Tag Archiv: Wunsidel

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Wunsiedel ist bunt: Für Demokratie und gegen Rechtsextremismus

UPDATE (21:35 Uhr):

In vielfältiger Weise brachten am Samstag mehrere hundert Menschen in der Innenstadt von Wunsiedel ihren demokratischen Widerstand gegeneinen Aufmarsch von Rechts zum Ausdruck. Das Netzwerk „Wunsiedel ist bunt“, Kirchen und ein Gymnasium zeigten ab Nachmittag mit Versammlungen und vielfältigen Darbietungen an verschiedenen Örtlichkeiten in der Innenstadt ihren Protest. An den Versammlungen der Zivilgesellschaft nahmen rund 250 Personen teil. Etwa 25 Personen beteiligten sich an einer von der Organisation „DIE PARTEI“ durchgeführten Versammlung.

Rechte und linke Demonstrationen am Nachmittag

An einer angemeldeten Versammlung der rechten Szene ab dem Nachmittag in einem Wohngebiet beteiligten sich rund 200 Anhänger. In den Nachmittagsstunden begannen zudem Linksautonome mit einer Kundgebung am Bahnhof im Ortsteil Holenbrunn. Anschließend setzten die Teilnehmer die Versammlung in der Innenstadt fort und beendeten sie gegen 18:30 Uhr.

Polizei spricht von einem störungsfreien Ablauf

Dank der starken Polizeipräsenz, durch Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Oberfranken mit Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei und der Bundespolizei, wurde ein störungsfreier Ablauf gewährleistet. Lediglich bei einigen Personen stellten die Beamten die Identitäten fest und mussten Platzverweise aussprechen.

Wunsiedel ist bunt: Friedlicher Protest gegen Rechts

ERSTMELDUNG (18:57 Uhr):

Der Kampf gegen die Aufmärsche von Neonazis ist in Wunsiedel bereits seit Jahrzehnten im Gange. Jahr für Jahr zeigen Bürgerinnen und Bürger der Stadt dagegen Flagge, plädieren für „Bunt statt Braun“. Auch am heutigen Samstag (16. November) setzt die Stadt mit einem großen und umfangreichen Programm ein friedliches Signal gegen Rechts .

Friedlicher Protest gegen Rechts auf dem Marktplatz

Die Gegendemonstration gegen den rechten Aufmarsch von circa 150 Personen findet unter dem Leitgedanken „Suche Frieden und jage ihm nach“ statt. Das Netzwerk Wunsiedel lud hierbei am Samstag zuerst zu einem Friedensgebet in die Friedhofskirche ein.

Veranstaltungen auf dem Marktplatz

Anschließend führte von dort ein gemeinsamer Zug zum Marktplatz von Wunsiedel. Vor Ort findet die Nacht der Toleranz mit mehreren Kulturevents gegen Rechts statt. Die Veranstaltungen stehen unter dem Motto "Frieden, Demokratie und Tolerenz". Unterstützung erhält das Netzwerk Wunsiedel von Lehrern und Schülern des örtlichen Luisenburg Gymansiums.

Polizei trennt linke und rechte Demonstranten

Die Polizei ist mit vielen Einsatzkräften über den Tag vor Ort, um Ausschreitungen zu verhindern. Neben dem Marsch der Mitglieder und Sympathisanten der rechtsextremen Partei Der III. Weg durch den Norden der Stadt, marschierte auch die Antifa durch Wunsiedel. Die Polizei trennte beide Lager und legte einen Abstand von gut zwei Kilometern zwischen die Gruppen. Über Ausschreitungen in Wunsiedel war bis zum Abend nichts bekannt.

 
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Wunsiedel: 33-Jähriger wird gegenüber Richter & Polizei gewalttätig

Die Vollstreckungsbeamten in Wunsiedel und Marktredwitz mussten sich ab dem Nachmittag des gestrigen Montags (4. Juni) mit einem 33-jährigen Mann beschäftigen, der im betrunkenen Zustand aggressiv auftrat, beleidigte, randalierte und sich gewaltsam zur Wehr setzte. Dieses Verhalten brachte ihn schließlich in nicht nur eine Arrestzelle.

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Oberfranken: TenneT nennt Details zum möglichen Stromtrassenverlauf

Hof/Wunsiedel/Bayreuth: Wohin kommt die Stromtrasse?
(Aktuell-Beitrag vom 27.09.)

Der Stromnetzbetreiber TenneT startet einen neuen Anlauf in Sachen Gleichstromtrasse. Das Unternehmen und sein Projektpartner 50Hertz stellen die Pläne zum Verlauf der Stromautobahn „SüdOstLink“ von Wolmirstedt bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt) nach Landshut (Niederbayern) vor. Die Zuständigkeit für den nördlichen Teil von Wolmirstedt bis zur bayerischen Landesgrenze übernimmt 50Hertz, während TenneT den südlichen Teil in Bayern verantwortet. Diese Trasse würde auch durch Oberfranken verlaufen. Betroffen wären somit die Landkreise Hof, Bayreuth und Wunsiedel.

Entwurf Erdkabel-Korridor-Netz durch die Landkreise HO, BT, WU (Quelle: TenneT)

 

Primäre Verbindung zwischen Wolmirstedt und Landhut als Erdkabel

Die Neuplanung wurde notwendig, da es Ende 2015 Änderungen beim Bundesbedarfsplangesetz gab. TennetT will nun vorab die Öffentlichkeit in dieser frühen Phase der Planungen informieren, auch, weil es vor allem in Oberfranken zuletzt einen massiven Bürgerprotest gegen neue Stromtrassen gab. So stellen die beiden Projektpartner 50Hertz und TenneT in dieser Woche die ersten Vorschläge für Varianten der SüsOstLink-Trasse vor. Diese Stromverbindung soll vorrangig als Erdkabel verlegt werden.

(Die topografische Karte zeigt das entwickelte Erdkabel-Korridor-Netz für ganz Bayern. Zur räumlichen Orientierung ist das Netz in sogenannte Erdkabel-Korridorsegmente aufgeteilt, die die einzelnen Korridorabschnitte zwischen zwei Schnittstellen beziffern. Dargestellt durch die grauen Linien sind erste Vorschläge möglicher Erdkabel-Korridor-Verläufe, die jeweils 1.000 Meter breit sind, innerhalb derer zukünftig die Erdkabelleitung verlaufen könnte. Zusätzlich zeigt die Karte zur Orientierung die Varianten des Ostbayernrings aus dem Raumordnungsverfahren. / Quelle: TenneT)

Information der Bevölkerung der betroffenen Gebiete

Das förmliche Verfahren zu diesem Gleichstromvorhaben soll erst im Frühjahr 2017 beginnen. Die Korridorvarianten sind ein zentraler Bestandteil des Genehmigungsantrages auf Bundesfachplanung, denn beide Unternehmen im kommenden Jahr bei der Bundesnetzagentur einreichen wollen. Bis dahin will man die Öffentlichkeit entlang der möglichen Routen informieren und mit ihr die Gründe des Vorhabens diskutieren. Nach Gesprächen im Sommer mit Politik, Verwaltungen und Behörden will man zwischen Oktober und November die Bürgerinnen und Bürger von insgesamt 23 Städten besuchen. Hier sollen die jeweils ein Kilometer breiten Trassenkorridor-Alternativen vorgestellt werden.

(Die Karte stellt das erste Ergebnis der Analyse der Gutachter dar, den strukturierten Untersuchungsraum. Basierend auf der vorangegangenen Analyse eignet sich dieser Raum für die nun folgende Suche nach möglichen Erdkabel-Korridoren. In diesem Raum werden im nächsten Schritt verschiedene Alternativen für Erdkabel-Korridore entwickelt. BLAUE LINIE: Sie kennzeichnet die fachplanerische Abgrenzung des strukturierten Untersuchungsraums. Zudem wurde untersucht, ob sich großräumige Bündelungsoptionen aufdrängen, die zu einer Verschiebung der Grenzen des strukturierten Untersuchungsraums führen. In Bereichen, in denen sich ein erhöhter technischer Aufwand abzeichnet (insbesondere bei der Querung großer Fließgewässer), wurde geprüft, ob ausreichend Querungsstellen möglich sind. / Quelle: TenneT)

Stimmen aus der Politik
Nach Vorstellung der möglichen Gleichstromtrassen-Korridore durch Tennet erklärt der Hofer CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hans-Peter Friedrich: Die Gleichstromtrasse, die von Thüringen durch Nord- und Ostbayern nach Landshut gebaut wird, wird zu 100-Prozent erdverkabelt. Statt Monstertras-sen, die das Landschaftsbild verunstalten, werden die Gleichstromkabel im Boden verschwinden. Dies ist die erste gute Meldung, die Tennet gestern den Bundestagsabgeordneten aus Ostbayern überbrachte. Wo die Trassen genau verlaufen, wird in den nächsten Jahren im Rahmen eines Raumordnungsverfahrens und später eines Planfeststellungsverfahrens entschieden. Schon heute fordern wir, mit der Erdverkabelung das modernste und leistungsfähigste Glasfasernetz Europas zu kombinieren. Für die Bürger und Gewerbebetriebe in der Nähe der Trassen muss es einen 10-Gigabit Anschluss frei Haus geben. Auf diese Weise könnten entlang der Gleichstromtrasse optimale Bedingungen für die Entwicklung neuer attraktiver Gewerbegebiete entstehen. Aus der ungeliebten Gleichstromtrasse könnte durch Kombination mit der Digital-Autobahn eine leistungsfähige Entwicklungsachse für die Zukunft werden.
© Luiseburg-Festspiele / Florian Miedl

Luisenburg Wunsiedel: Intendant Lerchenberg hört früher auf

Der Intendant der Luisenburg-Festspiele, Michael Lerchenberg, gab Mitte Juni 2016 bekannt, seinen Posten in zwei Jahren räumen zu wollen. Lerchenberg wäre dann 65 Jahre. Auf einer Pressekonferenz am Montagvormittag (8. August) gab der Schauspieler und Regisseur bekannt, noch früher aus dem Amt scheiden zu wollen, nämlich schon im Herbst 2017!

Kritik an der lokalen Politik

Michael Lerchenberg, der die Leitung der Festspiele seit mehr als einem Jahrzehnt inne hat, begründete dies mit der fehlenden Unterstützung seitens der heimischen Politik. Während Lerchenberg, der auch in zahlreichen Stücken als Schauspieler selbst auf der Bühne stand, unter anderem Wunsiedeler Stadträte angriff, bedankte er sich ausdrücklich bei Bürgermeister Karl-Willi Beck, der Stadtregierung in München und der Regierung von Oberfranken für die geleistete Arbeit. Ohne diese, so Lerchenberg, wurde es die Luisenburg-Festspiele schon lange nicht mehr geben. Wer Nachfolger von Lerchenberg wird, ist unterdessen noch offen.

Aktuell-Bericht vom Montag (8. August)
© Privat

Hof / Wunsiedel: Aufregung um Sichtung von vermeintlichen Wölfen

In den letzten Tagen sorgten zwei angebliche Wölfe, die von Verkehrsteilnehmern gesichtet wurden, für Aufregung. Wie die Polizei am Donnerstagnachmittag (28. Juli) mitteilte, handelt es sich nach der Auswertung von Fotoaufnahmen durch Experten bei den Tieren nicht um Wölfe, sondern um eine Hunderasse, die diesen sehr ähnlich sieht.

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© Polizeipräsidium Oberfranken

Auf dem Radar – Der TVO-Blitzdienst für die 25. Woche

Die überhöhte Geschwindigkeit stellt nach wie vor eine der Hauptunfallursachen dar. Die Polizei Oberfranken und TVO wollen das Geschwindigkeitsverhalten der Kraftfahrer präventiv positiv beeinflussen. Deshalb werden unter tvo.de wöchentlich mehrere Kontrollpunkte der Polizei veröffentlicht*.

Kontrollen im Raum Bamberg / Forchheim
  • Montag (20.06.): Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet Forchheim
  • Mittwoch (22.06.): Geschwindigkeitskontrollen auf der Staatsstraße 2260 zwischen Röbersdorf & Hirschaid
  • Donnerstag (23.06.): Geschwindigkeitskontrollen auf der A73 zwischen Breitengüßbach & Bamberg
Kontrollen im Raum Bayreuth / Kulmbach
  • Montag (20.06.): Geschwindigkeitskontrollen auf der A9 im Baustellenbereich
  • Dienstag (21.06.): Abstandskontrollen auf der A9 zwischen Gefrees und Hormersdorf
  • Donnerstag (23.06.): Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet Bayreuth
Kontrollen im Bereich von Coburg / Kronach / Lichtenfels
  • Montag (20.06.): Geschwindigkeitskontrollen auf der B173 zwischen Kronach und Schwarzenbach
  • Dienstag (21.06.): Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet Coburg
  • Mittwoch (22.06.): Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet Coburg
  • Donnerstag (23.06.): Geschwindigkeitskontrollen auf der B173 im Bereich A73 - Zettlitz
Kontrollen im Bereich Hof / Wunsiedel
  • Montag (20.06.): Geschwindigkeitskontrollen auf der B303 zwischen Schirnding & Bischofsgrün
  • Dienstag (21.06.): Geschwindigkeitskontrollen auf der B15 zwischen Hof & Volkmarsgrün
  • Dienstag (21.06.): Geschwindigkeitskontrollen zwischen Hof und Selbitz
  • Mittwoch (22.06.): Geschwindigkeitskontrollen in Arzberg
  • Mittwoch (22.06.): Geschwindigkeitskontrollen zwischen Hof & Naila
  • Donnerstag (23.06.): Geschwindigkeitskontrollen auf der Staatsstraße 2192 zwischen Hof & Regnitzlosau
  • Donnerstag (23.06.): Geschwindigkeitskontrollen zwischen Münchberg & Helmbrechts
  • Freitag (24.06.): Alkohol- und Drogenkontrollen in Bad Steben & Geroldsgrün
  • Freitag (24.06.): Lkw-Kontrollen auf den hochfränkischen Autobahnen
  • Samstag (25.06.): Alkohol- und Drogenkontrollen im Großraum Selb
  • Samstag (25.06.): Geschwindigkeitskontrollen zwischen Rehau & Asch

 

FAHRT VORSICHTIG UND KOMMT SICHER ANS ZIEL!!!

 

*Die Messstellen werden weder in der Örtlichkeit genau bestimmt, noch sind es die gesamten Kontrollmaßnahmen der oberfränkischen Polizei an dem jeweiligen Tag!

Oberfranken: Würfel in Wahlkreisdebatte gefallen?

Bei der Reform der oberfränkischen Bundeswahlkreise scheinen die Würfel gefallen zu sein. Alternativen oder Proteste der jeweiligen Bundestagsabgeordneten gegen das aktuelle Vorhaben der Bundeswahlkreis-Kommission zeichnen sich derzeit nicht ab.

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© Polizeipräsidium Oberfranken

Wunsiedel: Vermeintlicher Raub war frei erfunden

Die Hofer Kripo klärte jetzt einen vermeintlichen Raubüberfall am Neujahrstag in Wunsiedel auf. Wie sich herausstellte, war der Vorfall frei erfunden! Ein 35-jähriger Sicherheitsbediensteter gab an, er sei am Neujahrsabend im Ortsteil Holenbrunn von zwei Unbekannten überfallen worden.

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© FFW Höchstädt

A93 / Höchstädt (Lkr. Wunsiedel): Porsche GT3 an Leitplanke zerschellt

Am späten Montagnachmittag (22. Juni) verunfallte auf der Autobahn A93 bei Höchstädt (Landkreis Wunsiedel) ein Porsche-Fahrer auf nasser Fahrbahn. Der Mann war zu schnell in Richtung Regensburg unterwegs. Nachdem er gegen die Mittelschutzplanke prallte, flogen Fahrzeugteile auf die Gegenfahrbahn.

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Landkreis Wunsiedel: Weniger Interesse an „Altkennzeichen“

Im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge haben die Bürger seit gut einem Monat die Möglichkeit ihre Fahrzeuge auf ein so genanntes „Altkennzeichen“ umzumelden. Allerdings nimmt die Nachfrage langsam ab. Das teilt das Landratsamt Wunsiedel mit. Bislang nutzten rund 1.900 Leute dieses Angebot und ließen ihre Wagen mit solch einem Kennzeichen versehen.  Knapp 870 Marktredwitzer, gut 970 Selber und etwa 60 Rehauer Kennzeichen sind derzeit im Landkreis gemeldet.