Überfall in Kulmbach entpuppt sich als brutaler Angriff

Ein angeblicher  Raubüberfal in der Kulmbacher Innenstadt entpuppt sich jetzt als Lüge. Das schwerverletzte, 50-jährige Opfer geriet damals mit einem Bekannten in einer Wohnung in Streit, worauf dieser ausrastete. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln jetzt gegen einen 35-Jährigen wegen versuchten Totschlags. Aufgrund der damaligen Aussagen ermittelten die Beamten zunächst wegen eines Raubüberfalls, bei dem der Geschädigte von mehreren Tätern im Stadtpark, oder auch der angrenzenden Konrad-Adenauer-Straße, zusammengeschlagen worden sein soll. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei glaubten aber von Anfang an nicht so recht an den geschilderten Überfall. Krimininaltechnische und rechtsmedizinische Untersuchungen bestätigten die Zweifel. Die Kriminalbeamten konnten durch ihre Ermittlungen die wahren Hintergründe ans Tageslicht fördern. Demnach geriet der 35-Jährige mit seinem 15 Jahre älteren Kontrahenten in der Wohnung eines Freundes in der Georg-Hagen-Straße aneinander. Mit Schlägen und Tritten, und sogar mit einem Stuhl, traktierte der aus Kulmbach stammende Mann sein Opfer. Der 50-Jährige erlitt17 Rippen- sowie einen Jochbeinbruch. Sogar eine Hirnblutung war die Folge des brutalen Übergriffs. Das Opfer ist außer Lebensgefahr. Aus Angst vor dem aggressiven Täter gaukelte der Verletzte einen Raubüberfall vor. Jetzt nahmen die Beamten der Kripo Bayreuth den Schläger fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth erging gegen den mehrfach und einschlägig vorbestraften Beschuldigten heute Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Die brutale Gewalt des Täters und die massiven Verletzungen des Opfers lassen den Schluss zu, dass der Beschuldigte die Tötung seines Opfers zumindest billigend in Kauf nahm.

 

 



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