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Warnstreiks im Öffentlichen Dienst: Wo es in Oberfranken zu Einschränkungen kommt

Noch immer gibt es keine Einigung im Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes. In dieser Woche ruft die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zu diversen Streikaktionen in Oberfranken auf. Das teilte ver.di am Dienstag (13. Oktober) mit.

Am Mittwoch folgen Warnstreiks in Stadt und Landkreis Forchheim

Am morgigen Mittwoch (14. Oktober) streiken die Beschäftigten von Stadt und Landkreis Forchheim. Sie schließen sich dort der zentralen Kundgebung eines nordbayernweiten Sparkassenstreiks an.

Warnstreiks am Donnerstag in Bayreuth, Kulmbach, Pegnitz, Pottenstein und Bischofsgrün

In Bayreuth wird es eine zentrale Aktion am Donnerstag (15. Oktober) geben. Alle Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes sind in der Wagnerstadt, sowie in Kulmbach, Pegnitz, Pottenstein und die Gemeinde Bischofsgrün ganztätig zum Streik aufgerufen. Außerdem die Stadtwerke in Bayreuth und Kulmbach und alle Mitarbeiter kommunaler Kliniken und Altenpflegeeinrichtungen. Es kann hier zu deutlichen Einschränkungen kommen. Die Gewerkschaft ver.di vereinbarte erstmal mit dem Klinikum Bayreuth, in vier Stationen die Bettenzahl zu reduzieren, um den beteiligten Kolleginnen und Kollegen das Streikrecht zu ermöglichen. Am Donnerstag wird am Bamberger Gabelmann eine Kundgebung stattfinden, allerdings mit einzelnen Streikdelegierten verschiedenster Betriebe und Dienststellen. Mit unmittelbaren Einschränkungen für die Bevölkerung ist dort nicht zu rechnen.

Verhandlungsrunde soll am 22. und 23. Oktober stattfinden

Zurück an den Verhandlungstisch geht es am 22. und 23. Oktober. Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten einen 4,8 Prozent oder mindestens 150 Euro höheren Lohn. Unter anderem solllen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro monatlich angehoben werden.

„Die Beschäftigten erwarten von den Arbeitgebern ein klares Signal und ein gutes Angebot. Da bislang noch keine Reaktion der Arbeitgeber kam, ist ein bezirklicher Warnstreik die richtige Antwort (…) „Die Leistungen, die der öffentliche Dienst täglich erbringt, müssen entsprechend anerkannt und wertgeschätzt werden, vom Klatschen allein zahlt sich keine Miete.“

(Tina Karimi-Krause, Bezirksgeschäftsführerin ver.di Oberfranken-Ost)



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