Wiederwahl in Küps: Anette Kramme bleibt SPD-Bezirksvorsitzende

Anette Kramme bleibt SPD-Bezirksvorsitzende: beim oberfränkischen Parteitag in Küps (Lkr. Kronach) erreichte die Bayreuther Bundestagsabgeordnete mit 89 Prozent ein sehr gutes Ergebnis. Von 71 Stimmen hatte sie 63 erhalten – bei sechs Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen. Kramme zeigte sich erleichtert und wertete ihr gutes Ergebnis als Zeichen der Geschlossenheit der Oberfranken-SPD, was in Hinblick auf die Wahlen im Herbst wichtig sei. Als Stellvertreter Krammes wurden Ralf Pohl (Kronach; 54 Stimmen), Simon Moritz (Kulmbach; 60 Stimmen), Jonas Merzbacher (Gundelsheim; 47 Stimmen) und Ulrich Scharfenberg (Rehau; 57 Stimmen) im Amt bestätigt.

In ihrer Rede vor dem Parteitag sprach Kramme bundespolitische Themen wie etwa Lohndumping oder die Frauenquote an; landespolitisch sieht sie Nachholbedarf bei der Infrastruktur, vor allem beim Straßenbau und bei schnellem Internet für den ländlichen Raum. Hier ergänzte in einem Grußwort die Kulmbacher Landtagsabgeordnete Inge Aures, dass auch die personelle Ausstattung von Lebensmittelkontrolle oder Polizei wichtig sei – hier tue die Regierungskoalition zu wenig.

Dem Bayreuther Landtagsabgeordneten Christoph Rabenstein war es wichtig, das Thema Rechtsextremismus anzusprechen. Zwar sei der Parteitag der NPD im Landkreis Coburg verhindert worden, allerdings hörten damit die rechten Umtriebe in Oberfranken nicht. So müsse sich seine Bayreuther Parteikollegin Tina Krause Anfeindungen aus der rechten Szene gefallen lassen. Krause setzt sich immer wieder gegen rechte Veranstaltungen ein, z.B. im letzten Jahr in Schwarzach (Landkreis Kulmbach). Der Parteitag zeigte sich solidarisch und verabschiedete einstimmig eine Resolution.

Der Bezirksparteitag verlief sehr harmonisch. Unstimmigkeiten gab es nur wegen eines seitenlangen Antrags der Jusos, der an den Bezriksvorstand verwiesen wurde. Die Jusos zeigten sich unzufrieden und hätten die Themen (vor allem zur sozialen Gerechtigkeit) gerne mit den Parteikollegen in Küps diskutiert. Anette Kramme sicherte aber zu, den Antrag in angemessener Form im Bezirksvorstand zu würdigen.



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