei einer Pressekonferenz in Lichtenberg bekannt gab, gibt es stichhaltige Beweise, dass der verurteilte Mörder Ulvi Kulac vor zwölf Jahren die damals neunjährige Peggy Knobloch in Lichtenberg nicht getötet hat. Der Anwalt ist nach über zweijähriger Sichtung der insgesamt 14.000 Seiten umfassenden Gerichtsakte überzeugt, dass im Prozess 2004 unter anderem Zeugen nicht gehört worden sind und entlastendes Material nicht berücksichtigt worden ist. Euler stützt seine Überzeugung vor allem auf zwei Zeugen, die Peggy noch deutlich nach der ermittelten Tatzeit in Lichtenberg gesehen haben wollen. Laut Euler soll der Wiederaufnahmeantrag als Anstoß dienen, den Fall komplett neu aufzurollen. Seiner Meinung nach geht es nicht nur um die Freisprechung von Ulvi Kulac, sondern auch darum, nach zehn Jahren entweder den wahren Mörder oder den Entführer zu finden.

Unsere Fotostrecke zum Einreichen des Wiederaufnahmeantrag finden Sie auf unserer Facebook-Seite: www.facebook.com/fb.tvo

Fall Peggy: Verfahren vor Wiederaufnahme?

Hat Ulvi K. vor zwölf Jahren die damals neunjährige Peggy Knobloch in Lichtenberg getötet? Nach Meinung des Frankfurter Anwalts Michael Euler hat er das Verbrechen nicht begangen. Euler ist nach über zweijähriger Sichtung der Gerichtsakten überzeugt, dass im Prozess 2004 unter anderem Zeugen nicht gehört worden sind und entlastendes Material nicht berücksichtigt wurde. Euler will seinen mehrere hundert Seiten umfassenden Antrag dem Landgericht Bayreuth zur Genehmigung eines Wiederaufnahmeverfahrens vorlegen. Wie berichtet, hat der Frankfurter Pflichtverteidiger von Ulvi Kulac, schon mehrmals die Beantragung angekündigt. Am 21. März soll es nun endgültig so weit sein. Das will Euler, wie er heute auf Anfrage von TVO telefonisch mitgeteilt hat, zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigen noch dementieren. Er sei erst nächste Woche bereit, Interviews zu geben.

Zum Hintergrund: Vor neun Jahren ist der geistig behinderte Ulvi Kulac aus Lichtenberg im Landkreis Hof wegen Mordes an der Peggy Knobloch zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er soll am 7. Mai, 2001 die damals neun Jahre alte Peggy in Lichtenberg zuerst sexuell missbraucht und drei Tage später aus Angst vor der Entdeckung der Tat erstickt haben. Die Leiche des Mädchens ist jedoch trotz wochenlanger intensiver Suche nie gefunden worden. Das Urteil ist umstritten, die Schuld des heute 35-jährigen Verurteilten wird von vielen Menschen angezweifelt. Schon vor einigen Jahren ist die Bürgerinitiative „Gerechtigkeit für Ulvi K“ ins Leben gerufen, die sich seitdem ein Wiederaufnahmeverfahren für Ulvi K. fordert.