© Christoph Röder, TVO

Todesschuss von Schönwald: TVO-Themenseite zum Prozess

Die TVO-Themenseite zum Prozess um den Todesschuss von Schönwald (Landkreis Wunsiedel) vom 8. September 2012. Wir berichten vorab über den Prozess und sind zudem bei den drei geplanten Verhandlungstagen im Amtsgericht Wunsiedel mit unserem Reporterteam dabei.

 

Montag (23. Februar / 16:55 Uhr):
Der Prozess gegen den Schönwalder Jäger, der im September 2012 einen 26-Jährigen mit einem Wildschwein verwechselt und erschossen hatte, ist wohl noch nicht vorbei. Wie einer der Nebenkläger-Anwälte gegenüber TVO bestätigt, legte sein Mandant Rechtsmittel gegen das am Donnerstag (19. Februar) gefallene Urteil ein.

 

 

Donnerstag (19. Februar / 18:03 Uhr):
Es ist eines der Urteile, die mit Spannung erwartet wurden. Das Urteil im Prozess um den 54-jährigen Jäger aus Schönwald, der sich am Amtsgericht Wunsiedel verantworten musste, weil er einen Mann in der Dunkelheit offenbar mit einem Wildschein verwechselt und ihn tödlich verletzt hatte. Obwohl Wernfried P. beteuerte, der Schuss hätte sich versehentlich gelöst, geht das Gericht nach eingehender Prüfung nicht davon aus. Am Ende verurteilt das Gericht den 54-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung zu 2 Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro, die der Mann an den Anti-Drogen-Verein Mindzone zahlen muss. Ein Urteil, das in Wunsiedel mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurde.

 

 

Donnerstag (29. Januar / 17:03 Uhr):
Hat Wernfried P. im September 2012 absichtlich den 26-jährigen Rudi Z. erschossen, weil er ihn mit einem Wildschwein verwechselt hat? Die Frage zu klären ist nicht einfach, weil es außer dem Schützen selbst niemanden gibt, der dabei war und Aussagen machen kann. Der Richter muss seine Entscheidung somit anhand von polizeilichen Nachforschungen, Rekonstruktionen und Sachverständigen treffen. Dies ist letztlich auch der Grund dafür, dass der Prozess am Amtsgericht Wunsiedel am heutigen Donnerstag (29. Januar) wider Erwarten nicht zu Ende ging.

 

 

Dienstag (20. Januar / 18:52 Uhr):
Am Dienstagvormittag (20. Januar) um 9:00 Uhr schloss sich die Tür des Verhandlungssaals am Amtsgericht Wunsiedel. Der Prozess gegen den 54-jährigen Jäger Wernfried P. begann. P. soll den 26-jährigen Rudi Z. im September 2012 direkt unter seinem Hochsitz bei Schönwald im Landkreis Wunsiedel erschossen haben. Das öffentliche Interesse an dem Fall ist groß. Entsprechend groß auch der Andrang auf die acht Presse- und 13 Zuhörer-Plätze im Saal. Sie alle wollen wissen, wie es zu einer solchen Tragödie kommen kann…

Im Anschluss an den Bericht aus Wunsiedel spricht Pia Enes mit Ekkehard Schwärzer. Er ist Jäger aus Bischofsgrün (Landkreis Bayreuth) und erklärt den richtigen Umgang mit Jagdwaffen.

 

 

© Christoph Röder, TVODienstag (20. Januar / 16:30 Uhr):
Am ersten Verhandlungstag am Amtsgericht Wunsiedel drohte der Prozess vor Ort bereits zu platzen. Die Staatsanwaltschaft stellte nach der Beweisaufnahme den Antrag, das Verfahren nach Hof an das Landgericht zu verlegen. Die Anklage um Staatsanwalt Dr. Michael Herbst ging nicht mehr von fahrlässiger Tötung in diesem Fall aus, sondern von Totschlag. Dies hätte einen Wechsel der Gerichtsstätte verlangt. Der Antrag wurde aber vom vorsitzenden Richter am Dienstagnachmittag abgelehnt. Das Verfahren wird weiterhin am Amtsgericht Wunsiedel geführt. Ein Urteil ist für Donnerstag (29. Januar) vorgesehen. TVO-Prozessbeobachter Christoph Röder ist mit vor Ort und berichtet unter anderem ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“ vom ersten Prozesstag.

 

© Christoph Röder, TVO Dienstag (20. Januar / 10:40 Uhr):
Mit einem großen Medieninteresse begann am Dienstagvormittag der Prozess um den 54-jährigen Jäger aus Schönwald. Ihm wird vorgeworfen, im September 2012 auf der Wildschweinjagd einen 26-Jährigen versehentlich erschossen zu haben. In das Amtsgericht Wunsiedel drängten am Morgen zahlreiche Personen, die den Prozess live mitverfolgten wollten, unter anderem mehrere Angehörige des Opfers. Nach umfangreichen Sicherheitskontrollen konnte der Prozess gegen 9:00 Uhr beginnen. In dem kleinen Verhandlungssaal wurden aber nur rund ein Dutzend Personen zugelassen. Mehr Platz bietet der Raum im Amtsgericht nicht. TVO-Prozessbeobachter Christoph Röder ist mit vor Ort und berichtet unter anderem ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“ vom ersten Prozesstag.

 

Montag (19. Januar / 18:20 Uhr):
Prozessbeobachter werden ab Dienstag mit Spannung nach Wunsiedel blicken. Dort beginnt am Amtsgericht der Prozess gegen einen 54-jährigen Jäger aus Schönwald. Er soll im September 2012 auf der Wildschweinjagd einen 26-Jährigen versehentlich erschossen haben. Der Fall ist durchaus mysteriös: Wie kann ein erfahrener Jäger, der sogar Kurse im richtigen Umgang mit Jagdwaffen gibt, seine Waffe geladen und entsichert vom Hochsitz nach unten richten – ohne genau nachzusehen, ob dort jemand ist? Was machte das Opfer morgens um 4.45 Uhr an dem abgelegenen Maisfeld – und spielt das überhaupt eine Rolle? Fragen, die ab morgen das Amtsgericht Wunsiedel zu klären hat. Was vor gut zwei Jahren in Schönwald passiert ist und was morgen zu erwarten ist, hat Christoph Röder für uns zusammengefasst.

 

 

Montag (19. Januar / 13:24 Uhr):
Vor dem Amtsgericht Wunsiedel startet am morgigen Dienstag (20. Januar) ein Prozess, der auf ein großes Interesse stößt. Wegen fahrlässiger Tötung muss sich dann Jäger Wernfried P., der so genannte Todesschütze von Schönwald, verantworten. Der damals 51-jährige Jäger aus Schönwald soll im September 2012 einen 26-Jährigen aus dem Landkreis Hof von einem Hochsitz aus erschossen haben. Offenbar hatte Wernfried P. den jungen Mann für ein Wildschwein gehalten. Das zumindest gab der Jäger später bei den polizeilichen Vernehmungen an. Für den Prozess sind drei Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil soll voraussichtlich am 29. Januar fallen. Wir berichten am Abend ab 18:00 Uhr vorab über die beginnende Gerichtsverhandlung.

 

Unsere Berichterstattung aus dem September 2012 zu diesem Fall:

 



 



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