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Themenseite: Bamberg – Vergewaltigungsprozess gegen Ex-Chefarzt der Chirurgie

Prozess am Landgericht Bamberg gegen den Ex-Chefarzt der Gefäß-Chirurgie am Klinikum Bamberg

 

Es ist ein Fall, der bundesweit für Aufsehen sorgt. Ein Mediziner soll sich an Teilnehmerinnen einer Studie vergehen, während diese unter Einfluss von Medikamenten stehen. Konkret geht es um Heinz W., den ehemaligen Chefarzt des Gefäßzentrums am Klinikum in Bamberg. Er soll sich an insgesamt 13 Frauen vergangen und seine Taten auf Bildern und Videos festgehalten haben.

Mittwoch (26. Oktober, 20:00 Uhr): Revision eingelegt
Der Chefarzt-Prozess geht in die Verlängerung. Die Anwälte von Heinz W. und auch die Staatsanwaltschaft legten Revision ein. Nachdem den Parteien die Urteilsbegründung vorliegt, wird die Revision weiterverfolgt. Dann muss der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entscheiden.

Montag (17. Oktober, 18:20 Uhr): Gefängnisstrafe für Heinz W.
Sieben Jahre und neun Monate: So lautete am Montagmittag (17. Oktober) das Urteil im längsten Prozess der Bamberger Justizgeschichte, dem sogenannten Chefarztprozess. Der ehemalige Chefarzt der Bamberger Gefäßchirurgie, Heinz W., hat sich laut dem Landgericht Bamberg unter anderem in sechs Fällen der schweren Vergewaltigung schuldig gemacht. Er habe Frauen betäubt, sich an ihnen vergangen und das Geschehen auf Video und Bilder festgehalten. So sahen es die Richter. Damit bleibt Heinz W. im Gefängnis. Seit August 2014 sitzt bereits in Untersuchungshaft. Die Taktik seiner Verteidigung, sein Handeln medizinisch zu begründen und am Ende eine geringe Strafe oder sogar einen Freispruch zu erwirken, ist für das Erste gescheitert. Andreas Heuberger berichtet aus dem Bamberger Landgericht.

 

Montag (17. Oktober, 12:10 Uhr): Urteil im Chefarztprozess

+++ EILMELDUNG +++ Am Montagmittag verkündete das Landgericht das Urteil im Chefarztprozess. Demnach muss Heinz W., der Ex-Chefarzt der Gefäß-Chirurgie am Bamberger Klinikum, aufgrund der schweren Vergewaltigung in sechs Fällen für sieben Jahre und neun Monate in das Gefängnis. Zudem verhängte das Gericht ein Berufsverbot von fünf Jahren. Mehr zu dem Urteil am Montagabend ab 18:00 Uhr in Oberfranken Aktuell!

 

Mittwoch (05. Oktober, 18:45 Uhr): Verteidigung plädiert auf Bewährungsstrafe

Unser Aktuell-Bericht zu den heutigen Plädoyers der Anwälte von Heinz W. Andreas Heuberger berichtet aus Bamberg.

 

Mittwoch (05. Oktober, 11:10 Uhr): Plädoyers der Verteidigung am 70. Verhandlungstag

Am heutigen 70. Verhandlungstag hält die Verteidigung ihre Plädoyers. Verteidiger Klaus Bernsmann fordert für seinen Mandanten Heinz W. eine Bewährungsstrafe, somit maximal 2 Jahre. Eine „Sexualbezogenheit“ kann Bernsmann in dem Geschehenen nicht erkennen. Selbst wenn, läge seiner Meinung nach ein minder schwerer Fall vor, der Strafrahmen bewege sich dann zwischen sechs Monaten und fünf Jahren. In seinen Ausführungen gab Bernsmann zu bedenken, dass der Strafzweck die Resozialisierung des Täters sei, nicht dessen „Vernichtung“. Schließlich habe Heinz W. in den letzten beiden Jahren alles verloren, was er sich erarbeitet habe, also seine berufliche und soziale Existenz. Einen Seitenhieb gab es in Richtung der Staatsanwaltschaft, deren Pressemitteilung zu Beginn der Ermittlungen verglich Bernsmann mit einer Vorverurteilung. Seine Kollegin Katharina Rausch schloss sich Bernsmann an.

 

Mittwoch (28. September, 18:45 Uhr): Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Nebenklage

Unser Aktuell-Bericht zu den heutigen Plädoyers. TVO-Reporter Andreas Heuberger berichtet aus Bamberg…

 

Mittwoch (28. September, 14:25 Uhr): Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Nebenklage

Im längsten Gerichtsprozess der Bamberger Justizgeschichte gibt es am heutigen Mittwoch die Plädoyers. Den Anfang am 69. Prozesstag machte die Staatsanwaltschaft. Sie fordert für Heinz W. eine Haftstrafe von 15 Jahren, unter anderem wegen schwerer Vergewaltigung in zehn Fällen. Die Staatsanwaltschaft sieht es als erwiesen an, dass W. eine „sexuelle Motivation“ bei den Vorfällen gehabt hat. Die Höhe der geforderten Strafe begründete die Anklage zum einen mit der Indizienkette sowie damit, dass der Ex-Chefarzt kein voll-umfängliches Geständnis ablegte. Das Plädoyer der Nebenklage findet am Nachmittag statt. Die Verteidigung plädiert dann am 5. Oktober.

Dienstag (27. September, 19:01 Uhr): Plädoyers bereits für den Mittwoch geplant

Im Chefarzt-Prozess könnte bald das Urteil gesprochen werden. Laut Auskunft des Oberlandesgerichts Bamberg gegenüber TVO ist am Mittwoch das Ende der Beweisaufnahme geplant, genauso wie die Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage. Dies soll jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Am 5. Oktober 2016 werden die Schlussworte der Verteidigung erwartet, ebenfalls nicht-öffentlich. Der letzte Verhandlungstag ist für den 12. Oktober anberaumt. Damit wäre der Mammutprozess, der im April 2015 begann, nach 70 Verhandlungstagen zu Ende.     

Mittwoch (21. September, 14:05 Uhr): Prozess kurz vor dem Ende?

Im Chefarzt-Prozess hat das Landgericht Bamberg am Mittwochvormittag zehn Beweisanträge der Verteidigung abgelehnt. Weitere vier stehen noch aus. Über sie entscheidet das Gericht am kommenden Dienstag (27. September), dem insgesamt 67. Verhandlungstag. Sollten auch diese Anträge abgelehnt werden, ist ein Ende der Beweisaufnahme in Sicht. Danach würden die Plädoyers und das Urteil anstehen. Je nach der Entscheidung des Gerichts könnte der Mammut-Prozess, der im April letzten Jahres gestartet ist, damit in Kürze ein Ende finden.

 

Dienstag (06. September, 18:10 Uhr): Prozess geht womöglich in die Verlängerung

Der Prozess gegen den ehemaligen Chefarzt am Klinikum Bamberg, Heinz W., wird möglicherweise in die Verlängerung gehen. Ursache hierfür könnten etliche neue Beweisanträge seiner Verteidigung sein.

 


Mittwoch (15. Juni, 14:59 Uhr): Medizinischer Sachverständiger sagt aus!

Tag 55 im „Chefarztprozess“ am Landgericht Bamberg. Seit über einem Jahr wird gegen Heinz W. (50) verhandelt: Dem ehemaligen Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Bamberg werden Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und schwere Körperverletzung vorgeworfen. Heinz W. soll Patientinnen unter Vorwand betäubt und willenlos gemacht haben, um anschließend Aufnahmen ihres Genitalbereichs anzufertigen und sich an ihnen zu vergehen.

Völliger Unsinn, sagen die Verteidigung und der Angeklagte selbst. W. will selbst nur neue Behandlungsmethoden erprobt haben. Ob diese Aussage aber aus medizinischer Sicht einen Sinn ergibt, dies sollte am heutigen Tag (15. Juni) ein Sachverständiger klären.

 

 

Konkret wird es noch vier Prozesstage geben:

  • 28. Juni
  • 29. Juni
  • 05. Juli
  • 06. Juli

Ob dann aber wirklich ein Urteil fällt, ist noch unklar.

Dienstag (12. April, 16:03 Uhr): 50. Verhandlungstag fällt aus!

Eigentlich sollte am heutigen Dienstag der 50. Verhandlungstag im Prozess gegen den ehemaligen Chefarzt der Bamberger Gefäßchirurgie stattfinden. Die Verhandlung am Landgericht Bamberg konnte allerdings nicht stattfinden. „Wegen eines Vorfalls in der JVA Bamberg“, so die offizielle Aussage. Offenbar ist Heinz W. im Gefängnis von Mitgefangenen verprügelt worden. Ein Amtsarzt bestätigte, dass W. nicht verhandlungsfähig sei. Dadurch konnten zwei Sachverständige nicht gehört werden. Auch der Verhandlungstag am morgigen Mittwoch fällt aus. Dies steht jetzt schon fest. So soll es denn am 26. April weitergehen.

Donnerstag (07. April, 14:52 Uhr): Ein Jahr Chefarzt-Prozess

Vor genau einem Jahr, am 7. April 2015, begann vor dem Landgericht Bamberg der Prozess gegen Heinz W.  – den ehemaligen Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Bamberg.

Ihm wird vorgeworfen, eine Reihe von jungen Patientinnen mit einem Narkosemittel willenlos gemacht zu haben, um sich dann an ihnen zu vergehen und das Ganze auf Video festzuhalten. Dies unter dem Vorwand, ihnen ein Kontrastmittel für eine Ultraschalluntersuchung zu injizieren. Heinz W. bestreitet die Vorwürfe vehement. Er behauptet, lediglich neue Behandlungsmethoden für Becken-Venen-Thrombosen getestet zu haben. Eine Flut von Befangenheitsanträgen durch seine Verteidiger hatte den Prozess immer wieder verzögert.

Auch jetzt, nach einem Jahr, fast 100 Zeugenaussagen und der Anhörung zahlreicher Sachverständiger, ist noch immer kein Urteil in Sicht. Bis Juni sind im Moment noch Verhandlungstermine angesetzt. Ob sie ausreichen werden, erscheint mehr als fraglich.

Dienstag (12. Januar, 19:05 Uhr): Weiter Grabenkämpfe im Chefarzt-Prozess

Der Chefarztprozess vor dem Landgericht Bamberg ging am Dienstag in die nächste Runde. Heute wurde unter anderem ein Gutachter gehört, der sich zu den Blutproben der 27-Jährigen äußerte. Bis März 2016 sind in für umfangreichen Indizien-Prozess noch weitere elf Verhandlungstage angesetzt. Man geht allerdings davon aus, dass sich die Verhandlung noch länger hinzieht.  

Dienstag (03. November, 17:20 Uhr): Weiter Grabenkämpfe im Chefarzt-Prozess

Über ein halbes Jahr läuft am Landgericht Bamberg bereits der so genannte Chefarzt-Prozess. Angeklagt ist der ehemalige Leiter der Gefäßchirurgie am Bamberger Klinikum. Er soll Patientinnen unter einem Vorwand betäubt und dann Fotos von ihrem Intimbereich angefertigt haben – teils auch unter Verwendung von Sexspielzeug. Betäubt habe er nicht und die Untersuchungen waren zu rein medizinischen Zwecken gedacht, für eine Studie, sagt Heinz W. selbst. Die Staatsanwaltschaft dagegen beschuldigt ihn unter anderem der Vergewaltigung. Und bei diesen Positionen bleiben beide Seiten auch – heute schon zum 30. Mal.

 

Dienstag (03. November, 13:05 Uhr): 30. Prozesstag am Landgericht

Am Dienstag findet am Landgericht Bamberg der 30. Prozesstag gegen Heinz W. statt. Am letzten Verhandlungstag räumte W. in einem Fall ein, die 18-jährige patentochter seiner Ehefrau betrunken gemacht zu haben. Danach habe er sexuelle Handlungen an ihr durchgeführt und dies mit einer versteckten Kamera gefilmt. Am heutigen Tag kommen im Gericht fünf zeugen zu Wort. Die ehemaligen Mitarbeiter von W. sollen Auskunft geben über den Klinikalltag in der Gefäßchirurgie. Mehr ab 18:00 Uhr in Oberfranken Aktuell.

 

Mittwoch (14. Oktober, 15:58 Uhr): 27. Prozesstag am Landgericht

Am Mittwoch fand der 27. Prozesstag gegen den ehemaligen Bamberger Chefarzt der Gefäßchirurgie, Heinz W., statt. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit trat heute erneut eine Nebenklägerin in den Zeugenstand. Wie bekannt wurde, belastete die heute 23-jährige den Angeklagten schwer. Heinz W. habe sie im Juli 2010 gebeten, an einer Studie für Krampfadern teilzunehmen. Die Frau war damals Auszubildende am Klinikum Bamberg. Für die Untersuchung habe ihr der Mediziner angeblich ein Kontrastmittel gespritzt. Im Anschluss sei sie wie gelähmt gewesen. Die junge Frau konnte sich an Einzelheiten erinnern. An was genau, dazu wollte sich ein Gerichtssprecher aber nicht äußern.

Nur so viel: Die Art der Behandlung hat die junge Frau offenbar so mitgenommen, dass es danach Diskussionen im Familienkreis um das weitere Vorgehen gab. Unter anderem wurden eine Frauenärztin und ein Anwalt kontaktiert – zunächst ohne Folgen. Erst mit Bekanntwerden der Ermittlungen gegen Heinz W. im Sommer 2014 – also vier Jahre nach dem Vorfall – ging die ehemalige Auszubildende zur Polizei. Die Verhandlung am Landgericht Bamberg wird am nächsten Dienstag (20. September) fortgesetzt.

 

Dienstag (13. Oktober, 18:45 Uhr): Prozess gegen Heinz W. fortgesetzt

Nach knapp zwei Wochen ist der Prozess gegen den ehemaligen Bamberger Chefarzt Heinz W. fortgesetzt worden. Zuletzt musste die Verhandlung ausgesetzt werden. Heinz W. war krank. Zurzeit werden mutmaßliche Opfer des Mediziners und ihre Angehörigen im Zeugenstand angehört. Oft unter Ausschluss der Öffentlichkeit, um die Persönlichkeitsrechte der Frauen zu wahren. Aus dem Gerichtssaal war aber zu erfahren, dass zuletzt zwei frühere Patientinnen angegeben haben, dass sie nach einer Behandlung bei Heinz W. Erinnerungslücken hatten. Wie berichtet soll der Mediziner insgesamt 12 Frauen u.a. sediert und sexuell missbraucht haben. Der Prozess am Landgericht Bamberg geht am Mittwoch (14. Oktober) weiter.

 

Dienstag (22. September, 18:45 Uhr): Oberstaatsanwalt im Zeugenstand

 

Jürgen Scholl, Vertreter der Nebenklage, zieht sein Fazit für die jüngsten beiden Prozesstage. Seine Mandantin, eine Medizinstudentin, musste am Montag aussagen, sie gilt als Hauptzeugin im Prozess.

 

Am Montag kommt es zu einem besonderen Moment im Prozess: bei der Begutachtung von Beweismitteln trennen Heinz W. und die Medizinstudentin teils nur ein halber Meter. Jürgen Scholl bewertet diesen Moment:

 

 

Montag (21. September / 18:05 Uhr): 27-jährige Medizinstudentin sagt aus

Es ist der mittlerweile 20. Tag im Prozess gegen den ehemaligen Bamberger Chefarzt der Gefäßchirurgie Heinz W. Am heutigen Montag (21. September) nahm im Zeugenstand eine 27-jährige Medizinstudentin Platz. Sie war es, die mit ihrer Anzeige den Fall vor mehr als einem Jahr ins Rollen brachte.

Der Mediziner soll sie mit dem Mittel Midazolam sediert, sich an ihr vergangen und diesen Vorfall auf Fotos und einem Video festgehalten haben. Heinz W. behauptet, alles sei medizinisch erklärbar, so wie in elf ähnlich gearteten Fällen auch, wegen denen sich der Mediziner ebenfalls vor dem Landgericht Bamberg verantworten muss.

Bereits am Dienstag wird der Prozess fortgesetzt. Dann soll unter anderem der ehemalige Leiter der Staatsanwaltschaft Bamberg, Bardo Backert, im Zeugenstand erscheinen. Dann geht es um die Mitteilungen der Staatsanwaltschaft an die Presse und ihren Einfluss auf den Fall.

 

Montag (07. September / 19:19 Uhr): Ereignisse in der Forchheimer Notaufnahme rücken an Tag 19 in den Fokus

Die Sommerpause im Vergewaltigungs- und Missbrauchsprozess um Heinz W., den ehemaligen Bamberger Chefarzt der Gefäßchirurgie, ist vorbei. Zu der fast vierwöchigen Pause kam es unter anderem auch, da der Mediziner erkrankte.

Am heutigen 19. Verhandlungstag stand der 28. Juli 2014 im Interesse des Gerichts. An diesem Tag ließ sich eine junge Medizinstudentin Blut abnehmen. Die Blutentnahme erfolgte auf einem Autobahnparkplatz durch den Vater der jungen Frau. In einem Krankenhaus wurde sie zuvor zurückgewiesen.

Der Verdacht steht im Raum, dass Heinz W. sie sedierte und danach sexuell missbraucht haben könnte. Tatsächlich fand sich im Blut der jungen Frau später das Betäubungsmittel Midazolam. Es folgten die Anzeige und die Festnahme des Mediziners.

 

Hier ein ausführliches Statement von Nebenklagevertreter Jürgen Scholl.

 

 

In einem Gedächtnisprotokoll der Notaufnahmeärztin findet sich offenbar eine Passage zum Ort, an dem die Medizinstudentin ihr Blut abnehmen ließ. Es ist von „einem Krankenhaus in Coburg“ die Rede. Nicht das erste Mal, dass es deswegen Ungereimtheiten gibt. Aus Sicht von Jürgen Scholl keine große Sache.

 

 

Am nächsten Prozesstag könnte die Mandantin von Jürgen Scholl – jene Medizinstudentin, die mit ihrer Anzeige den „Fall Heinz W.“ ins Rollen brachte – in den Zeugenstand treten. Der Anwalt wagt einen Ausblick.

 


Montag (11. August / 11:50 Uhr): Heinz W. erkrankt – Prozess vertagt

Der Prozess gegen den ehemaligen Chefarzt am Bamberger Klinikum, Heinz W., muss vorübergehenden unterbrochen werden. Der Grund: Der Angeklagte ist krank. Wie ein Gerichtssprecher mitteilte, müssten daher die geplanten Prozesstage am Dienstag und am Mittwoch entfallen. Eigentlich hätten Personen aus dem beruflichen Umfeld von Heinz W. befragt werden sollen. An den beiden Tagen sollte es um die Frage gehen, ab wann eine Studie im Klinikum Bamberg von Ärzten angemeldet werden muss. Heinz W. hatte angegeben, seine Untersuchungen zur Beckenvenenthrombose im vergangenen Jahr seien eine Vorstudie gewesen. Bei einem Termin soll er eine Medizinstudentin sediert und sexuell missbraucht haben. Insgesamt werden ihm 12 Fälle von Vergewaltigung, Körperverletzung und von anderen Vergehen vorgeworfen. Der Prozess soll am 7. September am Landgericht Bamberg fortgesetzt werden.

 

Montag (10. August / 14:01 Uhr): Tag 18 – Anwalt von W. plant Strafanzeige wegen angeblicher Falschaussage

Der Anwalt von Heinz W. hat eine Strafanzeige wegen Falschaussage gegen den Vater der Medizinstudentin angedroht, die den Prozess ins Rollen brachte. Der Verteidiger von W. will dem Vater aber noch die Möglichkeit geben, seine Aussage vor Gericht zu korrigieren. Am Vormittag sagte zudem ein weiterer Kripobeamter aus. Hierbei ging es um die Frage, ob die Frauen durch die Vernehmung traumatisiert wurden. Gegen den Sachverständigen Dieter Patzelt erhob die Verteidigung zudem einen erneuten Befangenheitsantrag.

 

Montag (03. August / 17:50 Uhr): Antrag einmal mehr abgelehnt

Die Verteidigung Heinz W. ist einmal mehr mit einem Antrag gescheitert, den Haftbefehl gegen ihren Mandanten auszusetzen. Die 2. Große Strafkammer bejaht in ihrer heutigen Begründung den dringenden Tatverdacht gegen den ehemaligen Chefarzt. Daran habe die Erörterung der möglichen Sedierung mit Midazolam am 17. Prozesstag nichts geändert. Außerdem wird auf Gründe verwiesen, mit denen der letzte Haftbefehl am 7. Juli erneuert wurde. Damals hatte es u.a. geheißen, dass Gericht sehe bei Heinz W. die Gefahr einer Flucht. Sein Verteidiger Dieter Widmann hatte dies am 20. Juli im TVO-Interview ausgeschlossen:

 

Montag (27. Juli / 18:22 Uhr): Der Tag der Mediziner am 17. Prozesstag

Eigentlich sollte heute erneut einer der Ermittler der Kripo aussagen. Doch stattdessen wurde es ein Tag der Mediziner. Vor allem die Stellungnahme eines Toxikologen sorgte für Aufsehen. Über den Antrag, Heinz W. aus der Untersuchungshaft zu entlassen, hat das Gericht aber nicht entschieden. Der nächste Prozesstag ist am 10. August.

 

Montag (20. Juli / 18:30 Uhr): Überraschende Fragen am 16. Prozesstag

Es gibt Fragen im Laufe eines Gerichtsverfahrens, die auch einen erfahrenen Richter überraschen können. So wie am heutigen 16. Verhandlungstag gegen den ehemaligen Bamberger Chefarzt Heinz W.. „Wann haben Sie das letzte Mal geweint?“, diese Frage stellt Klaus Bernsmann einem Kripobeamten. Der schaut genauso verdutzt wie der Richter und viele andere Anwesenden. Aber die Frage hat einen Hintergrund. Denn Klaus Bernsmann will über Umwege die Art und Weise, wie mögliche Opfer und Zeuginnen durch die Kripo Bamberg befragt wurden, in Zweifel ziehen. Nur ein Thema heute am Landgericht Bamberg.

 

Freitag (10. Juli / 16:26 Uhr): Heinz W. bleibt in Haft

Im Prozess gegen den ehemaligen Chefarzt des Klinikums Bamberg hat das Landgericht Bamberg den Antrag von Heinz W. auf Außervollzugsetzung des Haftbefehls abgelehnt. Mehr dazu…

 

Dienstag (07. Juli / 18:00 Uhr): Ehemalige Kollegen von Heinz W. im Zeugenstand

Am 15. Prozesstag richtete sich der Blick weg vom Landgericht Bamberg, hin zum Klinkum Bamberg, dem ehemaligen Arbeitsplatz von Heinz W. Im Zeugenstand nahmen ehemalige Kollegen des 49-jährigen Platz, unter anderem auch sein ehemaliger Stellvertreter Dr. Joachim Knetsch. Der Mediziner ist jetzt Leiter der interdisziplinären Notaufnahme am Klinikum Bamberg. Andreas Heuberger berichtet…

 

 

Montag (29. Juni / 18:30 Uhr): Beweisaufnahme startet

Es ist der nächste große Schritt im Prozess um den Bamberger Chefarzt. Am Gericht beginnt heute die Beweisaufnahme. Insgesamt sind dafür sechs Zeugen geladen, allerdings ist keine von den Frauen dabei, an denen sich der Arzt vergangen haben soll. Vornehmlich geht es bei der Zeugenbefragung um den „Erhalt, Verbleib und die Weiterleitung von Unterlagen“ sowie um die vermeintlichen „Ultraschallgeräte“.

 

Montag (23. Juni / 17:30 Uhr): Heinz W. fotografierte auch seine Nichte

Der 13. Prozesstag gegen Heinz W., den ehemaligen Chefarzt am Klinikum Bamberg, war kurz. Bereits 1 ½ Stunden nach Verhandlungsbeginn beenden die Richter am Bamberger Landgericht am Dienstag (23. Juni) die Anhörung des Angeklagten. Pia Ehnes berichtet aus dem Landgericht Bamberg und fasst den kurzen Prozesstag zusammen.

 

Montag (22. Juni / 20:36 Uhr): Heinz W. beharrt auf den „medizinischen Untersuchungen“

Der Prozess gegen den ehemaligen Chefarzt am Bamberger Klinikum, Heinz W., geht weiter. Am Montag (22. Juni) äußerte sich der Gefäßchirurg zu Anklagepunkt 1: dem Vorwurf der Betäubung und des sexuellen Missbrauchs der Medizinstudentin, die mit ihrer Anzeige den Fall überhaupt erst ins Rollen brachte. Heinz W. blieb bei seiner Behauptung, die Untersuchungen und Bilddokumentationen seien nicht sexuell, sondern rein medizinisch motiviert gewesen. Auch am Ende von Prozesstag 12 blieben somit erneut viele Fragen offen.

 

Montag (08. Juni / 15:58 Uhr): Verteidigung will weitere Befangenheitsanträge stellen

Am Montag (08. Juni) fand am Landgericht Bamberg der zehnte Prozesstag gegen den Ex-Chefarzt der Gefäßchirurgie am Bamberger Klinikum, Heinz W., statt. Im Mittelpunkt stand dabei der Befangenheitsantrag, den die Verteidigung des Mediziners am vergangen Dienstag (02. Juni) gestellt hatte.

Mittlerweile haben drei Berufsrichter am Landgericht Bamberg, die mit dem Fall bislang nichts zu tun hatten, entschieden: Die Kammer unter Vorsitz von Ralf Schmidt ist nicht befangen. Weiter HIER…

 

Dienstag (02. Juni / 19:15 Uhr): Befangenheitsantrag gegen Strafkammer abgelehnt

Am Vorwurf hat sich nichts geändert: Heinz W., ehemaliger Chefarzt am Klinikum Bamberg, muss sich wegen mehrerer Fälle der Vergewaltigung, Körperverletzung und anderer Vergehen verantworten. Doch am neunten Verhandlungstag geht es mehr um juristische Kniffe, wie Andreas Heuberger berichtet.

 

Dienstag (02. Juni / 19:05 Uhr): Befangenheitsantrag abgelehnt – Einschätzung der Nebenklage

Die Nebenklage verfolgt den Schlagabtausch zwischen Gericht und Verteidigung aus dem Hintergrund. Martin Reymann-Brauer vertritt sechs mutmaßliche Opfer von Heinz W.

 

Dienstag (02. Juni / 19:02 Uhr): Befangenheitsantrag abgelehnt – Einschätzung der Verteidigung

Am neunten Prozesstag scheitert die Verteidigung von Heinz W. mit einem Ablehnungsantrag gegen einen Sachverständigen. Anwalt Dieter Widmann stellt danach sogar einen Befangenheitsantrag gegen die Strafkammer – im TVO-Interview erläutert die Gründe.

 

Dienstag (02. Juni / 11:02 Uhr): Befangenheitsantrag wird geprüft

Im Fall gegen den ehemaligen Bamberger Chefarzt Heinz W. soll am Dienstagnachmittag (2. Juni) eine wichtige Entscheidung fallen. Die Richter wollen verkünden, ob ein Sachverstädniger befangen ist oder nicht.

Allerdings müssten vor der Entscheidung die Schöffen noch einmal Einblick in das Gutachten erhalten, so der Vorsitzende Richter Ralf Schmidt. Bis 14:00 Uhr ist der neunte Verhandlungstag somit unterbrochen. Zuvor hatte Dieter Widmann, einer der Verteidiger von Heinz W., eine Ergänzung zum Ablehnungsantrag verlesen. Tenor: der Sachverständiger Dieter Patzelt sei kein Gefäßmediziner, seine Kenntnisse reichten nicht aus, um den Fall objektiv zu bewerten. Die Verteidigung erkennt sogar eine „Belastungstendenz“ und eine „Missachtung der Unschuldsvermutung“. Weiter HIER…

 

Dienstag (19. Mai / 19:30 Uhr): Zusammenfassung des achten Prozesstages

Am Vorwurf hat sich nichts geändert: Heinz W., ehemaliger Chefarzt am Klinikum Bamberg, muss sich wegen mehrerer Fälle der Vergewaltigung, Körperverletzung und anderer Vergehen verantworten. Doch am neunten Verhandlungstag geht es mehr um juristische Kniffe, wie Andreas Heuberger berichtet.

 

Dienstag (02. Juni / 18:33 Uhr): Antworten der Verteidigung und der Nebenklage

Am neunten Prozesstag scheitert die Verteidigung von Heinz W. mit einem Ablehnungsantrag gegen einen Sachverständigen. Anwalt Dieter Widmann stellt danach sogar einen Befangenheitsantrag gegen die Strafkammer – im TVO-Interview erläutert die Gründe.

 

Die Nebenklage verfolgt den Schlagabtausch zwischen Gericht und Verteidigung aus dem Hintergrund. Martin Reymann-Brauer vertritt sechs mutmaßliche Opfer von Heinz W.

 

Dienstag (19. Mai / 18:02 Uhr): Zusammenfassung des achten Prozesstages

„Ein Antrag zur Stellungnahme zu einem Antrag“ – so könnte man den achten Prozesstag am Dienstag (19. Mai) im Verfahren gegen den ehemaligen Bamberger Chefarzt der Gefäßchirurgie, Heinz W., zusammenfassen.

Der Sachverständige Dieter Patzelt musste nach dem letzten Termin Stellung zu einem Befangenheitsantrag beziehen. Auf seine Antwort reagierte die Verteidigung von Heinz W. heute mit einem erneuten Antrag. Der Gutachter gehe aus Sicht des Angeklagten nicht von einer so genannten Null-Hypothese aus. Er bewerte die Bilder, die Heinz W von sedierten Frauen gemacht haben soll, nicht mit der Möglichkeit, dass diese einen medizinischen Hintergrund haben könnten. Wegen des erneuten Antrags gab es im Gerichtssaal Diskussionen und mehrere Unterbrechungen. Somit endete der heutige Prozesstag bereits in den Mittagsstunden. Am Donnerstag (21. Mai) wird der Prozess fortgesetzt.

 

Mittwoch (13. Mai / 18:15 Uhr): Zusammenfassung des siebten Prozesstages

Der siebte Tag des Prozesses gegen Heinz W. befasste sich mit dem achten von 13 Einzelvorwürfen…

 

Mittwoch (06. Mai / 18:08 Uhr): Zusammenfassung des sechsten Prozesstages

Auch an diesem Prozesstag vor dem Landgericht Bamberg wurden weitere mutmaßliche Missbrauchsfälle diskutiert. Der ehemalige Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Bamberg, Heinz W., wies auch heute die gegen ihn gestellten Vorwürfe von sich.

 

Dienstag (05. Mai / 17:30 Uhr): Zusammenfassung des fünften Prozesstages

Der angeklagte Heinz W. leugnet bisher im Prozess eine sexuelle Absicht seiner Handlungen. Bisher sprach er von einem rein medizinischen Hintergrund seiner Taten. TVO-Reporter Christoph Röder war am fünften Prozesstag vor Ort und berichtet unter anderem darüber, dass sich dieser Prozess noch über Monate hinziehen könnte.

 

Mittwoch (29. April / 18:01 Uhr): Zusammenfassung des vierten Prozesstages

Am vierten Prozesstag hat sich der ehemalige Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Bamberg konkret zu den Vorwürfen geäußert. Die Staatsanwaltschaft Bamberg wirft dem 49-jährigen Heinz W. vor im Zeitraum von 2008 bis 2014 zwölf Frauen betäubt, sexuell missbraucht und die Taten auf Foto und Video dokumentiert zu haben. Der Mediziner gab gegenüber dem Gericht an, den Frauen zu keiner Zeit wissentlich ein Betäubungsmittel verabreicht zu haben und dementsprechend sicher zu sein dass die Patientinnen bei vollem Bewusstsein waren. Bereits im Vorfeld hatte W. erklärt, den Frauen zu keiner Zeit sexuelle Handlungen zugemutet zu haben. Sollte dennoch der Eindruck entstanden sein, täte ihm das Geschehene sehr leid. Der Angeklagte gab allerdings zu, dass er vorab die Frauen hätte genauer informieren müssen. Die Fotos und Videos seien allein zur medizinischen Zwecken angefertigt worden. Der Prozess wird am Dienstag, den 5. Mai fortgesetzt!

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Dienstag (28. April / 18:50 Uhr): Zusammenfassung des dritten Prozesstages

Man könnte von einem holprigen Beginn des Prozesses gegen Heinz W., den ehemaligen Chefarzt am Bamberger Gefäßzentrum, sprechen. Der erste Tag am Landgericht Bamberg endete vor drei Wochen am Mittag, weil der Angeklagte seine Ausführungen nicht genügend mit seiner Verteidigung abstimmen konnte. Der zweite Tag endete vor zwei Wochen am Mittag, weil der Richter dringende private Dinge zu erledigen hatte. Zwei weitere Termine werden aus anderen Gründen abgesagt. Ob es am heutigen dritten Tag anders lief, dies zeigt Andreas Heuberger in seiner Zusammenfassung des Tages auf.

 

Dienstag (28. April / 18:40 Uhr): Statement von Dieter Widmann, Anwalt der Verteidigung

Am dritten Tag im Prozess gegen Heinz W. referierte der Angeklagte mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation über Thrombosen und andere medizinische Sachverhalte. Mancher Außenstehender, unter anderem im Zuschauerraum, fragte sich, warum. Verteidiger Dieter Widmann mit einer Erklärung…

 

Dienstag (28. April / 18:30 Uhr): Statement von Jürgen Scholl, Anwalt der Nebenklage

Jürgen Scholl, einer der sechs Anwälte der Nebenklage, äußert sich zum Referat des Angeklagten Heinz W. und den Anträgen der Verteidigung. Diese hatte zum Beispiel die Aussagen der Opferzeuginnen bei der Polizei mangels psychologischer Betreuung in Zweifel gezogen.

 

 

Dienstag (28. April / 13:02 Uhr): Dritter Prozesstag gestartet

Der dritte Prozesstag am Landgericht Bamberg begann am Dienstagvormittag mit einer halben Stunde Verspätung. Der angeklagte Heinz W. musste in Vorbereitung einer Präsentation mit Technischen Problemen kämpfen. Die Präsentation wurde umgestellt, dass diese nur zum Teil unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird. Zudem stellte die Verteidigung bei Gericht mehrere Anträge. Unter anderem wird die Vernehmung der mutmaßlichen Opfer in Zweifel gezogen. Diese sollen ohne geschultes Personal stattgefunden haben. Weiterhin soll am heutigen Tag Bardo Backert, der ehemalige Leiter der Staatsanwaltschaft Bamberg aussagen. Dabei geht es um Äußerungen, die er gegenüber der Presse getätigt hat. Mehr zum dritten Prozesstag ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“.

 

Dienstag (14. April / 17:45 Uhr): Statement von Klaus Bernsmann, Professor für Strafprozessrecht

Klaus Bernsmann, renommierter Professor für Strafprozessrecht aus Bochum, gehört zum Verteidiger-Team von Heinz W. Nach dem zweiten Prozesstag bezieht er gegenüber der Presse Stellung.

 

Dienstag (14. April / 17:40 Uhr): Statement von Dieter Widmann, Anwalt der Verteidigung

Dieter Widmann zählt zum dreiköpfigen Verteidigerteam von Heinz W., dem ehemaligen Chefarzt des Gefäßzentrums am Bamberger Klinikum. Nach dem zweiten Verhandlungstag bezieht er gegenüber der Presse Stellung.

 

Dienstag (14. April / 17:35 Uhr): Statement von Jürgen Scholl, Anwalt

Jürgen Scholl vertritt jene Frau, die mit ihrer Anzeige im Sommer 2014 die Ermittlungen gegen Heinz W. ins Rollen brachte. Er zieht ein Fazit zum zweiten Prozesstag gegen den Mediziner.

 

Dienstag (14. April / 17:30 Uhr): Statement von Leander Brößler, Sprecher des OLG Bamberg

Am zweiten Tag im Prozess gegen Heinz W. stellte die Verteidigung einen Antrag. Es geht um eine „zweideutige Bemerkung des Richters“. Gerichtssprecher Leander Brößler erklärt, worum es dabei geht.

 

Dienstag (14. April / 17:25 Uhr): 2. Prozesstag am Landgericht Bamberg

Der Prozess um den Bamberger Arzt, der sich vor Gericht unter anderem wegen Vergewaltigung verantworten muss, geht in die zweite Runde. Heute äußerte sich der Angeklagte aus medizinischer Sicht zu den Vorwürfen. Dabei beteuerte er, dass es sich um Maßnahmen in der Behandlung von Becken-Venen-Thrombosen gehandelt habe. Zudem äußerte er sein Bedauern gegenüber den mutmaßlichen Opfern.

 

Dienstag (7. April / 20:52 Uhr): Statements von Leander Brößler, Sprecher des OLG Bamberg

Zu dem Umstand, dass zwei der mutmaßlichen Opfer zum Zeitpunkt der angeblichen Vorkomnisse erst 17 Jahre alt waren, dies aber in der Anklage keinen Niederschlag findet:

 

 Zum möglichen Strafmaß für den Angeklagten:

 

 

Dienstag (7. April / 20:46 Uhr): Statement von Dieter Widmann, Anwalt von Heinz W.

 

 

Dienstag (7. April / 20:44 Uhr): Statements von Martin Reymann-Brauer und Jürgen Scholl, Vertreter der Nebenklage

 

 

 

Dienstag (7. April / 17:50 Uhr): Bericht über den Prozessauftakt in Bamberg

 

Dienstag (7. April / 9:50 Uhr): Prozessauftakt am Landgericht Bamberg

Mit 45 Minuten Verspätung beginnt am Vormittag gegen 9:50 Uhr der Prozess am Landgericht in Bamberg. Bei der Verlesung der Anklageschrift wurde das ganze Ausmaß dargelegt, das die Staatsanwaltschaft dem Mediziner zur Last legt. Bereits ab 2008 soll sich der heute 49-jährige regelmäßig an Patientinnen des Bamberger Klinikums vergangen haben. Die Frauen im Alter zwischen 17 und 28 Jahren waren wegen Beckenthrombosen oder ähnlicher Probleme zur Behandlung bei Heinz W. Dieser soll ihnen bei Ultraschalluntersuchungen anstelle eines Kontrastmittels das Anästhetikum Midazolam gespritzt haben. Danach kam es laut Anklage zu den sexuellen Handlungen an den Frauen, wobei W. Bild- und Videoaufnahmen angefertigt haben soll.

 

 

Neben den Patientinnen gehören auch zwei Mitarbeiterinnen zu den vermeintlichen Opfern. Sie soll der Mediziner zur Teilnahme an einer angeblichen Studie überredet, sediert und sich dann an ihnen vergangen haben. Eine der Frauen hatte im letzten Jahr nach einem Termin bei Heinz W. ihr Blut untersuchen lassen, in dem laut Staatsanwaltschaft Midazolam nachgewiesen wurde. Danach begannen die Ermittlungen, die mit Festnahme des damaligen Chefarztes am 20. August 2014 bekannt wurden.

In der Anklage wird auch noch ein 13. Fall aufgelistet. Hierbei soll der Mediziner eine 18-jährige zu einem Musicalbesuch eingeladen haben. In einem Hotelzimmer habe er dann sexuelle Handlungen an der zu diesem Zeitpunkt alkoholisierten jungen Frau vorgenommen und diese mit einer Kamera gefilmt, ohne dass das vermeintliche Opfer davon wusste.

 

 

Der Angeklagte Heinz W. macht am ersten Prozesstag Angaben zu seiner Person und zu seinem beruflichen Werdegang. Seine Verteidiger geben eine Erklärung ab, in der sie eine Vorverurteilung ihres Mandanten ankreiden. Sie mahnen dazu, dass auch in diesem Fall die Unschuldsvermutung gelte.

Dem Mediziner drohen eine lange Haftstrafe und ein Berufsverbot. Bislang sind 12 Verhandlungstage angesetzt. 50 Zeugen wurden geladen, dazu kommen sechs Gutachtern, die zu den medizinischen Sachverhalten und zum psychischen Zustand von Heinz W. Auskunft geben werden.

 

Montag (6. April / 17:00 Uhr): Vorbericht zum anstehenden Prozess

Zu den vermeintlichen Opfern von Heinz W. zählen  Mitarbeiterinnen des Krankenhauses, Patientinnen des Mediziners und auch eine Frau aus seinem privaten Umfeld. Alle waren bei den angeblichen Taten 17 bis 28 Jahre alt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Chefarzt unter anderem Vergewaltigung vor. Seine Verteidigung argumentiert bislang, die Vorgehensweise sei medizinisch begründet. Am 7. April startet der Prozess.



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