Tag Archiv: Wirtschaft

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Arbeitsmarkt Oberfranken: Arbeitslosenzahl steigt im Dezember weiter an

Die Corona-Krise schlug sich im abgelaufenen Monat auf den Arbeitsmarkt in Oberfranken nieder. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Dezember 2020 um 427 Personen an. Im Vergleich zum November erhöhte sich die Arbeitslosenquote damit um 0,1 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wuchs die Quote um 0,6 Prozentpunkte.

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Wirtschaft in Bayern: 127 Insolvenzen im Oktober 2020

Bei den Insolvenzen von Unternehmen zeichnete sich im Oktober 2020 in Bayern eine Trendumkehr ab. Dies berichtete das Bayerische Landesamt für Statistik am Dienstag (15. Dezember). Nachdem die Zahl der beantragten Insolvenzen seit März 2020 kontinuierlich sank, gab es im Oktober wieder eine Steigerung. Insgesamt wurden bei den bayerischen Gerichten 127 Unternehmensinsolvenzen beantragt. Dies waren sechs Fälle mehr als im Vormonat.

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Stellenabbau bei Brose: „Sozialverträgliche Lösungen“ für 900 Stellen fix!

Es war Paukenschlag, als der Automobilzulieferer Brose vor circa einem Jahr mitteilte, in Deutschland 2.000 Stellen abbauen zu wollen. Am heutigen Montag (09. November) gab das Unternehmen in dieser Causa einen Zwischenstand bekannt.

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Corona-Krise in Bayern: „Verzögern wird nicht helfen, Verschleppen verschlimmert“

Am Dienstag (27. Oktober) fand in München eine Sitzung des Bayerischen Kabinetts statt. Das zentrale Thema war die Corona-Pandemie. Im Anschluss gab es eine Pressekonferenz mit Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Kultusminister Michael Piazolo. In dieser wurden die Ergebnisse der Sitzung vorgestellt.

Markus Söder will Trendumkehr

Am morgigen Mittwoch (28. Oktober) beraten sich die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dort wird es um Corona und die möglichen Maßnahmen gehen. Bereits am Tag zuvor fordert Markus Söder ein entschiedenes Vorgehen in der Corona-Krise. Es solle keine Placebo-Maßnahmen geben, die in zwei Wochen bereits überholt sind. Er fordert ein schnelles und strengeres Vorgehen, um die zweite Welle so kurz wie möglich zu halten. "Lieber gleich und richtig als spät und halbherzig," so Söder bei der Pressekonferenz. Konkrete Maßnahmen nennt er nicht. Söder hofft auf eine schnelle Einigung in der morgigen Minister-Konferenz.

Zudem betont Markus Söder: "Wir wollen keinen kompletten zweiten Lockdown wie im Frühjahr."

Coronakrise: Söders Plan vor Treffen mit Kanzlerin

Schulen sollen geöffnet bleiben 

Markus Söder erklärt in der Pressekonferenz, dass die Schulen und Kindertagesstätten so lange wie möglich geöffnet bleiben sollen. Schulen und Kitas werden zuletzt geschlossen und zuerst wieder geöffnet werden, sollten strengere Maßnahmen kommen. Die Bildung der Kinder und Jugendlichen sei sehr wichtig und die Schüler sollen die Pandemie nicht ausbaden müssen. Der Ministerpräsident forderte die Schulen auf, gegenüber den Schülern "größtmögliche Flexibilität" zu zeigen. Des Weiteren werden Schulleiter und einige Lehrer eine Corona-Prämie erhalten. Die Kulturszene soll ebenso finanziell unterstützt werden. 370 Millionen Euro sollen in die Kunst- und Kulturszene fließen. Zudem soll die Wirtschaft weiter unterstützt werden.

Wer wird zuerst geimpft?

Aktuell gibt es zwar noch keinen Impfstoff, jedoch hat das Bayerische Kabinett bereits eine Impfstrategie entwickelt. Risikogruppen sollen zuerst geimpft werden. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betont, dass die Impfung gegen das Coronavirus freiwillig sein wird. Außerdem werden derzeit Antigene-Schnelltests an die bayerischen Landkreise verteilt. 125.000 Schnelltests wurden bereits an 18 Landkreise vergeben.

"Es geht um den Schutz der Menschen"

Mit den steigenden Infektionszahlen gibt es auch wieder mehr Corona-Patienten in den Krankenhäusern, dies bestätigte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml in der Pressekonferenz. Aktuell sind in Bayerns Krankenhäusern 926 infizierte Patienten. Davon befinden sich 114 auf der Intensivstation. Laut der Huml seien noch rund 675 Intensivbetten in Bayern frei.

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Brose: Kartellstrafe in Millionenhöhe

Dem oberfränkischen Automobilzulieferer Brose wird vorgeworfen, sich mit dem Zulieferer Kiekert aus Nordrhein-Westfalen illegal abgesprochen zu haben. Dabei geht es um vermeintliche Preisabsprachen für Fensterheber, Schließsysteme oder Türteile. Weiterlesen
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Stellenabbau bei Schaeffler: Auch Standort Hirschaid betroffen!

Am letzten Mittwoch (09. September) informierte der Vorstand des Automobilzulieferes Schaeffler über ein geplantes Maßnahmenpaket, welches die Schließung mehrerer Standorte sowie einen Personalabbau von insgesamt 4.400 Stellen in Deutschland vorsieht. Zusätzlich soll der Konzern durch zahlreiche Produktverlagerungen massiv umstrukturiert werden. In dem Maßnahmenpaket fällt auch der Name des Standortes Hirschaid (BA). Weiterlesen
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Brose: Engere Zusammenarbeit mit Volkswagen geplant

Der oberfränkische Automobilzulieferer Brose will künftig enger mit Volkswagen zusammenarbeiten. Dies gab das Unternehmen mit Sitz in Coburg jetzt bekannt. Wie das Unternehmen mitteilte, ist geplant, mit der VW-Tochter SITECH im Bereich Komplettsitze und Sitzstrukturen zu kooperieren. Weiterlesen
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Rehau AG: Konzern baut in der Automobilzuliefer-Sparte rund 1.000 Stellen ab

Die Rehau AG streicht weltweit 960 Stellen. Dies gab der Konzern am Dienstag (07. Juli) bekannt. Betroffen ist die Autozuliefer-Sparte. 700 Arbeitsplätze fallen dort im Fertigungsbereich weg, 260 im Verwaltungssektor. Allein am Stammsitz in Rehau (HO) mit 2.500 Arbeitsplätzen werden 150 Stellen gestrichen. Bis Mitte 2022 soll der Stellenabbau vollzogen sein.

Bayreuther Außenstelle wird geschlossen

In Oberfranken ist zudem der Bayreuther Standort betroffen. Dort wird die 2016 eingerichtete Außenstelle für IT- und Automotive-Fachkräfte komplett geschlossen. Die dortigen Mitarbeiter, soweit möglich, in Mobile-Office Lösungen und in Rehau untergebracht werden. Die Schließung der Außenstelle begründet der Kunststoffhersteller begründet mit dem technologischen Wandel in der Automobilbranche - hin zu mehr Elektromobilität, aber auch mit der Corona-Krise. Im Zuge des Prozesses soll die Sparte komplett neu aufgestellt werden.

Kurzarbeit für 5.500 Mitarbeiter seit März

Bereits seit Sommer 2019 hat der Konzern mit den Schwierigkeiten in der Branche zu kämpfen. Man verzeichnete unter anderem Probleme beim Absatz der Produkte. Mit Beginn der Corona-Krise verschärfte sich die Lage in diesem Industriesektor. Die REHAU AG beantrage im März bereits Kurzarbeit für über 5.500 Mitarbeiter in Deutschland. Dies hilft allerdings nicht weiter, so Sparten-Chef Markus Distelhoff.

 

Das Instrument der Kurzarbeit ist weitestgehend ausgeschöpft. Wir besetzen aktuell keine offenen Stellen und nutzen für den Abbau von Kapazitäten bereits die natürliche Fluktuation. Wo diese Ansätze nicht ausreichen, werden wir uns aber leider auch von Mitarbeitern trennen müssen. Wir sind uns des schmerzhaften Einschnitts für die gesamte Organisation bewusst. Für alle betroffenen Kolleginnen und Kollegen werden wir schnell Klarheit schaffen und gute und faire Lösungen finden.

(Markus Distelhoff, CEO der REHAU Automotive-Sparte)

 

Das Unternehmen will eine neue Organisationsstruktur einführen, um zukünftig näher an den Bedürfnissen der Kunden arbeiten zu können. So sollen unter anderem neue Entwicklung in diesem Sektor schnell umgesetzt werden. So soll die Verantwortung für ein Kundenprojekt zentral an einem Standort gebündelt sein. Forschung und Serienentwicklung will man enger verzahnen, Chancen der Digitalisierung nutzen. Im Sektor Automotive setzt man in Zukunft vor allem auf internationales Wachstum. Laut REHAU-Pressemeldung sitzt man die Sparte zudem für die großen Trends Elektromobilität und CO2-Minimierung hervorragend aufgestellt.

 

Das Marktumfeld und die Corona-Auswirkungen stellen REHAU im Bereich Automotive vor große Herausforderungen. Aber wir haben einen klaren Plan, den wir mit Entschlossenheit ins Ziel bringen werden. Wir werden unseren größten Geschäftsbereich auf deutlich profitablere Beine stellen. Und damit mehr Raum für Wachstum und Investitionen in unsere Zukunft schaffen.

(William Christensen, CEO der REHAU Gruppe)

 

Insgesamt sind circa 20.000 Menschen bei dem Familienunternehmen weltweit tätig. Allein in Deutschland sind es derzeit 8.000.

Der Aktuell-Beitrag zum Stellenabbau der Rehau AG
Rehau: Massiver Stellenabbau bei REHAU
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Arbeitsmarkt Oberfranken: Arbeitslosenzahl steigt im Mai weiter an!

Die Corona-Krise hat sich auch im abgelaufenen Monat auf den Arbeitsmarkt ausgeschlagen. Die Zahl der Arbeitslosen stieg in Oberfranken im Mai 2020 um 900 Personen weiter an. Im Vergleich zum April stieg die Arbeitslosenquote damit um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Quote stark um 1,1 Prozentpunkte.

Stadt Hof Schlusslicht in Bayern

Zwischen Hof und Forchheim waren im Mai 2020 25.093 (04/20: 24.191) Menschen ohne Arbeit. Dies entsprach einem Plus von 902 Personen. Der Landkreis Bamberg war und ist positiver Spitzenreiter im Bezirk mit einer Quote von 2,7 Prozent. Die Stadt Hof bilanzierte eine Quote von 7,7 Prozent. Dies war nicht nur der höchste Wert in Oberfranken, sondern auch in ganz Bayern. Im Mai 2019 lag die Arbeitslosenquote in Oberfranken bei 3,0 Prozent. Vor zwölf Monaten waren 18.117 Personen arbeitslos gemeldet. Rein nach Zahlen bedeutet der aktuelle Mai-Wert eine Zunahme von rund 38 Prozent.

Bayern: Arbeitslosenzahl gestiegen

Im Mai 2020 waren in Bayern 290.580 (04/20: 271.853) Menschen ohne Arbeit. Dies entsprach einem Plus von 18.727 Personen, woraus sich eine Arbeitslosenquote für Mai von 3,8 Prozent ergab. Im April 2020 lag die Quote bei 3,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Quote um 1,1 Prozentpunkte. Vor einem Jahr waren im Freistaat 201.226 Menschen arbeitslos gemeldet.

Weitere Anzeigen auf Kurzarbeit

Im Mai ist auch die angemeldete Kurzarbeit vieler Betriebe in Bayern weiter gestiegen. So gingen im abgelaufenen Monat im Freistaat 13.364 Anzeigen zur Kurzarbeit ein. In den Vormonaten März und April waren dies in der Summe 125.998.

Bericht aus Oberfranken Aktuell:
Corona-Krise in Oberfranken: Immer mehr Menschen ohne Job
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Corona-Krise: Bayerisches Kabinett informiert über weiteres Vorgehen

Am Dienstagmittag (19. Mai) informierten Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Sozialministerin Carolina Trautner und der Leiter der Staatskanzlei, Staatsminister Florian Herrmann über aktuelle Entwicklungen in der Corona-Krise in Bayern. Weiterlesen
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Bayern: Mit „Frühwarnsystem“ das Coronavirus bekämpfen

Im Rahmen einer Pressekonferenz informierte am Dienstagmittag (12. Mai) Staatskanzleichef Florian Herrmann, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Gesundheitsministerin Melanie Huml über den weiteren Corona-Fahrplan für Bayern. Herrmann gab in diesem Zusammenhang bekannt, dass die bisher getroffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Bayern wirken und die in der letzten Woche verkündeten Maßnahmen bleiben. Wir berichteten. Neu ist, dass Bayern beim Kampf gegen das Coronavirus nun auf ein Frühwarnsystem setzt, um das Virus gezielt lokal bekämpfen zu können. Weiterlesen
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Corona-Krise: Coburg / Bamberg – BROSE schließt deutsche Standorte bis 19. April

Der oberfränkische Automobilzulieferer Brose stellt die Arbeit an den meisten europäischen Standorten ab Ende März weitgehend ein. Damit reagiert das Unternehmen auf den erheblichen Auftragseinbruch in Folge der Produktionsunterbrechungen seiner Kunden. Ein wirtschaftlicher Schaden, bedingt durch die Corona-Krise, soll mit den Maßnahmen gemindert werden. Weiterlesen
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Ende 2020: Real-Filiale in Bamberg schließt

Bis zum Jahresende 2020 wird die Supermarktkette „Real“ eine Filiale in Bamberg schließen. Dies bestätige am Donnerstag (05. März) ein Pressesprecher der Metro gegenüber TVO. Betroffen von der Schließung sind 45 Mitarbeiter. Zudem teilte der Handelskonzern mit, dass deutschlandweit insgesamt sieben Standorte geschlossen werden. Vor zwei Wochen gab die Metro AG den Verkauf der Real Supermarktkette an den Finanzinvestor SCP aus Luxemburg bekannt. Wir berichteten. Weiterlesen
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Berlin: „Bamberger Runde“ bei Wirtschaftsminister Altmaier zu Gast

Eine Delegation aus Bamberg hat am Montag (13. Januar) im Bundeswirtschaftsministerium die gegenwärtige Lage der Automobilzuliefererindustrie mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier und dem zuständigen Staatssekretär Ulrich Nussbaum beraten. Der Delegation gehörten Staatssekretär Thomas Silberhorn (CSU), Landrat Johann Kalb (CSU), Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD), die Bürgermeister von Hirschaid und Hallstadt Klaus Hohmann (CSU) und Thomas Söder (CSU), die Wirtschaftförderer Inge Werb und Stefan Goller sowie die Betriebsratsvorsitzenden Mario Gutmann (Bosch), Josef Morgenroth (Michelin) und Andreas Sänger (Schaeffler) an. Weiterlesen
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Wirtschaft: „Bamberger Runde“ trifft sich mit Minister Altmaier

Nachdem sich Betriebsräte großer Automobilzulieferbetriebe sowie Politiker aus Oberfranken in einem Brandbrief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gewandt hatten, sind die Beteiligten jetzt zu Gesprächen nach Berlin eingeladen worden. Besonders die Region Bamberg ist von der Krise in der Automobilindustrie betroffen. Hier arbeiten rund 20.000 Beschäftigte in Zuliefererbetrieben. Während Brose und Schaeffler Stellen streichen wollen, hat Michelin sogar die Werksschließung in Hallstadt angekündigt. Weiterlesen
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